Roman / Hörbuch Wotanskinder - Helfer gesucht

Schon gewusst…?

Midgard ist eine germanische Bezeichnung für die Welt oder die Erde. Das Wort ist in dieser oder ähnlicher Bedeutung als gotisch midjungards, altnordisch miðgarðr, altenglisch middangeard, altsächsisch middilgard und althochdeutsch mittil(a)gart überliefert und wurde sowohl in sakraler als auch profaner Sprache verwendet. Midgard, wörtlich „Mittelhof“ oder „Mittelgarten“, meint dabei genau genommen den Wohnort der Menschen in der Mitte der Welt.

  • Hallo zusammen,


    Ich bin dabei, einen dreiteiligen Roman zu schreiben.

    Weil ich nicht zu viel spoilern möchte, hier nur ganz grob der Inhalt:


    Ein Virus zieht um die Welt, ein großer Teil der Menschheit stirbt aus.

    Wotan sieht seine Chance gekommen, wieder an Einfluss auf der Erde zu gewinnen

    und sorgt dafür, dass einige seiner Anhänger sich in einer Waldhütte treffen, um den

    anstehenden Winter gemeinsam zu überleben.
    Hier endet Teil 1 (ca. 420 Seiten)


    Ca. ein Drittel des ersten Bandes kann man bereits als Hörbuch hier anhören:


    Ich bin auf der Suche nach einigen Leuten, denen ich die Story komplett offenlegen werde.

    In Teil 1 sind nur Hugin, Munin, Geri und Freki auf der Erde unterwegs,

    um die Pläne der alten Götter voranzutreiben.


    In Teil 2 wird es zu Ereignissen kommen,

    über die ich gern mit einigen von Euch quatschen möchte,
    bevor ich die betreffenden Kapitel schreibe.


    Wenn möglich, nicht grad öffentlich hier im Forum,

    sondern einfach und unkompliziert telefonisch oder per Mailkontakt.


    Ich selbst lebe meinen Glauben relativ frei aus,

    bin auch nicht der große Edda auswendig Kenner...


    es wäre also total hilfreich, wenn ich 3 oder 4 Leute hier kennenlernen könnte,

    die mir mit Wissen und Anregungen weiterhelfen könnten,

    die Geschichte, die ich erzählen möchte, möglichst rund zu machen.


    Den Göttern zu Ehren und den Menschen ein wohlgefallen :-)


    Ich bin gespannt auf euer Feedback.

  • Ein Virus zieht um die Welt, ein großer Teil der Menschheit stirbt aus.


    Wotan sieht seine Chance gekommen, wieder an Einfluss auf der Erde zu gewinnen

    Das ist doch keine Geschichte... passiert doch eh alles momentan...:ugly:!


    Spaß beiseite: Ich selbst hab leider keine Zeit, dir zu helfen, wünsch dir aber alles Gute & hoffe, dass du hier tatkräftige Unterstützung findest...:prost:!

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Bin mal gespannt wie die Roman Dokumentation weiter geht.

  • Das ist doch keine Geschichte... passiert doch eh alles momentan...:ugly:!


    Spaß beiseite: Ich selbst hab leider keine Zeit, dir zu helfen, wünsch dir aber alles Gute & hoffe, dass du hier tatkräftige Unterstützung findest...:prost:!

    Jupp. Schon komisch...

    Hab den ersten Teil vom Roman schon 2015 fertig gehabt.

    Das erste Kapitel hab ich dann als Hörbuch zur Sonnwende 2018 hochgeladen.
    War beim Hörbuch grad mitten im Aussterben, als Corona dann ein Jahr später in China auftauchte.



  • …Hand aufs Herz.. Respekt 👍🏻.. ich werde mir deine Playlist heute noch anhören 😉


    …ich schreibe dir mal privat PN..

  • sondern einfach und unkompliziert telefonisch oder per Mailkontakt.

    Vor gut 10 Jahren oder so, hatte ich an einem ähnlichen Projekt teilgenommen. Das ging sogar von hier aus. Leider bin ich aber Schreib- und Telefonfaul. Das wurde damals schon nix und würde hier auch nix werden. Dennoch wünsche ich dir viel Erfolg!!! Denn...ich möchte es dir nicht madig machen...du wirst die Story echt spannend machen müssen, weil ich denke, die Gesellschaft ist vom Thema Virus müde geworden. Sie hat es satt. Ich möchte es dir aber nicht ausreden!!!


    Ich hätte mit der Geschichte der Gesellschaft gleich mal an die Nase gefasst. Nicht ein Virus rafft die Gesellschaft hin. Sie ist ja eigentlich schon verkommen. Man muss sich nur mal umschauen. Die Welt ist auch hart am wandeln.

    Wenn man sich die Vorstellungen der Zukunft von damals anschaut (Orwell - 1984 z.B.) und mit heute vergleicht. Ins richtige Licht gerückt, kann man das reelle Heute echt übel darstellen. Worauf ich hinaus will, ist, dass man mit der Story auch einen Spiegel vorhalten kann. Das regt vielleicht schon mal zum Nachdenken an und fesselt den Leser.

    Und miese Zeiten lassen den ein oder anderen Menschen auch wieder glauben. In einer chaotischen Zeit sehnt sich mancher Mensch nach Struktur. Einen Fels in der Brandung. Seit Jahrzenten wird der Glaube an die alten Götter wieder aufgelebt. Mal mehr, mal weniger. Tendenz jedoch steigend. Das lässt die Götter erstarken. Sie waren nie weg, sie wurden nur nie gehört. Vielleicht mißverstanden und falsch gemünzt.

    Unsere Tiktok-Wikinger sollten unbedingt einen minikleinen, witzigen Part bekommen!!!


    Ansonsten, wenn du hier im Forum ganz tief wühlst und fleißig liest, findest du alles, was du brauchst. Das Forum ist eine wahre Schatztruhe an Wissen, Erlebtem, Gedanken, Wünschen und Vorstellungen.

    Wenn du dir die Hilfe von 4 Leuten hier im Forum (oder anderswo) annimmst, wird es am Ende in den Augen von 100 anderen falsch sein.

    Selbst bei der Edda gibt es unterschiedliche Ansichten. Manche nehmen sie für 100% voll, meinen: "genau so ist es", ganz gleich wann und von wem sie geschrieben wurde. Andere sehen sie nur richtungsweisend.


    Ich bin gespannt, was daraus wird!

  • Und miese Zeiten lassen den ein oder anderen Menschen auch wieder glauben. In einer chaotischen Zeit sehnt sich mancher Mensch nach Struktur. Einen Fels in der Brandung. Seit Jahrzenten wird der Glaube an die alten Götter wieder aufgelebt. Mal mehr, mal weniger. Tendenz jedoch steigend. Das lässt die Götter erstarken. Sie waren nie weg, sie wurden nur nie gehört.

    Guten Morgen, Donnerseele !


    Ja – da magst Du recht haben – die Menschen haben Viren mittlerweile wahrscheinlich gestrichen satt.

    Als ich mit dem Schreiben angefangen habe, hielten viele Leute in meinem Freundeskreis eine globale Pandemie

    für total unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen, dabei war es absehbar,

    dass früher oder später mal wieder sowas passieren wird.


    Und seit 2 Jahren haben wir nun den Salat.

    Hätten sich zu Zeiten der Pest die Menschen schon so schnell von A nach B bewegen können,

    wie heute, wäre die Pest noch viel, viel schlimmer gewesen.


    Die Grippe im Buch ist nur der Auftakt zu der Geschichte – der Auslöser. Viel mehr Probleme bereiten den Überlebenden alle Folgeerscheinungen. Zusammenbruch von Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Strom –

    weil einfach keiner mehr da ist, der sich drum kümmert. Und was dann schief geht,

    wirst Du Dir an fünf Fingern abzählen können. Darauf kommen die Darsteller aber erst im ersten Winter.

    Ein Besuch der Raben beim Kernknackermann liefert hier den ersten Hinweis schon im Band 1.


    Achtung Spoiler...

    Den Fels in der Brandung, der die einzelnen, teils weit verstreuten Hauptcharaktere der Geschichte gegen Ende

    des ersten Bandes in einer Waldhütte um sich schart, ist in diesem Fall ein Schmied aus der Wiki Szene und

    dessen Freund, der Bogenbauer.


    Für das Einsammeln der Gruppe sind Hugin und Munin unterwegs, teils auch Geri und Freki.

    Den Göttern ist es nämlich durch den großen Vertrag verboten, auf der Erde zu wandeln.


    Hintergrundspoiler ...

    Die Götter – damit meine ich alle Wesen, an die im Laufe der Geschichte des Planeten jemals geglaubt wurde,

    haben kurz nach Christi Geburt einen Vertrag abgeschlossen, der regelt, wer die Welt im großen Rat beherrscht.


    Damit wurden unter anderem auch die alten nordeuropäischen Götter Stück um Stück ihrer Macht im Rat beraubt.

    Dem Allvater gelingt es durch kleine Eingriffe, seine wenigen Anhänger in einer Waldhütte zu versammeln.

    Andere schließen sich an – nicht nur der Sippe, sondern auch deren Glauben.

    Unter denen, die sich anschließen, ist „die Mutter“ (Steffi). Sie ist schwanger mit Zwillingen.


    Während fast alle Mitglieder der Sippe überlebt haben, weil sie Außenseiter der Gesellschaft waren

    (also einfach nur während der heißen Phase wenig Kontakt zu anderen Menschen hatten),

    ist Steffi zwar krank geworden, hat aber trotzdem überlebt.

    Ihre Kinder (Ask und Embla) – die im 2. Band geboren werden, sind der Schlüssel zu neuer Macht.


    Meine Gründe, hier zu fragen:

    Mir geht es hier nicht darum, Fragen zur Edda beantwortet zu bekommen.

    Da gibt es ja mehr als genug Qellen, die man googeln kann.


    Es geht mehr um Sachen wie z.B. das im Buch anstehende Mittwinterfest.

    Bei uns wird zuerst gemeinsam gegessen, oft Pferd.

    Dann gehen wir raus, zünden das Feuer an. Ein Horn kreist und jeder

    verabschiedet sich mit einigen Worten von den Ereignissen des letzten Jahres.

    Der erste und der letzte Schluck aus dem Horn geht an die Götter und wird ins Feuer gegossen.

    Manche werfen noch den ein oder anderen Gegenstand ins Feuer.

    Ich habe z.B. meiner Großmutter ihr Lieblingsnachthemd auf diese Weise nachgeschickt.


    Ich nehme mir oft etwas von der kalten Asche des Julfeuers mit heim und streue es hier in die Schale,

    wo all die abgebrannten Räucherstäbchen der letzten 15 Jahre sich stapeln.

    Diese Aschewanne ist schon 2x mitsamt Inhalt mit umgezogen.

    Das sind ja aber alles recht neuzeitliche „Rituale“ bzw. Anpassungen an die Umstände, unter denen wir heute leben.


    Alle offenen Fragen drehen sich aber um Szenen aus einem Buch - sind also eine Fiktion,
    die man heute so nicht mehr machen würde/könnte/dürfte/sollte

    Deshalb ist es wichtig, dass alle Antworter wissen, das es sich bei meinen Fragen
    um die Inhalte des Romans geht, nicht um Situaionen im "real live"


    Da die Darsteller ja sowieso ein Tier schlachten / jagen müssen,

    wenn sie zum Winterfest etwas essen wollen, wie würde man dann vorgehen?!


    Ich persönlich würde in diesem Fall zu Pferd tendierten.

    Aber was dann?!

    Das Fell ins Feuer werfen, dass es hinterher stinkt wie Sau, scheint mir ne doofe Idee...

    den Schädel abkochen und über die Türe der Hütte hängen...

    Ein Filetstück ins Feuer werfen...


    Gräber mit Pferden als Beigabe gibt es ja genug...

    wie wurde aber z.B. beim Julfest mit den „Opfertieren“ umgegangen?


    Um solche Szenen im Buch runder zu gestalten,

    hätte ich gern einige Anregungen/Ideen/Einwände/Vorschläge von anderen gehabt.



  • SPOILER - Auszug aus einem Raben Kapitel.
    Hier wird ein wenig über die Hingergründe verraten.

    Ich hab mal Absätze reingemacht, damit es hier im Netz schöner lesbar ist.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Zwei winzige, schwarze Punkte kreisten hoch am grau gesprenkelten Himmel des kalten Herbstmorgens und verloren langsam an Höhe. Die beiden Raben waren im Anflug zu ihrem nächsten Auftrag. Ihre Augen glitten über die Parzellen der Schrebergärten, die in Reihe und Glied wie eingeklebte Briefmarken unter ihnen vorbeizogen. Ein heiseres Krächzen zeigte dem zweiten Tier an, dass sein Kamerad das Ziel erspäht hatte.


    Langsam schwebten die Vögel herab und landeten auf einem windschiefen Holzkreuz, das eine frisch zugeschüttete Grabstelle markierte. Wenn es schlecht lief, könnten sie hier den halben Tag lang sitzen und warten, bis ihre Zielpersonen auftauchten. Gelangweilt begannen die Geschwister, sich gegenseitig das Gefieder zu putzen, und grübelten über das, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten.


    Anfangs waren all die kleinen Erledigungen, die ihnen der Meister aufgab noch eine schöne Abwechslung zur Langeweile der vergangenen Jahrhunderte gewesen. Langsam ging es den Tieren aber auf den Wecker, dass der Chef momentan noch dazu gezwungen war, selbst die Füße stillzuhalten, so dass die ganze Arbeit an ihnen hängen blieb. Mit seiner kurzen Stippvisite neulich auf der Waldlichtung hatte sich der Boss sowieso schon recht weit aus dem Fenster gelehnt, und die Vögel hofften, dass dieses Vergehen vom Rat der Weltenlenker unentdeckt geblieben war.


    Seit knapp 2000 Jahren regelte der große Vertrag das göttliche Mit- oder bessergesagt gegeneinander. Und in Paragraph 61 Stand ganz deutlich mit Einhornblut auf grauer Riesenhaut geschrieben: "Fortan sei es allen Göttern verboten, auf Erden zu wandeln und sich in die Geschicke der Menschen einzumischen." Besonders der Turbanträger, der mittlerweile eine große Nummer zu sein schien, pochte auf die wortwörtliche Einhaltung aller Vereinbarungen. Trotz dieser arrogante Aufsteiger zur glorreichen Zeit des Vertragsschlusses noch nicht einmal bekannt war. Auch mit dem Weißkittel, dessen Junior um jeden Preis noch kurz vor Vertragsabschluss eine Promotiontour nach Midgard unternommen hatte, war in dieser Angelegenheit nicht zu spaßen.


    Deshalb war unauffälliges Vorgehen enorm wichtig. Joschi, wie manche in der großen Halle des Weißkittels Spross nannten, war seit seinem Erdaufenthalt angeblich nicht mehr der Alte. Er knabbere Fingernägel, gelegentlich zucke sein linkes Augenlid und allein schon das Wort "Mensch" ließe ihm Schweiß auf die Stirn treten. Das und viele andere Gerüchte erzählten sich jedenfalls die Einherier, wenn sie abends beim Zechen saßen. Zum Glück gab es im Rat noch den dicken Kerl mit der Glatze und die lustigen Gestalten aus Indien, die immer für einen kleinen Spaß zu haben waren.


    Ansonsten wäre der Vorschlag vom Chef, es doch mal mit dieser Krankheit zu versuchen, bestimmt unter den Tisch gekehrt worden. Wieder eine Sintflut mit Millionen Wasserleichen wäre eine Alternative gewesen. Aber auch die lockersten Ratsmitglieder würden es nicht sonderlich komisch finden, wenn sie wüssten, dass der Meister etwas im Schilde führte. Zugegeben hatte sich der Boss in den vergangenen Jahrhunderten recht wenig für die Belange der Menschen interessiert, so dass die anderen glauben mussten, er hätte jegliches Interesse an Midgard verloren.


    Seit Erfindung der pulverbetriebenen Schusswaffen fand der Chef das, was ihn früher göttlich amüsiert hatte, schon fast ekelerregend. Er dachte nicht daran, seinen Speer über Schlachtfeldern zu werfen, auf denen man sich nicht in die Augen sah, wenn man sich gegenseitig umbrachte. Die zwei letzten großen Kriege waren in den Augen der Alten, wie sie sich hier in Asgard selbst am liebsten nannten, verschenkte Liebesmüh. Kaum einer der unzähligen Toten dieser Schlachten hatte seinen Weg in ihre Hallen gefunden, und so war es Stück um Stück immer ruhiger um den Chef geworden.


    Wie viele andere Götter aus längst vergangenen Zeiten hatte sich der Meister zurückgezogen und in Erinnerungen an die schöne, blutige Ära geschwelgt, als man sich noch gegenseitig ordentlich ans Leder ging. In Asgard war derweil alles beim Alten geblieben. Tagsüber Hacken, Hauen und Stechen und kaum näherte sich die Sonne dem Horizont, schon wurde in der Halle aufgetafelt. Die unzähligen anderen Gottheiten, oder Götzen, wie sie vom Weißkittel verächtlich genannt wurden, waren genau wie der Boss keine Mitglieder des Rates und hatten demnach wenig zu melden. Wenn die Raben daran dachten, welch mächtige Namen das Dokument damals besiegelt hatten, und was aus ihnen geworden war, hätten sie weinen können.


    Jupiter, der römische Göttervater und Mars, der Zermalmer, Epona, sowohl von Römern als auch von Kelten verehrt und Silvanus. Hätte der naive Silvanus in jener Zeit nicht ein gutes Wort für den Weißkittel eingelegt, wäre dieser noch nicht einmal zur Unterzeichnung geladen worden. Asen und Wanen, die damals große Teilstücke des Nordens beherrschten, hatten sich dann aber von der nahezu unglaublichen Toleranz ihrer römischen und keltischen Kollegen einlullen lassen, denen es nichts auszumachen schien, ihr Territorium mit anderen zu teilen.


    Ganz im Gegenteil. Es war eigentlich sogar darum gegangen, den allzeit umgänglichen Keltengöttern, die langsam zwischen den Fronten aufgerieben wurden, nicht total das Wasser abzugraben. Niemand hatte damals geglaubt, dass sich ein römisches Hinrichtungsinstrument eines Tages zum Symbol einer neuen Ära aufschwingen würde. Der Chef hatte sie noch gewarnt, doch in Asgard wurde nur darüber gelacht, doch dann war es plötzlich zu spät und alles ging den Bach runter.


    Im ersten Paragraphen des großen Vertrags stand festgelegt, dass "nur der am Rat Stimmrecht hat, der eine ernstzunehmende Schar an Anhängern vorzuweisen vermag." Wenn man Hugin fragte, verfügte momentan niemand mehr über eine wirklich ernstzunehmende Anzahl, doch was hatte der Boss gesagt? "Manchmal kann schon eine Rabenfeder an der richtigen Stelle platziert dafür sorgen, dass das Rad des Glücks sich dreht."


    Eigentlich war die ewige Warterei bei dem Job das größte Übel, da waren sich die Tiere einig. Dass ihr Timing aber doch recht gut war, bewies sich schon wenige Minuten Später. Die Zielperson näherte sich mit ihrer Begleitung dem Grab. .......


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Findet Ihr in dem Ausschnitt irgend welche Sachen, die euch komisch vorkommen, oder schlicht falsch sind?

    Danke !!!

  • Um solche Szenen im Buch runder zu gestalten,


    hätte ich gern einige Anregungen/Ideen/Einwände/Vorschläge von anderen gehabt.

    Moin.

    Um es gleich vorweg zu nehmen.

    Ich halte persönlich eher weniger von Büchern wie deinem.

    Ich habe selber eine Zeit lang geschrieben (wenn auch nichts veröffentlicht), ich habe also den höchsten Respekt vor der Arbeit die du in die Geschichte reinsteckst.

    Es ist halt nur ein enorm empfindliches Thema dem man nur sehr, sehr schlecht auch nur halbwegs gerecht werden kann.

    Wie empfindlich das Thema unter uns Heiden sein kann sieht man ja gerade am Fat-Thor & Angboda Thema.

    Es ist praktisch unmöglich sich schriftstellerisch an einer Mythologie zu bedienen ohne selbige massiv zu reduzieren und von ihr abzuweichen.

    Insbesondere da der unkritische Leser für gewöhnlich keine Trennlinie zwischen Mythologie und Fantasy zieht.


    Aller Kritik zum Trotz würde ich unter Vorbehalt meine Hilfe anbieten.

    Ich gehöre hier im Forum eher zu den Quellennörgelern, kann also relativ gut begründen was meine Meinung ist und worauf ich sie Stütze.

    Speziell im Bezug auf Fragen zum historischen Kontext und dessen Einordnung könnte ich also durchaus hilfreich sein.

    Ich wage alles was dem Manne ziemt;
    Wer mehr wagt ist kein Mann!

  • Vielleicht koennte da ein laengeres, klaerendes Vorwort helfen? Ich glaube, wenn man weiß warauf der Schreiberling seine Meinungen stuetzt oder woraus er seine Meinung bezieht, wird einem vieles klarer. Um es der Schneefloeckchen-Fraktion Recht zu machen. :D


    Das Schlechte: Die spaetere Jugend kann niemals dieses Buch mit Vorwort analysieren, da faellt ein Großteil weg. xD

  • Hallo Asgrimm,

    danke für Deine Antwort.


    „Es ist halt nur ein enorm empfindliches Thema dem man nur sehr, sehr schlecht auch nur halbwegs gerecht werden kann.“ Das hat bestimmt einer von Snorris Bekannten auch zu ihm gesagt, als der sein Handbuch für Skalden geschrieben hat. :-)


    Jetzt mal ehrlich:

    Es handelt sich um einen Roman, der in einer nahen Zukunft spielt, nicht um ein Sachbuch über germanische Mythologie und Lebensweise. Wer das nicht auseinanderhalten kann, dem ist eh nicht zu helfen.


    Die Gruppe, die sich auf der Lichtung sammelt, wird von einer Person angeführt. Einem Menschen. Dieser ist Anhänger einer Religion, die seit 1000 Jahren nicht mehr traditionell mündlich weitergegeben wird. Er macht halt, so gut er kann/weiß – wie jeder von uns.


    „Es ist praktisch unmöglich sich schriftstellerisch an einer Mythologie zu bedienen ohne selbige massiv zu reduzieren und von ihr abzuweichen.“ Und dann ziehen wir hier als eine unserer Hauptquellen ein Schriftstück zu Rate, welches auch noch in Reimen verfasst wurde?! Das macht es nicht grad leichter, sich möglichst exakt an „die Wahrheit“ zu halten.


    Alles, was wir wissen – von Tacitus bis Snorri... alles aufgeschrieben von Personen, die nicht wirklich „dabei“ waren. Auch der Anführer der Sippe im Buch wird nie von sich behaupten, hundertprozentig zu wissen, wie Heidentum zu funktionieren hat. Auch im Buch wird es zu Diskussionen in der Sippe kommen, wie man was machen will.


    Ein Großteil der „göttlichen Eingriffe“ im Buch werden Hugin und Munin vornehmen und diese Kapitel werden auch aus der Sicht der Raben geschrieben.


    Es wird nur zu sehr wenigen Kapiteln kommen, in denen die Götter überhaupt erscheinen – und wenn, dann auch nur aus Sicht der Raben, oder aus Sicht Dritter (z.B. in Träumen)


    Ich hab weiter oben den Teil eines Rabenkapitels reinkopiert – da sieht man gut, wie ich gedenke, die Sache anzupacken. Das ist das erste wirkliche Rabenkapitel, in dem der Leser ein wenig mehr über die Hintergründe der Gesichte verraten bekommt. Gerade mit diesem Kapitel hadere ich gerade noch ein bisschen. Les doch mal drüber, und schreib mir, was Du von diesem Kapitel hältst.

  • Da ich hier im Forum wohl nicht die Hilfe finden werde,
    nach der ich gesucht hatte, entschwinde ich dann mal wieder.


    Ich wünsche euch eine frohe Zeit

    sollte jemand den Beitrag finden

    und Lust haben, mir beim Feischliff des Buches zu helfen,

    bitte einfach Mail an flashiger@gmx.net

  • Wer das nicht auseinanderhalten kann, dem ist eh nicht zu helfen.

    Das Problem ist, dass praktisch niemand es auseinander hält.

    Alleine wenn wir uns die Darstellung der Wikingerzeit in so ziemlich sämtlichen Medien anschauen sehen wir eigentlich nur wagnerische Ideen, Tolkien für Arme und Skyrim.

    Wie soll der Laie da jemals ein besseres (richtigeres) Bild davon bekommen?

    Und dann ziehen wir hier als eine unserer Hauptquellen ein Schriftstück zu Rate, welches auch noch in Reimen verfasst wurde?! Das macht es nicht grad leichter, sich möglichst exakt an „die Wahrheit“ zu halten.

    Niemand hat behauptet das es leicht ist oder leicht sein soll.

    Sich Wissen an zu eignen ist immer mit Arbeit verbunden.

    Ich beschäftige mich jetzt seit über 20 Jahren mit der Wikingerzeit und finde immer noch neues heraus.

    Jede historische Quelle muss kritisch und disziplinübergreifend betrachtet werden.

    Alles muss miteinander verglichen und gegengeprüft werden.

    Jede wissenschaftliche Arbeit, und sei sie noch so gut, hat binde Punkte.

    "Confirmation Bias" und "Survivorship Bias" sind bei allen Betrachtungen mit zu beachten.

    Ein Laie kann und will das alles nicht leisten.

    Trotzdem lässt sich aber anhand der vorhandenen Quellen ziemlich vieles mit ziemlicher großer Sicherheit sagen.

    Es wird zwar immer blinde Punkte geben aber das Gesamtbild ist relativ klar erkennbar für die, die bereit sind die entsprechende Arbeit rein zu stecken.

    Alles, was wir wissen – von Tacitus bis Snorri... alles aufgeschrieben von Personen, die nicht wirklich „dabei“ waren.

    Das stimmt so nicht ganz.

    Sicherlich sind die meisten Schriftquellen Sekundärquellen aber z.B. Beda Venerabilis oder Ibn Fadlan beschreiben Dinge die sie selbst gesehen und miterlebt haben.

    Ebenso diverse englische, fränkische, maurische und byzantinische Chronisten.

    Zudem gibt es eben auch Primärmaterial das die Sekundärquellen in Teilen stützt.

    Er macht halt, so gut er kann/weiß – wie jeder von uns.

    Was uns auch gleich ins nächste Problem führt.

    Die meisten Neuheiden sind Laien und haben ein entsprechend freimütiges Verhältnis zu den Quellen.

    Ich bin zwar grundsätzlich für leben und leben lassen im religiösen/spirituellen aber wenn sich dann Leute Autorität über etwas anmaßen das sie aus ihrem Blickwinkel gar nicht überschauen können finde ich das schon problematisch.

    Ich versuche das mal mit einem Meme zu verdeutlichen:

    Sad but true

    Das Problem besteht darin das mangelndes Fachwissen durch reichlich Meinung ausgepolstert wird.

    Dadurch wird das nordische im Prinzip auf eine Ästhetik reduziert die bereits bestehenden Formen von Spiritualität (oder besser Esoterik) übergezogen wird.

    Analog zu dem was in den 60ern und 70ern mit den Indischen und "Indianischen" Religionen gemacht wurde. ("New Age" etz.)

    Alles was unser kulturelles Erbe einzigartig macht wird dem Einheitsbrei der Esoteriker untergeordnet oder von bekloppten (z.B. Gardinen-Geza oder die ewig gestrigen) vereinnahmt.

  • Hallo Asgrimm,

    danke für die recht ausführliche Antwort.


    Ich hab dir ja bereits geschrieben, dass das Buch hier und heute handelt,
    also keinerlei Anspruch darauf erhebt, historisch korrekt zu sein. Der Anführer,

    der im Buch eine Sippe um sich sammelt, ist einer dieser "Neuheiden".


    Der religiöse Aspekt im Buch liegt nicht im Fokus,

    wird aber immer wieder mal Thema werden.
    Und es wird auch darauf eingegangen,

    dass die "Sippe" in religiösen Fragen oft ratlos ist.


    Es wird im Buch immer wieder zu Diskussionen unter den Mitgliedern der Sippe kommen,

    wie man wohl was machen sollte.


    Ich für mich persönlich lebe meinen Glauben recht frei aus
    und lasse mich z.B. nicht von Thors Bauch in irgend einem Computerspiel runterziehen :-)

    Für mich sind die "großen Tage" im Jahr die Sonnwenden und die Tag und Nacht gleichen.


    Im Buch wird es halt zu Situationen kommen,

    die ohne das Aussterben der Menschheit hier und heute nicht so gemacht werden können.


    Unter anderem wird ein Mitglied der Sippe im Winter versterben.
    Da geht es schon los. Verbrennen (Scheiterhaufen mit Beigaben) oder ein Körpergrab?!

    Dies sind viele kleine Fragen, über die ich gern mit Leuten wie Dir gesprochen hätte.


    Ich persönlich habe allen meinen Verstorbenen eine Münze und eine kleine Beigabe mit ins Grab geschmuggelt,

    aber alles unauffällig, so dass es keiner mitbekommt.


    Genau so jemanden wie Dich,

    der sich schon lange mit dem Thema "Religion der Ahnen" beschäftigt, habe ich gesucht.

    Bin zwar auch schon lange im Reenactment unterwegs,

    mein Fokus liegt aber in der Zeit der Völkerwanderung/Merowingerzeit - und zwar hier in Süddeutschland.
    Mein Fokus liegt dabei auf Handwerk - nicht auf Religon.


    Ich würde Dir gern mal die 420 Seiten von Band 1 zum lesen zukommen lassen,

    damit Du dir selbst ein Bild machen kannst.


    Ich hatte mich schon abgemeldet, und hab jetzt extra einen neuen Account angelegt,

    nur um dir antworten zu können. Ich nehme die unter "Vorbehalt" angebotene Hilfe also gern an.

    Bitte meld dich doch mal per Mail bei mir. --> flashiger@gmx.net

  • Ich für mich persönlich lebe meinen Glauben recht frei aus
    und lasse mich z.B. nicht von Thors Bauch in irgend einem Computerspiel runterziehen :-)

    Kann man nicht auch seinen Glauben frei ausleben, wenn einem eine Darstellung nicht gefällt? Inwiefern würde mich das zB daran hindern, Jul so zu feiern, wie ich das gerne möchte?


    Wenn ich zB finden würde, dass dein Buch Mist ist, dann würde mich das 1) nicht runterziehen (-nur weil es nicht meinem Geschmack entspricht) und 2) Warum könnte ich deswegen dann zB nicht Ostara frei begehen?




    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Unter anderem wird ein Mitglied der Sippe im Winter versterben.
    Da geht es schon los. Verbrennen (Scheiterhaufen mit Beigaben) oder ein Körpergrab?!

    Dies sind viele kleine Fragen, über die ich gern mit Leuten wie Dir gesprochen hätte.

    Und genau deshalb habe ich meine Hilfe nicht angeboten und würde Asgrimm raten es gleich zu halten. Es gab mal eine Zeit, in der man Recherchen selbst angestellt hat...

    Du hättest wahrscheinlich alle Infos, die du brauchst, locker über die SuFu finden können.


    Sorry, aber aus meiner Sicht gibt es schon genügend Bücher, welche die germanische Religion verwursten, von anderen Leuten, die sich nicht damit beschäftigen wollen.:cookie:

  • Alle Infos, die ich hier gefunden habe (und mehr hab ich nicht gebraucht) stammen großteils aus den Jahren 2015 / 16 / 17 und 18 und wurden von Leuten geschrieben, die schon lang nicht mehr aktiv sind - und langsam versteh ich auch immer besser, warum :-)