Juleide

Schon gewusst…?

Die Wikinger hatten vor der Christianisierung ihren eigenen Glauben. Dieser ist als die nordische Mythologie bekannt. In ihrem Zentrum stehen Götter wie Odin, Thor, Loki und Frey mit einigen regionalen Variationen.

  • Hei!


    sorry für die späte Antwort.

    ich feiere immer im engsten Familienkreis.

    Sowas wie einen "Juleid" haben wir noch nicht abgelegt. Es hat sich aber über die Jahre bei uns eingebürgert, dass wir beim Blot generell wenig "laut" mit den Göttern oder Wesenheiten sprechen. Das läuft meistens sehr still ab, was allerdings auch sehr emotional sein kann. Seit mein Vater Tod ist spüren wir das besonders stark. Wenn also "Sorgenscheite" oder "Gebete" mit eingebracht werden, weis meistens nur derjenige selbst was er gerade "bespricht" mit den Godz. So wäre dass dann auch bei einem Schwur oder Versprechen. Das ist schon was sehr persönliches...

  • Heil euch!

    Dieses Thema ist ja schon etwas älter, aber es gibt da eine Sache, die mir immer etwas bitter aufstößt, weil ich das ständig lese: dieses

    "mit dem Herzen" opfern, wie Jennyfer es oben, auf der 1. Seite ausdrückte.

    Das klingt für mich immer so verdammt nach dem, was in den drei monotheistischen Religionen gelehrt wird- ist ja auch der selbe Gott! Und dieser Gott ist eben ein Spanner- ein schmutziger alter Mann, der an sich selbst herrumspielt, während er in den Büschen lauert, die Leute durchs Fenster beobachtet und nachschaut ob sich einer beim duschen auch ordentlich eingeseift hat, oder was jemand gerade denkt und ob er auch "reinen Herzens" ist.

    Ich bin mir sicher, unsere Götter haben andere Hobbys!

    Na schön, Wodan schickt jeden Morgen seine beiden Raben aus, um auf dem laufenden zu sein, was so los ist in den neun Welten, aber die werden wohl kaum in meinem Herzen oder in meinen Gedanken herrumspionieren.

    Und genauso wenig kann ich es mir vorstellen, das es die Götter interessiert, ob ich jetzt eben mit dem Herzen opfere, oder nicht, solange ich Ihnen die Gaben, die ihnen zustehen, mit der gebotenen Würde übergebe und die Götter dabei respektvoll anspreche.

    Das eigentliche Thema war die sogenannte "Operpflicht"- denn ja, ein jeder von uns hat quasi ein Abkommen mit den Göttern : Ihre Hilfe und Unterstützung, für unsere Treue, die wir Ihnen gegenüber bei den Opferfesten jedes mal aufs neue unter Beweis stellen, so wie auch ein Ritter, seinen Treueeid, dem König gegenüber, von Zeit zu Zeit erneuern musste, um zu belegen, das er noch immer daran festhält und sich diesbezüglich nichts geändert hat.

    Ich bin weder der Knecht noch der Saufkumpan der Götter, sondern ihr freier Gefolgsmann und als solcher entrichte ich meinen Tribut und komme meinen Verpflichtungen nach. Dafür stehe ich unter ihrem Schutz, denn (Zitat von Jennyfer) die Gabe will stets Vergeltung!

    Wenn sie dabei versuchen würden, mein Herz oder meine Gedanken zu ergründen,

    wäre ich ehrlich gesagt sehr beleidigt- denn man vertraut sich entweder gegenseitig, oder eben nicht.

    Und das etwas "von Herzen kommt", ist meiner Meinung nach auch oft eine Ausrede, um minderwertige Opfergaben auszugleichen!

  • Heil euch!

    Mir ist gerade noch etwas zum Thema Juleber eingefallen, da auf Seite 1 von Entsprechungen, wie z.B. einem Schokoladeneber oder ähnlichem die Rede war.

    Ich hab mal gelesen, das der sogenannte Christstollen, viel zu unförmig wäre, um tatsächlich das Jesuskind darzustellen;

    das es aufgrund seiner "buckelartigen" Form, viel wahrscheinlicher wäre, das der Stollen (ohne Christ) tatsächlich den Rücken des Julebers versinnbildlicht.

  • Ist an sich eine interessante Theorie, Gebildebrote als Ersatzopfer sind ja auch im Aberglauben verankert, aber die Deutung des Stollen als Abbildung des Christkindes ist allgemein neueren Ursprungs, genau wie die heutige Gebäckvariante.

    Die frühesten Beschreibungen der Stollen sprechen lediglich von länglichen Wießbroten, ohne irgendeine Form oder Symbolwirkung zu nennen.


    Man kann den Stollen gerne als Eber interpretieren, aber man sollte da keine längere, oder gar eine heidnische Tradition hineininterpretieren, die sich historisch nicht halten lässt.