Beiträge von Ullers Schneeschuh

Schon gewusst…?

Die Wikinger hatten vor der Christianisierung ihren eigenen Glauben. Dieser ist als die nordische Mythologie bekannt. In ihrem Zentrum stehen Götter wie Odin, Thor, Loki und Frey mit einigen regionalen Variationen.

    Zitat von »Mutilla«
    Der heitere Egdir, er weidet die Herde (Wölfe) der Angrboda (Angst- und Sorgenbringerin).


    Wo kann ich mehr über diese Gottheit herausfinden?
    Steht die in der Edda beschrieben?


    MfG


    Aus der Völuspa, der Seherin Weissagung:


    Da saß am Hügel und schlug die Harfe
    Der Riesin Hüter, der heitre Egdir.



    und die Verse davor:


    Östlich saß die Alte im Eisengebüsch
    Und fütterte dort Fenrirs Geschlecht.
    Von ihnen allen wird eins das schlimmste:
    Des Mondes Mörder übermenschlicher Gestalt.
    Ihn mästet das Mark gefällter Männer,
    Der seeligen Saal besudelt das Blut.
    Der Sonne Schein dunkelt in kommenden Sommern,
    Alle Wetter wüten: wißt ihr, was das bedeutet?



    Mehr findest Du in der Edda nicht über ihn. Aus meiner Erfahrung weiß ich nur, dass er die Wölfe wirklich hütet, er heilt Ängste, die ohne Grund sind und so vermittelt er seine Heiterkeit, was ich lieber noch Gelassenheit nennen würde.

    Die Charismatiker sind nur eine Teilgruppe des Christentums, auch dort gibt es ganz andere Ausdrucksformen des Glaubens.


    Im Heidentum ist das genauso, vom verkopften nüchternen Anhänger bis hin zu denen, die jeden Tag ihre außergewöhnlichen Erlebnisse haben (und natürlich auch zeigen müssen, was sie können), ist alles vorhanden.


    Du lebst Deinen Glauben so, wie es für Dich richtig ist, und ich eben auf meine Weise (die übrigens Deiner recht ähnlich sein dürfte). Nichts muss, alles kann. Wichtig ist nur immer, dass wir wahrhaftig bleiben und vor dem anderen Respekt haben, jeder auf seinem Weg.

    gibt es eine besondere Gottheit die bei Angstzuständen u. dgl. zuständig ist?


    Der heitere Egdir, er weidet die Herde (Wölfe) der Angrboda (Angst- und Sorgenbringerin).


    Wenn jemand allerdings in einer psychotherapeutischen Einrichtung ist, sollte man da nicht zuviel von außen herummachen, das ist nur ein guter Tipp für jemanden, der für sich selbst Hilfe sucht und bewusst handeln kann. In der Klinik haben die Ärzte Vorrang!

    es sei irgendwann plötzlich und kurzfristig ein konkretes theologisches Konzept gewesen - ein Konzept noch dazu, welches überhaupt nur Sinn macht, wenn man geschlossene Pantheonsvorstellungen voraussetzt, die überhaupt erst in der Rennaissance "erfunden" (bzw. aus missdeutungen heraus entstanden).


    adfag

    Wieso braucht man ein geschlossenes Pantheon um eine innige Beziehung zu einem Gott zu haben? Ein Pantheon, Texte, Lieder, Überlieferungen zu haben, ist immer eine Hilfe beim gedanklichen Erfassen der eigenen Erlebnisse und erleichtert auch die Kommunikation über die Erfahrungen mit anderen Menschen, aber ich sehe nicht, wie all das Voraussetzung für das Erlebnis an sich sein soll?

    Biologisch definiert haben Rosen Stacheln, keine Dornen. Die Sprache des Alltags sieht das aber anders.


    Biologisch sind Raben und Krähen in einer bestimmten Weise definiert. Was sagt aber die Sprache meiner Landschaft, meiner Umgebung? In welcher Landschaft werden die Begriffe wie verwendet?


    Ein Biologe, der ganz in seiner Wissenschaft aufgeht, wird natürlich anhand seiner Fachsprache sehen und erleben. Ein Bewohner einer Landschaft mit deren Kultur und Angewohnheiten wird natürlich im Rahmen seiner Umgebungssprache mitunter anders sehen und erleben.


    Es gibt Brücken zwischen beiden Sprachwelten, aber keine Dominanz der einen über die andere. Man sollte nur vorher definieren, in welcher Gedankenwelt man sich bewegt, falls es häufiger zu Missverständnissen kommt.