Sind RUNEN wie Placebos, oder wirken sie OBJEKTIV?

Schon gewusst…?

Jarl, verwandt mit dem englischen „Earl“, dem deutschen Grafen entsprechend, war ab der Germanischen Eisenzeit (375 n. Chr.) bis ins Hochmittelalter ein Fürstentitel in den nordischen Ländern. Es ist daher eher unwahrscheinlich das es einen Jarl im Gebiet des heutigen Deutschland gab.

  • Der große Fehler, der so ziemlich fast immer gemacht wird ist, zu versuchen die Runen irgendwie mit unserem Alphabet in Einklang zu bringen. Das beginnt damit Texte mit Runen zu schreiben und dabei einfach Buchstaben durch Runen zu ersetzen ... Beispiel unzählige Tattoos. :D

    Runen sind jedoch phonetisch und man kann sie nicht einfach in das hier und jetzt transportieren ohne zu beachten, die Menschen sprachen vor knapp 2.000 Jahren ganz anders als heute. Im alten Futhark gibt es kein Ä, Ö, Ü weil die Menschen es nicht brauchten, es gab anscheinend keine Wörter damit. Im bayerischen übrigens auch nicht! :P Vielleicht probiert ihr mal in den alten Dialekten mit Runen zu schreiben. Ok die Sachsen nicht, die sind da raus! :D

  • Die heutigen "Sachsen", sind allerdings vom Stamm der Thüringer!

    Aber ja, ich hab das auch schon mehrfach gelesen, das man das altgermanische Futhark, nicht 1 zu 1 umsetzen kann.

    Aber was denn nun? Wird Tyr nun Tür oder Tjir ausgesprochen???

    Vielleicht sollte man mal einen Isländer fragen- deren Sprache soll sich ja seit 1000 Jahren kaum verändert haben.

    Also fast noch altnordisch!


  • Im jüngeren Futhork gibt es kein direktes "y", das kam erst mit der Transkribierung des altnordischen in lateinische Lettern auf. Im jüngeren Futhark wäre der Laut mit :uruz: dargestellt worden, welches allerdings für 12 verschieden betonte Vokale stand. Wird es in altnordischen Schriftquellen als "y" transkribiert, entspricht die Aussprache ungefähr einem kurzen "ü" in dialektfreiem Hochdeutsch (also nicht wie in "Tür", sondern eher wie in "füttern" oder "jünger"). Die Rune "Ýr" (nicht zu verwechseln mit dem angelsächsischen "Yr", dieses entspräche einem langen "ü" wie in "Tür"), die wegen ihres Anlautes meist beim Transkribieren moderner Sprachen ins jüngere Futhork als "y" genutzt wird, hat mit diesem heutigen Buchstaben aber nichts zu tun und bildet in Runenritzungen ein End-"R". Das macht aus dem Logo der band Týr folglich den Schriftzug "TRr".:ugly:


    Einen Isländer zu diesem Thema zu befragen wäre recht sinnlos, da deren Ypsilone (y & ý) in der Aussprache eher den beiden Is (i & í) gleichen, als dem heute geläufigen Buchstaben "u", der tonal unserem "ü" entspricht (im Gegensatz zum "ú" mit dem deutschen Lautwert "u").

    Gott, hoffentlich ist das verständlich.:D

  • Heil dir, Ulfberth!

    Ich spreche ihn so oder so, ohnehin mit "Tiu" an- war nur rein interessehalber!

    Wollte ich doch meinen, wo Du doch auch von Woden sprichst. :-)















    Der Name des griechischen Zeus wird im Neugriechischen auch als Zefs oder Zews ausgesprochen, das war für mich auch eine große Überraschung, oder Iuppiter heißt auf Italienisch Giove; der italienische Name Giovanni kommt von Iovianus, was sich wiederum auf Iuppiter (Genituv: Iovis) bezieht.

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Habe alle eure Beiträge gelesen und würde mich jetzt gerne dazu äußern.

    Ich bin Akademiker und habe gelernt, dass Objektivität das entscheidende Merkmal ist, ob etwas wirksam ist oder nicht (s. die Studien zur Belegung der objektiven, also über den Placeboeffekt hinausgehende Wirksamkeit von Homöopathika- Achtung, Spoileralarm: es gibt sie nicht, ist reine Geldverschwendung!).

    Aber wenn es um die Runen geht, interessiere ich mich nicht für Objektivität. Im Gegenteil, ich möchte, dass die Runen mir ihre SUBJEKTIVE Bedeutung für mich offenbaren.

    Dazu meditiere ich jeden Morgen über die Runen ( ich visualisiere jede einzelne Rune und RAUNE ihren Namen). Dann gehe ich an einen bestimmten Ort im Wald, setze mich hin und spreche Odins Runenzauber ("Ich weiss, dass ich hing..."). Und dann konzentriere ich mich auf die Geräusche der Natur bis ich mit ihr verschmelze. Und meistens sehe ich dann eine Rune vor meinem inneren Auge und erkenne ihre SUBJEKTIVE Bedeutung für mich.

    Mit dieser Praxis bin ich sehr zufrieden. Denn sie hilft mir auch im alltäglichen Leben. Wenn ich z.B. an eine bestimmte Person denke, sehe ich manchmal eine Rune vor meinem inneren Augen und weiss die Person besser einzuschätzen.


    PS: Es haben leider noch nicht alle Runen mir ihre subjektive Bedeutung offenbart. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

  • Heil dir, Thorhall!

    Ähnlich hat Allvater, es ja auch gemacht!

    Er brauchte da keine Bücher für oder sonst was!

    Er hing nur am "windigen Baum" und nach neun Tagen und Nächten, kamen die Runen ZU IHM!

    Ich kenne trotzdem gern den Lautwert und die "offizielle" Bedeutung jeder Rune!

    Und ja- wenn man was in Futhark schreibt, kann man jeden Wochenend- Germanen, schön alt aussehen lassen!

  • Guten Morgen Widulf,

    Ich kenne auch den Lautwert der Runen, denn zweifelsfrei wurden ja auch profane Texte mit ihnen geschrieben. Ich denke da gerade an eine Inschrift auf dem Geländer einer türkischen Moschee, wo sich der Leibwächter irgendeines Sultans oder so mit den Worten "XY war hier" verewigt hat. :D

  • Jap, war die Hagia Sophia.


    Ich glaube, es war ein Halfdan:/! ("Halfdan war hier")


    Und er hat damit das älteste Graffiti der Welt begründet...;) Seine Runen wirken definitiv objektiv^^

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Er [Odin] brauchte da keine Bücher für oder sonst was!

    Er konnte damals doch auch noch gar keine Bücher zu Rate ziehen, da es ohne Schrift ja auch nichts Geschriebenes, ergo keine Bücher gegeben haben kann... Er war doch drann und drauf, die Schriftzeichen zu ersinnen.