Beiträge von Sütterlin

Schon gewusst…?

Dem norwegischem König Ólaf Tryggvason gelang, den isländischen Widerstand gegen das Christentum zu brechen, indem er Söhne aus wichtigen Familien als Geiseln nahm.

    Hallo Leute,

    manche erinnern sich vielleicht noch grau an mich.. ich war unter diesem Nick bis 2016 ziemlich rege aktiv und bin dann abgetaucht.

    Da gab es einige Gründe -

    Allem voran bin ich ohne große spirituelle Praxis zu Ásatrú gekommen, und habe in den ersten drei Jahren des Heidenseins es kaum geschafft, mir dieses aufzubauen. Ich war unsicher auf der Suche nach dem, was dem Opfer, den Chants und dem Gedanken an Geist und Götter die Wirkung gibt. Ich hatte versucht es zu finden durch exakte Formalitäten im Opfer, durch Detailwissen zu Mythen/Sagas/Geschichte, durch lange-lange Wanderungen durch die Natur, durch allerlei philosophisch-metaphysische Konstrukte zu den Göttern und ihren Wirkungsbereichen, durch durch eine gewisse Erwartungshaltung an all das. All dies sind wirkungsvolle Praktiken, die aber Spiritualität benötigen, um Wirkung zu zeigen. Sie selbst geben (zumindest mir) keine Spiritualität. ;Pfaffe;


    Denn Spiritualität kommt nicht von außen. Vielmehr kommt sie von innen und wird durch ein Ritual in die richtige Richtung geleitet. Formalitäten und geistiges Futter allein bringen mich den Göttern nicht näher.


    So habe ich mich in den Jahren meiner Abwesenheit mit spirituellen Praktiken beschäftigt. Allen voran Yoga und Meditation, die den eigenen Geist und Körper miteinander und der Umwelt in Einklang bringen, die Wechselwirkungen, die sie auslösen, zu beobachten. In beiden Praktiken lernt man, auf die eigene Körperfrequenz (eine Art Vibration, oder Summen) als Energiefluss zu achten und zu steuern. Ruhe und Achtsamkeit sind der Ursprung der Spiritualität.


    So, wie wir selbst Energie ausströmen, hat alles, was wir kennen einen eigenen Fluss. Spiritualität und Achtsamkeit bündeln unsere Energie. Durch ein Ritual wird sie zu den Göttern geleitet und entfaltet ihre Wirkung in uns.


    In der Zeit habe ich mich auch viel mit anderen Religionen beschäftigt, war in allerhand Gruppen zu Gast. Auch dadurch bin ich zu diesem Schluss gekommen. Doch alle Religionen hätten mich im Kern dazu bewegt, mein eigenes Wesen zu verbiegen. Sie hätten mir fremde Überzeugungen aufgelegt. Im Kern habe ich all die Jahre die Werte des Hávamál unbewusst weitergelebt.


    Wenn ich jetzt zurückschaue auf die Inhalte der nordischen Sagen, wird mir bewusst, dass meine Erkenntnisse bereits dort in Geschichten stehen. Ich fühle, dass mich mein Weg nie so wirklich von den Göttern weg geführt hat, sondern sie mir die nötigen Erfahrungen gegeben haben, um Ásatrú richtig wertschätzen zu können. Um die fehlenden Steine in mein religiös-spirituelles Leben setzen zu können. Es fühlt sich für mich wie ein Übergang im Lebenskreis an.


    Ich werde mir nun nach und nach meine gelebte religiöse Praxis aufbauen. Nicht nach bloßen Formalitäten, sondern nach wirkungsvoller Praktik.


    Alles Gute,

    Sütterlin

    Haben sich die Christen in Schweden eigentlich damals auch für Anders Behring Breivik | (Wikipedia) entschuldigt und distanziert wie es heute die Heidenvereine so brav tun?


    Dadurch das ein Großteil des norwegischen Umfelds entweder selbst christlich ist, oder zumindest gut mit diesem bekannt ist, sind solche Distanzierung von christlicher Seite überflüssig. Ähnlich verhält es sich mit Islam und politischem Islamismus.


    Uns hingegen kennt fast keiner. Wenn doch, dann aus zweifelhaften Presseberichten. Da kann es nicht schaden zu sagen 'das hat nichts mit uns zu tun.' Den Artikel der evangelischen Zentralstelle finde ich soweit gut, da mal ein Externer über uns aufklärt und uns von den Rechten distanziert. Das zeigt, dass die vergangenen (und ja, teils übertriebenen Bemühungen) uns von Rechts zu distanzieren, im interessierten Ohr gewirkt haben.



    Aber, wer ist Martin Marheinecke? Muss man den kennen?

    Macht auch Sinn. Aber ich weiss nicht, ob ich das könnte. Wenn du alles in einer Christlichen Trauung schwörst, ist das schon ein wenig wie Lügen. Eigentlich ist es Lügen... Aber ich finde, dass man das dann in einer Beziehung mit dem Partner besprechen muss, ganz in Ruhe.


    Vorher in der Absprache würde ich allen gegenüber ehrlich bleiben. (Da sind ja neben Brautpaar und Pfarrer nicht viele involviert. Oder?) Wobei es fraglich ist, ob ein Pfarrer es überhaupt erlauben würde, dass du während der Zeremonie 'lügst'. Ich kann mir vorstellen, dass er es für anstößig halten könnte.


    Wäre es moralisch verwerflich im Wissen der betreffenden Personen während der Trauung diesbezüglich zu lügen? Wäre es überhaupt noch lügen, wenn es doch zumindest die unmittelbar Betroffenen wissen?


    Macht meine Ausführung noch Sinn oder erschlagen mich schon die Denkfehler?

    Ich würde - wenn es meiner Partnerin am Herzen läge christlich zu heiraten - einfach alles schwören, was man von mir verlangt. Fertig. Mir bedeuten derlei religiöse Schwüre nichts, da sie nicht in mein Weltbild passen. Meine Religion verlangt keine Schwüre, meine Treue zu den Göttern wird nicht durch Glauben besiegelt, sondern durch die Verehrung meiner Götter und durch symbolische Opfer. Es ist somit kein Bruch mit meiner Religion, aber es ist vielleicht nicht ganz ehrlich den Anwesenden gegenüber. Aber wollt ihr wirklich euren Hochzeitstag damit verbringen, jedem Gratulanten beizubringen, warum ihr 'Götter' oder was anderes gesagt habt? Warum ihr nicht das christliche gesagt habt? Da es eh niemanden juckt, ob ich Heide bin oder nicht, brauch ich mir keine Extrawurst zu braten.


    Was ich fühle oder denke ist wichtig. Nicht das, was ich schauspielere.

    Vielleicht hab ich auch etwas von ihm gefunden, zwei Sätze gelesen und als Esomüll abgehakt und den Tab geschlossen... möglich...


    Ich verteidige Geza nur ungern, da er einfach zu abgehoben, arrogant und größenwahnsinnig ist. Aber gerade seine frühen Bücher sind durchaus informativ und sehr gut recherchiert, wenn man selbst nebenbei ein wenig mitdenkt und filtert.. ('Heidnische Naturreligion')

    Du solltest dir auch einmal die Konzepte Orlog und Wyrd anschauen: Familienschicksal/Wyrd (Karma)


    Wyrd Designs – Understanding the Words – Wyrd and Orlog


    Das was dir da aufgefallen ist, ist mMn einfach ein Widerspruch in sich selbst, wie er in Religion überall zu finden ist. Einerseits können wir und andere unser Schicksal durch unsere Taten ändern, andererseits ist von einem unabwendbaren Schicksal die Rede. In Bezug auf Ragnarök wird damit wohl gemeint sein, dass die Welt einfach irgendwann zu Grunde gehen wird - und dies als großes Ende unabwendbar ist. Einzelschicksale der Menschen werden wohl bis dahin änderbar sein.


    Allein aus psychologischen Gründen würde ich dir empfehlen, an ein änderbares Schicksal zu glauben ;)

    Sag, wann und wo darf ich dich ehelichen? Es könnte aber eine polyamore Ehe werden, meine asienbegeisterten Kumpel wollen nämlich auch :ora:


    Also für Indien und Sri Lanka zumindest sind das absolut authentische Rezepte und umfassen den größten Teil der dortigen Straßenküche.

    Ich habe meinen Fulltrui oder besser er mich leider noch nicht gefunden. Oder habe ich es nur nicht bemerkt.....?




    Such dir nicht bewusst einen Gott/Göttin aus. Verehre einfach alle zu den richtigen Zeiten und du wirst schon merken, mit wem du dich am meisten verbunden fühlst. Das kann auch von der Jaherszeit abhängen..


    Sowas kommt mit der Praxis und den Jahren von allein (:

    Odin verwandte sein ganzes Leben auf den Wissenserwerb - ohne Erinnerung würde er sein komplettes Lebenswerk einbüßen. Er geht täglich zum Zwecke der Erweiterung seines Wissens also das Risiko ein, alles mit einem Male zu verlieren.
    Da ist ein wenig Angst doch angebracht, oder?


    Es ist ja auch möglich, dass sich das Wort über eine lautlich verkrüppelte Verschiebung merkwürdig verändert hat. Gerade wenn es ein weit verbreitetes Wort im sakralen Sinne war, ist es möglich, dass es sich separat von ähnlich klingenden Wörtern weiterentwickelt hat. Die Sprachen Europas sind ja nun auch nicht gerade für ihre Regelmäßigkeit und tollen Regeln bekannt ;)

    Es ist wunderschön, wie du folkloristische Elemente in deine Geschichten unbemerkt mit einflechtest. Das Umdrehen kennt man aus so vielen Volkssagen (: Die Ambivalenz von Hel kommt auch sehr gut durch. Sollte irgendjemand mir mal mit "Teufelsanbeter" ankommen, brauche ich ihm nur die Geschichte zu zeigen! Echt gut!

    @Kendra
    Danke, das ist so ziemlich genau das, was in ähnlicher Form auch bei anderen Weltbankprojekten abgegangen ist.


    Wie man sieht funktioniert eine Umsiedlung in einem Entwicklungsland eben nicht so wie in deutschen Tagebaudörfern. Gerade dem westlichen Unternehmer ist es recht, dass die Politik in diesen Ländern versagt und man ungeschoren wilde Sau mit den Menschen spielen kann.

    Hallo,
    auch wenn ich meine eigene Ernährung wohl niemals in einen engen Begriff packen werde, teile ich mal diesen exzellenten Onlineartikel von Steve Pavlina, der seit knapp zwei Jahrzehnten vegan lebt und hier in sehr viel Detail so ziemlich alle Facetten des veganen Lebens beschreibt. (Vegan unterwegs, vegan sein in tieressenden Gesellschaften, vegane Romanzen, Vegan auf Budget, Übergang zum veganen Leben) Ihr merkt schon, allein für die Überschriften hat er einen Titel verdient :D


    http://www.stevepavlina.com/blog/2015/05/how-to-be-vegan/


    Auch allgemein ist der Blog sehr empfehlenswert - er hat viele Artikel über Persönlichkeits- und spirituelle Entwicklung geschrieben. Sehr innovativer Schreiber und Denker.