Wo ward ihr schon? (Reiseberichte aus heidnischer Perspektive)

Schon gewusst…?

Die Frauen der Wikinger waren ihren Männer gleichgestellt.

Schlug oder betrog ein Mann seine Frau oder konnte er nicht für Unterhalt aufkommen, durfte sie die Scheidung einreichen.

  • :walhallo:


    Ich starte hier mal was Neues:)! Ich dachte mir, wir könnten hier ein paar kurze Reiseberichte/Erfahrungen sammeln. Zum einen kann das als Inspiration dienen, dort selbst mal hinzufahren & wenn man es nicht kann, ist es doch schön, ein bisschen was aus "heidnischer Perspektive" zu erfahren!

    Es MUSS auch nichts mit dem Heidentum zu tun haben, sondern kann auch "nur" von schönen Landschaften handeln (-wir sind ja eine Naturreligion:))!


    PS: Fotos wären natürlich auch cool;)!


    _________________________________________________________________________________


    Ich beginne hier mal mit Schottland:


    Ich war vor ca. 6 Jahren in Edinburgh und es hat mir irrsinnig gut gefallen:):

    Besonders beeindruckt haben mich die Highlands, grün leuchtend und man hat das Gefühl "federnd" darauf zu gehen, weil sie oft moosig & weich sind... dann menschenleere Strände und schroffe Küstenstreifen, dunkle Seen (Lochs) und naturbelassene, einsame Täler....


    Das Wetter ist meistens rau: Regen peitscht und starker Wind fegt übers Land (-da muss man auf seinen Kilt aufpassen;)) Es gibt jedoch wunderschöne Sonnenuntergänge:sun:. Auch bekannt ist Schottland für alte Schlösser, Dudelsäcke und seinen ausgezeichneten Whisky:prostanim:.


    Die Menschen dort sind sehr aufgeschlossen, man kommt schnell mit ihnen ins Gespräch:gimme5:, aber auch in eine Schlägerei:boxer:! (-Das ist einem Kumpel passiert, der auf einem Volksfest versehentlich ein Bier umgekippt hat:ugly:)


    Heidnisches:

    • Tradition des "first footings":
      Nach Silvester soll der erste Besucher, der im neuen Jahr einen Fuß in das Zuhause eines anderen zu setzt, Glück bringen. Traditionell sollte der erste Besucher ein großer, dunkelhaariger Herr sein, der als Geschenk ein Stück Kohle, eine Silbermünze, einen Black Bun (einen schottischen Früchtekuchen), Salz und Whisky mitbringt, was Glück für das kommende Jahr bringen soll.
      Deshalb dunkelhaarig: Die Tradition entwickelte sich vermutlich im 8. Jahrhundert, als die blonden Wikinger in Schottland einfielen. Daher bedeuteten blonde Männer oft Ärger...^^
    • Wo sich die Skandinavier niederließen, beeinflussten sie auch die Sprache. Wortendungen wie „-ness“ oder „-vik“ oder andere weisen auf nordische Ortsnamen hin. Broad­ford auf Skye zB birgt das Wort „Fjord“ in sich, es kommt von „breida-fjord“ und bedeutet „breiter Meeresarm“. Oder die Insel Jura bei Islay kommt vom nordischen „dyr ey“ – die „Rotwild-Insel“.


    Insgesamt kann ich jedem die raue Schönheit Schottlands empfehlen, der die Möglichkeit hat, dort mal vorbeizuschauen:prost:!



    Overtourism in den Highlands von Schottland: Eintritt für 2021 geplant

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Heil euch!

    Ich war schon mehrfach bei/ auf den bekannten Externsteinen im Stammesgebiet der Altsachsen, da ich dort in der Nähe aufgewachsen bin.

    Vor ca. 10 Jahren waren mein Bruder, mein Vater und ich nochmal da- man war das meinem "alten Herrn" peinlich, als ich dort (aus seiner Sicht, völlig sinn- und grundlos) ein Bier auf die Steine geschüttet habe*!

    Ob es sich bei den Steinen tatsächlich um ein germanisches Heiligtum handelt oder dort in alter Zeit, sogar die Irminsul stand, lässt sich heutzutage leider nicht mehr feststellen.

    Meine Meinung: was immer dort einst magisch und heilig gewesen sein mag, haben die vielen Touristen, im Laufe der Jahrzehnte, längst "weggelutscht"!!!


    * war damals auf Wohnungssuche und wollte mir göttlichen Beistand sichern- hat auch geklappt!

  • Vor rund zwanzig Jahren war ich zum ersten Mal am Teterower See. Das ist auch in Mecklenburg-Vorpommern und wir machten Campingurlaub (Eltern, Brudi, Hundi, Omi glaub ich auch).


    In diesem See soll ein besonders großer Hecht leben oder gelebt haben. Vor vielen Jahren erbeutete diesen der Stadtfischer. Das Schützenfest stand an, doch bis dahin hätte man den Hecht nicht frisch halten können. Auf Entschluss der Stadtväter setzte man ihn also, versehen mit einem Glöckchen um den Hals, wieder im See aus, merkte sich Ort und Stelle, um ihn später dank des Glöckchen wieder einzufangen und frisch zum Feste zu kredenzen... vergeblich.

    Werner Měškank, Kurator des wendischen Museums in Cottbus/Chóźebuz, verbindet diese Sage in seinem Werk "Als die Wendengötter sterben mussten" (2005) mit der wendischen Siedlung, die auf der Insel im Teterower See dereinst existierte, samt Wall und Tempelburg. Als die Deutschen, die damals schon Christen waren, diese Siedlung eroberten, versenkten sie das Götterbild im See, wo es sich in den Hecht der obigen Sage verwandelt haben soll. Noch heute sagt man sich dort angeblich "Lebt denn der Fisch/Hecht noch?" oder auch "Der Fisch/Hecht lebt!". Leider finde ich davon außer bei Měškank nicht viel.


    Das alles habe ich erst viele Jahre später erfahren. Damals, während meines ersten Teterower-See-Urlaubes wusste ich zwar schon, wer Swantewit war, der Gott von Rügen, aber zu der Zeit befand meine persönliche Kultpraxis sich in einem Übergang von der Verehrung der olympischen Götter zu der Verehrung der germanischen Götter... Es erfreute mich dann aber doch, als wir dort in einer Gaststätte Essen gingen (ich hatte Kartoffelpuffer), dass das Grundstück der Gaststätte eine Bildsäule eben diesen Gottes Swantewit behauste. Bild habe ich kein digitales davon und zudem stehe ich, Pummel-Stummel mit darauf, aber wenn ihr "Tererow" und "Swantewit" (oder eher "Svantevit", "Svantovit", "Sventovid", "Swiatowid", "Świętowit"... dieser Gott hat vier Gesichter und schier unzählige Namensschreibweisen...) bei Google sucht, dann findet ihr ein Bild der Bildaäule.


    Deshalb.

  • Verdammt. Ich war bereits an unzähligen Orten, aber habe keine Bilder dazu. Na ja, ist Panzergranate.


    Jedenfalls war ich letzten Sommer in Österreich und habe dort sehr viel Wunderschönes gesehen. Das müsste übrigens in Imst gewesen sein.

    Von all den wunderbaren Bergen mit ihrem dunkelgrünen Baumgewand, über die herrliche Rosenschlucht und die Wälder, in denen meine Familie, mein Bruder, die Echse, also Vater und Mutter und ich, selber waren.

    Außerdem natürlich noch den mit riesigen Steinen übersäten Fluss über den ich natürlich sofort hoch und runter bin, weil ich Klettern absolut liebe! Wir sind zudem noch einen hohen Berg bei einem sehr guten Wetter rauf gekraxelt sind, habe ich ja auch noch nicht erwähnt.

    Nur fehlte bei diesem Urlaub leider der heidnische Bezug. Und ich hoffe, dass unsere Götter mir den kleinen Kirchenbesuch verziehen können:)

    Heil Euch allen.

    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuerlichtes Quell?"

  • Aus heidnischer Sicht?

    Da sticht vermutlich Glastonbury raus, zwar eher esoterisch-keltisch-avalonbezogen, aber definitiv beeindruckend. 👍🏻

    Ansonsten verbringe ich seit 2008 jeden möglichen Urlaub in Irland, das Land atmet und lebt Spiritualität und Mythologie pur.

    Und die Spuren der Wikinger in diesem Land sind auch allerorts erlebbar.

  • Ich weiss, MZB. war eine ganz, ganz böse Frau, aber "die Nebel von Avalon" ist trotzdem ein hammergeiles Buch!

    Hab erst letzte Woche erfahren, das die Familie meiner englischen Grossmutter, seit ewigen Zeiten schon, in Somerset und Umgebung lebt.

  • Ich weiss, MZB. war eine ganz, ganz böse Frau, aber "die Nebel von Avalon" ist trotzdem ein hammergeiles Buch!

    Hab erst letzte Woche erfahren, das die Familie meiner englischen Grossmutter, seit ewigen Zeiten schon, in Somerset und Umgebung lebt.

    Das Buch - Jein. 😂

    Fand ich in jungen Jahren auch recht gut, mittlerweile eher öde. 🤷🏻‍♂️


    Somerset ist wunderschön! 👍🏻


    Lustig war die Fahrt von Dover aus dorthin...Wiesen...ein Traktor...Heuballen...Stonehenge...Hügel...halt STOPP!...😂


    Stonehenge ist beeindruckend, aus etwas Entfernung, aus der Nähe steht man vor einem Zaun mit mindestens einer handvoll Touristen...