Asatru in der Moderne

Schon gewusst…?

Forn Siðr


Eine Bezeichnung für die alte heidnische Religion, die oftmals synonym für Ásatrú benutzt wird, ist Forn Siðr, ein altnordischer Begriff, der so viel wie „alte Sitte“ bedeutet (dt. auch Firne Sitte). Er setzt sich zusammen aus altnordisch forn „alt“ und siðr „Sitte“. Der Terminus Forn Siðr und Varianten wie forn landsiður „alte Landsitte“ oder fornri siðvenju „alter Sittenbrauch“ finden sich in einer Reihe von Sagas, so in der Färingersaga, der Saga Magnús konungs Erlingssonar, der Saga Ólafs hins helga oder der Skjöldunga saga.

  • Hallo,


    Ich würde gerne wissen wie ihr es schafft das Heidentum mit der modernen Zeit unter einen Hut zu bringen?


    Ein klassisches Beispiel meinerseits:


    Ich fühle mich den Göttern und der Tradition, den Rieten und der Natur sehr verbunden und würde mich am liebsten in eine Waldhütte in Norwegen zurückziehen. Gleichzeitig mag ich grosse Autos, Barbecue, Football und meine Xbox. Das moderne Leben kollidiert quasi mit dem "alten". Es fühlt sich komisch an , wisst ihr was ich meine?


    Wie schafft ihr es euren "Glauben" in den modernen Alltag zu integrieren?

  • Lässt sich doch toll vereinbaren;): Wenn ich nach Hause komme, hänge ich erstmal mein Bärenfell ordentlich auf den Haken, stecke meine blutige Axt in den Geschirrspüler & lege die abgetrennten Köpfe meiner Feinde auf den Griller:döner:!


    Spaß beiseite: Das eine schließt das andere nicht aus;)!


    Wenn du mit deiner Familie zB Mittsommer feierst, könnte das so aussehen: Mit dem großen Auto fährst du zu einem schönen Platz in die Natur, zB in den Wald oder an einen See. Dort findet dann die religiöse Praxis statt: Man opfert einen Teil des Essens/der Getränke und ihr könnt hinterher gemeinsam grillen. Danach fahrt ihr wieder mit dem Auto nach Hause und zockt X-Box...^^



    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Heil dir, Berserkir!

    Da ich seit langem in der Punkszene bin, habe ich auch viele Jahre lang auf der Straße gelebt, z.B. in besetzten Häusern, ohne Wasser und ohne Strom.

    Im besten Fall, hatten wir so etwas wie eine selbstgemachte Feuerstelle und das Wasser musste dann eben von woanders geholt und nach Hause geschleppt werden.

    Wo wir lange Zeit am Tegeler See

    (in selbstgebauten Unterständen) gehaust haben, sind auch immer ein paar Leute angeln gegangen, während ich mit der Machete Feuerholz gehackt habe und andere wiederum, Wäsche (mit ph-neutraler Seife) im See gewaschen haben, oder was eben sonst so erledigt werden musste- im Wald Beeren sammeln und so.

    Also eigentlich nicht viel anders als unsere Vorfahren!

    Auf dem Alexanderplatz hatten wir auch ständig Schlägereien (Stammesfehden) mit anderen Jugendlichen/ jungen Erwachsenen und wie bei unseren Ahnen, war das wichtigste Gruppenritual, einfach im Kreis zu sitzen und die Schnapsflasche, nach dem trinken, im Sonnensinn, weiterzureichen- auch der Schluck für die Toten (Ahnenopfer) kam nicht zu kurz!

    In Dresden hab ich sogar monatelang in einer selbstgebauten Hütte, im Wald gelebt und weiss der Geier nicht was noch alles!

    Ich denke auf jeden Fall, das mein Leben näher am "Germanentum"/ Mittelalter dran war, als das vieler anderer Menschen.

    Trotzdem bin ich heutzutage froh, einen Bauwagen mit Fehrnseher und Playstation zu haben oder auch einen Heizlüfter im Bad, obwohl bei uns auch nur mit Holz und Kohle geheizt wird und wir uns z.T. selbst versorgen.

    Holzhacken ist also immer noch angesagt oder das Gemüsebeet umgraben und die Hühner füttern.

    Ich denke, auf diese Art, kann man sowohl (bis zu einem gewissen Grad) "traditionell" leben, aber ohne auf die Vorteile und Annehmlichkeiten, des 21. Jahrhunderts verzichten zu müssen!

    Es ist natürlich, immer eine gute Sache, Selbstangebautes opfern zu können, oder Obst aus dem eigenen Garten oder auch Eier, von den eigenen Hühnern und diese Gaben auch (während der Heizsaison) im Feuer opfern zu können und mit der Asche dann wiederum, die Erde fürs nächste Jahr zu düngen.

    Der ewige Kreislauf halt.

  • War bei mir zeitweise genauso....

    Da bin ich Göttin sei Dank raus.

    Bei mir ist es eher triki den Rauchmelder auszutricksen wenn ich räuchere. Oder wie trommelt man ohne die Nachbarn zu stören?

    Meine Axt hängt neben der Tür....

    Das Auto ist ein muß.sonst kann ich meine Freunde schlecht treffen...

    Und ich spiele Wii Balance-aus gesundheitlichen Gründen.

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Heil dir, Kendra!

    Ich hätte schon vor über zwei Jahren, meinen Rauchmelder installieren müssen, hab mich aber dann- wegen dem räuchern, doch dagegen entschieden.

    Ich räuchere in der letzten Zeit nicht mehr so viel. Aber wenn- dann richtig!

    Mit dem Gedanken, einer Ritualtrommel,

    spiele ich auch schon länger, aber da auch meine laute Musik, Meine Nachbarn (nach eigener Aussage) nicht stört, dürfte das wohl kein Problem werden.

  • Welche Rieten und Naturverbundenheit? Von Ersteren wissen wir überhaupt nichts und die Naturverbundenheit ging nur soweit als dass man sich daraus genommen hat was man brauchte. Alles Singen, Klatschen und Trommelschlagen was heute von so einigen "Erleuchteten" und Scharlatanen vorgetanzt wird, wurde vor nicht allzu langer Zeit mit sehr viel Fantasie zusammengeschustert und dürfte so ziemlich nichts damit zu tun haben wie es einst mal war.


    Viele Neuheiden geben sich zugegeben sehr viel Mühe die Zeit zurück drehen zu wollen. Mit viel Liebe zum Detail in Gewandung aber auch verklärter Romantisierung der damaligen Zeit, wird sich in diese hineinversetzt. Und wie immer hat man auch die dabei, die es ohne Maß bis ins lächerliche übertreiben und feuern so auch noch die Meinung der Normalos über uns an. Kein Wunder also, dass man das heutige Heidentum als einen Haufen Odin schreiender Spinner abtut.


    Für mich persönlich funktioniert das ganz gut auch ohne Axt, Abschleppkette mit Hammeranhänger um den Hals und zerrissenem HeavyMetaler-Outfit oder noch schlimmer dieser Viking-/Esoterikerverschnitt mit Gewandung.

  • Im heidnischen Mitteleuropa, bei Kelten und Germanen, war die Sonnenwende ein Höhepunkt im Jahresablauf – und Anlass für Feste zu Ehren der Fruchtbarkeit.

    Hier ist noch was für die Sonnenwende.

    https://germanitasothala.com/2…de-geschichte-und-brauch/

  • Ich fühle mich den Göttern und der Tradition, den Rieten und der Natur sehr verbunden und würde mich am liebsten in eine Waldhütte in Norwegen zurückziehen. Gleichzeitig mag ich grosse Autos, Barbecue, Football und meine Xbox. Das moderne Leben kollidiert quasi mit dem "alten". Es fühlt sich komisch an , wisst ihr was ich meine?


    Wie schafft ihr es euren "Glauben" in den modernen Alltag zu integrieren?

    Ich dürfte eigentlich gar nicht hier sein, denn ich bin ein schlechter Heide, kein Heide bald. Mehr so eine Art Grieche oder Oströmer im Körper eines Wendisch-Deutschen (vielleicht auch beides, Platz genug wäre da ... bestimmt beides). Wie gehabt.


    Es scheint wahr zu sein. Die Menschen in grauer Vorzeit suchten die Mächte, die augenscheinlich Sonnenschein und Regenguss, Wechsel der Jahreszeiten, Gelingen der Jagd, Gedeihen der Ernte usw. usf. vorstanden, durch Rituale und Opferfeste günstig zu stimmen. Das geschah aus einem Bewusstsein heraus, von dem abhängig zu sein, was wir heute „Natur” nennen. Dementsprechend die Bräuche.


    Sogar bei den ollen Griechen und den noch olleren Römern, die doch in Steinbauten lebten, in einer Hochkultur, einer sogenannten, kommt der agrarische Charakter ihrer Kulthandlungen schnell zu Tage. Da wurde trotz Aquadukten, die eine Wasserzufuhr sicherten, der Wassergott im Juli angebetet, er möge Italiens Quellen nicht versiegen lassen. Und einen Monat später der Feuergott, aufdass die Kornspeicher in der Hitze keinen Feuerbrünsten zum Opfer fielen. Und die Göttin der Ernte gleich zum Anfang des Augusts. Wie gehabt. Habe noch mehr Beispiele, will aber nicht langweilen. Hat nichts mit Heidentum zu tun. Is von de Römer, von de Griechen.


    Jedenfalls, ich glaube nicht, dass de Germanen während der Völkerwanderungen ins Römerreich kamen, die Steinbauten niederzureißen und jene, die darin hausten, in die Wälder zu einem „naturnaheren” Leben zwangen... Nein. Sie wollten in die Thermen. In die Theater. Warme Bäder wollten sie und das schöne, blaue Glas. Denn in Großgermanien, jenseits des Limes, des damaligen „Eisernen Vorhangs”, dort lebten sie ja nicht in Hütten, kleideten sich nicht in rauhfaserigen Tuniken, weil sie ein alternatives Leben im Einklang mit der Natur einem Leben in der Stadt und im Luxus vorzogen, sondern ganz einfach, weil es sich so ergeben hatte, weil es ihnen zunächst an Grundstoffe oder Techniken fehlte, das zu realisieren, was de Römer und de Griechen getan hatten, denen ein günstiges Klima und der Seehandel ermöglichte, die Hochkulturen zu schaffen, die wir heute kennen. Die Germanen und anderen Völker der klimatisch ungünstigeren Teile Europas standen den Römern und Griechen kulturell nicht nach, sie verfügten einfach nicht über dieselben Ressourcen.


    Aber, was weiß denn schon ich.



    Auf dem Alexanderplatz hatten wir auch ständig Schlägereien (Stammesfehden) mit anderen Jugendlichen/ jungen Erwachsenen


    In Dresden hab ich sogar monatelang in einer selbstgebauten Hütte, im Wald gelebt und weiss der Geier nicht was noch alles!

    Die Freuden der Wiedervereinigung . . .

  • Heil dir, Iwan!

    Die Bewohner des freien Germaniens, bezeichneten die "auf der anderen Seite", meist abschätzig als "Römlinge", weil diese durch den Luxus des römischen Reiches, als verweichlicht galten!

    Vielleicht aber auch nur der sprichwörtliche Neid der Besitzlosen.

  • Welche Rieten und Naturverbundenheit? Von Ersteren wissen wir überhaupt nichts und die Naturverbundenheit ging nur soweit als dass man sich daraus genommen hat was man brauchte. Alles Singen, Klatschen und Trommelschlagen was heute von so einigen "Erleuchteten" und Scharlatanen vorgetanzt wird, wurde vor nicht allzu langer Zeit mit sehr viel Fantasie zusammengeschustert und dürfte so ziemlich nichts damit zu tun haben wie es einst mal war.


    Viele Neuheiden geben sich zugegeben sehr viel Mühe die Zeit zurück drehen zu wollen. Mit viel Liebe zum Detail in Gewandung aber auch verklärter Romantisierung der damaligen Zeit, wird sich in diese hineinversetzt. Und wie immer hat man auch die dabei, die es ohne Maß bis ins lächerliche übertreiben und feuern so auch noch die Meinung der Normalos über uns an. Kein Wunder also, dass man das heutige Heidentum als einen Haufen Odin schreiender Spinner abtut.


    Für mich persönlich funktioniert das ganz gut auch ohne Axt, Abschleppkette mit Hammeranhänger um den Hals und zerrissenem HeavyMetaler-Outfit oder noch schlimmer dieser Viking-/Esoterikerverschnitt mit Gewandung.

    Naja...

    Trommeln fühlt sich geil an und bewirkt eine Körperreaktion ,die nahe an den Orgasmus kommen kann.

    Wie kann das nicht göttlich sein?

    Die Klamotten von damals..... würde sich heute keiner trauen zu tragen ,wenn mans auch möchte.

    Als ich zu meiner Prüfung in Pflanzenheilkunde in Mittelaltergewandung (Kräuterfrau) kam konnte ich mich vor männlichen Zuspruch in Berlin kaum retten(hauptsächlich von unseren Gästen)

    Zumal echte Gewandung ökologisch verträglicher ist als das heutige Plastikgedöns.

    Ich würde also schon gerne -traue mich aber nicht.

    Naturverbundenheit.

    Also in meinem Lebenslauf dicke vertreten.

    Sicher kann man auch ohne das alles.

    Aber man muß es fühlen.

    Wenn man es nicht fühlen kann, ist es nur ein überteuertes Hobby.

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Die Bewohner des freien Germaniens, bezeichneten die "auf der anderen Seite", meist abschätzig als "Römlinge", weil diese durch den Luxus des römischen Reiches, als verweichlicht galten!

    Das hielt sie nicht davon ab um in Scharen ins Römerreich einzuwandern. Wer kann es ihnen verdenken.


    Jedenfalls hatte ihr Leben bitter wenig mit Naturromantik zu tun, wie sehr das damaligen römische Schriftsteller wie Tacitus oder auch heutige Naturfreunde annehmen dürfen.


    Im Übrigen ist nichts gegen ein bodenständiges, nicht-abgehoben und minimalistisches Leben einzuwenden, nur kamen die Anstöße zu einem bewusst minimalistischen Leben damals eher von den Stoikern, Zynikern und Epikuristen als von den Menschen im freien Germanien. Meiner Meinung nach hatten letztere einfach keine andere Wahl, als ein sehr naturnahes Leben zu führen.

  • Wenn man es nicht anders kennt, dann vermisst man ja auch nichts!

    Trotzdem hatten die rom-kritischen Germanen schon recht: Bequemlichkeit verweichlicht!

    Das sieht man ja an der heutigen Gesellschaft, wo man in seinem Männerhandtäschchen, auch immer Desinfektionsspray und Anti- Allergika dabei hat.

  • Meiner Meinung nach hatten letztere einfach keine andere Wahl, als ein sehr naturnahes Leben zu führen.

    Die Germanenstämme in den Wäldern kannten nichts anderes und hatten keine andere Wahl. Als die verschiedenen Markomannen-Stämme unter Marbod Richtung Regensburg gingen um die Römer zu ärgern, muss dass schon sowas von "die Wilden aus dem Wald greifen an" gehabt haben.

  • Wenn man es nicht anders kennt, dann vermisst man ja auch nichts!

    Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei.


    Trotzdem hatten die rom-kritischen Germanen schon recht: Bequemlichkeit verweichlicht!

    Ich traue mich eigentlich gar nicht zu fragen... Ich kannte diese Kritik an Rom bisher nur aus deren eigenen Reihen, also von Römern selbst.


    Tatsächlich verweichlicht Bequemlichkeit.


    Das sieht man ja an der heutigen Gesellschaft, wo man in seinem Männerhandtäschchen, auch immer Desinfektionsspray und Anti- Allergika dabei hat.

    Hand aufs Herz : wie viele Männer kennst Du mit Männerhandtäschchen ? In meinen Kreisen sehe ich das eher selten... Oder ist das einfach der neue Terminus für einen Kulturbeutel, wie wir dazu gesagt haben, damals? Ihr vielleicht auch, ich weiß es nicht.


    Und gegen Desinfektionsspray oder Anti-Allergika ist nun doch wirklich nichts einzuwenden. Letzters erst recht nicht, wenn man Allergiker ist...




    Im Übrigen, heutzutage zwei Jobs zu haben und trotzdem am Ende des Monats kaum was zur Seite legen können, alles tun, um der Familie, den Kindern Stabilität zu bieten, wenn möglich auch noch den betagten Eltern... Sorry, aber ich denke, auch mit Motoren und Elektronik ähnelt ein solches Leben viel mehr dem der alten Germanen und Slawen, und übrigens auch sehr, sehr viel alter Römer und Griechen (denn es ist eine irrige Annahme, zu meinen, im Mittelmeerraum lebte einjeder in einer schmücken Villa), als irgendein Aussteigerleben in verlassen Häuser oder in den Wäldern um der einstig schönsten Stadt Deutschlands herum. Nichts für Ungut.


    Die Germanenstämme in den Wäldern kannten nichts anderes und hatten keine andere Wahl. Als die verschiedenen Markomannen-Stämme unter Marbod Richtung Regensburg gingen um die Römer zu ärgern, muss dass schon sowas von "die Wilden aus dem Wald greifen an" gehabt haben.

    Darauf will ich wetten.

  • Und gegen Desinfektionsspray oder Anti-Allergika ist nun doch wirklich nichts einzuwenden. Letzters erst recht nicht, wenn man Allergiker ist...

    Warum leidet denn die heutige Jugend, ständig unter Allergien?

    Weil die schon von klein auf, in ihrem mit Sagrotan sterilisieren Kinderzimmer, vor dem Computer hocken, anstatt mal draussen im Dreck zu spielen und sich so ein paar Abwehrkräfte anzueignen!

    Und eine moderne Kleinfamilie lässt sich wohl kaum mit einer grossen Hausgemeinschaft von damals vergleichen, wo noch jeder mit anpacken musste.

    Wenn die ganzen Kevin- Justins und Schantall- Angeliques, von heute, schon in der 3. Klasse ein "Burn-out-Syndrom" haben, da gab's früher was hinter die Löffel, denn das Wasser holt sich nun mal nicht allein vom Brunnen!

  • Wow, ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll...


    Also, erst ein Mal : die Großfamilie von damals, wo jeder noch mit anpacken musste, das sind die Vorfahren späterer Königshäuser und Adelsgeschlechter. Die Knechte und Mägde, die ebenfalls anpacken mussten, sind die Vorfahren heutiger Kleinfamilien.


    Also, ehrlich Mal gesagt, Widulf , Du hälst dich wahrscheinlich für ganz toll und anders und special, weil Du aus deinem vermutlich gutbürgerlichen Leben in Westdeutschland ausgebrochen bist, aber wie sehr du gegen diese Werte augenscheinlich auch aufbegehren magst, am Ende bestätigst du sie doch einfach...


    Wirklich, selten so etwas Klassenfeindliches gelesen, wie obiges... Und dann natürlich auch die typischen Namen (Kevin, Justin, Chantale)... Echt, unterste Schublade... Aber Hauptsache, einen auf dicken Macker machen kommen bei uns im Osten...



    Da blutet mir echt das Herz, wenn ich bedenke, wie viele von uns damals unsere Heimat verlassen mussten. Ja: mussten, und nicht konnten.



    Ich könnte schon wieder kotzen, ich denke, ich nehme mir hier Mal eine Zeitlang Urlaub... Werden sich ohnehin die meisten freuen...




    Könnte echt wieder kotzen...



    Widulf , geh zurück in den Westen ! Meinetwegen Westberlin, aber Raus, aus dem Osten. Das gilt übrigens für alle Wessis, die sich bei uns breitgemacht haben.

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Nur gut, das es in meinem Freundeskreis,

    niemanden interessiert, ob jemand aus Thüringen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg oder sonst wo herstammt.

    Ich weiss auch garnicht, warum sich bei dir (und nur bei dir) am Ende immer alles um das Ost- West- Thema drehen muss.

    Und ich dachte schon, ich wäre anderen gegenüber intolerant!

    Ps: keine Sorge, ich wohn z.Z. im WESTEN!

    Aber in Friedrichshain einkaufen, darf ich ja hoffentlich noch.

  • Wirklich, selten so etwas Klassenfeindliches gelesen, wie obiges...

    Wirklich, selten so einen Unsinn gelesen,

    wie obiges...

    Grossfamilien waren noch bis vor garnicht so langer Zeit die Norm.

    Gerade die Bauern, die den Hof und die Ländereien zu versorgen hatten, brauchten dort jede helfende Hand!

    Darüber hinaus, gewährleistete eine grosse Nachkommenschaft, auch die Versorgung im Alter- gerade wenn man nicht viel auf der hohen Kante hatte.

    Im übrigen ist es mir neu, das Ostdeutschland ein Patent auf französisch klingende Vornamen bei Kindern hat.

    Wenn ich nur daran denke, wie viele "Pascalles" es bei uns (im Westen) in den 90ern gab...

    Ich hätte auch "Dorschberts" und

    "Helga- Berthas" schreiben können- aber wer unter achtzig, heisst denn heute noch so?

  • Widulf  Iwan-Dummerjan


    BITTE beruhigt euch! Ihr seid beide von mir sehr geschätzte AF-User und ich sehe es ungern, dass ihr euch wegen einer Meinungsverschiedenheit fetzt... Ihr versteht euch doch ansonsten sehr gut miteinander & schreibt tolle Beiträge!


    Um ehrlich zu sein, finde ich, dass ihr beide etwas übers Ziel hinausgeschossen seid...!


    Widulf: zB beim Thema Allergie: ICH bin starker Allergiker & auf dem Land & im Dreck spielend aufgewachsen. Meine Eltern auch und sie sind seltsamerweise KEINE Allergiker. Woher das bei mir kommt, weiß niemand, hat aber nichts mit einem verweichlichten/naturfernen Aufwachsen zu tun.

    Klar, die Allergien sind bis zu einem gewissen Grad (-über Generationen!) durch zu viel Sterilität entstanden, aber man kann es nicht verallgemeinern und alle Allergiker als Pussis hinstellen. Man wird mit diesem Körper geboren & hat nicht die Wahl... (-genauso gut könnte man zu einem Rollstuhlfahrer sagen:"Der Softie soll einach mal seinen faulen Hintern hochbringen:ugly:!"...Naja...so gerne man würde, es ist biologisch nicht möglich...:wacko: Glaub mir, den Scheiß sucht sich keiner freiwillig aus!)


    Iwan: Das Wessi-Ossi-Thema ist sehr sensibel, ich weiß. Aber du hast dich da ehrlich gesagt in Bezug auf Widulf auch im Ton vergriffen. Passt nicht wirklich zu dir!



    Generell gilt: Manchmal ist eine kurze Forenpause nicht schlecht:thumbup:. Man ist vll 2 Tage offline & danach fragt man sich, warum man sich denn damals so sehr geärgert hat:be_cool::sun:! Geht mir auch manchmal so!
    Chillt einfach ein wenig & erfreut uns dann wieder mit euren tollen Beiträgen:)!


    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer: