Beiträge von Unwodir

Schon gewusst…?

Die Wikinger hatten ihr eigenes Alphabet, das auf der germanischen Runenschrift, bekannt als "futhark", basierte. Die Wikinger haben historische Ereignisse mit Runen in Steine eingeritzt, bekannt als Runensteine. Typischerweise haben die Runensteine die heroischen Taten eines bestimmten Anführers und seiner Männer oder erfolgreiche Kampagnen im Ausland beschrieben. Vieles von dem, was heute über die Wikinger bekannt ist, stammt von den Runeninschriften von Steinen aus ganz Skandinavien, den britischen Inseln und so weit entfernten Orten wie dem Schwarzen Meer.

    Nun ja, mir ist der Göttervater nach all den Jahren leider noch nicht erschienen, ich schließe aber nicht aus dass das bei anderen der Fall sein könnte. Wäre durchaus möglich dass er es war.

    Meiner Meinung nach ist jedoch viel wichtiger was dieses Bild, dieser Eindruck des bergsteigenden alten Mannes mit den Krähen für Dich persönlich bedeutet.

    Wodan als Helfer und Ratgeber auf einem schwierigen und steilen Weg?

    Runen wirken meiner Meinung nach objektiv!

    Aber

    Eben nicht "einfach so". Man muss diese Wirkung erst in Gang setzen.

    Ob es gelingt objektive, nachprüfbare Wirkungen zu erzielen hängt stark von der Fähigkeit des Benutzers ab damit umzugehen.


    Das gilt für alle Arten von magischen Symbolen

    Ich habs von einem Freund (kein Heide!) geschenkt bekommen, kannte es vorher noch nicht.

    Den vorangegangenen positiven Bewertungen kann ich mich nur anschließen.

    Hab schon lange kein so gutes Buch mehr gelesen.


    P.S. Teile des Buches wurden auch in einem bekannten älteren Wikingerfilm verarbeitet. Mir fällt nur gerade der genaue Titel nicht ein.

    Das soll Baldr sein? Nein also wirklich nicht.

    Als Loki oder Tyr könnte ich den noch durchgehen lassen, aber Baldr so darzustellen geht für mich garnicht.


    Was würden die Christen sagen wenn man ihren Jesus so darstellen würde?


    Aber vielleicht nehme ich das alles auch viel zu ernst??????

    Computerspiele sind nicht mein Ding und ich halte generell nicht allzuviel davon! Das erstmal vorweg.

    Aber wers mag.... bitte, warum nicht.

    Die Thor Darstellung finde ich irgendwie niedlich. Erinnert mich fast ein bisschen an Gimli im Herrn der Ringe.


    Den dicken Bauch finde ich eigentlich nicht störend, denn gilt nicht Thor als gewaltiger Esser und Trinker?

    Irgendwo in der Edda steht (bin jetzt zu faul das rauszusuchen) dass Thor alleine einen ganzen Ochsen gegessen haben soll und zum Nachtisch 8 Lachse, dazu trank er 4 Fässer Met. (oder so ähnlich).


    Wenn ich mir die Discoqueen von Angrboda (Angstbotin) so anschaue bekomme ich eher einen Lachanfall als Angst.

    Dass eine Gestalt der nordischen Mythologie als Farbige dargestellt wird ist allerdings einfach nur geschmacklos.

    Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, denn das ist mir zu stark politisch besetzt.


    Ansonsten kann man es ja von der heiteren Seite her sehen, und vielleicht kann ja so ein Computerspiel den einen oder anderen dazu bringen sich mehr mit den nordischen Göttern zu beschäftigen. Möglich wärs.

    Grundsätzlich finde ich die Sache sehr gut.

    Aber ähnlich wie Hangatyr finde auch ich den Entwurf "zu modern".

    Für mich hat das eine gewisse Ähnlichkeit mit den absolut unerträglich kotzhässlichen neumodernen Kirchen.

    Die alten Kirchen waren wenigstens optisch, bzw. architektonisch beeindruckend. (Wofür sie stehen ist eine andere Geschichte).


    Aber immerhin wird überhaupt ein Tempel gebaut. Das ist schon mal was!

    Mir ist bisher bei meinen Blots, meiner Arbeit mit den Göttern in dieser Hinsicht noch nichts aufgefallen.

    Ich behaupte aber nicht dass es das nicht gäbe, sondern lediglich dass ich bisher noch keine derartige Erfahrung gemacht habe.

    Kann ja vielleicht noch kommen.

    Meiner Meinung nach ist alles im Wandel, auch die Götter.

    Yggdrasil, den Weltenbaum betrachte ich als ein Symbol dafür dass alles im Wachstum begriffen ist, sich weiterentwickelt.

    Auch die Götter haben sich meines Erachtens weiterentwickelt, sind nicht mehr die, die sie früher einmal waren.

    Wenn auch sozusagen ihr Wesen, ihr grundlegendes Naturell, ihre Grundbedeutung gleich geblieben ist.

    Leben bedeutet Veränderung, Stagnation bedeutet Tod!

    Die Menschen der Frühzeit lebten größtenteils in bäuerlich geprägten Gesellschaften, und Tiere waren nun einmal für sie ein wertvoller Besitz. Ausgrabungen zeigen dass jedoch auch Waffen geopfert wurden. Man opferte schlicht und einfach das was man als wertvoll erachtete.


    Ich glaube nicht dass die Götter strenge Vorgaben machen was wir Menschen zu tun und zu lassen haben, oder wie wir es ausführen müssen, sondern "der Ton macht die Musik".

    Und schließlich haben die Menschen aller Kulturen schon immer ihre allzumenschlichen Vorstellungen von richtig und falsch auf höhere Mächte projiziert.

    Vielen Dank für Eure Antworten; sind viele interessante Hinweise dabei.


    Was mich nicht loslässt ist der Aspekt des "Weckens". Der Hahnenschrei weckt die Krieger bei Odin, und zumindest in früheren Zeiten

    war ja auch in der diesseitigen Welt der Menschen der Hahnenschrei die Zeit um aufzustehen.


    Ich habe mir gedacht dass die drei unterschiedlichen Hähne Symbole dafür sein könnten dass in den jeweiligen Daseinsebenen

    (bei den Riesen, den Göttern und bei Hel) der Zeitbegriff ein jeweils anderer ist.

    Hallo zusammen,

    Ihr kennt sicher folgende Passage aus der Völospa:


    "Dort saß auf dem Hügel

    und schlug die Harfe

    der Riesin Hüter,

    der heitre Eggdir;

    es krähte bei ihm

    im Kiefernbusch

    der feuerrote Hahn,

    der Fjalar heißt.


    Doch Güldenkamm

    bei den Göttern kräht:

    er weckt die Helden

    bei Heervater;

    unter der Erde

    ein anderer kräht,

    in Hels Halle

    ein braunroter Hahn"


    (Übersetzung Genzmer)


    Was hat es mit diesen drei Hähnen auf sich? Sind sie lediglich dichterische Ausschmückung, oder steckt mehr dahinter?

    Ich glaube schon, sonst würden sie nicht ausdrücklich und sogar namentlich erwähnt.



    Was meint Ihr?

    Ich benutze ausschließlich das ältere Futhark.

    So recht begründen kann ich es eigentlich nicht.

    Irgendwie hat mich das jüngere nie wirklich gereizt, und ich habe mich kaum damit beschäftigt.

    Daher weiß ich auch zuwenig darüber.


    Meinen Einstieg in die Runen fand ich - damals noch ahnungsloser, leicht beeindruckbarer Frischling - über das Armanen-Futhark. (peinlich peinlich:(:()

    Vielen Dank für Eure Antworten, Hangatyr und Grimmwulf,


    Hier zunächst einmal der Kontext der oben erwähnten Kenningar:


    Der Zaubergesang der Groa - Grogaldr

    "Das sing ich dir zum zweiten,

    wenn du ziehen musst

    willenlos den Weg:

    auf allen Seiten

    schirmen dich Urds Riegel

    wenn dich Drangsal drückt."


    Könnte möglicherweise eine Kenning für gutes Schicksal, oder Schutz sein??? Die Norne Urd schiebt dem Üblen den Riegel vor. ???


    Das Wafthrudnismal:

    ........"wer lebt von den Menschen,

    wenn der mächtige Winter

    auf Erden enden wird"?


    "Lif und Lifthrasir,

    ihr Leben bergen sie

    im Holze Hoddmimirs;

    Morgentau wird ihr Mahl dort sein.,

    sie pflanzen die Völker fort."


    Könnte - wie Hangatyr schon geschrieben hat, einen Wald bezeichnen, oder dessen Besitzer. Mir ist aber auch schon die Interpretation untergekommen dass es sich dabei um einen hohlen Baum handeln könnte. Yggdrasil ??????


    Das altisländische Runengedicht:

    "Hagel ist ein kaltes Korn

    und ein Graupelschauer

    und die Krankheit von Schlangen".


    Hier ist nicht klar ob es sich um eine Krankheit handelt die durch Schlangen "verursacht" wird wie Grimmwulf schrieb, oder ob

    es eine Krankheit sein soll unter der die Schlangen leiden???????


    Wie immer in solchen Fällen müsste man wohl den Originaltext lesen können (was ich nicht kann) um der Sache näher zu kommen.

    Nachdem wir nun dank Hangatyr eine Vielzahl interessanter Kenningar und deren Bedeutung/Auflösung kennengelernt haben,

    möchte ich ein paar Kenningar anführen deren Bedeutung (mir jedenfalls) nicht so ganz klar ist.


    Die Riegel der Urd ?

    Das Holz Hoddmimirs ?

    Die Krankheit von Schlangen ?

    Das Herz das Loki gegessen hat soll doch vom Holz der Linde geröstet worden sein.

    Dass das ausgerechnet die Linde ist (nicht Esche oder Birke oder sonstwas) kann purer Zufall sein, oder auch mit dem Reim zusammenhängen.

    Es könnte aber auch eine verborgene Symbolik dahinterstecken. Lindenblätter sind nämlich mehr oder weniger herzförmig


    Nur so ein Gedanke.

    Hallo zusammen,


    ich hätte da mal wieder eine Frage in die Runde:


    In der Völospa gibt es folgende Strophe:


    Yggdrasils Stamm

    steht erzitternd,

    es rauscht der Baumgreis;

    der Riese kommt los.

    Alles erbebt

    in der Unterwelt,

    bis der Bruder Surts

    den Baum verschlingt.

    (Übersetzung Genzmer)


    Daraus ergibt sich für mich die Frage wer Surts Bruder sein soll? Mir ist nicht bekannt dass er einen Bruder hat, oder hab ich da was verpasst?

    Genzmer meint dazu in der Fußnote dass das entweder auf den Fenriswolf oder auf Loki bezogen werden könne. Doch diese Antwort befriedigt mich nicht wirklich.

    Surt lebte meines Wissens schon immer in Muspelheim und mir ist nicht bekannt dass Fenrir sein Bruder wäre. Außerdem ist nirgends erwähnt dass Loki den Weltenbaum "auffrisst". Oder darf der Begriff "Bruder" hier nicht wörtlich genommen werden.

    Meiner Meinung nach handelt es sich beim "Bruder Surts" um eine Kenning für Feuer.


    Was meint Ihr dazu?


    Freue mich auf zahlreiche Antworten