Kelten, Germanen und Slawen in "Deutschland"

Schon gewusst…?

Jarl, verwandt mit dem englischen „Earl“, dem deutschen Grafen entsprechend, war ab der Germanischen Eisenzeit (375 n. Chr.) bis ins Hochmittelalter ein Fürstentitel in den nordischen Ländern. Es ist daher eher unwahrscheinlich das es einen Jarl im Gebiet des heutigen Deutschland gab.

  • Dieser pauschalen Aussage kann ich nicht zustimmen. Die benannten Gebiete wie Pommern, Holstein, Preußen waren meines Wissens ursprünglich slawische Siedlungsgebiete.


    Jaja. Darauf läuft diese Diskussion raus.
    Was bitte ist hier ursprünglich? Ok, man kann das Religiös sehen und hat dann ein von Gott (Göttern) versprochenes Land oder sowas. Aber mal rein geschichtlich gesehen gibt es keine ursprüngliche Besiedlung. Die wird immer nur als politischer Herrschaftsbegründung gebraucht. Ich erinnere mich an Arbeiten, deren Fazit es war, daß östlich der Oder ja wohl slawisches Kernland ist und damit die Grenzen nach dem Zweiten Weltkrieg die geschichtlich richtigen sind.


    Wenn schon über Besiedlungen gesprochen wird, dann bitte in einem zeitlichen Kontext.


    dis

  • Dieser pauschalen Aussage kann ich nicht zustimmen. Die benannten Gebiete wie Pommern, Holstein, Preußen waren meines Wissens ursprünglich slawische Siedlungsgebiete.


    Jaja. Darauf läuft diese Diskussion raus.
    Was bitte ist hier ursprünglich? Ok, man kann das Religiös sehen und hat dann ein von Gott (Göttern) versprochenes Land oder sowas. Aber mal rein geschichtlich gesehen gibt es keine ursprüngliche Besiedlung. Die wird immer nur als politischer Herrschaftsbegründung gebraucht. Ich erinnere mich an Arbeiten, deren Fazit es war, daß östlich der Oder ja wohl slawisches Kernland ist und damit die Grenzen nach dem Zweiten Weltkrieg die geschichtlich richtigen sind.


    Wenn schon über Besiedlungen gesprochen wird, dann bitte in einem zeitlichen Kontext.


    dis


  • Das wollte ich damit nicht sagen, nur trifft durch die zahlreichen Konflikte zwischen diesen Völkern GROB gesagt die Aussage "Kelten und Germanen gegen die Römer" durchaus zu. Wenn dir das gegen Strich geht, weil es nicht so präzise ausformuliert ist, wie du es gern hättest, dann ist das nicht mein Problem.


    Zitat

    Aha, das ist ja spannend. Du kannst das sicher gut untermauern. Dann fang mal an. Und was ist denn die keltische Kultur? Würdest du es mir glauben, dass zahlreiche Aspekte der "keltischen Kultur" schon lange vor dem römischen Imperium aus dem mediterranen Raum importiert wurden?


    Die Ursprünge der keltischen Kultur spielen hier keine Rolle. Fest steht doch wohl, dass die Kelten zu der Zeit, als die Römer das ehemalige Gallien besetzten eine andere Kultur hatten, als es bei den Römern der Fall war. Und das Gallien romanisiert wurde und nicht mehr viel von der keltischen Kultur der Gallier übrig blieb, kann man ja wohl als offizielle Geschichtsschreibung bezeichnen - was soll ich da untermauern? Man muss sich lediglich ein Buch oder eine Doku zu Ceasars Eroberungszügen bzw. den Galliern zu Gemüte führen.


  • Das wollte ich damit nicht sagen, nur trifft durch die zahlreichen Konflikte zwischen diesen Völkern GROB gesagt die Aussage "Kelten und Germanen gegen die Römer" durchaus zu. Wenn dir das gegen Strich geht, weil es nicht so präzise ausformuliert ist, wie du es gern hättest, dann ist das nicht mein Problem.


    Zitat

    Aha, das ist ja spannend. Du kannst das sicher gut untermauern. Dann fang mal an. Und was ist denn die keltische Kultur? Würdest du es mir glauben, dass zahlreiche Aspekte der "keltischen Kultur" schon lange vor dem römischen Imperium aus dem mediterranen Raum importiert wurden?


    Die Ursprünge der keltischen Kultur spielen hier keine Rolle. Fest steht doch wohl, dass die Kelten zu der Zeit, als die Römer das ehemalige Gallien besetzten eine andere Kultur hatten, als es bei den Römern der Fall war. Und das Gallien romanisiert wurde und nicht mehr viel von der keltischen Kultur der Gallier übrig blieb, kann man ja wohl als offizielle Geschichtsschreibung bezeichnen - was soll ich da untermauern? Man muss sich lediglich ein Buch oder eine Doku zu Ceasars Eroberungszügen bzw. den Galliern zu Gemüte führen.

  • Gut, ich schreite auch mal zwischen die feindlichen Linien -Kopf vor Kugelhagel einzieh-
    Hab noch mal über meine Wurzeln nachgedacht, ist quatsch zu behaupten, dass ich keine slawischen Wurzeln hätte, da mein Opa allein aus dem ehemaligen Schlesien sprich Polen kommt, das war ja nahezu eines der Kerngebiete der Slawen.
    Aber nun gut,
    Da euch scheinbar nur interessiert WER wo siedelte und wer sich wo den Schädel eingeschlagen hat,
    halte ich mich mal eher aus diesem Thread raus...


    :ugly:

  • Gut, ich schreite auch mal zwischen die feindlichen Linien -Kopf vor Kugelhagel einzieh-
    Hab noch mal über meine Wurzeln nachgedacht, ist quatsch zu behaupten, dass ich keine slawischen Wurzeln hätte, da mein Opa allein aus dem ehemaligen Schlesien sprich Polen kommt, das war ja nahezu eines der Kerngebiete der Slawen.
    Aber nun gut,
    Da euch scheinbar nur interessiert WER wo siedelte und wer sich wo den Schädel eingeschlagen hat,
    halte ich mich mal eher aus diesem Thread raus...


    :ugly:

  • Zitat

    Das wollte ich damit nicht sagen, nur trifft durch die zahlreichen Konflikte zwischen diesen Völkern GROB gesagt die Aussage "Kelten und Germanen gegen die Römer" durchaus zu. Wenn dir das gegen Strich geht, weil es nicht so präzise ausformuliert ist, wie du es gern hättest, dann ist das nicht mein Problem.


    Doch, das ist genau dein Problem, weil du in einem historischen Thema die Verantwortung als Beitragsschreiber hast, möglichst genau und präzise die Sachlage darzustellen. Und eben das machst du nicht, sondern ergiebst dich plump in einem vereinfachendem Dualismus, den es so nie gegeben hat. Es gab kein Kelten und Germanen gegen die Römer. Es gab einzelene Konflikte, wo sich beide Parteien als Feinde gegenüberstanden. Aber genauso oft haben germanische Stämme an Seiten der Römer gekämpft, wenn nicht sogar öfters. Mal davon abgesehen, dass sich die Germanen selbst die ganze Zeit gegenseitig "die Fresse poliert haben". Was mich aber noch mehr stört, ist, dass du aus deinen Überlegungen den Faktor "Hunnen" ganz und gar rauslässt. Ferner tust du so, als ob es Kelten nur im heutigen Frankreich gegeben hätte. Was ist mit den Räter? Den Noriker? Den Galater? Den Helvetier? Auch alle "ausgerottet"? Ich weiß ja nicht, inwieweit du mit antiken und frühmittelalterlichen Bündnissen vertraut bist (ich befürchte garnicht), aber vielleicht solltest du dich mal bspw. über die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern beschäftigen, um nur im Ansatz ein Gefühl dafür zu bekommen, wie komplex die Bündnisse der damaligen Zeit überhaupt waren. Grundsatz vor jeder historischen Debatte sollte nämlich eine Auseinandersetzung mit den Quellen sein, denn es liegt sicher auch nicht in deinem Interesse, dass bei mir der Eindruck entsteht, dass du deinen reichen Wissensfundus auschließlich aus Pagan-Metal Lyrik speist.


    Zitat

    Die Ursprünge der keltischen Kultur spielen hier keine Rolle.


    1. Gab es nicht DIE keltische Kultur.
    2. Natürlich spielt das für die Diskussion eine Rolle, da es keine abgegrenzten und reinen Kulturen gibt. Und die Kelten standen immer in Kontakt mit den mediterranen Großreichen, von Anfang an.


    Zitat

    romanisiert wurde und nicht mehr viel von der keltischen Kultur der Gallier übrig blieb, kann man ja wohl als offizielle Geschichtsschreibung bezeichnen - was soll ich da untermauern?


    Weil das einfach nicht wahr sind. Viel keltisches Substrat blieb erhalten, gerade im Bereich des religiösen Lebens. Beschäftige dich mal mit Jupiter-Gigant-Säulen, das ist ein schönes Beispiel der harmonischen Verschmelzung keltischer, germanischer und römischer Religion.


    Zitat

    Man muss sich lediglich ein Buch oder eine Doku zu Ceasars Eroberungszügen bzw. den Galliern zu Gemüte führen.


    Dann mach das mal.

  • Zitat

    Das wollte ich damit nicht sagen, nur trifft durch die zahlreichen Konflikte zwischen diesen Völkern GROB gesagt die Aussage "Kelten und Germanen gegen die Römer" durchaus zu. Wenn dir das gegen Strich geht, weil es nicht so präzise ausformuliert ist, wie du es gern hättest, dann ist das nicht mein Problem.


    Doch, das ist genau dein Problem, weil du in einem historischen Thema die Verantwortung als Beitragsschreiber hast, möglichst genau und präzise die Sachlage darzustellen. Und eben das machst du nicht, sondern ergiebst dich plump in einem vereinfachendem Dualismus, den es so nie gegeben hat. Es gab kein Kelten und Germanen gegen die Römer. Es gab einzelene Konflikte, wo sich beide Parteien als Feinde gegenüberstanden. Aber genauso oft haben germanische Stämme an Seiten der Römer gekämpft, wenn nicht sogar öfters. Mal davon abgesehen, dass sich die Germanen selbst die ganze Zeit gegenseitig "die Fresse poliert haben". Was mich aber noch mehr stört, ist, dass du aus deinen Überlegungen den Faktor "Hunnen" ganz und gar rauslässt. Ferner tust du so, als ob es Kelten nur im heutigen Frankreich gegeben hätte. Was ist mit den Räter? Den Noriker? Den Galater? Den Helvetier? Auch alle "ausgerottet"? Ich weiß ja nicht, inwieweit du mit antiken und frühmittelalterlichen Bündnissen vertraut bist (ich befürchte garnicht), aber vielleicht solltest du dich mal bspw. über die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern beschäftigen, um nur im Ansatz ein Gefühl dafür zu bekommen, wie komplex die Bündnisse der damaligen Zeit überhaupt waren. Grundsatz vor jeder historischen Debatte sollte nämlich eine Auseinandersetzung mit den Quellen sein, denn es liegt sicher auch nicht in deinem Interesse, dass bei mir der Eindruck entsteht, dass du deinen reichen Wissensfundus auschließlich aus Pagan-Metal Lyrik speist.


    Zitat

    Die Ursprünge der keltischen Kultur spielen hier keine Rolle.


    1. Gab es nicht DIE keltische Kultur.
    2. Natürlich spielt das für die Diskussion eine Rolle, da es keine abgegrenzten und reinen Kulturen gibt. Und die Kelten standen immer in Kontakt mit den mediterranen Großreichen, von Anfang an.


    Zitat

    romanisiert wurde und nicht mehr viel von der keltischen Kultur der Gallier übrig blieb, kann man ja wohl als offizielle Geschichtsschreibung bezeichnen - was soll ich da untermauern?


    Weil das einfach nicht wahr sind. Viel keltisches Substrat blieb erhalten, gerade im Bereich des religiösen Lebens. Beschäftige dich mal mit Jupiter-Gigant-Säulen, das ist ein schönes Beispiel der harmonischen Verschmelzung keltischer, germanischer und römischer Religion.


    Zitat

    Man muss sich lediglich ein Buch oder eine Doku zu Ceasars Eroberungszügen bzw. den Galliern zu Gemüte führen.


    Dann mach das mal.

  • Wer wo siedelte... bei uns hier in der ecke so ziemlich alles^^


    mein ursprungsort GERMERSHEIM war mal RÖMISCH und es gab dort 3 Burgen. nach dem alles zum fall kam, wurden die burgsteine von den bauern genommen und somit ihre höfe aufgebaut. in SONDERNHEIM in den alten höfen sieht man noch diese steine. meine mama hat wohl auch noch welche von jenerzeit.. ich hab noch nicht genau nachgesehen, dass werd ich im sommer mal machen^^ und wer weiß, vielleicht finde ich ja sogar die eingeritzen zeichen in den steinen.. huhu.. dann is meine mama absofort adlig.. ;)


    heir in meinem jetzigen wohnort, wohnten / lebten mal u.a. viele viele KELTEN. woher ich das weiß? ganz einfach wir haben über 300 KELTISCHEgrabhügel hier.
    u.a. werden im umkreis auch ganze römische kulturreste gefunden. man weiß mittlerweile das nicht unmittelbar weit von uns eine alte römische GROSSE brennerei war. woher man das schon wieder weiß? man findet im offenen feld immer wieder mal römische tontöpfe(reste) mit verschiedenen "emblemen" eingebrannt. und die geschichte schreibt es...


    und man gräbt hier im ort eine alte städte aus, (die zum neubau gebiet dazu wachsen soll) und findet dort massig rätselbarer überreste.. vielleicht sagt euch aus der presse ja folgender tittel was "herxheim, kannibalismus?" ...
    und man hat vor jahren auch eine städte hier ausgegraben, wo man mittlerweile weiß, das hier ein wohl nicht unbedeutender ritueller platz für tote war. denn man fand gebündelte tote, die begraben waren UND die von weit her gebracht wurden.. schon tot..


    ich LIEBE MEINEN ORT.. er mystisch durch und durch.. und das spürt man.. ich finde es nur schade, das einfach drüber gebaut wird.

  • Wer wo siedelte... bei uns hier in der ecke so ziemlich alles^^


    mein ursprungsort GERMERSHEIM war mal RÖMISCH und es gab dort 3 Burgen. nach dem alles zum fall kam, wurden die burgsteine von den bauern genommen und somit ihre höfe aufgebaut. in SONDERNHEIM in den alten höfen sieht man noch diese steine. meine mama hat wohl auch noch welche von jenerzeit.. ich hab noch nicht genau nachgesehen, dass werd ich im sommer mal machen^^ und wer weiß, vielleicht finde ich ja sogar die eingeritzen zeichen in den steinen.. huhu.. dann is meine mama absofort adlig.. ;)


    heir in meinem jetzigen wohnort, wohnten / lebten mal u.a. viele viele KELTEN. woher ich das weiß? ganz einfach wir haben über 300 KELTISCHEgrabhügel hier.
    u.a. werden im umkreis auch ganze römische kulturreste gefunden. man weiß mittlerweile das nicht unmittelbar weit von uns eine alte römische GROSSE brennerei war. woher man das schon wieder weiß? man findet im offenen feld immer wieder mal römische tontöpfe(reste) mit verschiedenen "emblemen" eingebrannt. und die geschichte schreibt es...


    und man gräbt hier im ort eine alte städte aus, (die zum neubau gebiet dazu wachsen soll) und findet dort massig rätselbarer überreste.. vielleicht sagt euch aus der presse ja folgender tittel was "herxheim, kannibalismus?" ...
    und man hat vor jahren auch eine städte hier ausgegraben, wo man mittlerweile weiß, das hier ein wohl nicht unbedeutender ritueller platz für tote war. denn man fand gebündelte tote, die begraben waren UND die von weit her gebracht wurden.. schon tot..


    ich LIEBE MEINEN ORT.. er mystisch durch und durch.. und das spürt man.. ich finde es nur schade, das einfach drüber gebaut wird.

  • ich LIEBE MEINEN ORT.. er mystisch durch und durch.. und das spürt man.. ich finde es nur schade, das einfach drüber gebaut wird.

    Ja, das kann ich verstehen.
    Ich finde es allein schon schade, wenn eine Burg ringsrum mit einer Großstadt zugebaut wird oder der Charme einer mittelalterlichen Altstadt durch Plattenbau-Bruchbuden zerstört wird... :thumbdown:


    Aber andereseits erfahren wir so auch einiges über unsere Vergangenheit, da bei irgendwelchen Grabungen für irgendwelche Gebäude oftmals irgendwelche irgendwelche irgendwwä...:ugly: verzeihung. .. interessanten Tontöpfchen von unseren Vorfahren ans Tageslicht kommen :D
    Natürlich, wenn dabei eine heidnische Kultstätte zerstört wird, dann macht das keinen Spaß mehr :thumbdown:

  • ich LIEBE MEINEN ORT.. er mystisch durch und durch.. und das spürt man.. ich finde es nur schade, das einfach drüber gebaut wird.

    Ja, das kann ich verstehen.
    Ich finde es allein schon schade, wenn eine Burg ringsrum mit einer Großstadt zugebaut wird oder der Charme einer mittelalterlichen Altstadt durch Plattenbau-Bruchbuden zerstört wird... :thumbdown:


    Aber andereseits erfahren wir so auch einiges über unsere Vergangenheit, da bei irgendwelchen Grabungen für irgendwelche Gebäude oftmals irgendwelche irgendwelche irgendwwä...:ugly: verzeihung. .. interessanten Tontöpfchen von unseren Vorfahren ans Tageslicht kommen :D
    Natürlich, wenn dabei eine heidnische Kultstätte zerstört wird, dann macht das keinen Spaß mehr :thumbdown:

  • Dann ist der Begriff "Slawen" nicht fest: Die Chronisten der Ottonischen Zeit und des frühen Hochmittelalters bezeichneten als "sclavi" alle nicht bekehrten Stämme jenseits der Elbe. Egal ob "Slawen" oder Germanen. "Sclavi" hat einfach "paganes, gentiles usw." ersetzt, da man als Christ, Nichtchristen ganz legal und moralisch, als Sklaven jagen konnte.

    Ich finde eine andere Interpretation des Wortes "Slawen" treffender. Bei dem Wort "Slawe" handelt es sich um eine Eigenbezeichnung, so nennen sich die slawischen Völker selbst. Das Wort kommt aus ihren heidnischen Wurzeln, denn das Wort "Slawa (?????)" ist equivalent dem deutschen „Heil“. Gleichzeitig wir es als „Ruhm“ und „einfangen“ übersetzt. Im übertragenen Sinne steht das Wort „Slawen“ für: „die das Heil (von den Göttern) einfangen“.

    Lebten auf dem Baltikum nicht die Balten? also Preußen, Litauen, Lettland, Estland? und slawen nicht etwas weiter südlich?

    Ich habe, wie
    bereits Myrkwid festgestellt hat, die Quellenangaben deutscher Mönche über die
    Siedlungsgebiete der Slawen um das Jahr 1000 aufgezeichnet. Die Balten werden
    hierbei nicht erwähnt. Ich vermute dass die Balten als eigene Bevölkerungsgruppe
    erst später entstanden sind, aus germanischen und slawischen Stämmen (Letten,
    Litauer) und aus finnisch-uigurischen Stämmen (Esten). Die P-Russen waren
    ursprünglich ein slawisches Volk das durch das Vordringen der christlichen
    Germanen vertrieben oder völlig assimiliert worden sind - nur der Name ist
    geblieben.

    War das nicht so, dass Russland auf schwedische Händler udn Siedler zurück geht, die sich ab dem 9. Jhd. am Ufer der Wolchow niederließen den kollektiven Namen "Rus" bekamen?

    Diese Interpretation des Wortes "Rus" ist für mich neu und scheint aus meiner Sicht völlig daneben. "Rus" ist eine Eigenbezeichung aus dem slawischen und stammt von Rusyj (?????) was einfach "blond" bedeutet. Diese behauptung kommt von der sogenannten Normanischen Theorie der Entstehung des Russ-Lands und ist mittlerweile widerlegt. Die hier erwähnten Warjagen waren vermutlich slawische Krieger aus Rujan (Rügen) die hier auf dem kernland Zuflucht von den vorrückenden germanen gesucht haben.

    Jaja. Darauf läuft diese Diskussion raus.
    Was bitte ist hier ursprünglich? Ok, man kann das Religiös sehen und hat dann ein von Gott (Göttern) versprochenes Land oder sowas. Aber mal rein geschichtlich gesehen gibt es keine ursprüngliche Besiedlung. Die wird immer nur als politischer Herrschaftsbegründung gebraucht. Ich erinnere mich an Arbeiten, deren Fazit es war, daß östlich der Oder ja wohl slawisches Kernland ist und damit die Grenzen nach dem Zweiten Weltkrieg die geschichtlich richtigen sind.

    Das ist schon viel Eigeninterpretation mit im Spiel. Ich habe, wie bereits Myrkwid festgestellt hat, die Quellenangaben deutscher Mönche über die Siedlungsgebiete der Slawen um das Jahr 1000 aufgezeichnet. Wohlgemerkt keine Rede von Gott (Göttern) versprochenes Land, Kernland oder Ähnliches - reine Fakten. Es wurde hier erwähnt dass diese Land anscheind vor der großen Völkerwanderung um das Jahr 400 germanisches Gebiet war. Aus welchen Quellen Stammt es? Tacitus? Konnte er slawische und germanische Stämme unterscheiden? Über eine Sachliche Diskussion würde ich mich freuen, da ich persönlich dazu keine brauchbaren Ursprungs-Quellen gefunden habe. Es kann auch sein dass ich etwas übersehen habe.

    Die Slawen sind alleine deswegen schon spannend, weil sie der Christianisierung mal eben schlappe 500-700 Jahre länger standhielten, als unsere germanischen Ahnen und daher ein sehr viel ausdifferenzierteres und teilweise staatstragendes Heidentum etablieren konnten. Mehr noch die baltischen Stämme, die fast noch mehr Überschneidungen mit der germ. Mythologie hergeben. Will man europäisches Heidentum verstehen, kommt man um die Slawen und ihre mehrgesichtigen Götter nicht herum.
    Übrigens haben die russischen und generell slawischen Neuheiden (Rodnoverie) uns einiges voraus, da können selbst die Engländer nur neidisch gucken

    Dieser Aussage kann ich völlig zustimmen. Ein passendes aus meiner Sicht sehr schönes Bild dazu.

  • Dann ist der Begriff "Slawen" nicht fest: Die Chronisten der Ottonischen Zeit und des frühen Hochmittelalters bezeichneten als "sclavi" alle nicht bekehrten Stämme jenseits der Elbe. Egal ob "Slawen" oder Germanen. "Sclavi" hat einfach "paganes, gentiles usw." ersetzt, da man als Christ, Nichtchristen ganz legal und moralisch, als Sklaven jagen konnte.

    Ich finde eine andere Interpretation des Wortes "Slawen" treffender. Bei dem Wort "Slawe" handelt es sich um eine Eigenbezeichnung, so nennen sich die slawischen Völker selbst. Das Wort kommt aus ihren heidnischen Wurzeln, denn das Wort "Slawa (?????)" ist equivalent dem deutschen „Heil“. Gleichzeitig wir es als „Ruhm“ und „einfangen“ übersetzt. Im übertragenen Sinne steht das Wort „Slawen“ für: „die das Heil (von den Göttern) einfangen“.

    Lebten auf dem Baltikum nicht die Balten? also Preußen, Litauen, Lettland, Estland? und slawen nicht etwas weiter südlich?

    Ich habe, wie
    bereits Myrkwid festgestellt hat, die Quellenangaben deutscher Mönche über die
    Siedlungsgebiete der Slawen um das Jahr 1000 aufgezeichnet. Die Balten werden
    hierbei nicht erwähnt. Ich vermute dass die Balten als eigene Bevölkerungsgruppe
    erst später entstanden sind, aus germanischen und slawischen Stämmen (Letten,
    Litauer) und aus finnisch-uigurischen Stämmen (Esten). Die P-Russen waren
    ursprünglich ein slawisches Volk das durch das Vordringen der christlichen
    Germanen vertrieben oder völlig assimiliert worden sind - nur der Name ist
    geblieben.

    War das nicht so, dass Russland auf schwedische Händler udn Siedler zurück geht, die sich ab dem 9. Jhd. am Ufer der Wolchow niederließen den kollektiven Namen "Rus" bekamen?

    Diese Interpretation des Wortes "Rus" ist für mich neu und scheint aus meiner Sicht völlig daneben. "Rus" ist eine Eigenbezeichung aus dem slawischen und stammt von Rusyj (?????) was einfach "blond" bedeutet. Diese behauptung kommt von der sogenannten Normanischen Theorie der Entstehung des Russ-Lands und ist mittlerweile widerlegt. Die hier erwähnten Warjagen waren vermutlich slawische Krieger aus Rujan (Rügen) die hier auf dem kernland Zuflucht von den vorrückenden germanen gesucht haben.

    Jaja. Darauf läuft diese Diskussion raus.
    Was bitte ist hier ursprünglich? Ok, man kann das Religiös sehen und hat dann ein von Gott (Göttern) versprochenes Land oder sowas. Aber mal rein geschichtlich gesehen gibt es keine ursprüngliche Besiedlung. Die wird immer nur als politischer Herrschaftsbegründung gebraucht. Ich erinnere mich an Arbeiten, deren Fazit es war, daß östlich der Oder ja wohl slawisches Kernland ist und damit die Grenzen nach dem Zweiten Weltkrieg die geschichtlich richtigen sind.

    Das ist schon viel Eigeninterpretation mit im Spiel. Ich habe, wie bereits Myrkwid festgestellt hat, die Quellenangaben deutscher Mönche über die Siedlungsgebiete der Slawen um das Jahr 1000 aufgezeichnet. Wohlgemerkt keine Rede von Gott (Göttern) versprochenes Land, Kernland oder Ähnliches - reine Fakten. Es wurde hier erwähnt dass diese Land anscheind vor der großen Völkerwanderung um das Jahr 400 germanisches Gebiet war. Aus welchen Quellen Stammt es? Tacitus? Konnte er slawische und germanische Stämme unterscheiden? Über eine Sachliche Diskussion würde ich mich freuen, da ich persönlich dazu keine brauchbaren Ursprungs-Quellen gefunden habe. Es kann auch sein dass ich etwas übersehen habe.

    Die Slawen sind alleine deswegen schon spannend, weil sie der Christianisierung mal eben schlappe 500-700 Jahre länger standhielten, als unsere germanischen Ahnen und daher ein sehr viel ausdifferenzierteres und teilweise staatstragendes Heidentum etablieren konnten. Mehr noch die baltischen Stämme, die fast noch mehr Überschneidungen mit der germ. Mythologie hergeben. Will man europäisches Heidentum verstehen, kommt man um die Slawen und ihre mehrgesichtigen Götter nicht herum.
    Übrigens haben die russischen und generell slawischen Neuheiden (Rodnoverie) uns einiges voraus, da können selbst die Engländer nur neidisch gucken

    Dieser Aussage kann ich völlig zustimmen. Ein passendes aus meiner Sicht sehr schönes Bild dazu.

  • Das ist schon viel Eigeninterpretation mit im Spiel. Ich habe, wie bereits Myrkwid festgestellt hat, die Quellenangaben deutscher Mönche über die Siedlungsgebiete der Slawen um das Jahr 1000 aufgezeichnet. Wohlgemerkt keine Rede von Gott (Göttern) versprochenes Land, Kernland oder Ähnliches


    Wollte ich Dir auch nicht in den Mund legen.
    Ich wollte darauf hinweisen, daß ich schon den Begriff 'ursprünglich' für unangebracht halte. Bei Siedlungsgebieten aber immer für problematisch.


    dis

    Diese behauptung kommt von der sogenannten Normanischen Theorie der Entstehung des Russ-Lands und ist mittlerweile widerlegt.


    Naja. Es sind ach schon Leute ins Lager gekommen, die sich dieser Sichtweise nicht angeschlossen haben.
    Und wer nochmal hat das widerlegt? Quellen?


    dis

  • Das ist schon viel Eigeninterpretation mit im Spiel. Ich habe, wie bereits Myrkwid festgestellt hat, die Quellenangaben deutscher Mönche über die Siedlungsgebiete der Slawen um das Jahr 1000 aufgezeichnet. Wohlgemerkt keine Rede von Gott (Göttern) versprochenes Land, Kernland oder Ähnliches


    Wollte ich Dir auch nicht in den Mund legen.
    Ich wollte darauf hinweisen, daß ich schon den Begriff 'ursprünglich' für unangebracht halte. Bei Siedlungsgebieten aber immer für problematisch.


    dis

    Diese behauptung kommt von der sogenannten Normanischen Theorie der Entstehung des Russ-Lands und ist mittlerweile widerlegt.


    Naja. Es sind ach schon Leute ins Lager gekommen, die sich dieser Sichtweise nicht angeschlossen haben.
    Und wer nochmal hat das widerlegt? Quellen?


    dis

  • Da sich kulturelle Hintergründe nun mal besser erfassen lassen wenn man weiß wer wann und wo lebte, sollte einem das Wissen darüber nicht einfach so am "Wanst" vorbei gehen.
    Tatsache ist das östlich der Oder die Hasdingen und die Silingen, kurz Vandalen lebten. Von den Silingen hat Schlesien seinen Namen. Das heißt auch das bis dato kein Slawe dort lebte. Die Karte über den germanischen Siedlungsraum weiter oben ist da doch recht eindeutig wer da wo lebte.
    Slawen haben sich auch nicht als ein Völkerverbund gesehen. Die waren genauso auf ihren Stamm fixiert, wie der auch immer hieß, wie Kelten und Germanen. Das sieht man heute noch ganz extrem bei den zerfallenen Slawenstaaten.


    Falsch ist das jeder dritte Deutsche slawische Gene in sich trägt. Richtig ist das wir Europäer in zweitausend Jahren europäischer Geschichte, völkisch alle irgendwie miteinander verwandt sind. Da spielt der genetische Anteil absolut keine Rolle. Damit wird eh bloß gelogen.


    Wie die Römer unter den Kelten hausten läßt sich hier gut erkennen.


    2000 Jahre Varusschlacht (2): Cäsars Völkermord - 2000 Jahre Varusschlacht - FOCUS Online


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Da sich kulturelle Hintergründe nun mal besser erfassen lassen wenn man weiß wer wann und wo lebte, sollte einem das Wissen darüber nicht einfach so am "Wanst" vorbei gehen.
    Tatsache ist das östlich der Oder die Hasdingen und die Silingen, kurz Vandalen lebten. Von den Silingen hat Schlesien seinen Namen. Das heißt auch das bis dato kein Slawe dort lebte. Die Karte über den germanischen Siedlungsraum weiter oben ist da doch recht eindeutig wer da wo lebte.
    Slawen haben sich auch nicht als ein Völkerverbund gesehen. Die waren genauso auf ihren Stamm fixiert, wie der auch immer hieß, wie Kelten und Germanen. Das sieht man heute noch ganz extrem bei den zerfallenen Slawenstaaten.


    Falsch ist das jeder dritte Deutsche slawische Gene in sich trägt. Richtig ist das wir Europäer in zweitausend Jahren europäischer Geschichte, völkisch alle irgendwie miteinander verwandt sind. Da spielt der genetische Anteil absolut keine Rolle. Damit wird eh bloß gelogen.


    Wie die Römer unter den Kelten hausten läßt sich hier gut erkennen.


    2000 Jahre Varusschlacht (2): Cäsars Völkermord - 2000 Jahre Varusschlacht - FOCUS Online


    Donars Segen mit euch


    Uwe