Beiträge von Ullers Schneeschuh

Schon gewusst…?

Als Wikinger werden die Angehörigen von kriegerischen, seefahrenden Personengruppen aus meist nordischen Völkern des Nord- und Ostseeraumes während der Wikingerzeit im mitteleuropäischen Frühmittelalter bezeichnet.

    Ich weiß nicht mal, ob ich an den Zufall glaube, hmmm. Mein Menschenbild: jeder bringt sich selbst mit, etwas in uns, das auch nach dem Tod wieder geht. Das hat in sich auch Ausrichtungen, Begabungen. Das trifft auf Umstände und eine Familie (und in ungünstigen Fällen auf einen versehrten Körper, der nicht mehr alles zulässt).


    Im gegenseitigen Einfluss entwickelt sich das. Das Beispiel mit dem Malen: es hätte auch Kinder gegeben, die hätten die Ausmalbögen von Anfang an angeödet und da wäre dann gar nichts draus geworden.


    Die Frage wäre für mich eher: inwiefern werden wir unterstützt, indem wir eine passende Familie und Umstände finden. Oder inwieweit werden wir gefordert, indem wir unter "unmögliche" Umstände kommen. Und hat darauf jemand einen Einfluss (bewusste Verordnung der Götter) oder es ist der Zufall (die Götter als die waltenden Kräfte unpersönlich)?


    Da kann ich mich nicht entscheiden, ich halte Götter zugleich für ansprechbare Personen und für Kräfte, die völlig unverstehbar sind.

    Aus dem anderen Thread, ich finde die Frage auch interessant und denke erst mal selbst darüber nach:


    Wurde das Talent durch die Götter verliehen oder ist es einfach nur biologischer Zufall?



    Es kommt sicher auch darauf an ob man die Götter als reale Wesen oder als einen Aspekt der menschlichen Seele betrachten will. Das wäre aber in der Tat mal ein eigenes Thema Wert. Wurde das Talent durch die Götter verliehen oder ist es einfach nur biologischer Zufall?

    Ich habe das runde Ding ja zunächst für einen Schild gehalten. Aber könnte man das nicht für einen Teller halten, auf dem Gaben angeordnet sind? Also eher so etwas wie eine Hausherrin, die Gäste willkommen heißt, und dann würde ich eher an Frigg denken. Nur so eine Überlegung.

    1. Es gab im Buch Hiob natürlich einen Grund: Gott und der Teufel haben miteinander gewettet. Falls Du das obermies findest, im germanischen Heidentum gibt es den Gott Odin, der seine treuesten Anhänger gern selbst erschlägt oder denen er das Schwert im Kampf zerbrechen lässt.


    Im übrigen sind sich bis auf eine Handvoll Fundis die Christen und Juden darin einig, dass die Hiobgeschichte eine Lehrgeschichte ist ohne historische Wurzel.


    2. Ich denke auch, dass jeder Mensch was kann, keiner ist nutzlos. Das ist gut heidnisches und ebenso gut christliches Denken, auch Christen denken, dass jeder zu etwas taugt. Heiden glauben eben an die Begabung durch viele Götter, Christen an die Begabung durch einen Gott.


    3. Opferungen, ja ich stimme Deinem Freund zu, Tieropfer (oder gar Menschenopfer) müssen nicht sein, auch wenn es sowas früher gab. Das opfern ist etwas, dass Du tun kannst, wann und so oft Du möchtest. Bestimmte vorgeschriebene Gebete gibt es nicht. Beispiele für Rituale findest Du hier vielleicht auf dem Forum, ebenso in Büchern, dies alles nur als Vorschlag.


    4. Da finde ich vor allem interessant, dass Du als Beispiel Essen und Sex wählst, okay, sind die Grundbedürfnisse. Du darfst, was Du möchtest, schau halt, was sinnvoll für Dich ist und womit Du anderen kein Unrecht antust.


    5. Der gesuchte Gott ist Loki.

    Na hör mal, Christen sollen überhaupt nicht fluchen. Insofern ist das auf jeden Fall richtig, Du musst jetzt nur noch für die anderen 9 Gebote eine entsprechende Umkehr finden *duckundwech*

    Für mich sind die Götter (und auch andere Wesen) immer alles das, was über sie erzählt wird. Wir erleben nur immer Teilaspekte davon. Ich sehe keine zeitliche Abfolge an sich, nur in unserer Wahrnehmung kann Zeit eine Rolle spielen. Etwa wenn es sich um Götter mit Jahreszeitenbezug handelt. Aber die Gottheit des Frühlings ist immer, sie ist lediglich besonders nahe, wenn ihre Jahreszeit da ist.


    Im Grunde sagst Du das aber auch, wenn Du darauf hinweist, dass es eben darauf ankommt, ob Balder noch lebt oder tot ist. Käme es wirklich darauf an, könnte nur eine der beiden Interpretationen richtig sein. Aber jeder kann eben den Aspekt erfahren, der ihm nahe ist, weil er betroffen ist, weil es Teil seiner inneren Einstimmung ist.

    Nun, das mit den Pflanzengeistern war nur ein Beispiel, wie man dieselbe Frage verschieden angehen kann, einmal mit materiellem Bezug einmal ohne. Und so wäre das ja hier auch, Trepanation ist der materielle Bezug, und wir heute würden einen Weg ohne Eingriff in den Körper suchen.


    Anderes als bisher kann ich dazu nicht sagen, alles läuft für mich auf Wahrnehmung und auch Gewohnheiten hinaus.


    Da uns aus der Vergangenheit keine Fallberichte vorliegen, können wir nicht sagen, dass nutzlos trepaniert wurde gegen Geister. Denn das Wesen von Besetzungen ist nicht eindeutig zu diagnostizieren anhand eines Symptomkataloges. Die meisten Krankheiten, selbstverständlich auch die meisten Epilepsien usw. sind Krankheiten. Aber jede Krankheit, jede negative Erscheinung kann auch von einem üblen Geist hervorgerufen werden.


    Der Heiler muss zunächst einmal erkennen, dass hier keine Krankheit an sich, sondern eine Besetzung mit einem Geist vorliegt. Er braucht also seine persönliche Schau, womit ich nicht unbedingt das Sehen an sich meine, Schau kann auch über andere Wahrnehmungen laufen.


    Dann handelt er nach seiner Erfahrung, nach dem was er gelernt hat, nach dem was ihm die Geister gezeigt haben. Zum einen verweise ich da auf das, was ich schon schrieb, jeder sieht, denkt, handelt auf seine Weise.


    Weiter kann man dann auch wieder auf heutige Formen der Geisterbehandlung verweisen. Auch da gibt es Unterschiede, die letztlich oft selben zum Ergebnis (gewünschte Heilung / Befreiung) führen. Man kann nicht einfach sagen, so ist es richtig, und der Weg ist falsch. Jeder auf seinem Weg.


    Und da es hier um Geister geht, also Dämonen, die weg sollen, und Geister, Hilfsgeister, die den Weg zur Lösung geben, sollte man ein weiteres nicht übersehen, Geister machen mitunter Vorgaben. Sie geben vor, dass man dies und das zu tun hat. Wenn man nicht folgt, gibt es kein Ergebnis.


    Wenn es nun Hilfsgeister für Dämonenbesetzungen gibt, die eben dieses Vorgehen verlangen (weiß ich nicht, halte es nur für möglich), dann ist das eben so. Es mag andere hilfreiche Geister geben, die anderes verlangen. Vielleicht ist das aus deren Sicht das Opfer, das sie haben wollen. Oder aus ganz anderen Gründen.


    Auch nicht übersehen sollte man, dass das ganze Heidentum nicht einfach spirituell ist ohne Materie. "Heide ist, wer opfert", mal ganz schlicht gesagt. Das Opfern ist ein Kennzeichen dieser Religion. Insofern finde ich es problematisch, gerade von Heilern aus der alten Religion zu erwarten, dass sie materielle begleitende Handlungen unterlassen. Weil sie selbst in diesem Zusammenhang leben und denken. Und weil ihre Patienten so leben und denken.


    Dass man so materiell vorging, ist für mich an und für sich nicht das Problem. Weil ich aus Erfahrung weiß, dass jeder seinen eigenen Weg hat und dass manchmal auch ganz konkrete äußere Handlungen zum Weg dazu gehören können. Lediglich im Einzelfall behalte ich mir, einen Weg grundsätzlich nicht zu akzeptieren. Eben hier z. B., die haben es eben damals so gemacht.


    Aber ich werde auch nicht mal gedanklich versuchen, es ihnen gleich zu tun. Ich bin z. B. gern bereit, die Blätter ganz bestimmter Pflanzen zu sammeln, um sie frisch auflegen zu können, wenn mir dafür ein Erfolg bei Heilung / Befreiung versprochen wird. Aber aktive Verletzung und das sogar am Kopf, kein Weg, ausgeschlossen. Allerdings bin ich dankbar für diesen Gedankenanstoß, weil ich anfange eine bisher immer rätselhafte Wahrnehmung zu verstehen. Da habe ich jetzt wirklich Hoffnung, dass ich ein Problem zukünftig anders angehen kann.

    Nachtrag: da gibt es noch einen Aspekt, der auch wichtig ist, die Bedürfnisse des Kranken.


    Gerade was Operationen angeht, habe ich da neulich mal von einer Studie gelesen. Krankheit war wohl Kniearthrose und die Ärzte haben "operiert", also wohl aufgeschnitten, aber nichts gemacht. Trotzdem ist bei einem erheblichen Teil der Patienten eine Besserung eingetreten. [Ich schätze, das war irgendwo im Ausland, ich glaube, in Deutschland würden solche Operationen als Betrug und Körperletzung ziemlichen Ärger geben.]


    Damit will ich nicht sagen, dass alles nur Täuschung war damals. Aber es ist bekannt, dass Patienten, wenn sie Gelegenheit haben, mitzuarbeiten, besser genesen. Mitarbeiten kann heißen, was tun. Aber auch eigene Glaubenskraft ist wichtig.


    Wenn eine Besetzung vorliegt, dann hat das erhebliche negative Wirkungen. Die werden auch nach Beendigung möglicherweise erst langsam abklingen. Wenn nun der Heiler durch eine wahrnehmbare Tat die Glaubenskraft des Kranken anregt, ist das grundsätzlich ein guter Effekt. Der Heiler verändert negative Sachverhalte in der anderen Welt, der Patient wird auf jeden Fall deshalb genesen, aber durch die eigene Glaubenskraft wird dies beschleunigt.


    Sicher, heute wäre das undenkbar, den Kopf lässt man in Ruh, wenn es nicht sein muss, da sind viel zu viele Risiken. Da war man früher eben weniger bedenklich (falls da tatsächlich manche Heiler trepaniert haben, obwohl sie wussten, es geht ohne). Aber siehst ja, selbst moderne Ärzte kommen wieder auf solche Ideen.

    So gesehen schon.
    Wir wissen doch aber, dass Ahnenkult, also Kontakt mit den Ahnen als Geister, Geistreisen, Seelenreisen, die den Geist miteinfassen ...Naturgeister ..... in Urzeiten gelebt wurde.
    Und wenn ein Dämon sich in einen Körper setzt, dann ist der auch nur Geist. Somit gehe ich davon aus, dass die schon wussten, dass Geist beweglich ist. Zumindest der Geist, der nicht der eigene ist, zu Seele und Leib.


    Nein, die Erwartung geht einfach zu weit. Jeder hat sein Weltbild, und das kann durchaus gemischt sein.


    Ein echtes Beispiel aus meinem Erleben und das Gegenstück, das ich völlig unsinnig finde. Ich verwende mitunter nicht Heilpflanzen als Pflanzen, sondern nur deren geistige Kraft. Dazu bitte ich eben den Geist der Pflanze. Das funktioniert, das ist nicht schwierig.


    Auf einem Forum hat mal eine vollberuflich arbeitende Schamanin (die auf jeden Fall mehr kann als ich) ihr Vorgehen erklärt. Wenn sie eine Pflanze so nicht hat, dann nimmt sie eine andere Pflanze, macht ne Reise, bittet die andere Pflanze den Geist der gewünschten Pflanze zu tragen. Und dann kocht man sich eben den Kamillentee, der die die Kraft von Löwenzahn trägt.


    Das finde ich extrem umständlich und obendrein auch blöd. Ich will keine Kamille, wenn ich Löwenzahn brauche. Ich sehe für das Vorgehen absolut keine Notwendigkeit. Und ich bin mir obendrein sicher, würde sie mal richtig drüber nachdenken, dann würde ihr das auch aufgehen, meine Methode würde ihr auch zur Verfügung stehen. Aber aus ihrer Sicht bin ich nur ein dummes kleines Licht, sie reist andauernd irgendwas an, verdient Geld damit, und ist ja auch erfolgreich. Kurz gesagt, sie ist drin in ihrem System, ich in meinem.


    Man kann grundsätzlich kein bestimmtes Verständnis voraussetzen und vor allem muss man immer damit rechnen, dass von jedem andere Grenzen gezogen werden. Wenn Trepanationen heilerisch (exorzisierend) klappen, dann macht man das eben so. Und wenn man eben durch schamanische Reise einen Pflanzengeist so umständlich um Hilfe bittet und das klappt, dann macht man das eben so.



    Liefen die ja eben nicht! Es wurden keine psychisch Erkrankten dadurch geheilt, nur Kopfverletzungen.
    Die Erkrankten wurden als Irre isoliert und Epileptiker, aufgrund ihrer körperlichen Symptome bei einem epileptischem Anfall, sogar von den anderen "Irren" getrennt, weil die von einer Ansteckung ausgingen.


    Reden wir überhaupt über dieselben Trepanationen? Also wenn jemand, der geistig nicht geschult oder begabt ist, eine medizinische Trepanation macht, erwarte ich nicht, dass die geistig wirkt. Wenn ein normaler Arzt den Schädel anbohrt, wird das ärztlich hoffentlich die richtige Entscheidung sein und dann wird er die Wirkung haben, die es nach medizinischem Lehrbuch haben soll (z. B. Entlastungen bei Blutungen im Schädel). Mehr ist da nicht drin. Wenn er nur deshalb anbohrt, weil er denkt, da hat doch dieser Heiler neulich eine Besetzung geheilt mit dieser Methode, wird da nichts passieren, wenn er nicht selbst auch Heiler ist, der sich speziell mit Besetzungen auskennt.


    Nur wer mit Geistern und diesem speziellen Problem umgehen kann und sowas macht, um auf Geister zu wirken, wird damit auch die gewünschte Lösung der Besetzung erreichen. Handlungen hier, die Wirkungen dort haben sollen, sind keine automatisch wirksamen Handlungen. Man kann durch Nachmachen von Magiern und Heilern allmählich in deren "Schiene" reinkommen. Aber das hängt davon ab, ob man überhaupt ein bisschen den Draht hat und auch, ob die Geister das wollen. Gerade der Umgang mit problematischen Geistern ohne Vorbereitung ist ziemlich aussichtslos ggf. auch gefährlich.


    Oben habe ich das erwähnt, dass ich sowas nur wegschieben kann. Aber das ist eine ziemlich verkürzte Darstellung. Ich selbst kann das nicht, der erste Geist dieser Art, der mir begegnete, hat mich wirklich krank gemacht. Ich musste ziemlich schmerzlich einen Hilfsgeist suchen, der mir bei sowas beisteht. Und jetzt bekomme ich Hilfe von freundlichen Geistern, die ich bitten kann, und die machen das dann. Und so denke ich mir das auch mit Trepanationen, das hat auf jeden Fall geistige Hintergründe, das Anbohren ist nur Teilaspekt. Und wenn das wirklich auf Besetzungen wirkt, braucht man eben im Hintergrund die Geister, die einen schützen und die, die rausziehen usw.

    Nachtrag: diese Überlegung, dass Geist frei beweglich ist, ist aus unserer Perspektive eine Unterstellung. Wir nehmen an, dass die so dachten, weil wir so denken. Aber wir haben kein Lehrbuch von denen. Wir wissen also nicht wirklich, wie sich Denken und Wahrnehmen entwickelte.


    Und wie gesagt, ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass manche Geister nicht materielos "zu haben" sind. Das mag an deren Eigenschaft liegen, oder es liegt daran, dass ich meine Grenzen erreicht habe.


    Insofern können sie damals völlig anders gedacht haben, dass immer auch hier etwas geändert werden muss. Oder sie können so wie ich gemischt gedacht haben, manches geht "frei durch den Äther", anderes ist eben an materielle Handlungen gebunden.


    Und auch heute ist die Denkweise, dass Geist frei beweglich ist, nicht so weit verbreitet. Mischformen sind wohl am häufigsten. Die ganzen Hexenbüchern mit ihren Rezepten sind so eine Mischung. Die Rezepte werden real ausgeführt, Kräutlein, Elexier dort. Auch die Wirkung wird von manchen nur dann erwartet, wenn sie das Pulver dem Empfänger richtig vor die Tür kippen. Anderen genügt das Ritual, und der Empfänger muss nicht einbezogen werden.


    Wenn man das so für nötig hielt, weil man es so wahrgenommen hat, dann war das eben so. Alles das beruhte ja auf Erfahrungen und Weitergabe von Wissen. Und wenn diese Eingriffe normalerweise erfolgreich verliefen, gab es ja auch keinen Grund, darüber nachzudenken und es zu ändern.

    Aus meiner Sicht würde ich das genau andersrum sagen. Die Patientin starb, weil sie neben der psychiatrischen Behandlung, exorziert wurde.
    Todesfälle im katholischen Exorzismus sind ja auch keine Einzelfälle.


    Ja, da kann meine Zusammenfassung nicht helfen, Du solltest das mal lesen. Sie hat aufgrund der ihre bekannten Formen von Exorzismus erklärt, was passiert (was ich so "umschalten" nenne), und anhand der verordneten Medikamente und deren Wirkweise erläutert, warum diese Medikamente gerade diese sonst übliche Wirkung verhindert haben. [Ein Nebenaspekt war dann auch, dass die Patienten zwei Ärzte parallel laufen hatte mit doppelter Verordnung, die nichts voneinander wussten und insofern sowieso einiges mehr schief lief.]


    Die Frage, warum früher exorzistisch trepaniert wurde, scheint mir allmählich klar. Ich wiederhol nur noch mal meinen Gedankengang, oder versuche es zu erläutern, was ich denke. Ich nehme dafür Beispiele.


    Man kann dort etwas tun, eine Handlung vollziehen, und hier ändert sich etwas. Konstruiertes Beispiel: jemand bereist seine kranke Leber, die er sagen wir mal als Höhle erlebt. In der Höhle ist es dreckig, er räumt sie auf, und dann kriegt er anschließend Fieber und Durchfall und letztlich geht es ihm als Folge davon besser.


    Man kann hier etwas tun, um dort etwas zu bewirken, das ist dann z. B. das klassische Opfer. Ich lege etwas nieder für die Hausgeister, und die freuen sich. In den meisten Fällen hat das dann auch wieder Wirkungen hier. Aber jedenfalls ist die entscheidende Aktion hier, der Auslöser, der von mir gesetzt wird.


    So, das war die getrennte Betrachtung. Für mich könnte ich jetzt folgern, dass ich zukünftig die Geister trepaniere, die mir mit deformiertem Kopf begegnen, statt sie einfach wegzuschieben (also inspiriert von dieser Technik etwas finde, dass ich dort tun kann). Denn ich nehme diese Geister wahr und diese sind eindeutig nicht der Mensch mit Problem. Das ist immer noch getrennte Betrachtung und nur mal so angedacht.


    Wenn ich jetzt aber diese Trennung so nicht durchgängig wahrnehme und erkenne, dann sehe ich in einer Schau sagen wir mal einen deformierten Kopf oder in dem Kopf was, was da nicht hingehört und zwar als Kopf des Menschen vor mir. In meinem Erkennen überlappen sich für mich untrennbar die Bilder des Menschen und des Geistes, der da Probleme macht. Mir fehlt hier dann das Bewusstsein, dass ich diese Wahrnehmung noch weiter differenzieren könnte.


    Wenn ich das wahrnehme, weil ich das eh so gelernt habe und wenn ich die Technik der Trepanation für diese Fälle gelernt habe, dann mache ich das dann eben auch so. Es kommt mir dann nicht die Idee, dass ich da noch mehr auseinanderdröseln könnte. Bücher gibt es noch nicht, der Heiler, von dem ich das gelernt habe, ist mein einziger Lehrer gewesen.


    Es muss ja keineswegs sein, dass alle immer diese Technik anwandten. Nur die anderen, die so wie ich, den Geist separat wahrnehmen und dort an diesem Geist separat handeln, werden sichtbar keine Spuren hinterlassen. Deshalb kann man nicht abschätzen, wieviele so und wieviele anders handelten.

    Mir ist noch etwas eingefallen. Felicitas Goodman (kennst Du?) betrachtet in diesem Buch über den Fall Michel Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht: Amazon.de: Georg Siegmund, Felicitas D Goodman, Ferdinand Holböck, Elisabeth Becker, Reinhold Ortner, Ernst Alt: Bücher
    genau das Problem.


    Kurzgefasst: für sie sind Besessenheiten nichts ungewöhnliches, sie betrachtet genau die Vorgehensweise des katholischen Exorzismus, den sie für wirksam hält, er ähnelt wohl auch in vielem dem, was andere indigene Völker in so einem Fall machen. Sie beschreibt auch aus wissenschaftlicher Sicht was dabei im Gehirn passiert.


    Ihr Fazit: die Patientin starb damals, weil sie ihre Medikamente durchgehend nahm. Denn die psychiatrischen Medikamente wirkten auf das Gehirn, was verhinderte, dass sie im Exorzismus sich innerlich "umschalten" konnte und so von den Geistern lösen. Diesen Prozess des "Umschaltens" muss man dann schon nachlesen, ich habe da zu wenig medizinischen Hintergrund um das zusammenzufassen.


    Jedenfalls kommt es auch bei ihrer Analyse auf den Kopf bzw. das Gehirn an, und bei ihr nicht als Schau, sondern wissenschaftlich betrachtet.


    Da scheinen sich dann Schau, die (manchmal?) zur Trepanation führte, und Wissenschaft zu begegnen. Es ist etwas im Kopf, und es gibt unterschiedliche Wege, katholischen Exorzismus, sehr viele verschiedene indigene Exorzismen, und eine Form dabei die Trepanation.

    Als Heiler wurden diese nicht bezeichnet. Sondern als Exorzisten, deren Aufgabe es war die Dämonen unter der Methode des Öffnens zu beseitigen!
    Die Exorzisten hatten einen Stellenwert über den Ärzten. Erst wenn die Anwendung erfolglos blieb, durften die Ärzte behandeln!
    Davon ausgenommen sind natürlich die Kopfverletzungen, bei denen nicht von Dämonen ausgegangen wurde.


    Ich verwende ausschließlich das Wort Heiler, darunter fällt bei mir alles. Die Rangfolgen haben sich ja heute nun geändert, die finde ich aber nicht so wichtig.


    Wenn ich noch mal von meiner Beobachtung ausgehe, ich sehe an Geistern verformte Köpfe, und dann ist da ein Problem, Fluch. Ich kenne aber keinen Ort des Fluches. Weil ich vielleicht nicht begreife, dass ich den Ort ja schon sehe?


    Ich bin dabei modern, ich trenne zwischen Menschen und Geistern, hätte ich vielleicht in früherer Zeit unmittelbarer in einer Schau den Kopf schon des Menschen verändert gesehen? Wenn ich bisher dem Kopf der Geister Beachtung geschenkt hätte, hätte ich vielleicht die Idee entwickelt, dort geistig Abhilfe zu schaffen? (ich verschieb aber einfach die Geister weiter weg, mehr kann ich nicht)


    Hätte ich damals alles als eins gesehen, dann hätte ich möglicherweise die erlernte Technik unmittelbar am Menschen angewandt, um auf in der geistigen Welt etwas zu verändern? Ich habe keine Ahnung, ich denke nur nach und versuche das Bild zu erkunden.


    Wie weit kann man einen Menschen und die ihn begleitenden Geister trennen? Es gibt die Überlieferung, dass Fylgien wie der Mensch selbst aussahen (neben anderen Überlieferung grundsätzlich in Frauengestalt oder in Tiergestalt). Wenn ich schon Folgegeist und Mensch identisch sehen würde, würde ich evtl in einer Schau beide "deckungsgleich" wahrnehmen?


    Ich denke, es hängt ganz wesentlich daran, was man "sieht" und wie weit man materielle Welt und geistige Welt voneinander unterscheidet.

    Ich hab das mit den Menschenopfern angeführt nur wegen des grundsätzlich anderen Denkens. Um überhaupt zu verstehen, warum man damals so handelte, muss man völlig in eine andere Denkwelt rein, was doppelt schwer ist, weil ja nichts schriftliches überliefert ist. Dass Trepanation keine Tötung war, ist mir klar.


    Mit Schnittmenge meine ich: Es gibt Dinge, die sind nur medizinisch (und konnten ggf. auch damals schon von Heilern medizintechnisch behandelt werden). Es gibt Dinge, die sind nur geistiger Natur, da kann heute ggf. nur ein Psychiater was verschreiben, wo aber der Heiler doch andere Möglichkeiten hätte. Es gibt aber einen Zwischenbereich, wo man im Einzelfall über die Zuordnung diskutieren könnte und je nach dem es dem einen oder anderen Bereich zuschiebt. Das hängt dann auch davon ab, wie man Dinge insgesamt interpretiert.


    Ich habe keine Erklärung für die austreibende Trepanation, nur eben den Verdacht, dass es eine Handlung war, die "analog" war. Ich tue hier etwas, um dort etwas zu verändern. Nur was damit dort bewirkt wird, da könnte ich nur spekulieren.


    Ursprüngliche Heiler haben oft ein sehr viel mehr verbindendes Denken über hier und dort. Die Grenzen, die wir heute so gut ziehen können, sind früher fließend gewesen. Ich weiß nicht, wie weit wohl früher ein Heiler deutlich hätte sagen können, dies tue ich hier, jenes dort.


    Eigentlich sehe ich für mich die Botschaft, dass da etwas "herausgelassen" werden muss. Bislang habe ich bei dem Thema ganz andere Bilder in mir, vielleicht lerne ich da gerade etwas. Wenn man das Prinzip der Handlung dahinter versteht, wird es möglicherweise unbedeutend sein, ob man die Handlung hier oder dort vollzieht.

    Zitat

    Klar wird es noch gemacht.Aber mit der Begründung einer Erkrankung.
    Das Phänomen ist das gleiche.
    Arbeite auf einer Intensiv mit Zweigstelle Stroke unit(Schlaganfälle).
    Da haben wir Epileptiker,Alkoholiker,Hirnblutungen....


    Trepanationen werden noch gemacht, aber aus anderen Gründen.


    Es gibt eine Schnittmenge, da werden heute medizinische Hintergründe gesehen und auch jeder Geistheiler sieht das so, da hätte man früher aber nur Dämonen gesehen.


    Und es gibt immer noch Dinge, da sehen auch heute noch Geistheiler was anderes und gehen mit ihren Methoden dann auch erfolgreicher damit um. Nur speziell die Trepanation ist out auf diesem Sektor, jedenfalls im westlichen Kulturkreis.

    Ein anderer Aspekt: sind Menschenopfer nötig? Sind überhaupt Tieropfer nötig? Ja, also wer macht das heute noch, man kann es im Grunde nicht sagen. Heute gehen wir andere Wege und sind mit denen zufrieden. Früher waren solche Opfer normal.


    Gut, beim Tieropfer kann man noch sagen, gemeinsames Mahl mit den Göttern. Wir das Fleisch, die Götter die Knochen. Aber Menschenopfer? Ganz ehrlich, mit mir nicht. Ich will nicht mal wissen, ob das "was bringt". Früher ging man aber offenbar ganz anders an so etwas heran. Eine andere Logik, in der ich nicht mehr drinstecke.


    Wir sind heute sehr wissenschaftlich ausgelegt. Man testet, man fragt rum, man liest Bücher. Früher dahingegen wurde sehr viel mehr einfach übernommen. Und wenn da einer herausgefunden hat, dass das mit Trepanation geht, dann wurde das so gemacht. Da wurde nicht mehr rumgesucht nach anderen Wegen.


    Nun gut, da das Phänomen aber weltweit belebt ist, kommt mir noch eine andere Frage: welchem Abbild in der anderen Welt entspricht das? Vielleicht könnte man da noch Antworten finden.


    Für mich ist es z. B. so, dass deformierte Köpfe Flüche anzeigen (können). Für mich ist das nur eine Wahrnehmung, ich mache bei niemandem etwas am Kopf. Aber wenn man nun so eine Wahrnehmung hätte, ich meine jetzt irgendwas, das sich auf den Kopf bezieht, und dann kommen dazu eben Handlungen?


    Hinter solchen Handlungen stehen zumindest im Ursprung beim ersten, der es gemacht hat, Wirklichkeiten der anderen Welt. Man macht hier etwas und verändert dort etwas. Und umgekehrt, man macht dort etwas, und hier wird dadurch etwas verändert.


    Also mir erscheint der Bezug zum Kopf an sich absolut logisch. Wobei ich aber eben sehr modern bin, reine Wahrnehmung für mich. Wir würde mein Verhalten sich entwickeln, wenn ich diese moderne Sicht auf die Welt nicht hätte?


    Nachtrag: die Wahrnehmung von deformierten Köpfen bezieht sich auf Geister, nicht bei Menschen.

    So ganz speziell auf Trepanation bezogen kann ich dazu nichts sagen, nur allgemeiner. Ich komme von der Seite her, dass alles geistig ist und man gar keine Hilfsmittel braucht. Dann erst habe ich bewusst angefangen, auch die Materie, den Stoff zu achten. Also nicht nur eine geistige Anrufung, sondern auch ein Opfer dazu.


    Da dachte ich immer noch, ich tue das jetzt halt aus meinen Prinzipien heraus. Der Hintergedanke war auch, indem man Handlungen vollführt, erschafft man für andere (Kinder, Schüler) etwas, das sie aufnehmen können. Und selbst wenn ihnen heute der geistige Schritt noch nicht glückt, können sie sich in 30 Jahren an die Handlung erinnern, und dann finden sie vielleicht so den geistigen Weg; eben dann, wenn es für sie soweit ist.


    Dann habe ich als nächstes Geister kennengelernt, die nur geistig nicht zu haben waren. Ging nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ist auch für mich immer noch neu und erstaunlich.


    Insofern kann ich mir vorstellen, dass es entweder absolute Entitäten gab oder gibt, die eine solche Operation nötig machen. Oder zumindest kann es sein, dass nicht jeder alle geistigen Wege beschreiten kann. Vielleicht sind die mir neuen Geister ja nur für mich rein geistig nicht ansprechbar, vielleicht können andere das ja.


    Erklären kann ich zu der Frage nichts, nur erzählen, dass ich Vergleichbares erlebt habe und es daher für möglich halte.