Jahreskreisfeste

Schon gewusst…?

Die Dächer ihrer Häuser deckten die Wikinger für eine effektive Wärmedämmung mit Grassoden.
Im Inneren des Hauses brannte immer ein offenes Feuer. Rundherum bauten die Wikinger Bänke, die Schlaf- und Sitzplätze für die gesamte Familie boten.

  • Heil dir, Kret!

    Danke für den Tip!

    Aber ich hab mich so an den

    Wicca- Jahreskreis* gewöhnt, das ich ihn wohl, der Übersicht wegen beibehalten werde- nur die vier Mondfeste, berechne ich tatsächlich nach dem Mond.

    Alles andere übersteigt auch ehrlich gesagt mein Fassungsvermögen, da ich schon seit meiner Kindheit, unter einer regelrechten Mathephobie leide.


    Heil dir, Tartar!

    Ich bin mir ziemlich sicher, das das Huhn, vor dem Ei da war.

    Wissenschaftler gehen davon aus, das der Mond, für die Jäger- und Sammler von zentraler Bedeutung war;

    das dann aber mit dem Aufkommen der Agrarkultur, der Sonnenkult an Bedeutung gewann und so der eine Kalender, den anderen verdränge.


    * :mob:

  • Wissenschaftler gehen davon aus, das der Mond, für die Jäger- und Sammler von zentraler Bedeutung war;

    das dann aber mit dem Aufkommen der Agrarkultur, der Sonnenkult an Bedeutung gewann und so der eine Kalender, den anderen verdränge.

    In Europa wurde der Mondkalender erst durch Julius Cäsar ersetzt, also ca. 5000 Jahre nach Beginn der Sesshaftigkeit. Und eben auch nur im römischen Herrschaftsgebiet, später dann im christlichen.


    In anderen Bereichen der Welt ist die Verwendung durchmischt, eben aus oben genannten Gründen. Mondphasen kann jeder Depp erkennen, in einer Welt ohne Lichtverschmutzung sind Neu- und Vollmond ein Unterschied wie Tag und Nacht und auch die Phasen dazwischen erkennt man ca 12 Stunden pro Tag mit bloßem Auge.

    Allein um die Sonnenwenden zu bestimmen muss man den Schattenverlauf oder die Sonnen-Aufgangs/Untergangspunkte täglich über Jahre messen.

    Monde eigenen sich besser für eine kurzfristige Bestimmung der Zeit, der Sonnenlauf ist verlässlicher um Jahre einzuteilen, da die Mondphasen nicht mit dem Sonnenlauf korrelieren und sich bei bloßer Orientierung am Mond die Daten immer weiter in den (von der Sonne bestimmten) Jahreszeiten verschieben würden. Darum ist in sesshaften Kulturen ein gebundener Mondkalender/Lunisolarkalender* eigentlich die häufigste Variante, bevor Hochkulturen auftreten, die genug Astronomen beschäftigen und eine Infrastruktur unterhalten können, die deren Erkenntnisse schnell und zuverlässig an die Menschen mitteilen kann.

    Und selbst dort wurde oftmals noch ein gebundener Mondkalender nebenbei benutzt.


    Griechen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Griechischer_Kalender


    Römer:

    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mischer_Kalender


    Kelten:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kalender_von_Coligny


    Islam:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Kalender


    Altskandinavisch:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Altskandinavischer_Kalender



    *also ein Mondkalender, dessen Abweichung vom Sonnenjahr durch eine Schaltregel korrigiert wird.

  • Obwohl die Tagundnachtgleichen und die Sonnenwenden sonst im Hellenismos außer als Zeitangaben eigentlich keine Rolle spielen, feiert der griechische Kultverein YSEE sie dennoch, wie ihrer Facebook-Seite zu entnehmen ist:


    https://www.facebook.com/kavoiroiieropraktiki


    Da sind sehr schöne Bilder, habe mich jetzt aber nicht getraut, die einfach mir nichts, dir nichts, zu kopieren.


    Übrigens, YSEE ist nicht der einzige ethnisch-religiöse Verein in Griechenland. Also nicht dass mir jetzt in den Mund gelegt wird, ich hätte behauptet, alle heutigen Hellenen feiern die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen. Vermutlich können ethnische Griechen etwas „lockerer” mit den Traditionen ihrer Vorfahren umgehen? Nicht-griechischstämmige Anhänger der griechischen Götter gebärden sich da wohl etwas steifer? Oder auch nicht. Keine Ahnung, dazu sind sowohl mein Englisch wie auch mein Griechisch zu unterentwickelt. Ich bekomme aber schon mit, dass hin und wieder zwischen griechischstämmigen und nicht-griechischstämmigen Hellenisten Dispute herrschen.


    Im Übrigen, will dieser slavogermanische „Barbaros” hier auch jetzt nicht irgendwie sagen: „Ah, ich kann die Tagundnachtgleichen und die Sonnenwenden feiern, weil ein griechischer Kultverein das auch macht!” War wirklich nur pur informativ. Und eben um zu zeigen, dass diese vier Sonnenfeste sich irgendwie ziemlich dominant durchsetzen (im positiven Sinne). Von wegen, es bestünde zwischen Heiden keine Einigkeit.

    „Freudig verleihe meinem Leben Zufriedenheit”

    aus dem Homerischen Sonnenhymnos

  • Heil euch!

    Unabhängig davon, ob die Herbsttagundnachtgleiche nun von den (Prä-) Germanen, Kelten, Slawen, Balten, Römern oder Griechen gefeiert wurde, oder auch nicht, laufen bei mir die Vorbereitungen, für das Herbst- und Ernteopferfest, Übermorgen, bereits auf Hochtouren!

    Als moderner germanisch- europäischer Heide und naturspiritueller Mensch, behalte ich mir das Recht vor, diesen wichtigen Zeitpunkt, des Sonnenlaufes, im sich ewig drehenden Rad, von Erschaffung, sein, vergehen und wiederentstehen, auch den ihm gebührenden Respekt zu zollen und mit reichhaltig gedecktem Altar zu begehen!

    Es wird zum u. a. Kartoffeln, Kürbis und Maiskolben geben- alles Speisen, die es vor 1000 Jahren bei uns noch garnicht gab.

    Willkommen im Jahre 2022!