Warum das Heidentum? Warum Asatru?

Schon gewusst…?

Die Frauen der Wikinger waren ihren Männer gleichgestellt.

Schlug oder betrog ein Mann seine Frau oder konnte er nicht für Unterhalt aufkommen, durfte sie die Scheidung einreichen.

  • Viele die sich dem Asatru hingezogen fühlen, jedenfalls die, die ich kennengelernt habe, haben ganz andere "Entwicklungswege" durchgemacht. Es ist so oft ein Lehrnprozeß den man durchmacht auf dessen Weg man zu einer Erkenntnis kommt. Es ist dann Deine Erkenntnis, das was Du für Dich als Dein identifizierst. Ich möchte mich Odal anschließen, es braucht nicht immer eine tiefgreifende Begründung für einen Glauben.


    Selbst der eingefleischte Atheist glaubt sicherlich an Sachen, die er nicht richtig definieren könnte, wenn man ihn danach fragt.

  • Viele die sich dem Asatru hingezogen fühlen, jedenfalls die, die ich kennengelernt habe, haben ganz andere "Entwicklungswege" durchgemacht. Es ist so oft ein Lehrnprozeß den man durchmacht auf dessen Weg man zu einer Erkenntnis kommt. Es ist dann Deine Erkenntnis, das was Du für Dich als Dein identifizierst. Ich möchte mich Odal anschließen, es braucht nicht immer eine tiefgreifende Begründung für einen Glauben.


    Selbst der eingefleischte Atheist glaubt sicherlich an Sachen, die er nicht richtig definieren könnte, wenn man ihn danach fragt.

  • Ohh, tut mir leid, ich wusste nicht das diese Frage schon öfters gestellt wurde.
    Dumm ist nur das diese Freundin Atheist ist, das heißt mit "Warum bist du Christ?" kann man leider nicht kontern. :ugly:


    Atheisten muß man erst mal klarmachen, daß eine heidnische Religion anders strukturiert ist als eine monotheistische. Die allermeisten Leute in Europa glauben, alle Religionen "wären irgendwie gleich" und wollten "irgendwie dasselbe". Das ist Schwachsinn. Schon der Begriff "Religion" wird (bzw. wurde, eutige Heiden verstehen das oft auch nicht) im Hiedentum anders gedeutet als im Monotheismus. Ein heidnischer Gott hat mit dem philosophisch-theologischen Konstrukt "Gott" wenig zu tun, ganz vorne weg - in heidnischen Schöpfungsmythen kommnt zuerst der Kosmos aus dem Nichts, dann irgendwann die Götter, die Götter sind also Teil des Kosmos und nicht dessen Schöpfer. Das ist kompatible zu den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Kosmogenese und im übrigen logisch und philosophisch einwandfrei, denn die Frage "Warum existiert etwas?" läßt sich nicht abschließend mit "weil es von etwas bereits Existerendem gemacht wurde" beantworten.


    Warum gerade unsere Götter? Dazu schrieb ich vor einiger Zeit mal woanders:


    10 Gründe, warum die germanischen Götter die besten sind:
    1. Sie sind sterblich und unterliegen dem Schicksal wie wir.
    2. Sie wollen keine demütigen, kriecherischen Duckmäuser sondern aufrechte Menschen.
    3. Sie wollen keine Unterwerfung sondern ein Miteinander mit den Menschen, z.B. im Kampf während Ragnarök.
    4. Sie wollen die Welt nicht zerstören sondern kämpfen um ihren Erhalt.
    5. Sie bejahen das Leben und die Freude daran ohne jede Sexualneurose.
    6. Sie bevorzugen keine Rasse, Volk oder Nation.
    7. Sie haben keine Hölle erschaffen.
    8. Sie sind bereit, echte Opfer für die Welt und die Menschen zu bringen.
    9. Der nordische Schöpfungsmythos ist (metaphorisch betrachtet) am nächsten an der Wirklichkeit.
    10. Das Ganze hat eine ansprechende Ästhetik.


    Punkt 7 wird Atheisten natürlich nicht beeindrucken und wird auch unter Asentreuen kontrovers diskutiert. Ich denke aber, wir sind uns einig, daß die Vorstellung einer jenseitigen Selektionsrampe, an der gefragt wird, ob man auch immer brav geglaubt hat, nicht dazu gehört.


    Hinzu kommt, im Laufe meines Lebens habe ich mir meine Ethik zurecht gelegt und irgendwann einmal festgestellt, daß die Ethik, die durch die Götter vorgelebt wird, mit meiner beinahe deckungsgleich ist. Das kannte ich bis dato von keiner Religion oder Weltanschauung.

  • Ohh, tut mir leid, ich wusste nicht das diese Frage schon öfters gestellt wurde.
    Dumm ist nur das diese Freundin Atheist ist, das heißt mit "Warum bist du Christ?" kann man leider nicht kontern. :ugly:


    Atheisten muß man erst mal klarmachen, daß eine heidnische Religion anders strukturiert ist als eine monotheistische. Die allermeisten Leute in Europa glauben, alle Religionen "wären irgendwie gleich" und wollten "irgendwie dasselbe". Das ist Schwachsinn. Schon der Begriff "Religion" wird (bzw. wurde, eutige Heiden verstehen das oft auch nicht) im Hiedentum anders gedeutet als im Monotheismus. Ein heidnischer Gott hat mit dem philosophisch-theologischen Konstrukt "Gott" wenig zu tun, ganz vorne weg - in heidnischen Schöpfungsmythen kommnt zuerst der Kosmos aus dem Nichts, dann irgendwann die Götter, die Götter sind also Teil des Kosmos und nicht dessen Schöpfer. Das ist kompatible zu den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Kosmogenese und im übrigen logisch und philosophisch einwandfrei, denn die Frage "Warum existiert etwas?" läßt sich nicht abschließend mit "weil es von etwas bereits Existerendem gemacht wurde" beantworten.


    Warum gerade unsere Götter? Dazu schrieb ich vor einiger Zeit mal woanders:


    10 Gründe, warum die germanischen Götter die besten sind:
    1. Sie sind sterblich und unterliegen dem Schicksal wie wir.
    2. Sie wollen keine demütigen, kriecherischen Duckmäuser sondern aufrechte Menschen.
    3. Sie wollen keine Unterwerfung sondern ein Miteinander mit den Menschen, z.B. im Kampf während Ragnarök.
    4. Sie wollen die Welt nicht zerstören sondern kämpfen um ihren Erhalt.
    5. Sie bejahen das Leben und die Freude daran ohne jede Sexualneurose.
    6. Sie bevorzugen keine Rasse, Volk oder Nation.
    7. Sie haben keine Hölle erschaffen.
    8. Sie sind bereit, echte Opfer für die Welt und die Menschen zu bringen.
    9. Der nordische Schöpfungsmythos ist (metaphorisch betrachtet) am nächsten an der Wirklichkeit.
    10. Das Ganze hat eine ansprechende Ästhetik.


    Punkt 7 wird Atheisten natürlich nicht beeindrucken und wird auch unter Asentreuen kontrovers diskutiert. Ich denke aber, wir sind uns einig, daß die Vorstellung einer jenseitigen Selektionsrampe, an der gefragt wird, ob man auch immer brav geglaubt hat, nicht dazu gehört.


    Hinzu kommt, im Laufe meines Lebens habe ich mir meine Ethik zurecht gelegt und irgendwann einmal festgestellt, daß die Ethik, die durch die Götter vorgelebt wird, mit meiner beinahe deckungsgleich ist. Das kannte ich bis dato von keiner Religion oder Weltanschauung.

  • Ich Glaube, weil....


    Ich mich mit ihnen sehr eng verbunden fühle...


    Ich mich mit ihnen einfach natürlich, sehr wohl fühle und kann einfach ich sein...


    Ich fand trost und Geborgenheitsgefühl, als Zwei meiner Drei Kinder starben...


    Ich fand Kraft und zuversicht, als mein jüngster Sohn auch im sterben lag und er die Kraft fand weiter zu Leben...


    Ich ohne Gegenleistung, einfach Dankbar sein kann...


    Ich nicht alleine bin...

  • Ich Glaube, weil....


    Ich mich mit ihnen sehr eng verbunden fühle...


    Ich mich mit ihnen einfach natürlich, sehr wohl fühle und kann einfach ich sein...


    Ich fand trost und Geborgenheitsgefühl, als Zwei meiner Drei Kinder starben...


    Ich fand Kraft und zuversicht, als mein jüngster Sohn auch im sterben lag und er die Kraft fand weiter zu Leben...


    Ich ohne Gegenleistung, einfach Dankbar sein kann...


    Ich nicht alleine bin...


  • könnte ich so unterschreiben. Bis auf, dass ich schonmal in einer Kirche war, in großen und kleinen und zur Taufe, zur Konfirmation und zu einem Trauerfall eines Freundes. Einige Kirchen sind wirklih schön und eine tolle Errungenschaft, nur doof, dass Lübeck auch im 2 WK komplett zerstört und tw auch geplündert wurde. Und, dass Kirchen auf heidnischen Stätten errichtet wurden und beim Bau etliche Menschen gestorben sind :wacko:
    und mit den Punkten stimme ich zu GermanHeretic zu. Ein christlicher/muslimischer/jüdischer Gott ist ganz anders als ein "Gott" von uns. Sie sind für mich viel erreichbarer und ebenbildlicher



    Aber ich fühle mich auch in der wenigsten Kirchen wohl und viele Priester/Pfarrer gucken mich schräg an. Obwohl sie so groß sind und im gothischen Stil sehr weiträumig und hoch und lichtfroh, bin ich trotzdem in einem festen Raum "eingeschlossen".
    Außerdem kann ich mich in meinem Glaube von schlechten Dingen aus der Vergangenheit und anderer Glauben lösen und in einem "neuen" Glauben dazulernen.
    Als Katholik wird man immer gefragt, was man von Kindervergewaltigungen halte und mein (evangelischer) Konfirmationspfarrar hat Chips statt Oblaten genommen wird Abendmahl :thumbsup:


    Kannst sie ja fragen warum sie Atheistin ist. Und lass dir nicht kommen mit Kreutzzüge und Vergewaltigungen und fundamentalistischen Massenmordanschlägen, damit haben wir auch nichts am Hut^^


  • könnte ich so unterschreiben. Bis auf, dass ich schonmal in einer Kirche war, in großen und kleinen und zur Taufe, zur Konfirmation und zu einem Trauerfall eines Freundes. Einige Kirchen sind wirklih schön und eine tolle Errungenschaft, nur doof, dass Lübeck auch im 2 WK komplett zerstört und tw auch geplündert wurde. Und, dass Kirchen auf heidnischen Stätten errichtet wurden und beim Bau etliche Menschen gestorben sind :wacko:
    und mit den Punkten stimme ich zu GermanHeretic zu. Ein christlicher/muslimischer/jüdischer Gott ist ganz anders als ein "Gott" von uns. Sie sind für mich viel erreichbarer und ebenbildlicher



    Aber ich fühle mich auch in der wenigsten Kirchen wohl und viele Priester/Pfarrer gucken mich schräg an. Obwohl sie so groß sind und im gothischen Stil sehr weiträumig und hoch und lichtfroh, bin ich trotzdem in einem festen Raum "eingeschlossen".
    Außerdem kann ich mich in meinem Glaube von schlechten Dingen aus der Vergangenheit und anderer Glauben lösen und in einem "neuen" Glauben dazulernen.
    Als Katholik wird man immer gefragt, was man von Kindervergewaltigungen halte und mein (evangelischer) Konfirmationspfarrar hat Chips statt Oblaten genommen wird Abendmahl :thumbsup:


    Kannst sie ja fragen warum sie Atheistin ist. Und lass dir nicht kommen mit Kreutzzüge und Vergewaltigungen und fundamentalistischen Massenmordanschlägen, damit haben wir auch nichts am Hut^^

  • Ich finde es grundsätzlich sehr schwierig darüber zu disskutieren an was man glaubt und an was nicht. Es ist grundsätzlich subjektiv und kann nicht logisch betrachtet werden. Es sind nun mal Gefühle und darüber kann man nicht disskutiern.


    Was schon eher geht ist die Frage : Wiso glaubt man überhaupt?


    Asenheil wenn deine Freundin Atheistin ist , dann ist sie Überzeugt,dass sie nur Dinge als wahr annerkennt, wenn sie entsprechende Beweise oder Argumente dafür gegeben sieht.
    In gewisserweise GLAUBT sie an die Logik.
    Aber : Frag sie doch mal welche Argumente und Beweise sie hatt, das die Logik oder logisches Denken zur Wahrheit führt.
    ES gibt KEINE. (Logik mit sich selbst begründen zählt nicht, dass währe wie "Ich glaube ,weil ich halt glaube" )


    Letztenendes ist sie darauf angewiesen zu GLAUBEN, dass die Logik zur Wahrheit führt! Damit seid wir beide wieder auf einer gleichen "Glaubensebene" und es geht wieder nur um Gefühle!
    Und über die lässt sich bekanntlich nicht streiten.


    Asen und Wanenheil


    Lyco

  • Ich finde es grundsätzlich sehr schwierig darüber zu disskutieren an was man glaubt und an was nicht. Es ist grundsätzlich subjektiv und kann nicht logisch betrachtet werden. Es sind nun mal Gefühle und darüber kann man nicht disskutiern.


    Was schon eher geht ist die Frage : Wiso glaubt man überhaupt?


    Asenheil wenn deine Freundin Atheistin ist , dann ist sie Überzeugt,dass sie nur Dinge als wahr annerkennt, wenn sie entsprechende Beweise oder Argumente dafür gegeben sieht.
    In gewisserweise GLAUBT sie an die Logik.
    Aber : Frag sie doch mal welche Argumente und Beweise sie hatt, das die Logik oder logisches Denken zur Wahrheit führt.
    ES gibt KEINE. (Logik mit sich selbst begründen zählt nicht, dass währe wie "Ich glaube ,weil ich halt glaube" )


    Letztenendes ist sie darauf angewiesen zu GLAUBEN, dass die Logik zur Wahrheit führt! Damit seid wir beide wieder auf einer gleichen "Glaubensebene" und es geht wieder nur um Gefühle!
    Und über die lässt sich bekanntlich nicht streiten.


    Asen und Wanenheil


    Lyco

  • Man redet zwar immer groß von Religionsfreiheit, aber eigentlich macht einem die menschliche Natur einen Strich durch die Rechnung. Glaube basiert auf einem Gefühl und unsere Gefühle können wir uns ebensowenig aussuchen, wie das was wir sehen, hören und riechen. Wir können uns nur begrenzt entscheiden wegzuschauen oder uns auf etwas bestimmtes zu konzentrieren, haben aber nie wirkliche Kontrolle über unsere Sinnesorgane. Sie geben uns weiter, was von außen kommt, das filtert unser Gehirn und versucht subjektive Logik darin zu erkennen.
    Wenn wir glauben, ist halt genau das passiert. Man kann es krampfhaft versuchen und doch scheitern und man kann probieren sich davon abzuwenden und etwas anderes zu betrachten, doch letztlich entscheiden wir nicht, was wir wahrnehmen.

  • Man redet zwar immer groß von Religionsfreiheit, aber eigentlich macht einem die menschliche Natur einen Strich durch die Rechnung. Glaube basiert auf einem Gefühl und unsere Gefühle können wir uns ebensowenig aussuchen, wie das was wir sehen, hören und riechen. Wir können uns nur begrenzt entscheiden wegzuschauen oder uns auf etwas bestimmtes zu konzentrieren, haben aber nie wirkliche Kontrolle über unsere Sinnesorgane. Sie geben uns weiter, was von außen kommt, das filtert unser Gehirn und versucht subjektive Logik darin zu erkennen.
    Wenn wir glauben, ist halt genau das passiert. Man kann es krampfhaft versuchen und doch scheitern und man kann probieren sich davon abzuwenden und etwas anderes zu betrachten, doch letztlich entscheiden wir nicht, was wir wahrnehmen.

  • Wenn dir die Antworten hier nicht reichen dann hast du nochmal 3 Seiten zum durchstöbern und zwar hier: Warum glaubt ihr an das, an was ihr glaubt? :prost:

  • Wenn dir die Antworten hier nicht reichen dann hast du nochmal 3 Seiten zum durchstöbern und zwar hier: Warum glaubt ihr an das, an was ihr glaubt? :prost: