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Schon gewusst…?

Mjölnir (isländisch; aus altnordisch Mjǫllnir, Bedeutung umstritten, womöglich „Malmer“, „Blitz“ oder „glänzende Blitzwaffe“) heißt in der germanischen Mythologie ein Kriegshammer, die magische Waffe des Gottes Thor, mit der dieser die Feinde der Götter, vor allem die Thursen (Riesen) und die Midgardschlange, bekämpfte.

  • Irgendwo kommt ja die deutsche Sprache her. Dass die sächsischen Eroberer und Siedler des heutigen Ostens der BRD immer eine Minderheit darstellten, wie die fränkischen Eroberer und Siedler des römischen Galliens, wird wohl dadurch wiederlegt, dass zunächst Niederdeutsch, später bzw. jetzt Hochdeutsch die am meisten verbreitete Sprache in dieser Region ist und die slawischen Sprachen nahezu verschwunden sind. Wäre die Mehrheit immer slawischsprachig geblieben, dann hätten Albrecht der Bär & Co die Sprache ihrer neuen Untertanen angenommen.


    Dasselbe gilt für die ehemals keltisch und später römisch besiedelten Gebiete des heutigen Deutschlands.

    Hui - hui - hui! - Feuerkreis - Feuerkreis! Dreh dich, Feuerkreis - lustig - lustig!

    E.T.A Hoffmann, Der Sandmann

  • Ja, deshalb weiß ich noch nicht, ob ich ihm antworte... man kann etliche Beispiele nennen: Magyaren, Rumänen, Angelsachsen vs. Normannen, Lateinische Römer vs. Griechischsprachiges Ostrom, Deutsche Ostsiedlung etc. Da kann man einen europäischen Sprachatlas zitieren. :ugly:


    Das ist einfach ein Problem unter Archäologen, die betrachten die Sachkultur, was aber der wandelbarste Aspekt einer Kultur ist. Wenn man wirklich tiefgehende und langfristige Veränderungen in der Bevölkerung angucken will, dann ist die Sprache dafür viel besser geeignet, weil man die nicht mal eben wie ein hübsches Trinkgefähß vertauschen und überall benutzen kann. ^^


    Hinzu kommt, dass unter Archäologen wohl besonders viele linke/woke Spinner unterwegs sind, wie mir eine Bekannte berichtete, die ihr Archäologie- Studium(Im Zweitfach) deshalb genervt abgebrochen hat, obwohl sie nicht mal politisch ist. :D


    Und bei Kaptorga hat man, wenn man drauf achtet, halt auch öfter mal solche "Red Flags" wie "Die Germanen waren sehr sehr bunt" und "Toxische Maskulinität" etc. :D

  • Das die Eroberer, die Sprache ihrer neuen Untertanen abgenommen hätten* sehe ich ein bisschen anders.

    Für Kaiser Karl z.B. war die Sprache des gemeinen Volkes (Theodisk genannt- wohl die Ursprungsform des Wortes Deutsch), nur eine grobe Bauernsprache, auf die er verächtlich hinabblickte; auch war die "germanische Küche", für ihn nur ekliger Arme- Leute- Frass (er selbst bevorzugte die mediterranen Speisen).

    Und die Normannen sprachen nach der Eroberung Englands, nicht nur weiterhin normannisches Französisch, sondern auch jeder andere, der

    "was auf sich hielt"!

    Auch die Angelsachsen, blieben ihrer Heimatsprache treu; nach heutiger Lehrmeinung, waren es sogar umgekehrt, die Kelten, die Sprache und Kultur, der angelsächsischen Eroberer annahmen.


    * Wenn ich das bei Heliodor richtig verstanden habe.

  • Hatten wir schonmal ^^




    Zunächst behält die kleine Erobererschicht vielleicht ihre Sprache bei, langfristig übernimmt sie aber die Sprache der Masse der Bevölkerung, da sehr viel praktikabler


    Einzige Ausnahme die mir gerade einfällt ist vielleicht stellenweise das Arabische, wobei sich das in Persien etc. auch nicht durchgesetzt hat.

  • Widulf


    Da muss ich mir dann tatsächlich falsch ausgedrückt haben.


    Mein Standpunkt war NICHT, dass Erober/Herrscher generell die Sprache des eroberten/beherrschten Volkes übernehmen. Dass Sprache sich hervorragend zu Distinktionszwecken eignet, sieht man ja noch heute und dazu bedarf es auch nicht unbedingt einer völlig anderen Sprache. Hochdeutsch allein hat verschiedene Register von vulgär und vertraulich bis förmlich und gekünstelt.


    Mein Punkt war, dass wir heute überall Deutsch sprechen, weil am Ende die Gemeinschaft der deutschen/germanischen Muttersprachler die dominantere war. In Frankreich ist Französisch die dominierende Sprache, weil die germansichen Franken gegenüber den Gallo-Römern einfach immer in der Minderheit geblieben sind und deren Sprache übernommen haben. Im Osten des heutigen Deutschlands war das wohl anders: im Verlauf der Ostsiedlung muss sich die Zahl der deutschen Muttersprachler der Zahl der wendischen Muttersprachler mindestens angeglichen haben, damit es dazu kommen konnte, dass sämtliche wendische Sprachen und Mundarten bis auf wenige Ausnahmen verlorengingen.


    Die Römer, haben sich in ihren fremdländischen Provinzen, ja auch kaum bemüht, die Sprachen der besiegten Völker zu lernen.

    Oder welcher Anglo- oder Afro- Amerikaner, spricht schon indianisch?

    Das mag ja stimmen, aber die fränkischen Eroberer haben trotzdem das Vulgärlatein ihrer gallorömichen Untertanen übernommen.


    Mal so, Mal so, ist auch keine Mathematik, sondern eine Frage des Praktikabelen.

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  • Der Gallische Krieg hat die keltische Bevölkerung massiv reduziert, Schätzungen sind da immer spekulativ, aber die Verluste sollen immens gewesen sein. Und bei der Kolonialisierung Amerikas sind 90% der Indianer ausgestorben....


    Hatten wir auch schon. ^^


    Die eingeschleppten Krankheiten haben die indigene Bevölkerung um 90% reduziert, außerdem hat man schwarze Sklaven importiert und die weißen Siedler stammten genauso wie im Norden aus etlichen Ländern Europas (Die spanische Krone kontrollierte z.B. auch Italien und die Niederlande.)

    Durch Epidemien und Einwanderung glichen sich die Bevölkerungsanteile von Indigenen, Schwarzen und Europäern recht schnell zu ungefähr je einem Drittel an.

    In diesem Viel-Völkergemisch Etablierte sich Spanisch als Verkehrssprache.


    Gilt für Nordamerika erst recht, da sehr viel dünner besiedelt.



    Griechisch blieb in Ostrom erhalten, weil die Östliche Mittelmeerwelt viel dichter besiedelt war als die Westliche und man bei der Kriegsführung auch nicht so einen desaströsen Guerillakrieg führen musste wie bei den "Barbaren" in Europa.

    Die Byzantinischen Kaiser haben Griechisch gesprochen, obwohl sie sich völlig selbstverständlich noch als Römisches Reich gesehen haben.