Beiträge von Andrhimnir

Schon gewusst…?

Die politische Organisation der Wikinger gleicht am ehesten einem demokratischen System.
In Island tagte vor über 1000 Jahren zudem das „Thingvellir“, das als eines der ältesten Parlamente der Welt gilt.




    Erstmal: Sehr interassante Einsichten in Sachen Klimawandel. Gerade die allgemeingültige Sichtweise unserer Existenz geht ja davon aus dass der Mensch die Umwelt beherrscht. Das tuen wir aber nicht. Wenn man sieht wie selbst eine, im Vergleich zu ähnlichen Ereignissen, kleine Turbulenz wie die Pfingstunwetter unserer Gesellschaft erschüttert hat....


    Klimaschutzprogramme sehen im Wahlprogramm toll aus, im Endeffekt gibt es aber für Klima- und Umweltschutz nur eine Lösung: Verzicht!


    Und ich nehme mich dabei nicht aus, wenn ich sage, dass das die größte Herausforderung der Menschheit ist. Ich bemühe mich in den folgenden Dingen eindringlich, aber es ist hart:


    - Verzicht auf nicht saisonales Gemüse/Obst
    - Reduzierung des Fleischkonsums
    - Verzicht auf unnötige elektrische Verbraucher
    - Vermeidung unnötiger Autofahrten
    - Reduzierung des Rohstoff-Verbrauchs auf das Wesentliche


    Ich bin in diesen Punkten selber weit von meinem Ideal entfernt, aber ich arbeite an mir. Aber einen Aktionstag zum Thema "Verzicht" würde ich jederzeit unterstützen, nicht wegen drohendem Klimawandel, sondern weil wir unsere Umwelt sonst killen, bevor es eine Eiszeit tut. Nicht die Welt wird enden, nur die Menschheit.

    Moin,


    die kleine Auszeit hat sich ein bisschen verlängert, nach dem Campingurlaub, der mir durch diesen "wundervollen" August ziemlich verhagelt wurde, hatte ich erstaml eine dicke Bronchitis. Das Blot musste ich damit verschieben, aber ich hatte viel Zeit zum Denken. Hat sich nur leider noch nicht in einer endgültigen Entscheidung manifestiert, aber die Richtung ist klar. Hatte gestern die Gelegenheit mit meiner Chefin (respektive Chefin meinse Chefs) zu sprechen und habe mich wohl sehr klar ausgedrückt was meine persönliche Situation und ide meiner Kollgen angeht. Habe die gute Frau noch nie so perplax gesehen ;)


    Ich werde meine Entscheidung noch ein bisschen vertagen, da sich gerade ein bisschen was zum Positiven geändert hat (zusätzliche Kollegin). Aber mittelfristig werde ich da raus kommen/müssen. Danke an Helsger, eine Antwort die mir sehr geholfen hat, da sie das zusammenfasst, was ich mittlerweile für mich auch herausgefunden habe. Auch in Bezug auf Lille Runas Post hast du Recht, ich kenne ja hier im Forum keinen, so dass ich bis zu Firnwulfs Post nicht wissen konnte, dass einige andere Mirglieder angegriffen wurden weil sie zZ ohne Job sind.


    Es kristallisiert sich jedenfalls heraus wo meine Reise hingeht, danke für alle Antworten.

    Hallo,


    Hi Andrhimnir,


    Oder ist es bei Dir zum jetzigen Zeitpunkt so, dass Du überhaupt keine Lust mehr auf den Personalbereich hast? In einem solchen Fall sieht es natürlich schon schwieriger aus, da Du dann ja einen kompletten beruflichen Neustart hinlegen würdest.


    Das ist es eher, Wechsel im selben Bereich ist dann eher vom Regen in die Traufe, dann steh ich mittelfristig wieder genauso da, muss aber nochmal durch die Probezeit...


    Ich denke durch Opfer und Gebet noch anderen Rat einzuholen ist sicher eine gute Möglichkeit. Ich gönne mir jetzt eh ein paar Tage Auszeit, da wird sich eine Gelegenheit ergeben.



    denken sich manche vielleicht das so ein Hammer beim AG gewisse politische Assoziationen hervorruft die man als AG nicht haben will und automatisch als Bewerber aussortiert wird.


    Naja, mit mir rechnen tatsächlich die wenigsten Bewerber ;-)


    Danke für eure Antworten, Gruß,


    Andhrimnir

    Also, erstmal ist hier einiges genauso angekommen wie ich es nicht wollte. Weder wollte ich hier Stunk machen in Bezug auf einige Forenmitglieder, deren berufliche/private Situation mir bis zu Firnwulfs Post gar nicht bekannt war (genau genommen weiß ich immer noch nicht um wen es sich handelt) noch wollte ich hier alle Arbeitsuchenden über einen Kamm scheren und als faul und arbeitsunwillig abstempeln. Das es durchaus Faktoren gibt, die es einem schwerer bis unmöglich machen in einen Beruf zu kommen, wie von Ravena geschildert, aber auch durch Pflege eines Angehörigen oder, wie im letzten Satz meines Eingangsposts geschrieben, durch eigene Krankheit ist mir klar. Solchen Leuten dann Unwillen vorzuwerfen ist eine Schweinerei die ich ganz sicher nicht unterstütze. In diesem Zusammenhang hätte ich mir natürlich das Reizwort von der sozialen Hängematte sparen sollen. Hinterher ist man immer klüger und ich entschuldige mich dafür.


    Dann ist es natürlich nicht so, dass jeden Tag hunderte von Bewerbern, die heidnische Symbole in welcher Form auch immer tragen, in meinem Büro sitzen. Im Gesamtkontext habe ich natürlich viel mehr Bewerber dauf die das nicht zutrifft und die auch nach einem eigentlich positiven Gespräch auf nimmer Wiedersehen verschwinden oder halt am ersten Tag nicht aufscheinen. Aber bei denen denke ich halt nicht so intensiv über ihre Beweggründe nach. Grundsätzlich war diese Schilderung auch nur als Hintergund gedacht, wie ich zu meiner Fragestellung gekommen bin. Das mir hier keiner die genauen Gedankengänge von Dritten erklären kann war mir schon klar.


    Um die Emotionen vielleicht ein bisschen rauszukriegen versuche ich es noch einmal nur auf meine persönliche Situation bezogen. Ich arbeite bei einem Automobilzulieferer, kann mich daher mit "meinem" Produkt schon einmal nicht so richtig identifizieren. Dazu kommt noch, dass es in meinem Job null Kreativität und ganz wenig Raum für Eigeninitiative gibt, dazu reichleich Druck von oben und Frustration wenn man sich mal wieder durch eine Einstellung geschlagen hat und morgens als Erstes einen Zettel auf dem Schriebtisch findet, dass der neue Mitarbeiter nicht aufgetaucht ist.
    Bis jetzt habe ich mir gesagt: "Steh es für die Familie durch, wenigstens bist du mit dem Job wirtschaftlich auf der sicheren Seite", mittlerweile komme ich damit aber auch nicht mehr richtig weiter, da ich, wie oben schon mal geschrieben, manchmal morgens schon vorm Spiegel stehe und mich, gelinde gesagt, nicht mehr so richtig wohl fühle. Andererseits hab ich die Dreißig jetzt auch schon hinter mir und jetzt in einem, wie Woth es so schön geschrieben hat, Beruf zu dem ich mich wirklich berufen fühle, noch einmal neu anzufangen ist ein Risiko.


    Habe natürlich schon mit meiner Familie und Freunden über das Thema gesprochen, aber da ich ja mir selbst gegenüber viel über "Verantwortung gegenüber der Familie" argumentiert habe, wollte ich halt mal hören ob es Heiden gibt die ähnlich argumentieren ode reinfach einen ganz anderen Ansatz haben. Einige ganz gute Antworten habe ich ja auch schon erhalten, danke dafür.


    Jetzt abschließend nochmal Entschuldigung an alle denen ich auf den Schlips getreten bin, ich hoffe ich konnte hier einiges klarstellen.


    Gruß,


    Andrhimnir

    Hallo Forum,


    ich möchte hier ein Thema zur Diskussion stellen, das mir seit einiger Zeit aus verschiedenen Gründen auf der Seele liegt. Würde mich vor Allem sehr interessieren was ihr dazu sagen könntet, vor einem Asatru-Hintergrund, aber auch einfach aus eurem Blickwinkel.


    Meine Motivation zu diesem Thema hat zwei Wurzeln:


    !) Ich bin im Personalwesen tätig und habe häufig Bewerber die einen Thorshammer tragen (oder sogar tätowiert haben), dann aber, wenn sie von mir ein konkretes Angebot erhalten, Ausflüchte erfinden und auf nimmer Wiedersehen verschwninden, einen Vertrag unterschreiben und am ersten Tag nicht auftauchen etc., sich im Endeffekt also lieber weiter in die bequeme soziale Hängematte legen.


    2) Ich bin selber mit meinem Job unzufrieden, habe aber zur Zeit, zumindest meiner Meinung nach, keine gleichwertigen Alternativen. Wenn es nur um mich ginge würde ich auch einen mies bezahlten Helfer Job annehmen, aber an meinem Gehalt hängt auch meine kleine Familie. Andererseits habe ich den Begriff der "Ehre" immer so definiert, dass ich mich ohne schlechtes Gewissen im Spiegel angucken kann, was mir aber in letzter Zeit häufig, jobbedingt, nicht mehr gelingt. Somit bin ich zur Zeit etwas in der Zwickmühle


    Um es mal zu konkretisieren brennen mir folgende Fragen unter den Nägeln:


    1) Wenn man die Möglichkeit hat zu arbeiten, ist es dann nicht besser sein Geld selber zu verdienen als von den Almosen anderer zu leben? Auch wenn der Job Mist ist...?


    2) Ist es statthaft sein eigenes persönliches Glück über das der Familie/Sippe zu stellen und einen halbwegs gut bezahlten Job zu kündigen um sich selbst zufrieden zu stellen? ODER


    3) Ist es nicht ehrehafter schlechte Zeiten für seine Familie durchzustehen?


    4) Gehört, solange man die Möglichkeit hat, ein Job, der einem das Leben finanziert, grundsätzlich zu einem selbstbestimmten Leben, welches wir ja hier im Forum, meiner Lesart nach, für uns einfordern!?


    Kleine Anmerkung noch: Ich möchte hier keinesfalls ein ALG1/Hartz 4 Bashing vom Zaun brechen, ich habe dafür in meinem Leben schon viel zu viele Leute kennengelernt, denen das Schicksal wirklich übel mitgespielt hat (Bäckermeister, der ne Mehlstauballergie entwickelt hat...)


    Jetzt freue ich mich auf eure Gedanken,


    LG Andrhimnir

    Meiner Meinung nach ist das Gewissen das, was uns von unmoralischem Handeln zu unserem eigenen Nutzen , also rein Instinkt-gesteurtem Taten,abhält. Rein vom Instinkt her wäre z.B. Diebstahl sehr natürlich. Das wir uns trotzdem nicht einfach Alles nehmen was uns gefällt liegt an unserer Erziehung, die gewisse Tabus in unserem Bewusstsein etabliert hat.
    Durch extrem Situationen kann diese Barriere überwunden werden. In Bezug auf Kendras Posting erinnere ich mich an einen Fall von Kindesentführung vor einigen Jahren, in dem der Verdächtige durch die Polizei regelrecht gefoltert wurde um das Versteck/Gefängnis preiszugeben. Rechtlich eindeutig falsch, moralisch fragwürdig, aber den betreffenden Polizisten war in dem Moment ihr Wille (Instinkt?) das Kind zu retten wichtiger als ihr anerzogenes Gewissen.