Beiträge von Suchende

Schon gewusst…?

Die Dächer ihrer Häuser deckten die Wikinger für eine effektive Wärmedämmung mit Grassoden.
Im Inneren des Hauses brannte immer ein offenes Feuer. Rundherum bauten die Wikinger Bänke, die Schlaf- und Sitzplätze für die gesamte Familie boten.

    "Wer gerne lebt, muss seinen Ahnen für seine Existenz dankbar sein.
    Was nicht ausschließt, einzelnen Gliedern seiner Kette zürnen zu können (bzw. dürfen, evtl. sogar sollen)
    oder ihnen böse Taten vorzuhalten."


    Ja ich finde auch - das eine muss das andere nicht ausschließen, würde meiner Meinung nach auch der Realität widersprechen.
    Wenn du das als "Verehrung" ansiehst, nun, das finde ich auch in Ordnung so.

    "Wer gerne lebt, muss seinen Ahnen für seine Existenz dankbar sein.
    Was nicht ausschließt, einzelnen Gliedern seiner Kette zürnen zu können (bzw. dürfen, evtl. sogar sollen)
    oder ihnen böse Taten vorzuhalten."


    Ja ich finde auch - das eine muss das andere nicht ausschließen, würde meiner Meinung nach auch der Realität widersprechen.
    Wenn du das als "Verehrung" ansiehst, nun, das finde ich auch in Ordnung so.

    Zitat von »Suchende«




    Verlangen die Götter ausdrücklich, dass man die Ahnen NUR ehrt?


    Die Götter verlangen gar nichts. Und ausdrücklich erst recht nicht.
    Wenn Du versucht, Dein Leben einem göttlichen Ideal anzunähern, dann lebst Du (mehr oder wneiger automatisch) in Übereinstimmung mit dem "göttlichen Willen". Der Ahnen zu gedenken, und dem Ehren zukommen zu lassen, der sie verdient hat, gehört dazu, wenn man den Asen treu sein will.


    Danke dir für deine Antwort.
    Ja, ich GEDENKE meiner Ahnen, sie sind in mir...das ist nicht gleichzusetzen mit Verehrung. Meine Verehrung kriegt in der Tat derjenige, der sie verdient. Also kann ich das schonmal unterschreiben :)
    Zweite Frage: Was ist für dich ein göttliches Ideal?

    Zitat von »Suchende«




    Verlangen die Götter ausdrücklich, dass man die Ahnen NUR ehrt?


    Die Götter verlangen gar nichts. Und ausdrücklich erst recht nicht.
    Wenn Du versucht, Dein Leben einem göttlichen Ideal anzunähern, dann lebst Du (mehr oder wneiger automatisch) in Übereinstimmung mit dem "göttlichen Willen". Der Ahnen zu gedenken, und dem Ehren zukommen zu lassen, der sie verdient hat, gehört dazu, wenn man den Asen treu sein will.


    Danke dir für deine Antwort.
    Ja, ich GEDENKE meiner Ahnen, sie sind in mir...das ist nicht gleichzusetzen mit Verehrung. Meine Verehrung kriegt in der Tat derjenige, der sie verdient. Also kann ich das schonmal unterschreiben :)
    Zweite Frage: Was ist für dich ein göttliches Ideal?

    Wie der AB schon ausgeführt hat, hat ein jeder von uns bestimmt Ahnen, die keinerlei Verehrung verdient haben. Aber eines verdanken wir ihnen unabhängig davon - nämlich unsere Existenz. Wenn schon für nichts anderes aber dafür können und müssen wir ihnen dankbar sein. Ohne sie wären wir nicht.
    Und wenn in der Kette einige dabei sind, die Ehren und Verehrung verdient haben (und auch das trifft bestimmt für den einen oder anderen Ahn eines jeden zu, auch wenn wir den jeweiligen Ahn vielleicht nicht kennen mögen und nie von ihm gehört haben) - umso besser.


    Ja, es stimmt, ich verdanke ihnen meine Existenz. Aber bei einigen ist das auch schon alles. Übrigens, hätte ich wirklich Grund dazu, einige Ahnen zu hassen, wäre das für mich noch nicht einmal ein Argument...
    Ja, andererseits sind sicher auch gute Ahnen darunter, das habe ich auch nie bestritten. Es ist schade, dass ich auch meine heidnischen Ahnen nicht kenne, das ist über 1000 Jahre her...Wäre zumindest sehr spannend :thumbsup:

    Wie der AB schon ausgeführt hat, hat ein jeder von uns bestimmt Ahnen, die keinerlei Verehrung verdient haben. Aber eines verdanken wir ihnen unabhängig davon - nämlich unsere Existenz. Wenn schon für nichts anderes aber dafür können und müssen wir ihnen dankbar sein. Ohne sie wären wir nicht.
    Und wenn in der Kette einige dabei sind, die Ehren und Verehrung verdient haben (und auch das trifft bestimmt für den einen oder anderen Ahn eines jeden zu, auch wenn wir den jeweiligen Ahn vielleicht nicht kennen mögen und nie von ihm gehört haben) - umso besser.


    Ja, es stimmt, ich verdanke ihnen meine Existenz. Aber bei einigen ist das auch schon alles. Übrigens, hätte ich wirklich Grund dazu, einige Ahnen zu hassen, wäre das für mich noch nicht einmal ein Argument...
    Ja, andererseits sind sicher auch gute Ahnen darunter, das habe ich auch nie bestritten. Es ist schade, dass ich auch meine heidnischen Ahnen nicht kenne, das ist über 1000 Jahre her...Wäre zumindest sehr spannend :thumbsup:

    "...deine Frage ist in der Tat eine berechtigte, stellt aber, wie du ja bereits festgestellt hast,
    ein äußerst zweischneidiges Schwert dar."


    Das macht nichts - auch unangenehme Fragen müssen gestellt werden, finde ich. Danke dir für deine Antwort!
    Also:


    Ich meine NICHT, dass man mit der gesamten Ahnenkette bricht, nein, auf keinen Fall, aber eben mit einigen Eigenschaften oder Mitgliedern der Ahnenkette, die einem schlichtweg nicht passen. Ja, auch diesen müsse wir ins Auge sehen - das ist für mich nicht das Gleiche wie Verehrung, da Verehrung für mich ein positives Gefühl darstellt. Etwas oder jemandem "ins Auge sehen" heißt für mich erstmal nur, es wahrzunehmen. Und dann? Dann bildet man sich doch in der Regel ein Urteil darüber - dieses kann ja auch negativ sein.


    Wieso sollte es nicht so sein, dass man seine Ahnen teilweise ehrt - das, was einem ehrenwert erscheint - und die "schlechten" Teile erkennt UND ablehnen darf? Verlangen die Götter ausdrücklich, dass man die Ahnen NUR ehrt? Ich finde das unlogisch - schließlich gibt es bei jedem Menschen Punkte, die er an seinen Ahnen ablehnt oder zumindest anders machen will. Wer sagt, dass nicht auch diese Gefühle bzw. die Fähigkeit dazu von den Göttern kommen und ihren Sinn haben?


    Einem z.B. von den Eltern misshandelten Menschen ist durch Ahnenverehrung bestimmt nicht geholfen. Und nein, ich bin hier keine Betroffene, ich wundere mich nur, wie andere diesen Widerspruch ertragen...


    Was für mich stimmig wäre, ist eben die teilweise Verehrung, dh. ich suche mir selbst aus, wer wie viel Verehrung verdient hat...Ich ehre vieles, anderes hingegen lehne ich stark ab - und dazwischen gibts auch viel. Ich denke, das geht nicht nur mir so.


    Weiß nicht, ob es so verständlich rüberkam....
    Liebe Grüße
    Suchende

    "...deine Frage ist in der Tat eine berechtigte, stellt aber, wie du ja bereits festgestellt hast,
    ein äußerst zweischneidiges Schwert dar."


    Das macht nichts - auch unangenehme Fragen müssen gestellt werden, finde ich. Danke dir für deine Antwort!
    Also:


    Ich meine NICHT, dass man mit der gesamten Ahnenkette bricht, nein, auf keinen Fall, aber eben mit einigen Eigenschaften oder Mitgliedern der Ahnenkette, die einem schlichtweg nicht passen. Ja, auch diesen müsse wir ins Auge sehen - das ist für mich nicht das Gleiche wie Verehrung, da Verehrung für mich ein positives Gefühl darstellt. Etwas oder jemandem "ins Auge sehen" heißt für mich erstmal nur, es wahrzunehmen. Und dann? Dann bildet man sich doch in der Regel ein Urteil darüber - dieses kann ja auch negativ sein.


    Wieso sollte es nicht so sein, dass man seine Ahnen teilweise ehrt - das, was einem ehrenwert erscheint - und die "schlechten" Teile erkennt UND ablehnen darf? Verlangen die Götter ausdrücklich, dass man die Ahnen NUR ehrt? Ich finde das unlogisch - schließlich gibt es bei jedem Menschen Punkte, die er an seinen Ahnen ablehnt oder zumindest anders machen will. Wer sagt, dass nicht auch diese Gefühle bzw. die Fähigkeit dazu von den Göttern kommen und ihren Sinn haben?


    Einem z.B. von den Eltern misshandelten Menschen ist durch Ahnenverehrung bestimmt nicht geholfen. Und nein, ich bin hier keine Betroffene, ich wundere mich nur, wie andere diesen Widerspruch ertragen...


    Was für mich stimmig wäre, ist eben die teilweise Verehrung, dh. ich suche mir selbst aus, wer wie viel Verehrung verdient hat...Ich ehre vieles, anderes hingegen lehne ich stark ab - und dazwischen gibts auch viel. Ich denke, das geht nicht nur mir so.


    Weiß nicht, ob es so verständlich rüberkam....
    Liebe Grüße
    Suchende

    Liebe Asatruer,
    das Thema passt ja gerade, da morgen Ahnenfest ist :)
    Im Asatru gibt es die Ahnenverehrung, auch in anderen Religionen - nicht nur im Christentum - werden die Ahnen/ die Eltern geehrt.
    Mich beschäftigt schon länger die Frage, wie weit diese Ehre gehen soll.
    Kein Ahn und auch wir nicht haben nur gute, nette und angenehme Seiten.
    Daher meine Frage: Ehrt ihr die Ahnen komplett oder steht ihr dazu, bestimmte Seiten an ihnen abzulehnen oder zu verurteilen?
    Ehrt ihr - und nein, ich bin nicht persönlich getroffen, die Frage ist ganz allgemein - Ahnen oder Verwandte, die euch schwer geschadet oder schweres Leid zugefügt haben? Denn ich finde, das kann man von keinem Menschen verlangen...wir haben von den Göttern nicht nur die Fähigkeit zum Respekt, sondern auch zu Hass, Verachtung oder Zorn erhalten - Gefühle, die je nach Situation entstehen und oft auch berechtigt sind. Deshalb denke ich oft, die AhnenVEREHRUNG ist zu einseitig, auch wenn wir nach Asatru alle von den Göttern abstammen.
    Wie seht ihr das?
    Danke
    Suchende

    Liebe Asatruer,
    das Thema passt ja gerade, da morgen Ahnenfest ist :)
    Im Asatru gibt es die Ahnenverehrung, auch in anderen Religionen - nicht nur im Christentum - werden die Ahnen/ die Eltern geehrt.
    Mich beschäftigt schon länger die Frage, wie weit diese Ehre gehen soll.
    Kein Ahn und auch wir nicht haben nur gute, nette und angenehme Seiten.
    Daher meine Frage: Ehrt ihr die Ahnen komplett oder steht ihr dazu, bestimmte Seiten an ihnen abzulehnen oder zu verurteilen?
    Ehrt ihr - und nein, ich bin nicht persönlich getroffen, die Frage ist ganz allgemein - Ahnen oder Verwandte, die euch schwer geschadet oder schweres Leid zugefügt haben? Denn ich finde, das kann man von keinem Menschen verlangen...wir haben von den Göttern nicht nur die Fähigkeit zum Respekt, sondern auch zu Hass, Verachtung oder Zorn erhalten - Gefühle, die je nach Situation entstehen und oft auch berechtigt sind. Deshalb denke ich oft, die AhnenVEREHRUNG ist zu einseitig, auch wenn wir nach Asatru alle von den Göttern abstammen.
    Wie seht ihr das?
    Danke
    Suchende

    Liebe Leute, was habt ihr denn?
    Es mag sein, dass einige Asatruer sich auf ihre Wurzeln besinnnen wollen - sicher aber wählen einige diesen Glauben auch einfach ausschließlich aus Überzeugung. Und wer waren "die Germanen"? - Ein Haufen verschiedener Stämme, ein Völkergemisch.
    Wie viele Deutsche konvertieren zum Islam oder zum Buddhismus, sind sie deshalb Araber oder Asiaten?
    Bei einer Genanalyse lässt sich ohnehin feststellen, dass unsere Wurzeln - und Ahnen - auf der Erde verteilt sind - insofern könnten wir auch noch andere "Urreligionen" annehmen.
    Nein - für mich hängt Glaube von der inneren Einstellung ab. Ich bin Asatru, aber ebenso fühle ich mich auch keltischen Ansichten verbunden...und Interesse habe ich so ziemlich an allen Religionen, aber mit dem Unterschied, dass diese mir nicht soviel bedeuten wie Asatru.
    Ich freue mich jedenfalls, wenn ich auch "internationale" Asatruer kennenlernen kann.
    Liebe Grüße
    Suchende

    Liebe Leute, was habt ihr denn?
    Es mag sein, dass einige Asatruer sich auf ihre Wurzeln besinnnen wollen - sicher aber wählen einige diesen Glauben auch einfach ausschließlich aus Überzeugung. Und wer waren "die Germanen"? - Ein Haufen verschiedener Stämme, ein Völkergemisch.
    Wie viele Deutsche konvertieren zum Islam oder zum Buddhismus, sind sie deshalb Araber oder Asiaten?
    Bei einer Genanalyse lässt sich ohnehin feststellen, dass unsere Wurzeln - und Ahnen - auf der Erde verteilt sind - insofern könnten wir auch noch andere "Urreligionen" annehmen.
    Nein - für mich hängt Glaube von der inneren Einstellung ab. Ich bin Asatru, aber ebenso fühle ich mich auch keltischen Ansichten verbunden...und Interesse habe ich so ziemlich an allen Religionen, aber mit dem Unterschied, dass diese mir nicht soviel bedeuten wie Asatru.
    Ich freue mich jedenfalls, wenn ich auch "internationale" Asatruer kennenlernen kann.
    Liebe Grüße
    Suchende