Aufgeklärtes Heidentum - über missverstandene Spiritualität

Schon gewusst…?

Der Firno Situ

Der Firno Situ ist die alt-alemannische Lehnübersetzung des altnordischen Begriffs Forn Siðr und ist dementsprechend eine Form des germanischen Neuheidentums mit einem Schwerpunkt auf den historischen suebisch-alamannischen Regionen. Er stützt sich auf die Überlieferungen und archäologischen Funde dieses Raumes sowie auf das dort noch heute lebendige Volksbrauchtum. Der althochdeutsche Begriff der Firni Situ mit einem allgemeinen Fokus auf den elbgermanischen Regionen ist als eng verwandt anzusehen. Die Gottheiten wie Wodan, Ziu, Donar, Volla und Frija Hulda werden unter ihren althochdeutschen bzw. alemannischen Namen verehrt. Die wichtigsten Rituale sind Pluoz, Sumbal und Chuofa.

  • Bestimmt war das nur ein unglücklicher Versprecher. Die Namen liegen lautlich auch ziemlich nah aneinander. Oder ihm ist die nordgermanische Götterwelt einfach nicht so geläufig.

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    E.T.A Hoffmann, Der Sandmann

  • Der Name geht auf den römischen Tagesnamen dies Veneris, also Tag der (Liebesgöttin) Venus, und dieser wiederum auf den babylonischen Wochentagsnamen zurück. Als die südlichen Germanen die Siebentagewoche von den Römern übernahmen, übersetzten sie ihn mit ihrer als ähnlich wahrgenommenen Göttin Frija, die im Norden Frigg hieß (vgl. althochdeutsch frîatac, altenglisch frīgedeag).[1] Sie war in der isländischen Edda eher Schutzherrin der Ehe und Mutterschaft. Danach würde man eher die nordgermanische Liebesgöttin Freya an dieser Stelle erwarten, die deshalb auch oft als Namensgeberin des Freitags genannt wird. Allerdings kann ihr Name, der urnordisch *fraujōn (Herrin) gelautet hätte, nicht zu frîatag geführt haben.[2] Eindeutig geklärt ist die Zuweisung jedoch nicht. Im Altnordischen gab es sowohl die Bezeichnungen Freyjudagr als auch Frjádagr als Namen für den Freitag, einmal auf Freya und das andere Mal auf Frigg verweisend. Vermutlich war Frijas Rolle ursprünglich der Venus ähnlicher als später in der isländischen Literatur des Mittelalters. In Skandinavien wurde der Name allerdings nicht nach der dortigen Namensform Frigg gebildet, sondern nur der südgermanische Name übernommen[3] (vgl. schwedisch/dänisch/norwegisch fredag).

    Demnach hat Herr Mang die südgermanische Frîja nicht mit der nordgermanischen Freyja gleichgesetzt, sondern nur gesagt, dass der "Freitag" im Skandinavien nach dieser Göttin Freyja benannt ist, was, wie der Wikipediaartikel zeigt, teils offenbar auch stimmt.

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    E.T.A Hoffmann, Der Sandmann

  • Interessantes Interview. Ich finde es beeindruckend, dass auch ein Physiker sich offen zum Heidentum bekennt und für den gemeinen Atheisten bzw Agnostiker, der wohl mittlerweile den Großteil der Gesellschaft ausmacht, ein Verständnis des Heidentums präsentiert, dass in die heutige Welt passt und inspirierend wirkt. Besonders gut finde ich die Buchempfehlungen am Ende, bisschen was zum stöbern ist immer gut.