Vertretbar mit dem Glauben?

Schon gewusst…?

Die Wikinger waren nicht einfach nur wilde Unmenschen. Die Vorstellung von wild aussehenden Plünderern mit irrem Blick ist nichts Anderes als ein Mythos. Tatsächlich wurden die Teile Großbritanniens, die von den Angel-Dänen besetzt waren von ihren Angel-Sächsischen Nachbarn als überaus sauber beschrieben, da sie darauf bestanden, mindestens einmal die Woche zu baden und ihre Haare stets gut frisiert hielten.

  • Hallo zusammen,

    Es gibt eine Sache die mich sehr beschäftigt und vielleicht habt ihr einen Rat für mich :


    Vor ca 14 Jahren habe ich mir ein tatoo stechen lassen das motiv : der Name meines verstorbenen Vaters(in altdeutscher Schrift und neben dem Namen ein Kreuz(Maße des Kreuzes ca 3x3 cm. Das Kreuz sollte in diesem Zusammenhang mit den Tod meines Vaters stehen.

    Sollte ich das kreuz covern lassen oder ist es vertretbar mit dem Glauben.

    Ich hoffe es ist keine dumme Frage jedoch beschäftigt mich das Thema sehr in mir verspüre ich eine leichte Unruhe mit diesem Thema.

    Vor einem Jahr habe ich mir ein Valknut und einen Raben stechen lassen der für mich für die bekennung meines Glaubens steht. Das Kreuz auf meinen Unterarm wirkt seit dem wie ein Schandfleck auf meiner Haut. Ich verbinde mit dem Kreuz nicht das Christentum jedoch steht das Kreuz ja bekanntlich dafür(nun ja die Kirche hat es sich einverleibt) natürlich weiß ich das das Kreuz ursprünglich einen anderen Hintergrund hat.

    Für eure Meinungen wäre ich dankbar. :thor:

  • Ja wenn du mit dem Kreuz leben kannst ist das kein Problem.

    Wenn doch vielleicht Thors Hammer oder Triskele Degen das gut ab.

    Aber stelle dir eine Frage ob du damit auch den Rest deines Lebens zurecht kommst.

    Denn ein Cover ist Endgültig.

  • Doppelgläubigkeit ist für Heiden unproblematischer als für Christen (zumal das bei Dir ja nicht einmal Doppelgläubigkeit ist). Die Behauptung, man könne nur einem Herrn dienen, stammt von den Christen. Heiden sind da, pauschal gesehen, pragmatischer. Meine verstorbenen Verwandten sind auch alle auf evangelischen Friedhöfen beerdigt. Ich gehe trotzdem hin und pflege deren Gräber.


    In den weiten des weltweiten digitalen Gewebes stieß ich dereinst auch mal auf den Blogg eines italienischen Heiden, der in seinem Hausschrein neben römischen Götterbildnissen auch den Rosenkranz deiner verstorbenen Großmutter aufbewahrte, eben aus Respekt vor dem, was ihr heilig war.

  • Also da wir ja den Göttern sei Dank keinen Papst haben, gibt's auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort...


    In diesem Fall ist entscheidend, wie/ob DU das mit deinem Glauben vereinbaren kannst...(-weniger was andere Heiden dazu sagen, denn du musst ja das Tattoo jeden Tag auf deinem Körper sehen...)


    Wenn es also FÜR DICH ein "Schandfleck" ist, würde ich es überstechen lassen...


    Ich finde in dieser Angelegenheit sollte DEINE Sichtweise Priorität haben...


    Jetzt meine Meinung:

    Ich finde, wenn dein Vater Christ war, m8 das Kreuz iwie auch Sinn... Und wenn du persönlich damit nicht das Christentum verbindest, wäre es eigentlich komplett egal... Ich kenne einige Menschen, die Kreuz - Tattoos haben, aber Null gläubig sind...


    Ein möglicher Kompromiss wäre auch, eine Mischung aus Kreuz und Mjölnir zu machen, wie es viele Heiden zur Zeit der Christianisierung als Umhängsel getragen haben....


    Fazit: Symbole haben die Bedeutung, die wir ihnen geben... Der eine sieht nur 2 Vögel, der andere Hugin und Munin...der eine einen stinknormalen Baum, der andere die Weltenesche....


    Die entscheidende Frage ist letztlich, ob DU es mit DEINEM Glauben vereinbaren kannst...

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Danke für die Antworten.

    Wie bereits erwähnt mit dem Kreuz verbinde ich keine Christlichen Werte.

    Also ist es nicht verwerflich ein Kreuz ib einem tatoo zu tragen als Heide?

    Dann hätte ich dahingehend schon mal nicht mehr so ein schlechtes Gewissen den Göttern gegenüber.

    HANGATYR :

    Du hast wohl recht mit deinem Fazit "Symbole haben die Bedeutung die wir Ihnen geben"

  • Also ist es nicht verwerflich ein Kreuz ib einem tatoo zu tragen als Heide?

    Das wird wohl jeder Heide etwas anders sehen... Wie gesagt...Allgemeingültigkeit oder Deutungshoheit gibt's keine...:thumbup:


    So ist es bei ganz vielen Themen...: Als Beispiel...gibt es etwa Heiden, die finden es nicht okay Weihnachten bei ihren Eltern zu sein, weil es ja christlich konnotiert ist, andere denken sich nichts dabei, weil sie es als reines Familienfest sehen...


    Die Grenze (für dich) ziehst letztlich immer nur du selbst...Das was sich für dich richtig anfühlt, ist es (für dich) zumeist auch...

    HANGATYR :

    Du hast wohl recht mit deinem Fazit "Symbole haben die Bedeutung die wir Ihnen geben"

    So war es schon immer, also mach dir keinen Kopf deswegen...:thumbup:


    Schau mal...Mit der Swastika verbindet man bei uns zB auch etwas ganz anderes als beispielsweise im tibetischen Raum...


    Und die Verwendung des Kreuzes geht sogar zurück bis in die Steinzeit;). (Man vermutet allgemein in der Darstellung von vier miteinander verbundenen, einander gegenüberliegenden Kardinalpunkten eine religiöse Weltformel....)


    Und das hier zB bedeutet ja auch nicht, dass eine Kirche in der Nähe ist...;)


    Cross Road Warning Signs - USA Traffic Signs

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  • Also ist es nicht verwerflich ein Kreuz ib einem tatoo zu tragen als Heide?

    nö, warum auch...


    Meinst du die Götter haben ein Problem damit dass du beim "Blutopfer" (so kann man ein Tattoo evtl. auch betrachten) für deinen Vater ein Symbol von einem anderen Glaubenskonzept verwendet hast, dass aber zu deinem persönlichen Werdegang gehört?

    ich denke nicht...

    Wenn DU aber damit nicht leben kannst, dann mach ein Cover up. So groß ist das Kreuzchen nun auch nicht. Oder lass es Lasertechnisch entfernen.


    Mach dir doch nicht so einen Kopf... Diese Geschichte hinter dem Tattoo kennst nur Du. Und wenn irgend ein "SuperHeide" dich deswegen nicht "heidnisch genug" findet kannst du entschuldige die Wortwahl "einen Fick" drauf geben. Hugin und Munin wissen was in dir vorgeht, ebenso Odin wenn er ihrem "gekrächze" lauscht. Frigg weis eh alles also warum sich darum was scheren was die restlichen Welten darüber denken...

  • "Symbole haben die Bedeutung die wir Ihnen geben"

    Das genau ist der Punkt.

    Z.B. Dein Valknut Motiv, habe ich btw u.a. auch als Tattoo, ist ja ein neuheidnisches Motiv und hat seine Bedeutung durch das was wir damit verbinden und nicht durch einen historischen Kontext.

    Meine Tattoos haben zu 95% einen heidnisch/germanischen Kontext, aber es gibt auch welche mit Bezügen zu anderen spirituellen Richtungen, mit denen ich mich auf meinem Weg beschäftigt habe und die habe ich sogar stechen lassen, als ich mich längst als Teil der Astru Richtung verstanden habe.

    Sie symbolisieren halt meinen Weg und bedeuten MIR sehr viel und wie ich es auslege. Und wenn Du das getan hast, um Deinen Ahnen zu ehren und zum Andenken l, dann ist es doch eine gute Sache! 💪🏻

  • In den weiten des weltweiten digitalen Gewebes stieß ich dereinst auch mal auf den Blogg eines italienischen Heiden, der in seinem Hausschrein neben römischen Götterbildnissen auch den Rosenkranz deiner verstorbenen Großmutter aufbewahrte, eben aus Respekt vor dem, was ihr heilig war.

    Ich bekam hier gerade den übelsten* Lachkrampf, als ich meinen eigenen Kommentar in diesem Thread las... Das sollte natürlich "seiner" heißen, denn der Rosenkranz gehörte der Großmutter des italienischen Bloggers und nicht der von Thorshammer91... Wie verrückt wäre das denn bitteschön! Man stellt eine Frage in einem Forum und einer antwortet Dir, irgendein Erbstück deiner Oma liegt im Schlafzimmer irgendeines Italieners... 🤪


    Vielleicht sollte ich mich doch Mal mehr in Achtsamkeit üben, was mein Geschreibsel angeht...







    *Man möge mir diese Jugendsprache verzeihen...

  • Heil dir, Varg Grim!

    Ich wollte nur mal einwerfen, das der Wotansknoten keine Erfindung des Neuheidentums sein kann, da er bereits auf dem Bildstein von Stora Hammars abgebildet und somit authentisch ist.

    Ungenauigkeiten in der Formulierung.

    Auslegungen von Name und Bedeutung, meine ich in dem Zusammenhang, weil die ist neuheidnisch interpretiert, nicht die Abbildungen ansich.

    Da gibt es keine historische Erkenntnis, nur diverse Mutmaßungen, so das es einem selber überlassen bleibt, wie man es für sich deutet.