Andere Religionsanhaenger und Ihr

Schon gewusst…?

Der norwegische König Olav I. Tryggvason drohte im 10. Jahrhundert damit, alle Isländer in Norwegen töten zu lassen, nachdem ihm der aus Island zurückgekehrte Missionar Þangbrandr (Thangbrand) mitgeteilt hatte, dass wenig Aussicht auf eine Christianisierung des Landes bestehe.

  • Ich lese immer mal von:

    "Christen sehen meine Goetter als minder an"

    "Christ XYZ sagt meine Goetter sind seinen unterlegen"

    "Mal wieder einer der mich bekehren wollte, da sein Gott.." blakeks

    "Hier wird man ganz komisch angeguckt, wenn man ein Mjoellnir traegt"

    Was weiß ich noch. (oder setze Christ mit irgendetwas anderen gleich.)


    Wie kommt es denn dazu, dass euch so etwas passiert? Bis auf beim letzten Beispiel muss man dazu ja ein tiefergehendes Gespraech, mit Anhaengern anderer Religionen, fuehren oder wird man einfach so bekehrt? (bzw. versucht)


    Ich wuerde fast meinen, dass es bei mir, bevor es dazu kommt, vorher zum Gespraechsabbruch fuehrt. Weil ich kein Bock habe mich mit Leuten, die eine solche Denkweise an den Tag legen (verkopft, verbohrt, sturr, nicht offen), zu unterhalten.


    Mir ist das hier in Brandenburg kaum bis noch nie geschehen, meist geht das gar nicht so weit und ueber religioese Themen wird so ziemlich gar nicht geredet...


    Kurzum: Mich interessiert wie es zu so einen Gespraechsverlauf kommt. Wieso tut Ihr euch das (immer wieder) an? Ist es wirklich so haeufig oder kommt es mir nur so vor, weil es mir so selten passiert?

  • Ich fasse es kurz zusammen: törichte katholische Hinterwäldler vom Niederrhein. Da ist alles und jeder suspekt der nicht im Schützen/Fußball/Karnevalsverein (ja, alle Drei) ist und nicht zu einem untoten Zimmermann und seinem jähzornigen Vater betet und nach Kevelaer "pilgert" (Faulpelze fahren mittlerweile alle Auto)


    Da ist das Hirn und die Toleranz schon lange zwischen Bierzelt und Kneipe verloren gegangen, ich bin immer so blöd das ich mich von diesem Pack provozieren lasse.


    Ich hab lange Toleranz gezeigt, jetzt wird im selben respektlosen Ton zurückgeschossen. Könnte von Vorteil sein, denn dann ist das Schützen Thema für immer vom Tisch.

  • Hei!

    ich denke solche "Streit- bzw. Missionierungsgespräche" gibt es bloß wenn zwei "religiös-gefestigte" Menschen verschiedener Ansichten aufeinandertreffen und sich der eine mit dem Anderen "messen" möchte. Das ist für manche sog. "Glaubensgemeinschaften fast schon Pflicht sein Umfeld zu missionieren (siehe Zeugen Jehovas).

    Ich habe kein Interesse mich zu messen. Bei den meisten "Gesprächsverläufen" merkt man relativ schnell wenn die Stimmung kippt und sich gewisse "Engstirnigkeit" breit macht. Manche Ansichten die bei Gesprächen zum Vorschein kommen, würden so manchen Psycho Doktor auf pathologische Mechanismen hinweisen. Und Manche nehmen sich und Ihre Ansichten vielleicht auch schlichtweg zu wichtig.

  • Danke schon mal fuer eure Aussagen.


    @Ichda

    Wie kommt es denn, dass du mit irgendwelchen Hinterwaeldlern auf solche Gespraechsthemen kommt?


    TaJu7

    Die Theorie hatte ich auch schon, bei "uns" kommt das Thema Religion nur gar nicht auf den Tisch. Mich interessiert, wie es dazu kommt.


    Bei Leuten wie in deinem Beispiel (Zeugen Jehovas) sehe ich den Versuch ein. Eine Frage stellt sich mir: Wieviele Religionsgemeinschaften gibt es, wo das missionieren dermaßen wichtig ist?


    Zum letzten Absatz habe ich nichts hinzuzufuegen.

  • Fängt in der Regel mit "warum machst du nicht bei den Schützen mit ?"


    Und da die Bruderschaften christlich sind kommt es schnell zum Thema.


    Man kommt egal wo man hinkommt nicht um diese Frage herum.


    Egal wie oft man sagt "Darum".

  • Erst zum allgemeinen Verständnis: wir reden hier über eine Schützen-Bruderschaft, nicht über einen Schützenverein. Das ist nicht das Selbe.


    Die meisten Bruderschaften bei uns wurden im Kaiserreich oder nach Napoleon gegründet. Einst als Bürgerwehr um die Kirche/Kapelle etc zu "schützen".


    Also Ja, man sollte im Sandalenclub sein um da Mitglied zu werden. Denn:

    -Antreten(Erscheinen) zu Gottesdiensten

    -Pflege von Kapellen und Wegkreuzen

    -Pavillionschleppen an Frohenleichnam

    -Bekenntnis zum Christentum

    -Leben nach christlichem Vorbild


    So haben diese Partysoldaten das in ihren Regeln stehen, und wenn man irgendwo eintritt sollte man die Regeln zumindest einhalten, so sehe ich das.


    Lange bin ich gut damit gefahren das die Bruderschaften trotz offensichtlicher Traditionsbrüche weiterhin verlangen das man Kirchensteuer zahlt. Bin 8 Jahre raus hat mich lange bewahrt. Doch nun schmeißen die auch ihre letzten Grundsätze wegen Nachwuchsmangel über Bord, ich werde nun öfters gefragt.

    Habe auf Leberversagen und Prolls im Uniform ebenso wenig Lust habe wie auf 200 Jahre alte Vereine die sich komplett aufgeben haben und keinerlei Substanz mehr haben.



    Da ich höflich bin und niemanden vor den Kopf stoßen möchte schiebe ich das immer auf meine "Götzenanbetung".


    Und da eskaliert es.


    Vielleicht sollte ich einfach mal schonungslos sagen das ich mich nie erniedrigen werde vor einem Kreuz sauber zu machen oder ein Partyzelt zu tragen damit ein Stück Brot keinen Sonnenbrand bekommt.

  • Ich bin in Zwei Jagdvereinen und komme da mit dem Glauben gut zurecht denn christliches wird nur zu Christlichen Feiertagsveranstaltungen Angesprochen da habe ich dann immer keine Zeit weil ich entweder im Revier bin oder Arbeite. Also keine Probleme.

  • Im Bonsaiverein war es öfter das Thema.

    Weil ein bayrischer Dickschädel das Thema Religion immer wieder aufs Tablett brachte. Nun ja,es ging in dem Verein um Bonsai.

    Aus dem Verein bin ich jetzt raus.

    Nichts desto trotz....

    Jetzt auf der Arbeit kommt es auch immer wieder vor.

    Schließlich geht es um Sterben und Abschiednehmen.

    Da kommen alles Religionen zum Tragen.... Manche Familien bekommen erst zum Ende zu erfahren,wessen Glauben Oma oder Opa, Mutter oder Vater sind.

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Nein, keine Erfahrung damit. Bisher noch keine Diskusion über Religion, meinen Schmuck oder Tattoos gehabt. Die Zeugen oder wenn die Kirche mal wieder jemanden zum beteln vorbeischickt, schaun bissl blöd wenn ich auf den Namen an der Klingel zeige aber diskutiert wird da nicht. Auch nicht auf der Arbeit, Religion ist da kein Thema. Noch nicht mal wenn ich mit den Pfarrern aus der Umgebung spreche und die müssten unsere Zeichen nun wirklich kennen.


    Aber so wie es sich bei euch liest, scheint es mir als möchten die anderen Leute euch provozieren und haben in den Zeichen und Religion nur den Einstieg dazu gesucht/gefunden?

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)

  • ielleicht sollte ich einfach mal schonungslos sagen das ich mich nie erniedrigen werde vor einem Kreuz sauber zu machen oder ein Partyzelt zu tragen damit ein Stück Brot keinen Sonnenbrand bekommt.

    Sonnenbrand :rofl:


    Bisher sind mir nur die Zeugen Jehovas auf den Sack gegangen. Ich habe aber schnell gemerkt, das die abhauen, wenn ich denen die Vorzüge des Donnerers predige und zum konvertieren auffordere. ^^


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Ich denke, dass das Thema viel auf gegenseitigem Provozieren beruht. Muss ich jedem und immer reindrücken, dass ich Heide bin? Auch wenn mich das zu "was Besonderem" macht?

    Wir maulen alle rum, wenn uns ein Gegenüber nach spätestens drei Minuten reindrückt, dass er Veganer ist. Dabei sind viele derer, die sich als Heiden bezeichnen, keinen Deut besser.

    Meine Reaktion auf derartige Diskussionen ist, sie abzuwürgen. Religion ist eine der intimsten Sachen, die wir haben - und meine Intimität steht nunmal nicht zur Diskussion. Ausser vielleicht bei einer kleinen handvoll ausgesuchter Leute.


    Drum, im Zweifelsfall:

    41HCI5vhekL.jpg

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Ich provozierte nie, missionierte nie.

    Ich wollte es einmal wiw ein Moslem machen und meine Religion vorschieben um etwas nicht machen zu müssen worauf ich kein Bock habe.


    Ich werde das jetzt nicht mehr tun und einfach offen Kirchenfeindlich auftreten.

  • Meine Reaktion auf derartige Diskussionen ist, sie abzuwürgen. Religion ist eine der intimsten Sachen, die wir haben - und meine Intimität steht nunmal nicht zur Diskussion. Ausser vielleicht bei einer kleinen handvoll ausgesuchter Leute.


    Drum, im Zweifelsfall:

    beste reaktion

  • Kurzum: Mich interessiert wie es zu so einen Gespraechsverlauf kommt. Wieso tut Ihr euch das (immer wieder) an? Ist es wirklich so haeufig oder kommt es mir nur so vor, weil es mir so selten passiert?

    Vielleicht liegt es auch daran, das viele von uns etwas tun was ein solches Gespräch einfach nach sich ziehen muß.

    Ich z.B. hatte, als ich noch Trunkenbold war, meine Biere immer mit dem Hammer gesegnet bevor ich sie trank. Das machte einige Leute einfach neugierig und die gespräche gingen los.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Kleiner Einwurf, ist Euch auch aufgefallen, das Diskussionen und Themen, die früher mal ganz normal waren, mittlerweile mit "religiösem Eifer" geführt werden - Politik, Umweltschutz, Klimawandel, Impfen, Viren, Ernährung usw.


    Heute ist es nicht die Religion das gefährlich, sondern wenn Du Dich am falschen Ort als Mettesser, Veganer, Linker, Dieselfahrer oder Geimpfter outest :ugly:

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Lasst uns doch mal wieder über den Alzheimergoofy oder den Ring lästern.


    Denn die mögen wir vermutlich forenweit alle nicht.