Tuisconem

Schon gewusst…?

Der Firno Situ

Der Firno Situ ist die alt-alemannische Lehnübersetzung des altnordischen Begriffs Forn Siðr und ist dementsprechend eine Form des germanischen Neuheidentums mit einem Schwerpunkt auf den historischen suebisch-alamannischen Regionen. Er stützt sich auf die Überlieferungen und archäologischen Funde dieses Raumes sowie auf das dort noch heute lebendige Volksbrauchtum. Der althochdeutsche Begriff der Firni Situ mit einem allgemeinen Fokus auf den elbgermanischen Regionen ist als eng verwandt anzusehen. Die Gottheiten wie Wodan, Ziu, Donar, Volla und Frija Hulda werden unter ihren althochdeutschen bzw. alemannischen Namen verehrt. Die wichtigsten Rituale sind Pluoz, Sumbal und Chuofa.

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    Durch Tiefensande Tuisto schielt, /---/ Trieben folgend, Urzeitalten,

    der Thursenfeinde Theodvater /---/ sich tastet aus der Unterwelt.


    Sich empor zur Erde schwingt er, /---/ zu erkunden nun sein Heim.

    Sieht voller Ähren Äcker stehen /---/ und erhaben alle Holze.


    Sehnend sich zur Sonne wendend, /---/ wie die Saat es tut,

    des Sturmgottes Stammvater /---/ wird stattlich und treu.


    Die Arme, die Entgleichen, /---/ entgegen dem Himmel,

    wie Astwerk sind sie ausgebreitet /---/ und erhaben allem Holze.


    Gar Riesenhaft der Rater steht /---/ und rastet, frei von Sorgen,

    und an der Rinde rollt hinab /---/ ein Recke, wie die Frucht.


    Zur Mannesstärke Mannus wächst, /---/ wie Meereswogen, hochgepeitscht.

    Aller Menschen Mächtiger /---/ sucht Minne sich im Holze.


    Die Bös im Bastkleid willigt ein, /---/ wird Braut und Mutter bald.

    Im Bauche der Beherzten reift, /---/ des Blutes Mannus' Erben.


    Ingwi und Irmin wurden geboren, /---/ dem Istwi zu Geschwistern,

    im Eiland und Inland zu herrschen /---/ und im Umland zu gebieten.


    Mitgartens Menschen alle, /---/ den Mächtigen Sippschaft, hehre:

    Mit Mut und Mitgefühl bedacht /---/ erfahr'n sie Macht im Holze.



    -Kret, 27.07.2020-