Kaiser Konstantins heidnisches Sonntagsgebet

Schon gewusst…?

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  • Dich allein erkennen wir als Gott an,

    Dich bekennen wir als König,

    Dich flehen wir an als Helfer;

    von Dir haben wir die Siege erhalten,

    durch Dich die Obmacht gewonnen über die Feinde.

    Dir wissen wir Dank für die schon erhaltenen Wohltaten,

    Dir hoffen wir für die zukünftigen danken zu können.

    An dich wenden wir uns mit flehentlichen Bitten:

    Bewahre unsern Kaiser Konstantin und seine gottgeliebten Söhne recht lange und siegreich am Leben!


    http://www.unifr.ch/bkv/kapitel2028-19.htm


    Nach seinem Biographen Eusebius verfasste Kaiser Konstantin für den noch heidnischen Teil der Gesellschaft (oder zumindest der Armee) das obige monotheistische Sonntagsgebet. Am verehrungswürdigen Tag der Sonne, der seit 321 gesetzlicher Ruhetag war, sollten sich alle Soldaten auf einem Platz versammeln und obiges Gebet, mit dem Gesicht der aufgehenden Sonne zugewandt, sprechen.


    Eine andere Übersetzung fand ich in Andreas Heinz' „Lebendiges Erbe: Beiträge zur abendländischen Liturgie- und Frömmigkeitsgeschichte”, Berlin, 2010: S. 17:


    Dich allein erkennen wir als Gott,

    Dich bekennen wir als König,

    Dich rufen wir an als Helfer,

    Von Dir erflehen wir den Sieg,

    Durch dich überwinden wir unsere Feinde,

    Dir sind wir dankbar für die Gaben der Vergangenheit,

    Auf Dich hoffen wir auch für die Zukunft,

    Zu Dir kommen wir alle und bitten Dich:

    Erhalte unseren Kaiser Konstantin und seine gottgeliebten Söhne

    Heil und siegreich in einem langen Leben.



    Der Sonntag war erst seit 321 n. C. ein offizieller Ruhetag. Die Christen gedachten an diesem Tag die Auferstehung Jesu. Die Anhänger der solaren Kulte sollen den Tag der Sonne auch für ihre Kultpraktiken genutzt haben. Die Siebentagewoche und die Benennung der einzelnen Wochentage nach Himmelskörpern/Astralgöttern stammt aus dem Orient.

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

  • Das war aber schon wo er sich zum Christentum hin Orientiert hat weil er nur von einem Gott geschrieben hat.

    Zwar nach der Schlacht der Moslems wo er die Kreuze auf die Schilder malen hat lassen. Nach einen Traum und Gewonnen hat.

  • Du meinst die Schlacht auf der Milvischen Brücke. Moslems gab es zu der Zeit noch nicht.


    In der Spätantike herrschte bei den Herrschenden tatsächlich eine Tendenz zum Monotheismus, oder besser gesagt: Henotheismus. Auf Grundlage der im 2., 3. und 4. Jh. so populären neuplatonischen Philosophie bei den Gelehrten und der Astrologie bei den Massen, avancierte der Sonnengott zum „Summa numinum”, zur Höchsten aller Gottheit, zum einförmigen Antlitz aller Göttinnen und Götter. Alter Animismus und philosophische Ethik, Mystizismus und Herrscherkult, alles floss in den solaren Kult zusammen... Wahrlich allerdings wirklich eher eine Angelegenheit jener, die dazu die Zeit fanden, sich damit auseinanderzusetzen. Ein Versuch, im Chaos der zig verschiedenen Pantheons der Völker eine Art Struktur zu finden. Der Staatskult und die Kultpraktiken der breiten Massen blieben davon weitestgehend unberührt.


    Niemanden wurde das allerdings aufgezwungen (naja, außer eben den Soldaten, die dieses Gebet am Sonntag sprechen sollten... doch der Sonnengott, der täglich wieder den Gefahren der Nacht und der Unterwelt trotzte, der täglich über diese siegte und daher der Unbesiegte Sonnengott, der Deus Sol Invictus, war, war für den Soldaten wohl kein übler Comes, kein übler Gefährter).


    Für uns Heiden wirkt dieses Gebet Kaiser Konstantins total christlich oder zumindest monotheistisch. Für Christen hingegen mag es einigermaßen unchristlich gewirkt haben... schließlich soll Jesus seinen Anhängern ja die Kraft geben, ihren Feinden zu vergeben und sie zu lieben, nicht sie zu besiegen.

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

  • Zwar nach der Schlacht der Moslems wo er die Kreuze auf die Schilder malen hat lassen.

    Wie Iwan (der schreckliche ;)) schon schrieb, "die Schlacht an der Milvischen Brücke" gegen den damaligen römischen Kaiser Maxentius und seine römischen Legionen.

    Man sieht wieder das Schicksal ist eine "Hure", denn Maxentius hätte fast gewonnen, zumindest stand es auf der Kippe.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • 28. Oktober 312


    Im Kampf um die Oberherrschaft im Westen des Römischen Reiches erringt Konstantin am 28. Oktober 312 an der Milvischen Brücke im Norden von Rom einen Sieg über seinen Konkurrenten Maxentius. Dieser galt als Beschützer der römischen Traditionen. Nach dieser Schlacht mit den aufgemalten Kreuzen wurde er der erste Christliche Kaiser. Gut es waren noch keine Moslems im Sinne Mohamed und dem Coran bei der erst Ausrufung 610 – 622 n.CH. Aber die Vorläufer vom Heutigen Islam. Ich bin froh das Odin und all die anderen Götter von Walhall da schon vorhanden waren.

  • Ach so, Du verwendetest "Moslems" stellvertretend für alle Monotheisten abrahamitischer Tradition... so eine Art Pars pro Toto...


    Ich dachte, du schreibst mit Handy und deine Autokorrektur hätte aus Milvisch Moslems gemacht...

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

  • Was Spricht dagegen. Wurde nie Getauft im Christlichen Sinne. Bei uns daheim hingen nie Kreuze sonder standen die Götter Walhalls im Haus.

  • Dagegen spricht nichts. Ohne Erklärung war es eben nur verwirrend. Und ein Geschichtslehrer hätte es vermutlich, ohne Erklärung, auch nicht gelten lassen bei einer Klausur. ;-)

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

  • Und ein Geschichtslehrer hätte es vermutlich, ohne Erklärung, auch nicht gelten lassen bei einer Klausur.

    Das würde ein Geschichtslehrer eh nicht gelten lassen, auch mit Erklärung nicht. Moslems sind keine Christen, Christen sind keine Moslems. Rein rhetorisch gesprochen: Sag mal einem Moslem er sei ein Christ oder noch besser, er sei in Wahrheit ein Jude. :)


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • da hast Du wohl Recht, Wulfila. Hätte einen Römer zu einem Germanen gesagt, ah, ihr verehrt den Donnergott Iuppiter, dann hätte der Germane das wohl nur bejaht oder bei sich gedacht: na wenn du meinst... doch bei den Monos ist das alles etwas komplizierter...

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

  • Ist das nicht der Fall...? Ich dachte das bisher auch immer, dass Christen und Moslems den einen Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für sich beanspruchen.


    Für einen totalen Aussenstehenden sieht es ja vielleicht wirklich so aus, als ob Christen die Sonne, Moslems den Mond als Abbild Gottes verehren.


    Kendra : War Istanbul schön? Findet man da noch Byzantinisches ausser der Hagia Sophia?

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

  • in Istambul versuchte der Fremdenführer uns begreiflich zu machen,das der Islam und das Christentum den gleichen Gott anbeten....


    Ist das nicht der Fall...? Ich dachte das bisher auch immer, dass Christen und Moslems den einen Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für sich beanspruchen.


    Für einen totalen Aussenstehenden sieht es ja vielleicht wirklich so aus, als ob Christen die Sonne, Moslems den Mond als Abbild Gottes verehren.

    Das ist alles nicht so einfach.

    Obwohl, rein theoretisch ist das ja so. Aber, wieder dieses riesengroße aber.

    Wie wir wissen ist ja nicht mal im Christentum alles das gleich Christentum. Einige christliche Strömungen glauben bessere Christen zu sein.

    Die Verfolgung der Katharer samt gnadenloser Ermordung und die Ablehnung des Arianischen Christentums sowie die Pogrome an den Hugenotten sind nur drei Beispiele wie verzwickt alleine schon das Christentum ist.


    Der Islam kennt genau dieselben Probleme.

    Das Wahabitentum ist die strengste Auslegung des Islam/Koran.

    Alaviten sind Weltoffen und kennen keine Moscheen, bzw. lehnen Moscheen ab. Der Islam wird Zuhause im trauten Familienkreis zelebriert unter der Leitung des Familienoberhauptes. Männer, Frauen, Junge und Alte zusammen, was an und für sich schon unerhört ist, Männer und Frauen zusammen ts,ts,ts und keine Moscheen.

    Sunniten und Schiiten bekämpfen sich seit Jahrhunderten.

    Der sunitische IS Massenmord an allen anderen Islamischen Strömungen, ist ein trauriger Höhepunkt in der islamischen Welt. Selbst die Hammas und die Hisbollas sind nichts gegen den IS Terror.


    Man sieht also, das Ganze ist verzwickter als der berühmte gordische Knoten. Solange sich Christen untereinander anfeinden, Moslems sich untereinander anfeinden, ja auch die Juden sind sich nicht einig, solange kann es auch keine Einigung der Monotheismen geben.


    Ist ja vielleicht auch ganz gut so. :thor:


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Nun ja... mein Grund hinzufahren war Erinnerung.

    Zurück kam ich mit Wut im Bauch was aus den Gebäuden alles unter islamischer Herrschaft zerstört wurde.

    Was wirklich interessant war wurde noch nichtmal gezeit.

    Weiteres gerne über PN

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • wulfila Die Heiden schoben zumindest keine Religion vor, um ihre Kriege zu rechtfertigen. Nicht, dass deren Kriege darum minder blutig gewesen wären.


    In der Beziehung sind die Heiden den Monotheisten, sofern bekannt!, doch voraus... bei denen war es ganz normal, dass derselbe Gott in einer anderen Stadt eventuell mit anderen Riten geehrt wurde als zum Beispiel in der eigenen. Kleines Beispiel von der Website Theoi.com: Laut Fabeldichter Äsop verwehrte Liebesgöttin Aphrodite jenen, die (kürzlich oder überhaupt) Schweinefleisch gegessen haben, den Zutritt zu ihren Tempeln. "Der Aphrodite ein Schwein opfern" soll ein Sprichwort gewesen sein und meinte, einer Person ein unpassendes Geschenk zu machen. Aber es wird auch berichtet, dass in der Stadt Argos und auf Zypern der Aphrodite während ihrer Opferfeste durchaus Schweine geopfert wurden.

    Slawen sind Ostgermanen!


    Der französische Philosoph Voltaire schalt Friedrich den Großen einen "Wandalenkönig" und meinte damit die Wenden/Wandalen.

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