Beiträge von Ullers Schneeschuh

Schon gewusst…?

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    Zitat

    Das kann natürlich auch sein und klingt plausibel. Aber ich hatte diese Eingebungen und Gedanken mit dem "Mörder" auch noch einige Zeit nach der FG. Verbunden mit einem Gefühl des Schreckens, der Bedrohung und dann der Erleichterung. Klar, beweisen kann man so etwas nicht und es kann ja auch sein, dass ich mir das alles nur einbilde und es ein stressbedingter "Hörfehler" war - aber wozu einige Wochen danach? Das ist es eben auch, was mich wundert.


    Also wenn es auch noch eine Zeit hinterher so war, würde ich auf jeden Fall nach der Möglichkeit handeln, dass es eine Information der neuen Seele war und dass sie noch Schutz suchte. Auch sie selbst kann sich übrigens "ungenau" ausgedrückt haben, Opfer und Täter tragen oft sehr ähnliche Verletzungen in sich davon; am Ende, wenn es lange genug her ist, ist nur noch die Verletzung da. Du kannst es wirklich vollkommen offen lassen, ob das eine korrekte Selbstauskunft oder eine verdrehte war oder nur ein Traum über Deine Situation.


    Aber erlaube Dir selbst, an das Kind und seine Stimme zu glauben und verabschiede es mit einem Segen.

    Mir fällt noch ein möglicher Aspekt ein: es könnte auch sein, dass die aktive Aussage "ich bin ............." eine Art von "Hörfehler" war. Die Information in Bruchstücken hätte evtl. nur sein können: ich bin tot bzw. ich werde in Kürze tot sein. So etwas kommt aber eigentlich nicht in Worten zu uns, sondern in "Bildern", auch nicht Bilder, mir fällt gerade kein passendes Wort ein.


    Also im Mythos ist es z. B. so, dass man nicht immer letztendlich sagen kann, wer macht was, es gibt -bei reicher Überlieferung- oft auch genau entgegensetzte Varianten einer Geschichte, dieselbe Handlung, aber Opfer und Täter vertauscht. So kann es auch sein, dass wir bei der "Übersetzung" die einzelnen Bruchstücke ungenau zusammensetzen. Vielleicht war es nur die Nachricht des Todes, der kommen wird. Und weil Du unter allgemeinem Stress standest, wurde daraus dann vielleicht eine negative Selbstaussage.

    Hast Du Dich je von dem Kind verabschiedet? Du könntest für es opfern, für sein weiteres Schicksal und sein Wohlergehen auf seiner Reise, wohin immer die es führen mag.


    Wenn so etwas unüberprüfbares im Kopf ist, dann suche ich nach einer sinnvollen Tat, die nicht schadet. Vielleicht kam das nur aus Dir selbst als Illustration für Deine eigene Situation, vielleicht verhält es sich wirklich so mit diesem Kind. Auf jeden Fall wäre ein Opfer für sein Wohlergehen nicht schädlich.


    Ich wünsche Dir alles Gute und Frieden für Deine Erinnerung!

    Vielleicht sollte man das Ganze auch mal etwas tiefer hängen, sind es überhaupt immer Gotteserfahrungen? Nach meiner Beobachtung haben eben Christen auch sehr viel mit Geistern zu tun, die sie je nach Ausrichtung Engel, Heilige oder eben Heiliger Geist nennen. Gerade in der charismatischen- und der Pfingstbewegung ist ein ausgeprägter Geisterkontakt alltäglich, aber nicht übermäßig viele Gotteserfahrungen zu sehen. Ist zwar nur ein Nebenaspekt der Frage, aber ich halte es doch für wichtig, dass auch Christen keinen Superpassierschein zu den Göttern haben, sie sind wie alle anderen religiösen Menschen auch.


    Entscheidend ist in meinen Augen, dass Geister da sind und wir auch auf sie vertrauen können, besonders wenn wir uns ihnen zuwenden und sie bitten und ihnen opfern. Ob man dann noch Erfahrungen der besonderen Art macht oder nicht, hängt doch eben viel von einem selbst ab, das ist nicht eine Frage, ob es sich ereignet, sondern nur, ob man es auch wahrnehmen kann.

    Zitat von »Mutilla«
    Der heitere Egdir, er weidet die Herde (Wölfe) der Angrboda (Angst- und Sorgenbringerin).


    Wo kann ich mehr über diese Gottheit herausfinden?
    Steht die in der Edda beschrieben?


    MfG


    Aus der Völuspa, der Seherin Weissagung:


    Da saß am Hügel und schlug die Harfe
    Der Riesin Hüter, der heitre Egdir.



    und die Verse davor:


    Östlich saß die Alte im Eisengebüsch
    Und fütterte dort Fenrirs Geschlecht.
    Von ihnen allen wird eins das schlimmste:
    Des Mondes Mörder übermenschlicher Gestalt.
    Ihn mästet das Mark gefällter Männer,
    Der seeligen Saal besudelt das Blut.
    Der Sonne Schein dunkelt in kommenden Sommern,
    Alle Wetter wüten: wißt ihr, was das bedeutet?



    Mehr findest Du in der Edda nicht über ihn. Aus meiner Erfahrung weiß ich nur, dass er die Wölfe wirklich hütet, er heilt Ängste, die ohne Grund sind und so vermittelt er seine Heiterkeit, was ich lieber noch Gelassenheit nennen würde.

    Die Charismatiker sind nur eine Teilgruppe des Christentums, auch dort gibt es ganz andere Ausdrucksformen des Glaubens.


    Im Heidentum ist das genauso, vom verkopften nüchternen Anhänger bis hin zu denen, die jeden Tag ihre außergewöhnlichen Erlebnisse haben (und natürlich auch zeigen müssen, was sie können), ist alles vorhanden.


    Du lebst Deinen Glauben so, wie es für Dich richtig ist, und ich eben auf meine Weise (die übrigens Deiner recht ähnlich sein dürfte). Nichts muss, alles kann. Wichtig ist nur immer, dass wir wahrhaftig bleiben und vor dem anderen Respekt haben, jeder auf seinem Weg.

    gibt es eine besondere Gottheit die bei Angstzuständen u. dgl. zuständig ist?


    Der heitere Egdir, er weidet die Herde (Wölfe) der Angrboda (Angst- und Sorgenbringerin).


    Wenn jemand allerdings in einer psychotherapeutischen Einrichtung ist, sollte man da nicht zuviel von außen herummachen, das ist nur ein guter Tipp für jemanden, der für sich selbst Hilfe sucht und bewusst handeln kann. In der Klinik haben die Ärzte Vorrang!

    es sei irgendwann plötzlich und kurzfristig ein konkretes theologisches Konzept gewesen - ein Konzept noch dazu, welches überhaupt nur Sinn macht, wenn man geschlossene Pantheonsvorstellungen voraussetzt, die überhaupt erst in der Rennaissance "erfunden" (bzw. aus missdeutungen heraus entstanden).


    adfag

    Wieso braucht man ein geschlossenes Pantheon um eine innige Beziehung zu einem Gott zu haben? Ein Pantheon, Texte, Lieder, Überlieferungen zu haben, ist immer eine Hilfe beim gedanklichen Erfassen der eigenen Erlebnisse und erleichtert auch die Kommunikation über die Erfahrungen mit anderen Menschen, aber ich sehe nicht, wie all das Voraussetzung für das Erlebnis an sich sein soll?

    Biologisch definiert haben Rosen Stacheln, keine Dornen. Die Sprache des Alltags sieht das aber anders.


    Biologisch sind Raben und Krähen in einer bestimmten Weise definiert. Was sagt aber die Sprache meiner Landschaft, meiner Umgebung? In welcher Landschaft werden die Begriffe wie verwendet?


    Ein Biologe, der ganz in seiner Wissenschaft aufgeht, wird natürlich anhand seiner Fachsprache sehen und erleben. Ein Bewohner einer Landschaft mit deren Kultur und Angewohnheiten wird natürlich im Rahmen seiner Umgebungssprache mitunter anders sehen und erleben.


    Es gibt Brücken zwischen beiden Sprachwelten, aber keine Dominanz der einen über die andere. Man sollte nur vorher definieren, in welcher Gedankenwelt man sich bewegt, falls es häufiger zu Missverständnissen kommt.

    Hallo aus der Heide,


    ich bin 52 und les hier ab und zu mal mit. Ich bin germanische Heidin mit freundlicher Neigung zum Synkretismus. Beruflich arbeite ich im Büro. Tja, mehr fällt mir gerade nicht ein.


    Und ich finds ganz toll, daß man hier Runen verwenden kann, sehe ich gerade, ja das ist fein


    :berkana: