Walter Baetke - ,Die Götter und ihr Kult' aus ,Die Religion der Germanen in Quellenzeugnissen'

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  • Wie im Thema Festtage angedroht habe ich mit der Abschrift begonnen und werde hier in mehreren Artikeln die Quellenlage zum Kult der Germanen nach Walter Baetke hochladen.

    Schreibfehler bitte ich zu verzeihen. Bei all den isländischen Namen und Fremdwörtern, zusammen mit der alten deutschen Rechtschreibung, könnte der ein oder andere Tippfehler durchgerutscht sein.

    Die einzelnen Punkte des Inhaltsverzeichnisses werden als einzelne Beiträge Innerhalb dieses Themas eingestellt.



    A. Die Religion im Volksleben

    I. Die Götter und ihr Kult


    Inhalt:


    1. Die Hauptgötter

    2. Volksgötter

    3. Heilige Stätten, Haine, Berge u. a.

    4. Tempel und Heiligtümer

    5. Götterbilder

    6. Heilige Geräte und Symbole

    7. Priester (Goden und Godinnen)

    8. Die großen Kultfeste

    9. Kultische Hinrichtungen ("Menschenopfer")

    10. Heilige Umfahrten

  • 1. Die Hauptgötter


    1. Die germanischen Sitten und Bräuche sind von diesen (denen der Gallier) sehr verschieden; denn sie haben keine Druiden, die die Verehrung der Götter bestimmen, noch legen sie Wert auf Opfer. Zu den Göttern rechnen sie bloß die, die sie sehen können und deren Hilfe ihnen deutlich fühlbar ist: die Gottheiten der Sonne, des Feuers und des Mondes; die andern kennen sie nicht einmal vom Hörensagen. – B. G. VI, 21.


    2.Von den Göttern genießt Merkur (Wodan) die höchste Verehrung: ihm an bestimmten Tagen sogar Menschenopfer zu bringen, halten sie für recht. Den Mars und Herkules stimmen sie durch Opferung zufälliger Tiere günstig. Ein Teil der Sueben opfert auch der Isis. – T. G. 9.


    3. Wenn Seuchen und Hungersnot drohen, wird (in Uppsala) dem Götzen Thor geopfert, wenn Krieg, dem Wodan, bei Hochzeiten Fricco. – A. B. IV, 27.


    4. So schicken denn die Tenkterer, ein durch den Rhein davon (von Köln) getrennter Stamm, Gesandte und heißen sie ihre Aufträge in der Versammlung der Agrippinenser eröffnen. Diese brachte der unbändigste von den Gesandten folgendermaßen vor: „Daß ihr zurückgekehrt seid zu dem großen Ganzen und Namen Germaniens, dafür danken wir den gemeinsamen Göttern und dem obersten der Götter, Mars.“ – T. A. IV, 64.


    5. Den ersten Kriegsgefangenen opfern sie (die Goten) für Ares, den sie für den größten Gott halten. – Pr. G. II, 15.


    6. Wodan aber, den sie mit Beifügung eines Buchstabens Guodan nannten, ist der nämliche Gott, der bei den Römern Merkurius heißt und von allen Völkern Deutschlands als Gott verehrt wird. – P. D. I, 9.


    7. (Hengist zu Vortigern:) Unter Führung des Merkurius überschritten wir die Meere und suchten dein Reich auf… Den Merkurius verehren wir besonders, den wir in unserer Sprache Wodan nennen. Ihm weihten unsere Vorfahren den vierten Wochentag, der bis heute noch seinen Namen, den Wodenes dai, erhalten hat. – G. M. VI, 10.


    8. Über Opfer an Merkurius (Wodan) und Jupiter (Donar). – Ind. 8.


    9.Der vornehmste und älteste der Asen ist Odin. Er herrschte über alle Dinge, und so wie die anderen Götter mächtig sind, dienen sie alle ihm wie Kinder ihrem Vater. – Sn. E. (Th. 20, 69)


    10. Und das ist mein Glaube, daß dieser Odin und seine Brüder die Regierer von Himmel und Erde sind. Wir glauben, daß dies sein Name ist. Es ist der Name des Größten und Vornehmsten, den wir kennen. – Sn. E. (Th. 20, 54)


    11. Der Bischof sagte: „An wen glaubst du?“ Finn antwortete: „An Thor und Odin, wie die anderen Nordmänner.“ – Ftb. I, 313.


    12. Dort (in Schweden) waren in jener Zeit große Opfer, und Freyr wurde am meisten verehrt. – Ftb. I, 337.


    13. Ec forsache allum diaboles wercum and wordun, Thunaer ende Wôden ende Saxnôte ende allum them unholdum the hire genôtes sint.

    (Ich entsage allen teuflischen Werken und Worten, Donar und Wodan und Sachsnot und all denen Unholden, die ihre Genossen sind.) – Sächs. Taufgelöbnis.

  • 2. Volksgötter


    1. Sie feiern in alten Liedern, der einzigen Art Überlieferung und Geschichtsschreibung dieses Volkes, einen erdgeborenen Gott Tuisto. Ihm schreiben sie einen Sohn Mannus als Stammvater und Gründer ihres Volkes zu; dem Mannus drei Söhne, nach deren Namen die an der Meeresküste wohnenden Ingäwonen, die in der Mitte Herminonen, die übrigen Istäwonen heißen sollen. Einige behaupten – die Urzeit hat ja weiten Spielraum -, es habe mehr Volksnamen und mehr Göttersöhne gegeben: Marser, Gambrier, Sueben, Wandilier, und das seien echte und alte Namen. – T. G. 2.


    2. König Olaf machte das ganze Reich christlich; alle Opfer rottete er aus und alle Götter, wie Thor, den Gott der Engländer, und Odin, der Sachsen Gott, und Skjöld, den Gott der Schonen, und Frey, den Schwedengott, und Godorm, den Gott der Dänen. – Fms. 5, 239.


    3. Und als er (Hallfred) eines Sommers von Island nach Norwegen kam, da lag er mit seinen Gefährten bei Agdanes vor Anker, und dort trafen sie Leute, mit denen sie sich unterhalten konnten, und fragten nach Neuigkeiten. Es wurde ihnen erzählt, daß ein Herrscherwechsel in Norwegen eingetreten sei. Hakon, der Jarl, war tot, und Olaf, der Sohn Tryggvis, war an seine Stelle gekommen und mit ihm neue Glaubenssitten und Anordnungen. Da einigten sich die Schiffer darauf, ein Gelübde abzulegen: sie wollten Frey ein großes Opfer bringen, wenn sie Fahrwind nach Schweden bekämen, aber Thor und Odin, wenn sie nach Island fahren könnten. Doch wenn sie keinen günstigen Fahrwind bekämen, dann sollte der König über sie bestimmen. – Hf. S. 5 (B. H. 5, 33)

  • 3. Heilige Stätten, Haine, Berge u. a.


    1. Hainen und Wäldern legen sie Heiligkeit bei und rufen mit den Namen von Göttern jenes Geheimnis an, das sie nur in Ehrfurcht schauen. – T. G. 9.


    2. Zu bestimmten Zeiten sind in einem Walde, den Zeichen aus Vätertagen und Schauer der Vorzeit weihten, alle Völker vom gleichen Blut durch Abordnung vertreten, und ein feierliches Menschenopfer der Gemeinschaft eröffnet des barbarischen Dienstes entsetzliche Stiftung. Noch eine andere Verehrung gilt dem Hain: keiner darf ihn anders als in Fesseln betreten, gleichsam als Untertan und um von der Macht des Gottes zu zeugen. Fällt einer zu Boden, so darf er sich nicht erheben noch aufrichten lassen, sondern muß sich auf der Erde hinauswälzen. Das ganze Treiben deutet darauf, daß dort die Wiege des Volkes sei, dort der allbeherrschende Gott und alles andere ihm untertan und gehorsam. – T. G. 39.


    3. Dag durchbohrte Helgi im Fesselwalde. – H. Hb. 26 (Th. 1, 150)


    4. … Auf einer Insel des Meeres 8der Ostsee) liegt ein heiliger Hain… – T. G. 40.


    5. Bei den Naharnawalen wird ein Hain uralten Kultes gezeigt; ihn leitet ein Priester in weiblicher Tracht. – T. G. 43.


    6. Als der Cäsar die Weser überschritten hatte, erfuhr er durch einen Überläufer, daß von Arminius eine Stätte zur Schlacht ausgewählt sei. Auch andere Stämme sollten in einem dem Herkules (Donar) heiligen Hain zusammengekommen sein. – T. A. II, 12.


    7. Civilis aber lud die Edelen des Stammes (der Bataver) und die entschlossensten Männer aus dem Volk unter dem Vorwand eines Gastmahles in den heiligen Hain ein. Als er sah, daß sie sich durch die nächtliche Festlichkeit in gehobener Stimmung befanden, begann er vom Ansehen und Ruhm ihres Stammes zu sprechen…. – T. H. IV, 14.


    8. Bald darauf erfuhr man von Überläufern, das 900 Römer bei dem Hain der Baduhenna im Kampf, der sich bis zum folgenden Tage hingezogen hatte, niedergehauen seien. – T. A. IV, 73.


    9. Unwan befahl, alle heidnischen Gebräuche, deren Aberglauben in diese Gegend noch blühte, bis auf den Grund zu beseitigen, und ließ so aus den Hainen, die unsere Marschbauern in törichter Verehrung besuchten, durch seinen Sprengel in Kirchen wiederherstellen. – A. B. II, 46.


    10. In demselben Sommer (58. N. Chr.) fand eine große Schlacht zwischen Hermunduren und Chatten statt. Beide Parteien suchten nämlich den ihnen gemeinsamen Grenzfluß, der salzhaltig war, mit Gewalt an sich zu bringen. Abgesehen von ihrer Neigung, alles durch Waffengewalt zu regeln, wirkte dabei der fromme Glaube mit, daß jene Gegenden dem Himmel besonders nahe wären, und die Gebete der Menschen nirgends aus größerer Nähe gehört würden. Daher entstünde durch die Huld der Götter in jenem Fluß und jenen Wäldern das Salz. – T. A. XIII,57.


    11. Thorolf nannte den Platz zwischen Vigrafjord und Hofsbucht Thorsnes. Auf dieser Landspitze stand ein steiniger Hügel, Diesem zollte Thorolf so große Verehrung, daß keiner auf ihn, ohne sich zuvor gewaschen zu haben, schauen durfte. Niemand, weder Mensch noch Tier, durfte man dort auf dem Hügel töten, außer dem Vieh, das von selbst wegging. Diesen Hügel nannte Thorolf „Heiligenberg“ (Helgafell). – Eyrb. 4. (Th. 7, 19)


    12. Am nächsten Morgen ritt Styr nach Helgafell… Snorri fragte, ob es einen schwierigen Fall mit ihm zu erörtern habe. „Ich glaube wohl“, versetzte Styr. Snorri erwiderte: „Dann steigen wir auf den ,Heiligen Berg‘ (Helgafell). Die Beschlüsse, die man dort sagte, sind wohl nie zunichte geworden.“ – Eyrb. 28 (Th. 7, 68)


    13. Thorhadd der Alte war Tempelgode in Drontheim in Möre. Er bekam Lust, nach Island zu fahren. Vorher aber brach er den Tempel ab und nahem die Tempelerde und die Säulen mit. Er kam in den Stödvarfjord und legte dem ganzen Fjord die Heiligkeit von Möre bei und ließ dort nichts töten außer dem Hausvieh. – Lnb. (Th. 23, 133)


    14. In so hohen Ehren hielten die Götter ihre Heiligtümer und Friedensstätten, daß sie sie nicht mit dem Blute des Wolfes besudeln wollten obgleich die Weissagungen lauten, daß er Odins Töter werden soll. – Sn. E. (Th. 20, 80)


    15. Darauf zogen sie durch Götland und kamen eines Abends an eine Stätte, die hieß Storahof (großer Tempel). Die Tür war verschlossen, und sie konnten nicht hinein. Das Gesinde schrie, das wäre eine heilige Stätte und sie machten sich weiter auf den Weg. – Hk. (Th. 15, 141)


    16. In Holmgard war eine so große Friedensstätte, daß jeder erschlagen werden sollte, der einen nicht verurteilten Mann erschlug. – O. Tr. S. 47. Fms. I, 80.


    17. Vigfus war nun „Lebensringmann“ (d. h. in der geringeren Acht). Er durfte aber nicht zu Hause (in Thvera) bleiben, wegen der Heiligkeit des Ortes. (Bei Thvera stand ein Tempel des Frey.) – Vg. S. 19 (B.H. 1, 88)


    18. Und während der fromme Prediger des Wortes Gottes (Willibrord) auf fieser Reise sich befand, kam er an die Grenze zwischen den Dänen und Fresonen, zu einer Insel, welche nach einem ihrer Götter, Fosite, von den Bewohnern Fositeland genannt wurde, weil auf ihr Heiligtümer dieses Gottes errichtet waren. Dieser Gott wurde von den Heiden in solcher Verehrung gehalten, daß keiner von ihnen etwas von dem Vieh, das dort weidete, oder von anderen Dingen zu berühren wagte, noch aus der Quelle, welche dort sprudelte, das Wasser anders als schweigend zu schöpfen sich erlaubte… Er (Willibrord) verachtete aber die törichte Scheu der Heiligkeit jenes Ortes und den wilden Sinn des Königs, welcher jeden Verletzer der Heiligtümer jenes Ortes dem grausamen Tode zu weihen pflegte, und taufte drei Menschen in jener Quelle unter Anrufung der heiligen Dreifaltigkeit; auch ließ er von dem Vieh, das dort weidete, zu seinem Bedarf schlachten. Als die Heiden das sahen, glaubten sie, Daß jene entweder in Wahnsinn verfallen oder eines plötzlichen Todes sterben würden… Der heilige Mann aber wurde zu dem König berufen und von ihm heftig angefahren, daß er seine Heiligtümer entweiht und seinen Gott beleidigt habe… – A. V. W. 10.

  • 4. Tempel und Heiligtümer


    1. Germanicus ließ eine Strecke von fünfzig Meilen mit Feuer und Schwert verwüsten. Kein Alter, kein Geschlecht fand Erbarmen. Profane und heilige Stätten wurden ohne Unterschied dem Erdboden gleichgemacht, auch der bei jenen Stämmen (der Marsen) hochberühmte Tempel, den sie das Heiligtum der Tamfana nennen. – T. A. I, 51.


    2. In Köln war ein Tempel, in welchem die Barbaren ihre Opfer darbrachten und sich bis zum Erbrechen an Speise und Trank gütlich taten. Dort beteten sie zu Bildern wie zu Gott. – Gr. V. P. VI, 2.


    3. Karl eroberte die Eresburg, gelangte zur Irminsul und zerstörte das Heiligtum selbst. Was er an Gold und Silber dort fand schleppte er weg. – A. F. zu 772.


    4. Hierauf sandte Albrich Liutger mit anderen Gottesknechten aus, die Tempel und verschiedene Opferstätten der heidnischen Götzen im Lande der Friesen zu zerstören. Sie vollführten den Befehl und trugen einen großen Schatz herbei, den sie in den Heiligtümern gefunden hatten. – V. L. 16.


    5. So kam es, daß einige Schüler, von göttlichem Eifer ergriffen, die zerstreuten heidnischen Tempel in der Umgebung zu zerstören… begannen. – V. Whd. 4.


    6. Nachdem sie aber auf der Insel angekommen waren, zerstörte er die Tempel des Fosite, welche dort erbaut waren, und errichtete an ihrer Statt eine Kirche Christi. – A. V. W. 10.


    7. Er (Thorolf) legte ein großes Gehöft bei der Hofsbucht (Tempelbucht) an, das er Hofstadir (Tempelstätten) nannte. Dort ließ er einen Tempel aufführen. Das war ein gewaltiges Gebäude. Es war eine Tür an der Seitenwand und nahe dem einen Giebel: Innerhalb der Tür standen die Hochsitzpfeiler. In diesen befanden sich Nägel, die man „Regin- (= Götter-)Nägel“ nannte. Da im Inneren war eine große Friedensstätte. Vom Eingang weiter nach dem entfernteren Giebel lag ein Raum ähnlich der Sakristei in den jetzigen Kirchen, und dort war eine Erhöhung (stalli) in der Mitte des Tempelflurs wie ein Altarplatz. Auf dem Altar lag ein fugenloser Ring, zwanzig Unzen im Gewicht. Darauf mußten alle Eide abgelegt werden. Diesen Ring sollte der Tempelgode bei allen Thingversammlungen am Arm tragen. Auf dem Altar stand auch gewöhnlich die Opferschale. Darin befand sich der Sprengwedel nach Art eines Weiwedels. Mit ihm sollte das Blut aus der Schale gesprengt werden, das man Opferblut nannte. Es war dies Blut, das floß, wenn die den Göttern geweihten Tiere geschlachtet wurden. Um den Altar standen die Götterbilder in dem abgetrennten Raume. – Eyrb. (Th. 7, 18)


    8. Birka ist eine Stadt der Goten mitten in Schweden gelegen, nicht weit von dem Tempel, den die Schweden als den berühmtesten für ihren Götterdienst haben, namens Uppsala. – A. B. I, 62.


    9. Er (der Gode Thorgrim) war ein großer Opferer; er ließ einen großen Tempel in seinem umhegten Hofplatz errichten. Der war 120 Fuß lang und 60 breit. Dazu sollten alle Männer Tempelzoll geben. Thor wurde dort am meisten geehrt. Im Inneren war ein Rundteil wie eine „Haube“ (Apsis); die war ganz mit Teppichen und mit Fenstern versehen. Da stand Thor in der Mitte und andere Götter zu beiden Seiten. Davor Stand ein Altar (stalli), mit großer Kunst gefertigt und oben mit Eisen getäfelt. Darauf sollte ein Feuer brennen, das nie ausgehen sollte. Das nannte man das geweihte Feuer. Auf dem Altar sollte ein großer, aus Silber gefertigter Ring liegen. Darauf sollten alle Eide geschworen werden, in allen Tatklagesachen. – Kj. S. Kap. 2.


    10. Ingmund nahm den ganzen Vatnsdal oberhalb des Helgavatn und Urdarvatn in Besitz. Seinen eigenen Wohnsitz wählte er sich in einer sehr schönen Niederung und errichtete dort einen Hof; auch baute er einen Tempel, hundertzwanzig Fuß lang. – Vd. S.15 (B. H. 6, 62)


    11. Seinem Sohne Ingjald gab Helgi der Magere das Land seewärts vom Arnarhval bis zum äußersten Thvera. Er wohnte im Oberen Thvera und errichtete dort einen großen Tempel. – Lnb. (Th. 23, 123)


    12. Ketilbjörn war so reich an Fahrhabe, daß er seinen Söhnen anbot, für ihn den Tempel, den sie bauen ließen, einen Deckbalken aus Silber zu schmieden. – Lnb. (Th. 23, 154)


    13. Helgi gab seinem Sohne Hrolf alle Ländereien östlich von der Eyjafjordsa aufwärts vom Arnarhval; er wohnte zu Gnupufell und errichtete dort einen großen Tempel. – Lnb. (Th. 23, 123)


    14. Bödvar der Weiße nahm an der Leirubucht landeinwärts alle Täler, die dort liegen, und auf der anderen Seite seewärts bis Muli und wohnte in Hof. Er errichtete dort einen großen Tempel. – Lnb. 256.


    15. Audun der Rote wohnte in Hofsfell und errichtete dort einen großen Tempel. – Lnb. (Th. 23, 138)


    16. Wie sie (die Droplaugssöhne) ein Vierten des Weges hinter sich hatten, überfiel sie ein heftiger Schneesturm, und sie wussten nicht , wo sie waren, bis sie an eine Hauswand kamen, und sie gingen rechts ums Haus herum; da fanden sie eine Tür, und Helgi merkte, daß es das Opferhaus (godahús = Götterhaus) Bessis war. – D. S. 4 (B. H. 3, 11)


    17. Jedermann sollte Zins an den Tempel bezahlen, wie jetzt den zehnten an die Kirche. – Lnb. (Th. 23, 135)


    18. Die Bewohner von Geitland hatten mit Tunga-Odd den Tempel zu gleichen Teilen zu unterhalten. – Lnb. (Th. 23, 75)


    19. Hall stritt mit den Leuten von Reykjanes um den Tempelzoll. Er wollte auch den Zoll westlich des Thorskafjord einziehen, aber Hallstein und die Leute von Reykjanes hatten einen Thorstempel dort im Westen errichtet, nachdem ein großer Baum an sein Land getrieben war, als er geopfert hatte. Und dahin entrichteten sie ihren Beitrag. – Gth. S. Kap. 7.


    20. Darauf segelte er in den Drontheimer Fjord nach Lade und ließ dort den Tempel abbrechen. Alles Tempelgut und allen Tempelschmuck ließ er aus dem Tempel und von dem Götterbild nehmen. Auch nahm er einen großen Goldring aus der Tempeltür, den Jarl Hakon hatte anfertigen lassen. Dann ließ König Olaf den Tempel verbrennen. – Hk. (Th. 14, 266)

  • 5. Götterbilder


    1. Im übrigen entspricht es nicht ihrer Anschauung von der Hoheit der Himmlischen, die Götter in Wände einzuschließen oder die irgendwie in Menschengestalt nachzubilden. – T. G. 9.


    2. Es wird nämlich berichtet, daß Leute, denen dies von Athanarich befohlen war, ein Götterbild, das auf einem Wagen stand, an den Zeiten derer, die als Christen angezeigt waren, herumgeführt hätten. – Sz. Kg. VI, 37.


    3. Als einst der Mann Gottes (Willibrord), in der gewohnten Weise predigend, umherzog, gelangte er zu einer Insel des Ozeans, Walcheren (Walacrum) mit Namen, auf der noch ein heidnisches Götzenbild stand. Bei diesem Bilde versammelte sich zu bestimmter Zeit das ganze Volk und zollte ihm die höchste Verehrung. – A. V. W. 14.


    4. Das irrgläubie Volk (Alemannen) verehrte dort drei erzene und vergoldete Standbilder, denen sie mehr Anbetung als dem Schöpfer der Welt erweisen zu müssen glaubten… Gallus stärkte ihre Herzen durch beredte Worte und ermahnte sie, Jesus Christus, Gottes Sohn, zu bekennen… Darauf hob er vor aller Augen die Götzenbilder empor, zerschmetterte sie an den Felsen und warf die Stücke in die Tiefe des Sees. – V. G. 7.


    5. Über das Götzenbild, das sie durch die Felder tragen. – Ind. 28.


    6. Der Fels heißt Freyfariklippe. Oberhalb von ihm stand das Götterhaus, das Hrafnkel gehört hatte. Thorkel ließ sich dahin führen. Er ließ alle Götterbilder plündern, danach ließ er Feuer an den Tempel legen und alles niederbrennen. – Hrk. S. 7 (B. H. 9, 36)


    7. Er ließ einen großen Tempel in seinem umhegten Hofplatz errichten… Da stand Thor in der Mitte und andere Götter zu beiden Seiten. – Kj. S. Kap. 2.


    8. Dieses Volk hat einen hochberühmten Tempel, der Uppsala heißt, nicht fern von der Stadt Sigtuna (und Birka). In diesem Tempel, der aus Gold zubereitet ist, verehrt das Volk die Standbilder von drei Göttern, und zwar so, daß der mächtigste von ihnen, Thor, mitten im Gemach seinen Thron hat; zu beiden Seiten nehmen den Platz Wodan und Frikko ein. Ihre Bedeutung ist folgende: Thor, sagen sie herrscht in der Luft und gebietet über Donner und Blitz, Wind und Regen, heiteres Wetter und Fruchtbarkeit. Der andere, Wodan, d. h. Wut, lenkt die Kriege und verleiht dem Menschen Tapferkeit gegen seine Feinde; der Dritte ist Frikko, der Friede und Freude den Sterblichen spendet. Sein Bild versehen sie auch mit einem gewaltigen männlichen Glied. Den Wodan aber stellen sie bewaffnet dar, wie wir es mit Mars zu tun pflegen; Thor aber scheint mit seinem Zepter dem Jupiter zu ähneln. – A. B. IV, 26.


    9. So gab der Jarl Sigmund das Geleit und fragte: „Was meinst du jetzt zu allem, und auf wen setzt du dein Vertrauen?“ Sigmund antwortete: „Ich vertraue auf meine Kraft und Stärke.“ Der Jarl sprach: „Das geht nicht. Du mußt dein Vertrauen auf das Wesen lenken, dem ich wohl vertraue, und das ist Thorgerd Hölgabrud. Wir müssen zu ihr gehen und dort dein Heil versuchen.“ Sigmund stellte ihm das anheim. Und nun gingen sie auf einem Pfade zum Walde und dann weiter auf einen kleinen Seitensteg. Sie kamen auf eine Lichtung, und dort stand ein Haus, das von einem Zaun von Pfählen umgeben war. Dies Haus war sehr schön. Mit Gold und Silber waren dessen Holzschnitzereien verziert. Hakon und Sigmund gingen mit nur wenigen Leuten in das Haus. Viele Götzenbilder waren darin und manche Glasfenster am Hause, so daß es nirgendwo Schatten gab. Eine prächtig geschmückte Frau war im Hause, gerade dem Eingang gegenüber. Der Jarl warf sich ihr zu Füßen und lag lange so da. Dann stand er auf und sagte zu Sigmund, sie müßten der Frau ein Opfer darbringen und Silber auf den Stuhl vor ihr niederlegen. – Fö. S. 23 (Th.13, 304)


    10. Damals war Jarl Hakon zu einem Gelage bei Gudbrand gezogen. In der Nacht ging der Mords-Hrapp zu dem Götterhaus des Jarls und Gudbrands. Er trat in das Haus ein; er sah die Thorgerd Hölgabrud sitzen, die war so groß wie ein erwachsener Mann; sie hatte einen großen Goldring am Arm und eine Leinenhaube auf dem Kopf. Er zog ihr die Haube ab und nahm ihr den Goldring ab. Da sah er Thor auf seinem Wagen und nahm ihm einen zweiten Goldring ab. Einen dritten nahm er von der Irpa und schleppte die Bildnisse alle hinaus und nahm ihren ganzen Schmuck an sich. Darauf legte er Feuer an das Götterhaus und verbrannte es. – Nj. S. 88 (Th. 4, 188)


    11. Grima, Gamlis Frau, hatte aber einen großen Stuhl; in den Rücken des Stuhls war Thor eingeschnitten; das war ein großes Bild. – F. S. 25 (B. H. 2, 121)


    12. Er (der Missionar Stefnir) zog furchtlos nach Norden und nach Süden und lehrte den Menschen den rechten Glauben. Doch machten seine Lehren wenig Eindruck, und als er sah, daß er so keinen Erfolg hatte, fing er an, die Tempel und Opferstätten zu beschädigen und die Götzenbilder zu zerbrechen… – K. S. 6 (Th. 23, 168)


    13. Der König (Olaf Tryggvason) sagte: „Ich gebiete euch das Götzenbild zu zerbrechen, das nach Frey gemacht ist, von dem mir gesagt ist, daß ihr ihm opfert. Aber wenn ihr das nicht tun wollt, so glaube ich, daß diese Sache war ist, die ich euch jetzt vorwerfe.“ Sie antworteten so: „Nicht werden wir das Bild Freys zerbrechen, denn wir haben ihm lange gedient, und das hat uns wohl getaugt…“ – Ftb. I, 401.


    14. König Olaf ging nun in den Tempel, und es begleiteten ihn nur wenige Männer und einige Bauern. Als aber der König dahin kam, wo die Götterbilder standen, da saß Thor dort, ausgezeichnet vor allen Göttern, geschmückt mit Gold und Silber. – Hk. (Th. 14, 275)


    15. Einmal geschah es, daß der König fragte, wo Hallfred sei. Kalf sagte: „Er wird wieder seiner Gewohnheit nachgehen, heimlich zu opfern. Er hat ein Abbild Thors aus Walroßzahn in seinem Beutel.“ – Hf. S. 6 (B. H. 5,41)


    16. Die Lappin sagte: „Es wird geschehen, wie ich sage. Zum Beweise dafür ist das Amulett, das dir König Harald am Hafrsfjord geschenkt hat, jetzt verschwunden aus deiner Tasche. Es befindet sich jetzt in dem Walde, wo du dich anbauen wirst… Auf dem Amulett ist Gott Frey in Silber abgebildet…“ Der König sagte: „Es wird wohl etwas daran sein, daß Frey sein Bildnis dorthin gelangen lassen will, wo er sich seinen Ehrensitz aufrichten will.“ – Vd. S. 12 (B. H. 6, 51 u. 55)


    17. Der König (Olaf Tryggvason, in der Seeschlacht bei Svoldr) sagte: „Jarl Erich wird uns nicht besiegen, solange er an seinem Schiff Thor (als Gallionsfigur) am Steven hat“. – O. Tr. S. K. 252.

  • 6. Heilige Geräte und Symbole


    1. Gutanio wi hailag (das gotische unverletzliche Heiligtum?) – Runeninschrift auf dem Goldring von Pietroassa.


    2.Die Kimbern… schickten dem Augustus als Geschenk einen Milchkessel, der bei ihnen am heiligsten war, und baten ihn um seine Freundschaft und um Straflosigkeit für das Geschehene. – St. G. VII, 293.


    3.Gewisse Bilder und Feldzeichen, die sie aus den heiligen Hainen holen, nehmen sie mit in den Kampf. – T. G. 7.


    4. Gleichzeitig wurden die Schiffe stromaufwärts geführt. Hier lähmten den Mut der Belagerten die Feldzeichen der Veteranenkohorten, dort die Nachbildungen wilder Tiere, die sie aus ihren Wäldern und Hainen hervorgeholt hatten. – T. H. IV, 22.


    5. Es war damals im Lager ein ergrauter Krieger. Dieser ergriff das Feldzeichen, welches bei ihnen (den Sachsen) für heilig galt, mit der Figur eines Löwen und Drachen und darüber eines fliegenden Adlers geziert, um den Wert der Tapferkeit und Klugheit und ähnlicher Eigenschaften zu zeigen. – W. Sg. I, 11.


    6. Ein Ring von zwei oder mehr Unzen sollte in jedem Haupttempel auf dem Altar liegen. Diesen Ring sollte jeder Gode zu den Versammlungen, die er selbst abhielt, in der Hand halten, nachdem er ihn zuvor in dem Blute des Opfertieres gerötet hatte, das er selbst dort opferte. – Lnb. (Th. 23, 134)


    7. Auf dem Altar sollte auch ein großer Kessel aus Kupfer stehen, dahinein sollte man alles Blut der Menschen oder Tiere lassen, die Thor geopfert wurden; dies nannte man Opferblut und den Kessel Opferkessel. Das Opferblut sollte man über die Menschen und das Vieh sprengen. – Kj. S. Kap. 2.

  • 7. Priester (Goden) und Godinnen


    1. So haben sie für alle ihre Götter Priester bestellt, die die Volksopfer darbringen. – A. B. IV, 27.


    2. Bei den Naharnawalen zeigt man einen Hain uralten Kultes; Vorsteher ist ein Priester in weiblicher Tracht. – T. G. 43.


    3. Denn der Priester gilt bei den Burgundern bei weitem als der Größte – er heißt Sinistus – er ist es lebenslänglich und keinen Gefahren ausgesetzt wie die Könige. – A. M. XXVIII, 14.


    4. In der Prozession (bei dem Triumphzug des jüngeren Germanicus) zog auch Libes, der Priester der Chatten, auf. – St. G. VII, 1, 4.


    5. Damals wurde das Land in Viertel geteilt, und es sollten in jedem Viertel drei Thinge und in jedem Thingbezirk drei Haupttempel sein. Es wurden Männer gewählt, der Tempel in Klugheit und Gerechtigkeit zu warten. Sie sollten auf den Thingen die Richter ernennen und den Rechtsgang leiten. Daher wurden sie Goden genannt. – Lnb. (Th. 23, 138)


    6. Jedermann hatte den Tempel Zoll zu zahlen und war dem Goden für alle Fahrten zur Folge verpflichtet wie noch jetzt die Thingleute ihren Häuptlingen. Der Gode aber hatte den Tempel auf eigene Kosten zu erhalten, so das er nicht verfiel, und er hatte in ihm die Opferfeste zu halten. – Eyrb. 4 (Th. 7, 19)


    7. Odd war damals Häuptling im Borgfjord südlich der Weißach. Er war Tempelgode und sorgte für das Heiligtum, daß alle Männer auf der Bergheide ihre Tempelabgaben entrichteten. – E. S. 84 (Th. 3, 258)


    8. siehe 1. (Auflagenfehler)


    9. Snorri übernahm damals den Tempel. Daher nannte man ihn „Gode Snorri“. – Eyrb. 15 (Th. 7, 34)


    10. Thorstein hatte die Godin Thurid, die Tochter Solmunds in Asbjarnarnes, zur Frau. – Lnb. 180.


    11. Es war da eine Frau, namens Steinvör, die war Tempelpriesterin und verwaltete den Haupttempel, zu dem alle Bauern Zins zahlen mußten. Diese Steinvör besuchte den Brodd-Helgi, der ein Verwandter von ihr war, und erzählte ihm von ihrer Schwierigkeit, daß nämlich Thorleif, der Christ, keinen Tempelzins bezahle wie andere Leute. Brodd-Helgi versprach, in ihrem Namen die Klage gegen Thorleif zu führen. – Vf. S. 5 (Th. 12, 23)


    12. Thorarin Füllenstirn war auf dem Thing. Aber seine Frau Friedgerd und ihr Sohn Skeggi waren zu Hause. Thorwald predigte dort den Glauben vor den Leuten, Fridgerd aber war währenddessen im Tempel und opferte. – K. S. 2 (Th. 23, 162)


    13. Rolf der Jüngere gab seine Tochter Thorlaug, die Godin, dem Odd Yvarsson zur Frau. – Lnb. 64.

  • 8. Die große Kultfeste


    1. Zu einer Zeit kommen alle Blutsverwandten Völker, vertreten durch Gesandtschaften, in einem Walde zusammen… Dort leiteten sie mit einem öffentlich dargebrachten Menschenopfer die Feier ihres grauenhaften barbarischen Festes ein. – T. G. 19.


    2. In Inner-Drontheim ist fast das ganze Dorf heidnisch in seinem Glauben, wenn auch einige Männer dort getauft sind. Nun ist es ihr Brauch, im Herbst ein Opferfest zu begehen und da den Winter zu begrüßen, ein zweites im Mittwinter und ein drittes im Sommer, um den Sommer zu begrüßen. – Hk. (Th. 15, 182)


    3. Sigurd, der Jarl von Lade, war ein eifriger Opferer, und dies war auch schon sein Vater gewesen. Sigurd stand allen Opferfesten dort in Drontheim an Stelle des Königs vor. Es war alter Brauch, dass, wenn ein Opferfest stattfinden sollte, alle Bauern an die Stätte zu kommen hatten, wo der Tempel stand, und dass sie alle Lebensmittel mitbringen mussten, die sie nötig hatten, solange das Fest währte. Und zu diesem Feste sollten außerdem alle Männer Bier mitbringen. Man schlachtete dort auch Vieh aller Art und ebenso auch Pferde. Alles Blut aber von diesen nannte man Opferblut, die Schalen, in denen das Blut stand, hießen Opferschalen, die Opferwedel aber waren nach Art von Sprengwedeln gemacht. Mit diesen sollten die Götteraltäre allesamt bespritzt werden, ferner die Wände des Tempels innen und außen. Auch auf die Menschen sollte man das Opferblut mit ihnen sprengen. Das Fleisch aber sollte gesotten werden zu frohem Mannenschmaus. Feuer waren in der Mitte des Tempelflurs angezündet, und Kessel sollten darüber sein, und man sollte die vollen Becher über das Feuer hinreichen. Der Veranstalter und Leiter des Festes aber sollte die Becher und die ganze Opferspeise segnen. Zuerst sollte man den Odinsbecher für den Sieg und die Herrschaft seines Königs trinken und dann die Becher des Njörd und des Frey für fruchtbares Jahr und Frieden. Danach pflegten manche Männer den Bragi-Becher zu trinken. Man trank auch Becher auf seine Verwandten, die schon im Grabhügel lagen, und diese nannte man Gedächtnisbecher (Minne). – Hk. (Th. 14, 149)


    4. Den Winter darauf wurde dem König gemeldet, daß die Inner-Drontheimer sich in Massen in Mären versammelt hätten, und daß man dort große Opfer im Mittwinter veranstaltet habe. Sie hätten diese Opfer gebracht um Frieden und für ein gutes Winterjahr. – Hk. (Th. 15, 180)


    5. In diesem Herbst erhielt König Olaf Nachrichten aus Inner-Drontheim, daß die Bauern dort vielbesuchte Gastmähler zu den Winternächten (Winteranfang) abhielten. Da waren große Trinkgelage. Dem König wurde gesagt, daß alle Minnebecher nach altem Brauch den Asen geweiht (gesegnet) wurden. Auch wurde dies hinzugefügt, daß man dort Rinder und Rosse schlachtete und die Altäre mit Blut rötete. Und beim Vollziehen des Opfers habe man den Spruch gesprochen, daß das zur Jahres-(Ernte-)Besserung dienen sollte. – Hk. (Th. 15,179)


    6. Thorir war gewohnt, solange das Heidentum herrschte, jedes Jahr drei Opfer zu halten; eins zu Winterbeginn, ein zweites zu Mittwinter, ein drittes im Sommer. – Hk. (Th. 15, 196)


    7. Als aber wieder Stillschweigen eintrat, da antwortete Jarl Sigmund: „Es ist der Wille König Hakons, mit euch in Eintracht zu leben, ihr Bauern, und er möchte nicht, daß die Freundschaft zwischen ihm und euch aufhört.“ Da sagten die Bauern, sie wollten, daß der König für sie um ein fruchtbares Jahr und Frieden opfere, wie dies sein Vater getan hätte. Nun ließ das Gemurmel nach, und das Thing wurde aufgehoben. – Hk. (Th. 14, 152)


    8. Geopfert werden sollte gegen Winterzeit für ein gutes Jahr und im Mittwinter für den Pflanzenwuchs, das dritte Jahresopfer aber im Sommer, das war das Siegesopfer. – Y. S. 8 (Th. 14, 34)


    9. Da ereignete es sich, daß dem König Olaf berichtet wurde, daß die Bauern um Winteranfang große und starkbesuchte Gastmähler hielten. Da waren große Trinkgelage. Dem König wurde gesagt, daß da alle Minne dem Thor geweiht werde und dem Odin, der Freya und den Asen, alles nach der heidnischen Sitte; dazu wurde auch weiter erzählt, daß da Rinder und Pferde geschlachtet und die Altäre mit dem Blute bestrichen würden, und daß der Opferdienst ganz offen abgehalten und dabei die Formel vorgesprochen werde, daß dies für die Besserung des Jahrganges geschehen solle. – O. H. S. 102.


    10. Im Frühling wurde festgesetzt, daß im Sommer zu Gaular ein großes Opferfest stattfinden sollte. Dort lag der berühmteste Haupttempel. Dahin strömte eine große Menschenmenge zusammen aus Firdir, Fjalir und Sogn, und die meisten waren vornehme Leute. – E. S. 49 (Th. 3, 129)


    11. Einmal im Herbst waren in Gaular eine Menge Menschen zum Herbstopfer versammelt. – E. S. (Th. 3, 30)


    12. Dort liegt Uppsala, und da findet das Thing aller Schweden statt. Da wurden auch damals große Opfer gebracht, und manche Könige stellten sich dazu ein. Das war im Mittwinter. – Y. S. 34 (Th. 14, 62)


    13. König Eystein war mächtig und reich an Volk, boshaft, aber doch ein kluger Mann. Er hatte seinen Wohnsitz in Uppsala und war ein eifriger Opferer; zu Uppsala war damals eine so große Opferstätte, daß es nicht ihresgleichen in den Nordlanden gab. – R. L. S. (Th. 21, 157)


    14. Im späten Frühjahr zog dann König Granmar nach Uppsala zum Opfer, wie dies gegen den Sommer um des Friedens willen Brauch war. – Y. S. 38 (Th. 14, 67)


    15. Nachdem Starkather dort sieben Jahre lang mit den Söhnen des Frö gefeiert hatte, begab er sich von ihnen weg zu Hako, einem Herrscher in Dänemark, weil er, wenn er zur Zeit der Opfer in Uppsala blieb, die weibischen Körperbewegungen und den Bühnenlärm der Schauspieler hätte mit ansehen und das weibliche Klappern der Glocken hätte mit anhören müssen, was ihm ein Ekel war. – S. G. VI, 185.


    16. In Schweden war es ein alter Brauch, solange das Land heidnische war daß das Hauptopfer im Monat Goi (März) zu Uppsala stattfinden sollte. Da sollte ein Opfer gebracht werden für Frieden und den Sieg ihres Königs. Dorthin sollte das ganze Volk aus dem ganzen Schwedenreiche kommen, und dort sollte zu gleicher Zeit das Thing aller Schweden abgehalten werden. Auch war dort ein Markt und eine Messe, die eine Woche lang dauerte. – Hk. (Th. 15, 114)


    17. Es pflegt auch alle neun Jahre ein gemeinsames Fest aller schwedischen Lande in Uppsala gefeiert zu werden. Von diesem Fest darf sich nämlich niemand ausschließen. Könige und Völker, alle und jeder schicken ihre Gaben nach Uppsala, und, was die grausamste Pein bereitet, die man sich denken kann, diejenigen, die bereits das Christentum angenommen haben, kaufen sich von jenen Feierlichkeiten los. Das Opfer nun ist derart: von jedem Lebewesen männlichen Geschlechts werden neun Stück dargebracht, durch deren Blut jene Götter versöhnt zu werden pflegen. Die Körper aber werden in einem Hain aufgehängt, der zunächst dem Tempel liegt. Denn dieser Hain ist den Heiden so heilig, daß sie glauben, jeder einzelne Baum darin werde durch den Tod oder die Verwesung der Geopferten geheiligt. Dort hängen auch Hunde und Pferde neben Menschen, und solche Körper, erzählte mir ein Christ, habe er zweiundsiebzig durcheinander aufgehängt gesehen. Übrigens sind die Zauberlieder, die bei der Begehung der heiligen Handlung gesungen zu werden pflegen, vielfältig und unanständig und werden daher besser verschwiegen. – A. B. IV, 27.


    18. Vor der Zeit und lange nachher glaubten die Leute an Haine und Hügel, heilige Orte und eingehegte Plätze und an heidnische Götter; sie opferten ihrem Aberglauben. Das gesamte Land hatte ein höchstes Opfer mit Menschen, außerdem hatte jedes Drittel eines für sich. Die kleineren Thinge aber hatten kleinere Opfer mit Vieh, Speise und Trank; diese hießen Sudgenossen, weil sie alle zusammen sotten. – Gt. S. Kap. 1.


    19. Hier will ich aber doch die wunderbaren Geschichten, die ich von ihren (der Dänen) Opfern gehört habe, nicht unerwähnt lassen. Es ist ein Ort in jenen Gegenden, namens Lederun (Leire), die Hauptstadt jenes Reiches im Gau Selon (Seeland), wo alle neune Jahre im Monat Januar, um die Zeit, wo wir die Erscheinung Christi feiern, alle zusammenkamen und ihren Göttern neunundneunzig Menschen und ebenso viele Pferde nebst Hunden und Hähnen, die man in Ermangelung der Habichte opferte, töteten, indem sie für gewiß glaubten, daß diese ihnen bei den Göttern der Unterwelt Dienste leisten und dieselben wegen ihrer Missetaten mit ihnen aussöhnen würden. – Th. M. I, 9.


    20. Es ist suevisches Volk, das dort wohnt. Als sich Columban nun dort niedergelassen hatte und einmal bei den Bewohnern des Ortes herumging, fand er sie im Begriffe, ein heidnisches Fest zu feiern. Sie hatten ein großes Gefäß, das sie Kufe (Kupa) nennen und das ungefähr zwanzig Eimer faßte, mit Bier gefüllt in ihre Mitte gesetzt, Columban fragte sie, was sie damit wollten, und sie erwiderten, sie wollten ihrem Gotte namens Wodan, den andere Merkur nennen, ein Opfer bringen. – J. V. C. 27.

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  • 9. Kultische Hinrichtungen („Menschenopfer“)


    1. Von den Göttern verehren sie am meisten den Merkur. Sie halten es für recht, ihm an bestimmten Tagen auch Menschenopfer darzubringen. – T. G. 9.


    2. Von alters her wohnen sie (die Heruler) jenseits der Donau und verehren viele Götter, die sie mit Menschenopfer ehren zu müssen glauben. – Pr. G. II, 14.


    3. Ferner ist nicht ihnen (den Königen und Heerführern), sondern nur den Priestern erlaubt, über Leben und Tod zu entscheiden, jemand zu strafen oder zu fesseln, ja auch nur zu geißeln; gleich als geschehe es nicht auf Befehl des Führers, sondern sozusagen auf Befehl des Gottes, von dem sie glauben, daß er unter den Kriegführenden gegenwärtig ist. – T. G. 7.


    4. Auf dem Thing darf man auch Klage erheben und ein Verfahren auf den Tod einleiten. Die Art der Todesstrafe entspricht dem Verbrechen: Verräter und Überläufer hängen sie an Bäumen auf, Feiglinge, Fahnenflüchtige und Arge (Schandhafte) versenken sie in Sumpf und Moor, indem sie Reisig darüber werfen. – T. G. 12.


    5. Der erwähnte Herzog der Ungläubigen (Friesenkönig Radbod) pflog eines sehr schlimmen, von Teufelsbetrug herrührenden Brauches: er weihte die Körper der Verurteilten bei den Festen seinen Göttern. Und das sind doch nicht Feiern der Götter, sondern solche der Dämonen. Er tat das auf verschiedene Art: einige nämlich ließ er in als Gladiatoren miteinander kämpfen und sich so töten, andere ließ er ans Holz hängen, andere qualvoll erdrosseln. Außerdem ließ er in teuflischer Gesinnung andere in den Wellen des Meeres oder der Flüsse ertränken. – V. Wf. 8.


    6. Wenn sie (die Normannen) auf Beutezug und Heerfahrten auszogen, pflegten sie früher zu opfern, im Dienst an ihren Gott Thur. Ihm brachten sie nicht etwa Haustiere, auch nicht Viehherden, ebensowenig Wein oder Feldfrüchte dar, sondern sie opferten immer Menschenblut; denn sie hielten es unter allen Opfern für das wertvollste. Das machten sie so: der Priester, der die Deutung der Lose unter sich hatte, bestimmte (die Opfer) vorher; und nachdem einem jeden, der durch das Los ausgewählt war, mit einem einzigen Schlag das Haupt zertrümmert war, wurde er auf dem Erdboden ausgestreckt, und es wurde auf der linken Seite nach einer Fiber des Herzens (das heißt nach der Schlagader) gesucht. Deren Blut fingen sie auf, bestrichen nach ihrer Sitte ihre und ihrer Angehörigen Häupter damit und setzten schnell die Segel nach den Winden, und in der Meinung durch solches Verhalten diese (die Winde oder die Götter?) zu besänftigen, legten sie sich flugs in die Riemen. – D. N. I, 2.


    7. Auch nahm Frö, der Statthalter der Götter, seinen Sitz nicht weit von Uppsala, wo er an die Stelle der alten Weise der Opfer, die so viele Völker in so vielen Jahrhunderten geübt hatten, eine schreckliche und ruchlose treten ließ: er ging nämlich daran, Menschen als Opfer zu schlachten und brachte so den Himmlischen grause Gaben dar.


    8. Neun Tage werden Gelage und dergleichen Opfer gefeiert. An jedem Tage opfern sie (die Schweden) einen Menschen nebst anderen Geschöpfen, so daß es in neun Tagen zweiundsiebzig Lebewesen ausmacht, die man opfert. Diese Ofer finden um die Frühlingsnachtgleiche statt. – Sch. A. B. 141 (137)


    9. Bei diesem Tempel (in Uppsala) steht ein sehr großer Baum, der seine Zweige weithin ausbreitet, Sommers und Winters immer grün. Welcher Art er ist, weiß niemand. Dort ist auch ein Quell, wo die heidnischen Opfer vollzogen und ein Mensch lebendig versenkt zu werden pflegt. Wenn dieser nicht wieder auftaucht, so wird der Wunsch des Volkes in Erfüllung gehen. – Sch. A. B. 138 (134).


    10. Sie ergriffen Gunnhild und hoben sie aus dem Wagen und führten sie auf das Moor hinaus und ertränkten sie dort. (Gunnhild galt als Zauberin, vgl. C 2, 18-20) – Fms. XI, 26.


    11. Sie führten die Frau zum fauligen Moor. – Gdr. III, 11 (Th. 1, 88)


    12. Das Vieh, das hierbei geopfert wurde sollte zur Bewirtung der Menschen dienen, wenn die Opfermahle stattfanden. Aber die Menschen, die man opferte, sollte man in den Sumpf hinein versenken, der draußen vor der Tür lag; ihn nannte man den Opfersumpf… Kj. S. Kap. 2.


    13. Nun verlegte man das Thing auf die innere Halbinsel (Thorsnes), wo es jetzt noch ist. Und als Thord der Schreier die Viertelthinge für die Bezirke schuf, bestimmte er, daß dort das Viertelthing der Westfjordleute sein solle. Dies sollten die Leute aus dem ganzen Westen besuchen. Dort ist noch der Gerichtskreis zu sehen, in dem die Männer zur Opferung verurteilt wurden. In diesem Kreis steht der Thorstein, an dem den zum Opfern bestimmten Männern das Rückgrat gebrochen wurde, und noch ist die Blutfarbe an dem Stein zu sehen. Dieser Thingplatz war eine sehr heilige Stätte. – Eyrb. 10 (Th. 7, 26)


    14. Die Leute erzählen, Jarl Hakon habe in dieser Schlacht für den Sieg seinen Sohn Erling geopfert, daraufhin sei das Hagelwetter gekommen, und die Niederlage habe sich auf die Seite der Seekrieger von Jomsburg gewandt. – Hk. (Th. 14, 247)


    15. Die Hausfrau hieß die Leite aufstehen und den Totschläger festnehmen; und sie warfen Kleider auf Hallfreds Waffen. Er wurde an den Händen gepackt und gebunden… Nun trafen die Leute sich, um Hallfred zu verurteilen. Da kamen Thorir, Ubbi und Ingeborg, und sie einigten sich dahin, das Hallfred geopfert werden sollte. – Hf. S. 8 (B. H. 5, 51)


    16. … Man ließ ein Thing ausrufen, und eine stark besuchte Versammlung kam zustande. Thorar ging nun auf dieses Thing. Des Königs Boten aber blieben derweil in seinem Hause. Thorar machte diese Sache vor dem Volk bekannt, aber sie waren alle nur einer Ansicht: sie wollten keinerlei Abgaben an König Olaf zahlen. Die Boten wollten einige gehängt, andre den Göttern geopfert wissen; man entschied sich aber schließlich dafür, sie dort festzuhalten, bis die Vögte des Schwedenreiches ankämen… – Hk. (Th. 15, 261)


    17. … (Olaf Tryggvason:) „Wir hielten ein Thing ab zu Frosta, und dort forderte ich die Bauern auf, sich taufen zu lassen; sie aber forderten mich dagegen auf, ich sollte zu ihren Opferfesten kommen, wie dies König Hakon Äthelstans Ziehsohn getan habe. Wir kamen darin überein, daß wir uns in Möre treffen und dort ein großes Opfer veranstalten sollten. Wenn ich aber nun mit euch zusammen opfern soll, dann will ich es das größte Opfer werden lassen, das es gibt, und will Menschenopfer bringen. Ich will dazu nicht Knechte nehmen oder Bösewichte. Ich will dafür auswählen, um sie den Göttern zu weihen, die vornehmsten unter den Männern“… Er sagte, diese wollte er opfern für ein fruchtbares Jahr und Frieden im Lande, und er hieß sie sofort festnehmen. Da nun die Bauern sahen, daß sie nicht genug Leute zum Widerstand gegen den König hatten, da baten sie ihn um Gnade und stellten sie ganze Angelegenheit der Entscheidung des Königs anheim. Sie kamen nun darin überein, daß alle Bauern, die zu dem Fest gekommen waren, sich taufen lassen sollten, und sie schwuren dem König Eide, fortan den rechten Glauben halten und alles Opferwesen lassen zu wollen. – Hk. (Th. 14, 274)


    18. Die Heiden hatten eine stark besuchte Zusammenkunft. Sie beschlossen, zwei Männer aus jedem Viertel zu opfern, und riefen die heidnischen Götter an, daß sie das Christentum nicht aufkommen lassen sollten im Lande (Island). Hjalti und Gizur hielten ihrerseits eine Versammlung mit den Christen ab und erklärten, sie wollten auch ein ebenso großes Menschenopfer veranstalten wie die Heiden. Sie sprachen so: „Die Heiden opfern die schlechtesten Männer und stürzen sie von Felsen und Klippen herab. Wir aber wollen sie nach ihrer Trefflichkeit auswählen und es ein Siegesopfer für unseren Herrn Jesum Christum nennen: wir wollen um so besser leben und uns der Sünde mehr hüten als früher. Wir beide, Gizur und ich, wollen uns für unser Viertel zum Siegesopfer anbieten.“ – K. S. 12 (Th. 23, 182)

  • 10. Heilige Umfahrten


    1. Die Reudigner alsdann, die Avionen, Angeln, Wariner, Eudosen, Suardonen und Nuitonen sind durch Flüsse und Wälder geschützt. Im einzelnen ist bei ihnen nichts Bemerkenswertes, außer, daß sie gemeinsam die Nerthus, d. h. die Mutter Erde verehren und glauben, sie befasse sich mit den Angelegenheiten der Menschen und komme zu den Völkern gefahren. Auf einer Insel des Meeres ist ein heiliger Hain, in ihm soll ein geweihter Wagen stehen, der mit einem Tuch überdeckt ist. Nur dem Priester ist es erlaubt, ihn zu berühren. Er merkt es, wenn die Göttin im Heiligtum anwesend ist, und geleitet die auf einem mit Kühen bespannten Wagen Umherfahrende mit großer Ehrfurcht. Froh sind jetzt die Tage, voll Festesfreude die Orte, welche die Göttin ihrer Ankunft und ihres Besuches würdigt. Man zieht nicht in den Krieg, greift nicht zu den Waffen; weggeschlossen ist alles Eisen. Nur Ruhe und Frieden ist jetzt bekannt, jetzt geliebt, bis derselbe Priester die Göttin, die des Verkehrs mit den Menschen müde ist, in das Heiligtum zurückbringt. Dann werden Fahrzeug und Hülle und, wenn man es glauben will, die Gottheit selbst in einem verborgenen See gewaschen. Dabei bedienen Sklaven, die sofort derselbe See verschlingt. Daher herrscht ein geheimes Grauen, ein heiliges Dunkel, was das sei, das nur Todgeweihte schauen. – T. G. 40.


    2. Es wird nämlich berichtet, daß Leute, denen dies von Athanarich befohlen war, ein Götterbild, das auf einem Wagen stand, an den Zelten der Christen herumgeführt und sie aufgefordert hätten, dies anzubeten und ihm zu opfern. – Sz. V, 37.


    3. Raud führte Thors Bild oft auf der Insel herum. – Ftb. I, 243.


    4. Über das Bild, das man durch Felder trägt. – Ind. 28.

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