Heirat ?!?!

Schon gewusst…?

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  • Habe mal eine Frage bin gerade frisch verliebt und das sogar basierend auf Gegenseitigkeit.
    Freya ist gerade für uns sehr gut drauf ^^ ...


    Jetzt mal eine Frage, auch wenn´s doch etwas früh ist, aber halt irgendwie alles unglaublich und na ja frisch verliebt...


    Wie würde eigentlich genau eine heidnische Hochzeit aussehen und wer würde sowas machen ?

  • Na ja ... "heidnisch" ist ein weites Begriffsfeld ...


    Sagen wir mal so: Generell braucht man niemanden "der das macht". Ein Ehegelöbnis ist etwas, das die Gatten einander geben. Also streng genommen braucht es eigentlich nur ein Versprechen der Partner aneinander wie sie miteinander leben wollen. Das kann man selbst schreiben.


    Sinnvoll ist natürlich es vor Zeugen abzulegen. Also vor Familie, Freunden oder Gleichgesinnten - und vor den Göttern und Mächten denen man sich verbunden fühlt.


    Schön ist es, Traditionen, Gesten und Handlungen einzubauen, die zeichenhaft das symbolisieren, was man einander verspricht. Einfach weil Gesten, Symbole, Bilder und Taten besser im Gedächtnis bleiben als Gelöbnisworte....



    Wie könnte sowas aussehen? Ich denke das Paar sollte sich Gedanken machen, welche Götter ihnen beiden wichtig sind und welche Götter vielleicht einer von beiden unbedingt einbezogen wissen will. Bei gemischtgläubigen Heiden können es auch unterschiedliche Mächte, Elemente, Götter oder Wesenheiten sein. Das Paar muss sich klar werden, was für eine Form von Beziehung es eingehen und bekunden will.


    Schreibt die Werte auf nach denen ihr Eure Ehe ausrichten wollt. Überlegt ob sie erstmal "auf Jahr und Tag" gelten soll oder ob ihr euch lebenslang oder "bis einer dem anderen den Stuhl vor die Tür stellt" binden wollt.


    Das ist der Kern.


    Nun müsst ihr überlegen wen ihr dabei haben wollt.


    Schön ist es einander das Versprechen allein an einem bedeutsamen Ort zu geben.
    Aber auch ein Ritualleiter, Priester oder Gode kann hilfreich sein.
    Vielleicht wollt ihr das Ritual aber in Eigenregie aber dennoch mit Trauzeugen durchführen?


    Alles ist möglich. Das Wesentliche ist, dass IHR einander das Versprechen gebt. Die Götter werden euch segnen, wenn ihr darum bittet - dafür braucht ihr keinen Ritualleiter.


    ABER andererseits kann man sich besser auf das eigene Erleben konzentrieren, wenn ein anderer durch das Ritual leitet. Das kann jemand sein, der sowas professionell macht (freie RitualleiterInnen) oder jemand aus der Szene, der das ehrenamtlich macht. Vielleicht auch ein Freund mit dem ihr sonst eure Blots feiert und der die Rolle der Ritualleitung für diesen Anlass übernimmt?


    Ein professioneller Ritualleiter nimmt euch die Arbeit ab, ein Ritual von Anfang bis Ende stimmig zu konzipieren und zu gestalten. Mit dem führt ihr ein Gespräch wer ihr seid, was ihr wollt und er versucht zu erspüren wie man das was ihr rituell bekunden und besiegeln wollt am besten umsetzt, so dass es eine prägende und bleibende Erinerung wird, die euch trägt, wenns mal schwer wird.


    Und: Er führt euch durch das Ritual. Das ist wirklich nicht zu unterschätzen, denn wenn man selbst auch Beteiligter ist, dann ist es schwer sich auch darauf zu konzentrieren den Ablauf im Blick zu behlaten und nichts zu vergessen, was einem eigentlich wichtig war.


    Wenn ihr selbst gestaltet könnt ihr überlegen wie es wohl damals gewesen sein mag. Es gibt Überlieferungen, dass der Mann der Frau den Throshammer als Zeichen der Fruchtbarkeit in den Schoß gelegt haben soll.


    Man kann aber auch eigene Ideen entwickeln. Z.B. können beide Holz oder Äste aus ihren eigenen Elternhäusern mitbringen und im Ritual ein gemeinsames Herdfeuer entzünden - als Zeichen, dass sie beide eine Geschichte mitbringen und nun gemeinsam aus ihrer jeweiligen Herkunft ein eigenes Herdfeuer gründen wollen. Das wäre z.B. etwas für ein Paar, das sich der Frigg verbunden fühlt.


    Es könnten auch beide aus unterschiedlichen Richtungen in den Kreis treten, sich dort treffen und einen Bund schließen die Reise des Lebens gemeinsam begehen zu wollen. Beide könnten von einem Ritualleiter einen Wanderstab bekommen und den Ritualkreis dann gemeinsam in eine Richtung gehend verlassen. Das wäre ein Ritual, dass ich für Leute entwerfen würde, die sich Odin und dem Prinzip des Wanderns in der Welt verbunden fühlen.


    Man kann die Idee das Handfastings übernehmen und in diesem Ritual die Hände verbinden. Oder die Bindung mit Blut besiegeln. Man kann eine gemeinsame Familien-Binde-Runde erschaffen. Oder Steine von den Orten die einem Heimat waren zusammentragen und zu einem gemeinsamen "Familienaltar" oder "Herdstein" vermauern.


    Ach ... mir würde so viel einfallen ... Es kommt halt immer auf das Paar an, welche Zeichenhandlung einem was sagt. Soll es möglichst "authentisch" und "historisch" sein? Soll es das Versprechen besonders anschaulich verdeutlichen? Davon hängt viel ab.


    Wichtig sind meiner Erfahrung nach:


    1) Das richtige Anliegen (Wissen was genau man rituell bekunden, besiegeln oder beeiden will)
    2) Eine Zeichenhandlung, die beiden etwas sagt
    3) Ein Gelöbnis, das wirklich das ausdrückt, was dem Paar wichtig ist
    4) Ein guter (heiliger oder geheiligter) Ort
    5) Ein Ablauf, der einen guten Anfang, einen bedeutsamen Mittelteil und einen zusammenfassenden Schlußteil hat und der es schafft die spirituelle Dimension heraufzubeschwören um das Anliegen des Paares mit ritueller Kraft in die alltägliche Welt zu übertragen. Ein guter Ablauf sorgt dafür, dass die Wünsche des Paares vor den Göttern formuliert und bekräftigt werden und so WIRK-MACHT für den Alltag erhalten.
    6) Ggf. einen kompetenten Ritualleiter oder wohlwollende Zeugen des Rituals


    Tja ... das waren meine 2 Pence für die Nacht. Gerne morgen mehr, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe oder noch Fragen sind. Und bei Bedarf gern auch per PN.


    Ich wünsch Euch alles Gute und viel Freude bei der Planung - wann immer es damit konkret werden sollte ;-)

  • Die Frage bei solche Sachen ist, wie möchtest, wünschst Du es Dir? Da kannst Du Dir auch selbst etwas mit Deiner Partnerin überlegen und ein Gerüst aufstellen.


    Aber ehrlich gesagt, rate ich Dir von solchen Gedanken einfach ab. Das ist ganz freundschaftlich aufrichtig gemeint. Genieß Dein Verliebtsein, verwechsele es aber nicht mit Liebe. Lieben kannst Du einen Menschen nur, wenn Du ihn wirklich kennst. Und die Erkenntnis kann manchmal sehr erschütternd sein, wenn es dann nicht das ist, was man sich vorstellte, oder der andere vorgab, etwas gewesen zu sein, was er nicht ist. Lass es langsam angehen, aber nimm vom Gedanken eines festen Bündnisses erstmal ganz viel Abstand.

  • Also erstmahl Herzlichen Glückwunsch das du jemanden gefunden hast. Wahrscheinlich kommt das dem meisten jetzt so vor : oh nein der will so früh heiraten bla bla. Aber ich bin sicher du willst es einfach mal wissen wie man das anstellt und nicht gleich Heiraten.
    Also so weit ich weiß wahr früher auch bei den Germanen die Ehe nicht nur aus Liebe da sondern auch um 2 Sippen Miteinander zu verbinden um so zb zwiste und streitigkeiten zu beenden oder auch wegen dem Reichtum der anderen Sippe, aber der heufigste grund wahr der den fortbestand der Sippe zu sichern.
    wie man das heute genau anstellt bei Ásatrú weiß ich nicht so ganz aber du bittest damit die Götter um eine lange zufriedene ehe und natürlich auch um ihren Segen. :prost:

  • Soll es möglichst "authentisch" und "historisch" sein?

    Das hätte ich auch gerade gefragt. :prost:


    Ich befürchte, eine historisch authentische Hochzeit würde vielen zu rustikal wirken... wie es bei vielen Sachen im Heidentum so ist.

    • End ek swerio in allum fernan Landsidun,
      in Woden ende Thunaer ende Saxnot
      ende allum them Holdum, the hira Genotas sint...
  • Eine Hochzeit hat ja auch einen nebeneffekt: Vorteile im Staatssysthem (Steuern etc.)


    - darauf gehe ich aber nicht weiter ein, weil ich mich dazu nicht genug auskenne.
    Ich will das auch nur andeuten :P



    Also erstmahl Herzlichen Glückwunsch das du jemanden gefunden hast.

    :prost: herzlichen glückwunsch! Möge es lange halten!


    wie möchtest, wünschst Du es Dir? Da kannst Du Dir auch selbst etwas mit Deiner Partnerin überlegen

    Jo anscheinend kann man heutzutage wirklich ALLES machen (zumindest theoretisch).


    Eine Hochzeit unter Wasser, bei einem Fallschirmsprung, auf einer Burg...
    Wenn es rechtlich sein soll, muss zumindest Standesamtlich geheiratet werden!


    danach kann jede Zeremonie die man will vollzogen werden.
    Und Symbolisch kann es dann auch jeder ausführen den ihr dann dafür wollt.


    (Ich denke dabei immer an die Szene in Fluch der Karibik wo die 2 sich mitten im Kampfgetümmel auf dem Schiff von Kapitän Barbossa trauen lassen.)
    Auf dem Meer, auf einem Schiff von einem Kapitän ist eine schöne vorstellung! :D


    Übrigens auf RTL hab ich letztens etwas gesehen kann sich ja jeder der will auch mal angucken :D


    http://www.rtl2.de/000017_1015.html


    Naja, ist ein schönes und Interessantes Thema!
    Gut das du es gestartet hast :prost:



    Asenheil.
    Broki.

    Die Natur gab uns eine Zunge,
    aber zwei Ohren, so dass wir
    doppelt so viel hören können als wir sprechen.
    :wwiggle:

  • Erstmal ein Danke für eure Antworten und die guten Wünsche !


    Bin jetzt erst mal etwas hibbelig weil fahre heute dann zum ersten Mal zu IHR hin, denke wird nicht das Problem sein mit ihr weil jetzt regelmässig telefoniert (bis zu 8 Stunden am Tag). Sondern ihre Tochter ist 15 und somit kommt ja einer der irgendwie vielleicht ihre Mutter wegnehmen will, obwohl da kann ich nicht zwischen und will es auch nicht !
    Denke mal auf den Weg im Zug brauche ich doch einen Jägermeister... :prost:


    Wie dem auch sei: Irgendwie war die Frage auch verfrüht, nur irgendwie ist es jetzt so gleiche Träume (nicht nur von mir alleine).
    Was wirklich draus wird weiss ich ja nicht, aber sieht doch alles vielversprechend aus (wenn ich das jetzt mal so technisch-platt ausdrücken darf), wenn ich dann so ja auch bedenke das ich mit fast 39b mich fühle wie ein verliebter Teenager.


    Zurück zum Thema:
    Ich bin ja auch noch in der ev.luth. Kirche (schrieb ich ja schon an anderer Stelle) und sie auch noch.
    Aber denke ist kein Problem, weil christl. Kirchlich muss nicht sein (obwohl sie im weissen Brautkleid...).
    Auf jeden hält Petra auch nichts mehr vom Christentum, glaubt aber an höhere Wesen.
    Was Alvara schrieb: Ja natürlich sollte es dann wenn es so kommt (wobei sind aus einem Spass heraus gemeint nur noch 1 1/2 Monate) erstmal so sein das wir uns versprechen !
    Weil bin ja so gesehen "gebranntes Kind" die letzten 3 Beziehungen für die Tonne...


    @ Ravena
    Keine Sorge bin wie o.a. gebranntes kind - eine gewisse Vorsicht ist da und vielleicht wäre das hinderlich, weil vielleicht sich dann irgendwie Schalter in meinem Kopf umlegen und die wären dann tätsächlich blöd, aber da habe ich mit meinem Frauchen auch schon drüber gesprochen.
    Im Moment sieht es so aus als würde ich für diese Gefühle dann mal in Walhalla so manche runde schmeissen müssen.
    Aber danke für ehrliche Worte ! Sind deine Gedanken nur bei mir ist gerade anders.
    Aber mal sehen was jetzt dem WE ist.
    :prost: ^^

  • Guten Morgen,


    also ich habe auch einen älteren Jungen mit in der Beziehung gebracht : Solange du nicht die Vaterrolle übernimmst, wird das Kennenlernen mit ihrem Kind bestimmt nicht so schlimm.


    Ich nehme daraus an, das deine Freundin schon mal verheiratet gewesen ist: Warte am besten noch, bevor du sie damit " überfällst ". Ich glaube, ich wäre erstmal auf Abstand gegangen.


    Yngvar und ich heiraten im Herbst auch standesamtlich, danach ist auch eine heidnische Hochzeit geplant.


    Alles Gute

  • Meine Hochzeit war ein traditionelles Handfasting. Es fand statt in der Nacht zum 1. Mai auf einer mittelalterlichen Burg, die wir estra für den Zweck gemietet hatten. Nach 17 Uhr waren die Touristen weg und wir konnten uns auf dem Gelände einschließen und ungestört feiern. In einem Gewölbekeller hatten wir alles, was Leib und Seele brauch eingerichtet und das komplette Gelände hatten wir mit Kerzen und Fackeln beleuchtet.
    Im Fackelzug wurden wir von einem Priester und Helferinnen zum höchsten Punkt der Burg geführt. Dort war ein großes Pentagram aus Bändern auf den Boden gelegt. Wir wurden in die Mitte geführt und alle Freunde standen mit den Fackeln im Kreis darum. Im inneren Kreis die engsten Freunde und Familie, im äußeren Kreis alle Freunde und Nichtheiden. Die Elemente und die Götter wurden angerufen und unter freiem Himmel wurde die Zeremonie vollzogen. Im Anschluß kam der Sprung über den Besen ins gemeinsame Leben.
    Danach gab es ein Festmahl und am Beltaneritual beteiligten sich alle Gäste. Die Feier ging über die ganze Nacht, während mein Mann und ich um zurückzogen und erst im Morgengrauen zurückkamen, feierten viele durch oder suchten sich einen Schlafplatz auf oder in der Burg. Nach einem zünftigen Frühstück war dann die Hochzeit vorbei.


    Die standesamtliche Trauung fand bereits einen Tag vorher in Zivil statt. Später bekamen wir mit, dass der Standesbeamte sogar auf die Burg gekommen wäre. Das wussten wir leider nicht, sonst hätten wir das so gemacht.

  • Och süß, na da ist aber jemand verliebt :) *neidisch ist*


    Sehr interessantes Thema von dem ich auch noch keine Ahnung habe. Ich hatte nur mal ne Reportage gesehen wo auch Heiden geheiratet hatten. Ich würde mit einer heidnischen Hochzeit auf jeden Fall Natur verbinden, nicht viel Protz und vielleicht paar Rituale. Unter freien Himmel ist die Hochzeit nicht rechtskräftig, es muss irgendwie ein Dach drüber sein, typisch Deutschland ^^

  • Was meinst du mit "traditionell"


    Muss ich das im ernst erklären? Am besten informiere Dich doch mal im Netzt, muss leider weg und habe keine Zeit jetzt drauf einzugehen. Ansonsten folgt morgen eine genaue Erklärung. OK?

  • Muss ich das im ernst erklären? Am besten informiere Dich doch mal im Netzt, muss leider weg und habe keine Zeit jetzt drauf einzugehen. Ansonsten folgt morgen eine genaue Erklärung. OK?

    Ja, ist OK :)


    Und ja, musst du erklären :P


    Ich selbst wurde des neulichst von einem Kumpel gebeten, ihn und seine Freundin in ein paar Monaten per traditionellem Handfasting zu verheiraten. Nun suche ich schon seit Längerem danach, wie denn eigentliche in Handfasting damals ablief...


    Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass in die meisten heutigen Handfastings weniger Tradition drinne ist, sondern mehr eigene Wünsche und Vorstellungen oder New-Age-Esoterik. Gerade wo du geschrieben hast; dass ihr das ganze in einem Pentagramm abgehalten habt und dass ihr die Elemente angerufen habt, ward ich hellhörig, ob es nicht vielleicht doch ein modernes und kein traditionelles Handfasting war... :)

    • End ek swerio in allum fernan Landsidun,
      in Woden ende Thunaer ende Saxnot
      ende allum them Holdum, the hira Genotas sint...
  • Guten Morgen Hedewit,
    jetzt möchte ich zuerst mal auf Deine Frage zum Handfasting zurückkommen. Gestern reichte meine Zeit nicht mehr aus, da ich noch etwas vor hatte und hier ausschalten musste.


    Um gleich vorweg klarzustellen, auch wenn das ein oder andere Symbol auch in der Esotherik benutzt wird, gehöre ich in keinster Weise zu den Esotherikern und möchte mich davon auch distanzieren.


    Nun zum traditionellen Handfasting.


    Als erstes müssen zwei Menschen gewillt sein das Leben miteinander zu beschreiten. Das kann man für eine gewissen Zeit tun bis hin bis zur in alle Ewigkeit. (Randbemerkung: wir wollten bis in alle Eweigkeit Liebende bleiben, was leider nicht funktiniert hat, aus vollkommen weltlichen Gründen, aber das nur am Rande). Unser Handfasting war nicht nur für uns ein wunderschönes Erlebnis, sondern auch für unsere z.T. auch nichtheidnischen Gäste.


    Der Termin muss ausgewählt werden, der irgendwann zwischen Beltane und Samhain sein sollte, am besten an einem Feiertag.
    Wir wählten die Beltanenacht, weil sie auch für die Vermählung zwischen Gott und Göttin steht.
    Die Feier musste für uns in Gewandung stattfinden, was auch für die Gäste zählte und der Ort war eine mittelalterliche Burg (Burg Manderscheid in der Eifel).
    Das waren schonmal die Eckpfeiler fürs Handfasting (wann, wie und wo).


    Jetzt kommt ein Fünkchen Esotherik hinzu, was aber der Feier keinen Abbruch tat. Wir brauchten ja einen "Priester". Im Freundeskreis bot sich jemand an, der dem gewachsen war. Er ist Reiki-Lehrer, Hohepriester und nennt sich Schamane. Ihm übertrugen wir die Aufgabe und mit "Helferin" vollzog er die Feierlichkeit die folgendermaßen aussah:


    Er bereitete mit der Helferin den Kreis und kennzeichnete ihn mit einem großen Pentagramm aus Bändern. Segnete den Platz (eine ganz auf der Burg oben liegendes Palais unter freiem Himmel.
    Wir wurden an der Hand genommen und dort hinauf geführt gefolgt von unseren Gästen, die mit Fackeln uns den Weg erhellten. Die Götter wurden in allen vier Himmelsrichtungen angerufen ebenso wie die Elemente. Zu unserer großen Überraschung kam direkt nach der Anrufung ein Wind auf und das Rauschen im Wand ringsum wurde richtig laut. Wolken zogen sehr schnell und ein paar Spritzer Regen fielen sogar, die sich aber nach der Zeremonie direkt wieder verzogen.
    Das Pentagram trage ich sehr gerne und habe es seit dem auch auf dem Oberarm tattowiert als Zeichen der 4 Himmelsrichtungen, der 4 Elemente und der Göttlichkeit.


    Unsere Kinder, engen Freunde und Glaubenbrüder bildeten einen inneren Kreis um uns und die anderen Gästen bildeten den äußeren Kreis.
    Der Priester stellte uns die übliche Frage, die man an der Hochzeit mir "Ja" beantwortete und band unsere Hände mit einem roten Band zusammen. So aneinandergebunden sprangen wir dann gemeinsam über einen Besen mit dem wir dann bekanntlich vor der eigenen Tür kehren soll, in unser gemeinsames Leben. Der Besen ist vielleicht nicht traditionell, hat aber für mich als Hagazussa eine symbolische Bedeutung.


    Nach der Eheschließung, Dank und Verabschiedung der Elemente und der Götter ging es mit viel Musik, Feuer und viel gutem Essen in die Beltanenacht und es wurde gefeiert, was das Zeug hält.
    Braut und Bräutigam zogen sich irgendwann in das vorbereitete "Schlafgemach" zurück um die Vereinigung zu vollziehen (wir zogen es vor nicht ins bereitete Schlafgemach der Burg zu gehen, sondern uns daheim in unserem Bett auszuschlafen. Wohlgemerkt auszuschlafen :D . (Hätten wir es wohl besser mal gemacht wie geplant, würde die Ehe vielleicht noch bestehen, wer weiß)


    Gegen Morgen sind wir wider auf der Burg erschienen und haben dort für ein stärkendes Frühstück gesorgt und es folgte eine kleine Nachfeier.


    Es war für alle ein Erlebnis!
    Was ist nun Traditionell? Der Ort, das Datum, das wie und das warum würde ich mal behaupten.


    Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, schließlich ist es schon mehr als 10 Jahre her.

  • @Eira: Danke für deinen bewegenden Bericht.


    @Hedewit: Häng dich doch nicht so sehr an einem Begriff auf! Sie hat nicht "traditionelles germanisches Handfasting" gesagt, sondern eben einfach "traditionell". Und ich schätze sie meint damit einfach, dass die Bestandteile ihres Rituals eben nicht unmittelbar ausgedacht sind, sondern dass die Elemente eben traditionell überliefert sind - wenn sie sich vielleicht auch aus unterschiedlichen Traditionen speisen mögen...


    Mir ist es wichtig, dass persönliche Berichte über tiefe Erfahrungen wertgeschätzt werden. Eira hat sicherlich nicht beabsichtigt auf irgendeine unehrenhafte Art ihr eigenes Ritual als historisch verbürgt darzustellen. Daher fände ich es unangemessen jetzt zu unterstellen, sie habe historische Genauigkeit postuliert und sie dafür anzugehen.

  • @Hedewit: Häng dich doch nicht so sehr an einem Begriff auf! Sie hat nicht "traditionelles germanisches Handfasting" gesagt, sondern eben einfach "traditionell".



    Danke Alvara. Nicht alle Traditionen sind germanisch.

  • Mal ein kleiner Lagebericht nach meinem Besuch:


    Alles in bester Ordnung, ihr Töchterchen akzeptiert mich, auch wenn sie mich wohl für etwas durchgeknallt hält !!!
    Und was UNS angeht - als wären wir füreinander geschaffen worden :love:


    Bin dann von ihr aus weiter zu meiner Mutter gefahren, weil wenn ich schon mal in der Nähe war (von DEL bis WTM ist es ja nicht weit) und sie bsuchte mich dann letzten Sonntag hier.


    Wollte eigentlich schon wieder in Kiel sein, aber Hotel Mama ist ja auch nicht verkehrt... :D


  • Sagen wir mal so: Generell braucht man niemanden "der das macht". Ein Ehegelöbnis ist etwas, das die Gatten einander geben. Also streng genommen braucht es eigentlich nur ein Versprechen der Partner aneinander wie sie miteinander leben wollen. Das kann man selbst schreiben.


    DANKE für diesen Denkanstoß, Alvara! *mit der Hand vor die Stirn hau* Dass ich darauf nicht eher gekommen bin! Vor kurzem hab ich mich noch mit einer Freundin drüber unterhalten, wie wir uns jeweils unsere Hochzeit vorstellen könnten. Und scheiterten nicht zum ersten Mal an der Frage: Wer soll die Zeremonie leiten? "Uns verheiraten"?


    So ein Quatsch!


    Wir sind freie Menschen, die sich aus freien Stücken aneinander binden. Wir brauchen niemanden, der das für uns macht oder uns anleitet!


    Kein Priester! Kein Gode, kein Ritualleiter oder was auch immer! Wenn ich einem Partner einst das Eheversprechen gebe, dann geben wir uns das einander, selbstständig als erwachsene Menschen.


    Das gefällt mir richtig gut! :eek:


    Zitat

    Sinnvoll ist natürlich es vor Zeugen abzulegen. Also vor Familie, Freunden oder Gleichgesinnten - und vor den Göttern und Mächten denen man sich verbunden fühlt.


    Genau so möchte ich das dann auch machen. :)


    Und jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht meine ganze schon komplett durchgeplante Hochzeit ausplaudere. :P

  • @ Wyzo, schön, dass Du wieder zurück bist. Ich muss sagen, das hört sich alles richtig gut an und was nie zu unterschätzen ist, ist das Bauchgefühl. Wie es aussieht, seit Ihr Euch schon einig :topanim:


    Es ist total wichtig, dass Du mit der Tochter Deiner Herzdame gut auskommst. Da liegt der Schlüssel zum Glück. Ich weiß wovon ich rede, habe nämlich selbst als Alleinerziehende gelebt. Ich habe sofort eine Beziehung beendet, hat es zwischen einem Mann und meinen Söhnen nicht funktioniert. Die Kinder stehen immer an erster Stelle und daran wird sich nie was ändern.
    Allen Anschein nach, ging ja diese Runde an Dich bzw. zu Gunsten Eurer Beziehung aus :freu:


    Kinder oder Lebenspartner von Eltern können sich gar nichts wegnehmen, weil sie ganz unterschiedliche Rollen spielen. Du willst Deine Freundin nicht zur Mutter und sie sieht kein Kind sondern einen Mann in Dir. Die Tochter kann auch nur profitieren wenn Ihr eine faire Beziehung aufbaut.


    Viel Glück wünsche ich Euch, geht es behutsam an.

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