Beiträge von Unwodir

Schon gewusst…?

Fro Ing/Frey (an. Freyr)


Der germanische Fruchtbarkeitsgotte. Er gehört ursprünglich zu den Wanen.

    Mich würde in diesem Zusammenhang mal was anderes interessieren.

    Gibt es eigentlich Belege dafür dass Loki jemals geopfert wurde? Mir sind keine bekannt.


    Ansonsten sollten wir nicht vergessen dass die Menschen der damaligen Zeit schlicht und einfach "anders drauf" waren, eine andere Ethik hatten als wir heutzutage, was sich natürlich auch in ihren Vorstellungen von den Göttern wiederspiegelt.

    Also meiner Meinung nach ist ein gefällter Baum Tot. Mausetot! Allerspätestens dann, wenn das Holz ausgetrocknet ist!

    Was geschieht denn beim Fällen eines Baumes? Die Verbindung zur Erde ist unterbrochen.

    Ein noch stehender Baum ist meines Erachtens beseelt, ein toter nichtmehr.

    Genauso wie ein lebender Mensch beseelt ist, ein Leichnam dagegen nicht.


    Man müsste hier aber den schwammigen Begriff "beseelt" genau definieren. Darüber gibt es scheinbar unterschiedliche Auffassungen.

    Ein Wikinger geht zum Zauberer weil er der Meinung ist er hätte einen zu kleinen .....

    Der finstere Magier sagt: "das lässt sich machen, aber überlege dir gut, was du dir wünscht"

    Darauf der Wikinger leichtfertig: "wenn schon denn schon, ich will so ein großes Ding wie das braune Pferd das vor deinem Haus steht".

    Der Zauberer verfällt in Trance, rezitiert in einer Art Sprechgesang uralte Zaubersprüche und weist den Wikinger an, diese Nacht auf seinem Schiff zu schlafen, am nächsten Morgen ginge sein Wunsch in Erfüllung.

    Der Wikinger ist aufgeregt, findet kaum Ruhe schläft aber schließlich doch ein.

    Als er am nächsten Morgen erwacht, lugt er vorsichtig unter die Decke.

    Ein lauter Aufschrei des Entsetzens lässt die Planken seines Schiffes erzittern.

    Wutentbrannt greift er sein Schwert, macht sich auf zum Zauberer um diesen in Stücke zu hauen.

    Der Magier erwartet den zornig fluchenden Wikinger bereits, bannt ihn durch seinen magischen Blick und sagt dann ganz ruhig:

    "Ich habe dich gewarnt dir gut zu überlegen was du dir wünscht. Das braune Pferd vor meinem Haus ist eine Stute!"

    Nun ja, das Wafthrudnismal und das Grimnismal beispielsweise geben Hinweise auf äußerst komplexe mythisch-kosmologische Vorstellungen. Von den Runen einmal ganz zu schweigen. Ferner gibt es ja auch einige interessante Zahlenmysterien die uns immer wieder begegnen (besonders 8 und 9 ! ).

    Und ja, wir wissen nicht wirklich was an alldem"Original" ist, und was dichterischer Freiheit Snorris, oder christlichem Einfluss entspringt. Und natürlich kann man einiges hineininterpretieren.

    Doch finden sich ähnlich komplexe Vorstellungen auch bei anderen antiken Kulturen.

    Sollten die Germanen keine gehabt haben, nur weil sie keine monumentalen steinernen Tempelanlagen bauten?

    Es ist in der Tat schwer zu sagen was an diesen Vorstellungen tatsächlich urheidnisch ist, und was aus dem Christentum übernommen wurde. Das, was wir in unserer wichtigsten Quelle, der Edda vorfinden ist eine Mischung von beidem.


    Ich glaube schon (kann es aber nicht beweisen) dass die Germanen und die mittelalterlichen Skandinavier ein recht komplexes mythologisches System hatten, strukturiert und kompliziert genug um sich mit der Kabba zu messen.

    Allerdinge kennen wir davon nur einen winzigen Bruchteil wegen der Spärlichkeit der Quellen.

    Außerdem denke ich dass man hier - wie bei jeder Religion - unterscheiden muss zwischen dem Glauben des einfachen Volkes, und dem für die Massen meist unverständlichen Wissen der Mystiker.
    Aus der Liederedda kennen wir Gedichte im "Frage und Antwort Stil" die Hinweise darauf geben.



    Zum Thema "Gimle" weiß die Völospa folgendes zu berichten:


    "Einen Saal seh ich

    sonnenglänzend,

    mit Gold gedeckt,

    zu Gimle stehen:

    wohnen werden

    dort wackre Scharen,

    der Freuden walten,

    in fernste Zeit".

    (Übersetzung Genzmer)

    Zum Thema "Überhimmel" habe ich in dem Buch "Germanische Götterlehre nach den Quellen der Lieder- und der Prosaedda" - Diedrichs-

    im Glossar unter "Himmel" folgendes gefunden:


    ....."Der Götterwohnsitz Asgard liegt im Himmel, er besteht aus einer Vielzahl von Residenzen.......Der Snorra Edda zufolge gibt es oberhalb dieses noch einen zweiten Himmel (Andlang) und darüber einen dritten (Widblain) in dem sich der unzerstörbare Saal Gimle befindet".....


    Simek schreibt zu dem selben Thema im "Lexikon der germanischen Mythologie" :

    ......"Die Vorstellung von drei (oder mehr) Himmeln ist ganz christlich. Sowohl die Bezeichnung Andlang als auch den Rest der Stelle dürfte Snorri aus dem mittelalterl. Lehrgespräch Elucidarius bezogen haben".......

    Das Thema Fimbultyr als "Urgott" berührt die Frage nach dem Ginnungagap.

    Meines Wissens ist nicht genau geklärt ob Niflheim und Muspelheim schon immer existierten oder ob sie aus dem Ginnungagap hervorgingen, aus diesem entstanden sind.

    Wenn man Ginnungagap nämlich nicht auschließlich als leeren Raum, als Vakuum auffasst, könnte hier der Gedanke an

    eine Ur-Gottheit (in einem sehr weit gefassten Sinn) durchaus berechtigt sein.


    Simek schreibt dazu in seinem Lexikon der germanischen Mythologie:

    ......"Etymologisch ist Ginnungagap schwer zu deuten; de Vries hat in einer ausführlichen Untersuchung gezeigt, dass Ginnungagap wohl eher "der mit magischen (und schöpferischen) Kräften erfüllte Urraum" bedeutet, als "die gähnende Kluft". .......


    Da könnte durchaus was dran sein!

    Zum Thema Überhimmel mal meinen spekulativen Senf:

    die Mehrzahl der mir bekannten Darstellungen der Verteilung der 9 Welten (Heime) auf Yggdrasil sind meiner Ansicht nach falsch und lediglich eine Nachäffung des jüdischen kabbalistischen Lebensbaumes.

    Weil meines Wissens nichts davon überliefert ist dass auch nur eine einzige dieser 9 Welten (Heime) in der Krone des Weltenbaumes läge. Auch Asgard nicht! Sie liegen sämtlich unter dessen Wurzeln!!!!!

    Aber was liegt dann über Yggdrasils Krone? Ein Überhimmel???


    Aber wie gesagt purer unwodirscher Spekulatius.

    Was hat sich für mich seitdem verändert?

    Nun ja, auf jeden Fall - wie Hangatyr schon schrieb - das Gefühl angekommen zu sein, sozusagen meine "spirituelle Heimat" , den für mich persönlich richtigen Weg gefunden zu haben, den Platz an den ich hingehöre.

    Ganz konkret auf materieller Ebene haben sich seitdem einige Dinge geklärt, einige Probleme gelöst mit denen ich bis dahin zu kämpfen hatte. Auf Details will ich hier nicht eingehen, weil das allzu persönlich ist.

    Subjektiv habe ich das Gefühl dass vieles seitdem leichter von der Hand geht.

    Natürlich bedeutete es keine 180 Grad Wende, es geschahen keine Wunder, keine Sensationen in meinem Leben.

    Und Ja, ich schließe nicht aus dass manche Änderung ganz einfach zufällig zeitlich damit zusammengefallen sein kann.

    Und es ist auch keineswegs so dass jetzt alles "Friede Freude Eierkuchen" wäre.

    Was mir aber auch sehr viel geholfen hat ist die Tatsache dass der heidnische Glaube nicht auf dem Prinzip von Lohn und Strafe (Sünde, Schuld, Vergebung, Höllenqual) aufgebaut ist. Seitdem gehe ich mit einer größeren inneren Gelassenheit durch die Welt.

    Ja, das Letztere würde passen.

    Es könnte sich um das Blut handeln das aus dem abgeschlagenen Kopf Mimirs tropfte.

    Wenn man ganz wild spekuliert könnte man das Blut Mimirs (des Inbegriffs der Weisheit) mit Odrörir vergleichen.

    Hallo in die Runde,


    mal wieder so eine typische "Unwodir-Frage".


    In der Lieder-Edda gibt es die berühmte Passage bezüglich der Runen:


    "Sie schuf er,

    sie schnitt er,

    sie ersann Siegvater,

    durch den Trank,

    der getropft war

    aus Heiddraupnirs Haupt

    und aus Hoddrofnirs Horn".

    (Übersetzung Genzmer)


    Ich frage mich schon lange wer nun Heiddraupnir und Hoddrofnir sein sollen.

    Mir fallen als Kandidaten nur Mimir und evtl Kwasir ein.


    Wie seht Ihr das?

    Zwei Männer stehen vor den Toren von Walhall.

    "Woran bist du denn gestorben"?

    "Ich bin erfroren, und du"?

    "Ich hab mich zutode gefreut"

    "he, was, zutode gefreut, wie gibts denn das"?

    "Nun ja, als ich nach Hause kam lag meine Freundin nackt im Bett. Ich vermutete natürlich einen anderen Kerl und schaute überall nach,

    im Schrank, unter dem Bett, in der Küche, auf dem Balkon, doch nichts! Nirgends fand ich einen anderen Kerl.

    Und da hab ich mich so drüber gefreut dass ich vor Freude gestorben bin".

    "Oh Mann, hättest Du auch in der Kühltruhe nachgesehen dann wären wir beide noch am Leben"!

    Ich lese gerade:

    -Maria Szepes-

    "Der rote Löwe"


    Geschichte über den Werdegang eines Alchimisten aus dem 16. Jahrhundert.


    (Ein dicker Wälzer, 571 Seiten, teilweise recht langatmig aber gut geschrieben)

    Mit der Abstammung der Rinder von Audhumbla habe ich ein Problem.

    1). Welcher Stier soll denn Audhumbla gedeckt haben, oder wie soll das sonst zugegangen sein? Zellteilung? so wie bei Ymir?

    2). Wenn der Riese Ymir sich von ihrer Milch ernährt hat, dann muss auch die Kuh unermesslich groß gewesen sein!

    3). Die Entstehung der Tiere allgemein ist meines Wissens nicht überliefert. (Die Pflanzen entstanden aus Ymirs Körperbehaarung, die

    Zwerge aus den Maden in seinem Fleisch, die Menschen wurden aus zwei Baumstämmen geschnitzt, aber die Tiere......?)

    Mir ist gerade noch was ein gefallen, was mit Audhumbla gewesen sein könnte:

    nachdem sie bei der Suche nach saftigem Gras die neun Welten durchstreifte wurde sie von irgendeinem Wesen

    (Zwerg, Elb, Jöte, Troll, Wane usw.) eingefangen und im Stall versteckt. :)

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Ich habe mir natürlich auch ein paar Gedanken dazu gemacht, komme aber zu keinem eindeutigen Schluss.


    o Sie ist in Ymirs Blut ertrunken.

    o Sie ist schlicht und einfach irgendwann verendet.

    o Sie lebt immer noch in Asgard und spendet den Göttern weiterhin Milch.

    o Die Götter haben sie geschlachtet und verspeist, weil sie inzwischen zu alt geworden ist um noch Milch zu geben.

    (Auch die Götter wussten ein saftiges Steak zu schätzen:))

    o Die Götter haben sie in eine Ziege verwandelt (Heidrun!) die auf Walhalls Dach steht und den Einheerjern jetzt Met spendet.

    (Eine Kuh wäre dafür zu schwer gewesen)

    o Sie ist einfach davongelaufen und irrt irgendwo im Universum herum.

    o Lange bevor die Götter Ymir töteten, haben bereits die Hrimthursen, also Ymirs unmittelbare Nachkommen die Kuh geschlachtet.

    (So könnte der erste Rinderbraten in die Welt gekommen sein:)).

    Hallo allerseits,


    mich beschäftigt zur Zeit folgende Frage:

    wie wir alle wissen/glauben (oder zu wissen glauben:)) entstand aus Feuer und Eis der Urriese Ymir und mit ihm zusammen die Kuh Audhumbla, von deren Milch sich Ymir ernährte. Danach töteten die Götter den Riesen Ymir.

    Soweit so gut, aber was geschah mit der Kuh? Darüber ist meines Wissens nichts überliefert. Oder doch?

    Weiß jemand von Euch mehr darüber?

    Nach den mir vorliegenden Forschungsergebnissen stammen die Steine eindeutig aus dem bayerischen Alpenraum und wurden unter unsäglichem Aufwand dort hingebracht.

    Auf welche Weise das geschah ist weiterhin ein Rätsel.

    Auf jedenfall ist es eine logistische Meisterleistung der damaligen Menschen!

    Welchem Zweck der Steinkreis einstmals diente ist immer noch ungeklärt.