Beiträge von TaJu7

Schon gewusst…?

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    Heja,
    ich tippe hier einen von mir im Dialekt (Nordoberpfälzisch) verfassten Text mit dazugehöriger Übersetzung:


    Grenzn


    Assa da Sprouch gibz koi Grenzn alles is Mittgort,
    aasm Schouß vo da Mama is jeda vo uns durt hie gschickt wordn.
    Ich leb seit ich denkn kaa in an mikrign Dorf,
    doch wir hom a eigene quölln dey gschicht is ehrlich gsagt wohr.


    Opfer die Götta bloß des wost wirklich gebm kannst,
    leb Dy Lebm genau aso weyst Dy Lebm halt lebm kannst.
    Wir kinna fleyng wey a Adler ohne Red Bull oder Feenglanz.
    Animisten san naturverbunden, des bringt uns zum schwebm, Mann.


    Ohne Rouh und ohne Rast wey die Wülde Jagd.
    Wr san alle verbunden ohne Witz, es Gühl is stork.
    Beim opfern wird einfach gmacht und niad all zu vüll gsagt,
    egal obst bohrfaß ihm Reng stehst, egal ob in da Freyh oder aaf dNacht.


    Ich bin durch Zufall sowos wey a bairischa Skald.
    Wir spotzn Zaubersprich dey im Wold niemals verhalln.
    Rap is so gsehng nix Neis, sondern sauold aaf jeden Fall
    und bringt a Heiden Gaudi, es moe ja niad an jeden gfalln.
    Wir san vielföltig wey a költisch Baamhoroskop.
    Ich bin niad gottlos, ich hob gnouch und leb mein Draam jedn Dohch.




    Achtung Übersetzung:


    Ausser der Sprache gibt es keine Grenzen alles ist Midgard.
    Aus dem Schoß der Mutter sind wir alle dort hin geschickt worden.
    Ich lebe seit ich denken kann in einen winzigen Dorf,
    doch wir haben eine eigene Quelle diese Geschichte ist ehrlich gesagt wahr.


    Opfere den Göttern nur dass, was du wirklich geben kannst.
    Lebe Dein Leben wie Du Dein Leben halt leben kannst.
    Wir können fliegen wie ein Adler auch ohne red bull oder feenglanz.
    Animisten sind naturverbunden, das bringt uns zum Schweben, Mann!


    Ohne Ruhe und ohne Rast wie die Wilde Jagd.
    Wir sind alle verbunden ohne Witz, dieses Gefühl ist stark.
    Beim ofern wird einfach gemacht und nicht all zu viel gesprochen,
    egal ob man barfuß im Regen steht, egal ob in der Früh oder bei Nacht.


    Ich bin durch Zufall sowas wie ein bairischer Skalde.
    Wir spucken Zaubersprüche, die im Wald niemals verhallen.
    Rap ist so gesehen nichts Neues, sondern saualt auf jeden Fall.
    Und bringt einen Heiden Spass, es muss ja nicht jedem gefallen.
    Wir sind vielfältig wie ein keltisches Baumhoroskop.
    Ich bin nicht gottlos, ich habe genügend und lebe meinen Traum jeden Tag.

    Ich stelle mir das Wyrd als multidimensionales, multitemporales, sich ständig rearrangierendes Informationsgewebe vor. Sozusagen, die Informationsschicht, des Universums. Möglicherweise bilden ja manche Schicksalsknoten darin Verbindungen zu einander, welche die damit verbundenen Menschen sich ähnlich entwickeln und einander finden lassen.
    Weil das Wyrd zeitlich omnipräsent ist, müssen zwangsläufig auch Gläubige alter Zeiten mit Gläubigen der Gegenwart verbunden sein. So erklärt sich für mich, dass man mit Gestorbenen Kontakt aufbauen kann. Denn da wäre ja ein "Link".

    ja das denke ich auch. Und vor allem wenn du lange zeit an einem Ort lebst, siehst du wie es (das Wyrd) manchmal Leute zu dir hin und auch weg zieht.


    ich hatte schon immer ein "Händchen" spirituelle Menschen zu begegnen und mit ihnen Gespräche zu führen. Positiv wie auch negativ. Aber es ist denke ich schon kein Zufall warum sich manche Menschen treffen. Aber das warum und weshalb bleibt den Nornen und der Göttermutter vorbehalten. Und die Drei an da Urdquelle sind zu beschäftigt um irgendwelche Infos irgendwem zu geben, und Frigg betrachtet dich nur liebevoll und verliert auch kein wort obwohl ihr alles bekannt ist. <3

    Guten Morgen ^^


    Es ist nicht abwegig, höre ich so zum ersten mal in dieser Form. Deswegen würde ich gern wissen, woher Du das nimmst.

    So war es nicht gemeint. Die Frage ist eher für mich, warum sollten die Götter jemanden, der sonst im Leben nichts an Kampf auszustehen hatte, ausgerechnet die letzten Sekunden mehr beehren als das, was ein Mensch u.U. sein Leben lang leistete (ich spreche jetzt hier nur von "Kampf").

    Ich weiss nicht recht. Dafür geht es mir gerade gesellschaftlich einfach zu ungerecht zu. Ich kenne viele dumme Menschen, die in hohen Positionen sitzen, die im Leben nichts geleistet haben. Weisst Du, was ich meine?

    ich möchte versuchen Deine Fragen zu beantworten:
    Das mit der letzten Sekunde ist eher nur so ein Gefühl. Ich habe schon zahlreiche Geburten begleiten dürfen und auch schon Sterbende. Da geht's manchmal auch von einer Sekunde auf die nächste los und du musst es so nehmen. Das erklärt auch schon die zweite Frage. Die Götter haben sich diesem Geflecht des Schicksals (Wyrd) zu beugen. Und bei Frage 3: Es ist in der Tat sehr ungerecht auf diesem Planeten, was die Verteilung von Reichtum und den damit verbundenen Privilegien angeht. Nichts desto trotz versucht denke ich jeder seiner Familie was gutes zu tun anstatt ihr zu schaden.

    Meinst Du? Ist das nicht ein bisschen zu einfach? Wäre dann das, was man im Leben geleistet hat, bedeutungslos?Es gibt Menschen, die kämpfen ihr Leben lang und sterben dann doch "in der letzten Sekunde" an einer Krankheit, Altersschwäche.
    Warum sollten die Götter das für unwürdiger halten, als einen Mann, der beispielsweise sein Leben lang sehr einfach durchs Leben geschritten ist, nie etwas tun musste und dann in einem Faustkampf stirbt?

    heja,
    was Du im Jetzt und Hier leistest, kommt Dir und Deiner Familie zugute. Im Jetzt und Hier und manchmal auch noch Generationen später. Somit ist nichts Bedeutungslos. Wenn du es so siehst, wird Dir Gutes mit Gutem belohnt (z.B. du bist gastfreundlich und wirst auch gern als Gast empfangen) und Gewalt erzeugt Gegengewalt (z.B. du verletzt und wirst verletzt). Eine Belohnung nach dem Tod für gute Taten im Leben ist meiner Meinung nach ein christliches Konzept, dass sich in unsere Gemüter seit Generationen manifestiert hat. Dieser immense Einfluss ist nicht so ganz einfach abzuschütteln. Es sind bestimmt nicht nur "edle" Krieger in Walhall und Folkwang. Da sind bestimmt ein paar ruppige Gestalten dabei, die auch nicht so ganz viel "ehrenhaftes" geleistet haben im Leben. Warum ist es so abwegig mit der letzten Sekunde? Und was soll dieses "man könnte für unwürdig gehalten werden"? Hel ist bestimmt sehr gastfreundlich.

    momentan lese ich meistens mit meinen Kindern die Geschichten von Yggdrasil von Luci van Org.
    Ich finde dieses Buch sehr schön aufgebaut und in einer modernen Sprache sehr unterhaltsam geschrieben. Vor allem gefällt mir ihre Interpretation des Havamals sehr gut.

    dem ist nichts hinzuzufügen

    Heija,


    wer wohin nach dem Tod kommt, ist glaube ich in der Sekunde seines Ablebens bestimmt. Und das machen die Götter unter sich aus, nicht wir.


    Gegen die Schatten aus Hel's Hallen sind auch die Götter machtlos. Darum werden die meisten nach Helheim gehen, außer es ist Gewalt im Spiel (d.h. Soldat oder Polizist im Einsatz, Strassengewalt, Häusliche Gewalt, Mord & Totschlag), dann geht's wohl Richtung Folkwang oder Walhall...


    Meine persönliche Vorstellung: Wir gehen alle zurück zur Erdmutter und die Seelen werden falls es ihnen bestimmt ist, in die Sippe wiedergeboren. Vielleicht auch nur teilweise.


    Allerdings ob das stimmt weiß keiner außer die drei Nornen oder die Göttermutter selbst <3

    Utiseta ist meiner Ansicht nach eher weniger ein Glaubensding. Es ist für mich eher was individuell Spirituelles.


    dem kann ich nur zustimmen...


    Und vor allem ist es Praxis nicht Theorie. Klar will man sich an irgendwas orientieren und hinterfragt sein Tun in der Richtigkeit oder Wirkung aber wenn man wirklich wissen will wie sowas funktioniert, muss man es ausprobieren. Meiner Meinung nach können wir in allen Kulturen "Versenkungstechniken" finden zu unterschiedlichsten Zwecken...


    Meditieren kann man üben und praktizieren wenn man will, geschieht es jedoch in der Natur, unter Bäumen, Sträuchern oder an Quellen, Gewässern oder Gräbern, können auch sehr intensive Momente entstehen. Darum würde ich empfehlen am Anfang in einer kleinen Gruppe oder zumindest mit einem "Aufpasser" sich der Sache anzunähern. Das muss nicht gleich rituellen Charakter haben es sollte aber ein gewisses Vertrauen untereinander gegeben sein.
    Bei meinem ersten Erlebnis war zum Glück ein sehr guter Freund dabei, der mich unterstützte als es mich sehr mitgenommen hat (heftigstes Weinen vor Trauer und Freude).


    Mit den Ahnen oder Geistwesen habe ich jedoch noch nicht versucht direkt in Kontakt zu treten. Das mache ich wenn dann nur bei schwerwiegenden Entscheidungen, die ich alleine nicht treffen will. Dann kann man die Toten mal um Rat fragen. Jedoch sollte der Frieden gewahrt werden. Darum habe ich das auch noch nicht versucht.


    Wenn ich mich in Mich zurückziehe, habe ich manchmal den Eindruck, dass Grenzen schwinden und ich mich als Teil des Wyrds wahrnehme. Das positive daran ist, es gib mir eine Art innere Gelassenheit, die sich auch im Alltag vermehrt bemerkbar macht (ich bin weniger aufbrausend und schlecht gelaunt). Seitdem fühle ich mich gewissen Göttern näher als zuvor...

    ich rap, singe oder schreie im Dialekt zu diverser musik die meine Bandkumpels kreieren...
    da mein musikgeschmack sehr breit gefächert ist, kenne ich da keine grenzen...
    um ehrlich zu sein hat mich das beschäftigen mit meinem Dialekt zum alten weg zurückgebracht...


    einfach mal bei YouTube "taju7" eingeben oder auf Google und du kannst diverse Musikstücke anhören...

    hi,
    ich (36) bin hierher zu euch ins Forum, da es sehr belebt wirkt und ich mich gerne über den alten weg austausche.
    beim Eldaring und dem vfgh bin ich auch ab und zu unterwegs im Forum...
    gemeinsame feste begehe ich wenn möglich mit Bilskirnir vom vfgh, ansonsten lebe ich meine Spiritualität mit Familie und freunden aus, die offen dafür sind...
    ich arbeite in einer kindernotambulanz und in meiner spärlichen Freizeit mache ich musik...


    :prost: