Beiträge von Unwodir

Schon gewusst…?

Es sind derzeit leider keine Texte verfügbar.

    Ist meines Wissens wichtiger Bestandteil sogenannter "Hexensalben" die Visionen hervorrufen sollen.

    Was da wirklich dran ist weiß ich nicht.

    Ich habe bisher (mittlerweile über 50) noch nichts "anderes" außer Alk probiert und hab es auch künftig nicht vor!


    Wenn ich die Edda mit ordentlich Met intus lese, fühlt sich das natürlich anders an als ohne.

    Das wirkt alles intensiver und ich hab schon mal vor Ergriffenheit geweint. Die Psyche ist offen und der Geist rast von Assoziation zu Assoziation. Nicht umsonst heißt Odrörir (laut Simek) "Erreger der Extase".


    Mein subjektiver Eindruck ist dass ein Metrausch irgendwie anders ist als von Wein oder Bier.

    Der Kater hinterher ist allerdings derselbe!


    Das sollte aber niemanden zu Alkoholkonsum verleiten. Seid vorsichtig mit sowas!

    Gerade weil Alkohol legal und leicht verfügbar ist ist er gefährlich.

    Und im Übermaß ist alles schädlich!


    Damit kein falscher Eindruck entsteht: ich bin kein Trinker! Aber ich hebe ganz gerne mal einen zuviel.

    :prost:

    Also ich habe da eigentlich keine wirklich klare Vorstellung.

    Dass man tatsächlich zu einer bestimmten Gottheit kommt glaube ich allerdings auch nicht.

    Eine Vorstellung mit der ich mich noch am ehesten anfreunden kann sieht folgendermaßen aus:

    Das was uns im Diesseits, also zu Lebzeiten stark emotional berührte, (auch im negativen Sinn), womit wir uns identifizieren konnten, oder was wir abgrundtief hassten, das begegnet uns in der "Astralwelt" in Form von Bildern wieder.

    Wir nehmen es quasi dorthin mit. Es sind sozusagen unsere geistig-seelischen "Grabbeigaben".

    Mit anderen Worten: es gibt meiner Meinung nach nur ein "Jenseits" in das wir alle (unabhängig von unserem Glauben) nach dem Tod kommen. Aber was wir dort vorzufinden meinen hängt von den mitgebrachten Glaubensinhalten ab. ist also auch nicht objektiv wahr.

    Wir begegnen dort lediglich unserer eigenen "Seelenwelt".

    Auf den heidnisch germanischen Glauben bezogen würde das bedeuten dass Walhall, Bilskirnir, Sessrymnir oder Hel, oder eben das christliche "Himmelreich" keine unterschiedlichen Welten sind, sondern lediglich Befindlichkeiten.


    Zugegeben alles ziemlich lückenhaft und vage, aber ich sagte ja dass ich keine wirklich klare Vorstellung davon habe.

    Für mich sind die Götter real existierende Wesen anderer Dimensionen. Sie leben nicht an materiellen Orten wie z.B. bestimmten Gegenden oder so, sondern in einer Art Parallelwelt. Der Begriff "Anderswelt" oder "Jenseits" geht in diese Richtung.


    Sie sind nach meiner Auffassung weder allmächtig noch unsterblich, sondern ihre Macht beschränkt sich auf bestimmte Gebiete, und beim Ragnarökk können sie getötet werden also sind sie grundsätzlich sterblich.

    Ein stark vereinfachtes Beispiel: Man kann zu Odin in Liebesangelegenheiten beten oder ihm opfern bis man schwarz wird, in diesen Angelegenehiten ist er so gut wie machtlos, der falsche Ansprechpartner. Dafür sind Freya oder Freyr (und einige andere Göttinnen) zuständig, die ihrerseits andere Aufgaben nicht erfüllen können, weil sie sozusagen "nicht in ihr Ressort fallen".

    Anders gesagt, jede Gottheit hat sozusagen ihren speziellen Wirkungsbereich, den sie nur schwer überschreiten kann.


    Was in den Mythen und Sagen überliefert ist sind Metaphern! Sinnbilder! Sie können dabei helfen sich etwas normalerweise nicht Sichtbares und Unfassbares vorzustellen. Sie sind der Versuch das Wesen der Götter zu beschreiben.

    Alle Religionen bedienen sich der Metapher um Inhalte zu vermitteln die mit Worten alleine nicht erklärbar sind.

    Es sind wohl kaum Tatsachenberichte! Nimmt man sie wörtlich kann man genausogut ein Märchenbuch lesen. Aber das gilt gleichermaßen für die religiösen Schriften aller Kulturen.


    Das was uns als Überlieferung vorliegt ist ohnehin spärlich. Als die Edda geschrieben wurde war Island längst christianisiert!

    Alleine schon aus diesem Grund darf man hier nichts "reines", unverfälschtes erwarten.

    Ah doch, da fällt mir noch was ein!


    Ich war damals noch ein Kind. Meine Eltern und ich saßen im Wohnzimmer und unsere Katze schlief friedlich auf dem Sofa.

    Plötzlich, ohne erkennbaren Grund zuckte das Tier zusammen, riss den Kopf hoch und schaute mit großen Augen völlig verängstigt drein.

    Noch ehe wir "Miez, was ist denn los" aussprechen konnten. war sie mit einem Satz unter das Sofa verschwunden und ließ sich nichtmehr dazu bewegen wieder hervorzukommen.

    Wir rätselten was das sein könnte und vermuteten zunächst dass auch Tiere schlimme Alpträume haben könnten oder sowas.

    Dann bemerkten wir dass sich die Wohnzimmerlampe bewegte.


    Am nächsten Tag war in der Zeitung zu lesen dass in der Stadt ein leichtes Erdbeben spürbar war!


    Tiere wären ein sehr gutes Frühwarnsystem wenn man besser mit ihnen kommunizieren könnte.

    Leider weiß man meist nicht wovor sie einen warnen wollen.

    Da ich meine Gebete und Blots größtenteils zuhause in meiner Wohnung verrichte, fehlt mir hier die praktische Erfahrung.


    Ich glaube aber dass einige Götter überregional sind (z.B. Wodan, Donar, Frigg, Loki) andere eher ortsgebunden bzw. vorherrschend zu bestimmten Gegenden gehören (z.B. Njörd, Skadi, Widar).

    Ist aber wie schon gesagt reine Theorie, keine praktische Erfahrung!

    Ich will das jetzt nicht ethisch bewerten.

    Doch wie ich schon erwähnte kann ich mir nur schwer vorstellen dass das wirklich irgendjemanden interessiert.

    Macht man sowas, dann in letzter Konsequenz für sich selbst, um sich kreativ zu betätigen. Oder um sich einen Ve, einen heiligen Ort herzurichten.

    Das ist auch in Ordnung, dagegen habe ich nichts einzuwenden.


    Der Punkt ist doch der: da hinterlässt irgend ein Mensch den letztlich niemand kennt irgendwo Relikte seiner subjektiven Weltsicht und erhebt den Anspruch dass es jemanden interessieren soll woran er glaubt oder nicht glaubt.


    Das ist für mich in etwa das selbe wie wenn jemand das Autofenster herunterkurbelt und das Radio besonders laut stellt, damit jeder mitbekommt was für tolle Musik er hört.


    Wie gesagt, Schnitzereien in totes Holz zum Zweck des eigenen kreativen Ausdrucks ja gerne, habe ich kein Problem damit.

    Mir ist lediglich der dahinterstehende Anspruch zu hoch.

    Nue hat ja geschrieben: "in tote wie umgestürzte Bäume".

    Das Problem bei der Sache liegt meines Erachtens darin, dass die allermeisten Leute die vorbeikommen werden weder mit Runen noch mit sonstigen esoterischen Symbolen etwas anfangen können.

    Und diejenigen die dafür aufgeschlossen sind, sind es auch so, brauchen keine derartigen Ritzungen.

    Also ich habe das so verstanden, dass er meint wie man sie z.B. anruft, ihr Wohlwollen erlangt. Etwa im Sinn eines Blot.

    Bei relativ unbekannten urgermanischen Göttern wird das in der praktischen Umsetzung allerdings schwierig, da man über sie ja kaum etwas weiß.


    Ist natürlich nur meine Interpretation, kann falsch sein.

    Auch von mir ein gutes neues Jahr.


    Ich hab den Jahreswechsel ziemlich unspektakulär verbracht, war zu Hause, hab gegessen und getrunken, aus dem Fenster das Feuerwerk angeschaut und um 00h30 ab in die Falle. Genügt mir völlig.


    Am schönsten ist für mich immer der obligatorische Neujahrsspaziergang!

    Am frühen Morgen, wenn all die Partylöwen noch in den Federn liegen durch die fast menschenleere Stadt zu gehen hat was.


    Wenn ich dann mit einem gewissen Lächeln die Überbleibsel des Feuerwerks betrachte muss ich an meine Kindheit zurückdenken.

    Als kleiner Bub hab ich immer die Stäbchen von den Silvesterraketen gesammelt um mir Pfeile daraus zu basteln.

    Wie die Zeit vergeht!


    Euch allen ein frohes, erfolgreiches und gesundes 2020.

    Mögen die Götter mit Euch sein.

    :prost:

    Auch ich gehe mit meinem Glauben nicht hausieren.

    Meistens merke ich mit wem ich darüber sprechen kann und bei wem ich besser die Klappe halte.

    Aber wie Du schon geschrieben hast, manchmal ergibt es sich eben.


    Meine diesbezüglichen Erfahrungen sind hier sehr sehr (sehr) unterschiedlich.

    Mir kommt es aber so vor als ob es einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau der Mitmenschen denen ich mich oute und deren Akzeptanz gibt. Vielleicht täusche ich mich da aber auch.


    In vielen Fällen die ich erlebt habe wird das als eine Art Marotte, als Falbe, als Tick, als seltsame Eigenart angesehen, etwa so wie wenn jemand etwas ausgefallenes sammelt, oder ein außergewöhnliches Hobby hat.

    Den Heidnischen Glauben als solchen wirklich ernst zu nehmen scheint den allermeisten aber schwer zu fallen.

    "Das Volk" konnte bei Weltkriegen noch nie seinen Unwillen freilassen!

    Es versuchte in den Luftschutzkellern zu überleben, war auf der Flucht, musste in Ruinen hausen, oder wurde als Kanonenfutter verheizt.


    Wer seinem Unwillen freien Lauf lassen konnte waren Extremisten, die Schergen der jeweiligen Regime und größenwahnsinnige Politiker. Aber ganz sicher nicht das Volk!:(

    Für mich stellt sich die Frage nach Alternativen zu Met weniger aus gesundheitlichen Gründen, sondern hauptsächlich deshalb, weil ich nicht immer Met im Haus habe wenn ich ihn bräuchte. Natürlich kann man ein Blot vorausplanen, aber ich halte sowas eher spontan ab, wenn mir danach ist.

    In einem solchen Fall benutze ich dann Wein oder Bier als Trankopfer. (Getränkemarkt zu Fuß erreichbar, hat aber keinen Met).

    Für Leute die keinen Alkohol vertragen spricht meiner Meinung nach nichts dagegen alkoholfreien Wein oder alkoholfreies Bier zu verwenden.

    Und mal so nebenbei: wissen wir wirklich ob die Germanen nicht auch (erbeuteten) römischen Wein geopfert haben?