Beiträge von Havald

Schon gewusst…?

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    Ulfberth Es ist üblich Verstorbenen, Ahnen, Gottheiten und Geistern Gegenstände aus Papier und besonders Geistergeld (mingbi 冥幣) zu opfern. Zugrunde liegt die Vorstellung, dass Geister genau wie lebendige Menschen Nahrung, Kleidung und Geld benötigen, um ihren Lebensunterhalt im Jenseits zu finanzieren, bzw. bequem leben zu können. Wird ihnen nicht geopfert suchen sie ihre Nachkommen in Träumen heim, schicken Krankheiten und sorgen auch für schlechtes Wetter. Prinzipiell ist diese schamanistisch/animistische Praxis der Opferung beinahe das gleiche, was auch hierzulande von Heiden betrieben wird, allerdings verwendet man hier ja das echte Ding und kein Faksimile aus Papier. Man neigt in China auch seit Anbeginn dieser Tradition zu einem gewissen monetären Fetischismus. Geld ist schließlich das einzige Objekt mit subjektiven Eigenschaften. Es bewegt sich und kann sich in Form von Kapital sogar reproduzieren. Zudem sind vor dem Geld alle waren gleich, es nimmt also auch eine gottähnliche Stellung ein. Diese ideale Macht wird quasi den Geistern geopfert. Außerdem sind die Götter in der chinesischen Vorstellung gewissermaßen bestechlich. Auch im Jenseits gibt es nämlich Bürokratie und Hierarchien und die dortigen himmlischen Beamten können durch kleine Geldgeschenke dazu bewogen werden, dass die Seele des Verstorbenen schneller in höhere Sphären kommt.

    Wenn ich jetzt also behaupte, dass Wotan ein Opfer im chinesischen Stil nicht ganz so schätzen würde, meine ich damit, dass er wohl mit der Idee von Geld (also Papiergeld, Goldmünzen o.ä. wären sicher eine traditionell gute Opfergabe:/) wenig anfangen könnte. Ich denke hier kommt es mehr auf die "Basics" an. Naturalien, Dinge die mit eigener Kraft und Zeit hergestellt wurden, etc. bringen meiner eigenen Erfahrung nach mehr "Erfolg" als Opfergabe (insofern das überhaupt messbar ist, ich behaupte das jetzt mal ganz subjektiv), als erworbenes.

    Ich hoffe, das war jetzt halbwegs verständlich, ich schaffe es mitunter nicht, meine Gedanken so flott in eine elegante und sinnige Form zu bringen.:ugly:

    Danke für die interessanten Antworten!

    Der Gedanke zu den Landgeistern ist wirklich sehr einleuchtend. Natürlich müssen sie in ihrer Art ganz anders sein, als die, die mir bisher vertraut sind. Wahrscheinlich muss ich mir einfach ein wenig Zeit nehmen, sie kennen zulernen. Feindlich scheinen sie mir bisher nicht zu sein. Nur etwas kühl vielleicht. Aber das lässt sich ja sicherlich ändern. ^^

    Womit ich irgendwie nicht ganz übereinstimme, ist zu behaupten, dass die Götter überall die gleichen sind. Rituale und Kultpraktiken unterscheiden sich von Volk zu Volk, von daher gehe ich auch davon aus, dass die Götter in den Regionen unterschiedliche sind.

    Momentan beschäftige ich mich für eine Hausarbeit mit einer chinesischen Ahnenverehrungstradition. Was man da zu lesen bekommt zeigt relativ klar, dass die Völker unterschiedliche Vorstellungen von ihren Göttern und dem Umgang mit ihnen haben. Ich glaube nicht, dass der graue Wanderer von einem in China üblichen Opfer begeistert wäre.

    Wenn ich mich nicht irre war dieses Gebiet hier ursprünglich keltisch besiedelt. Möglicherweise sind die nordischen Götter soweit im Süden deswegen "schwächer".

    Gescheiterte Ostexistenz einen Taschengott sollte ich mir vielleicht wirklich zulegen. :/

    Hallöchen!


    Mir ist nach meinem letzten Besuch in der Heimat ein Gedanke gekommen, den ich gerne mal diskutieren würde. Ich bin für mein Studium von Sachsen nach Baden-Württemberg gezogen und bin natürlich auch in den hiesigen Wäldern unterwegs gewesen. Allerdings empfinde ich hier ein ganz anderes Gefühl, also ein viel schwächeres, nennen wir es mal "Rufen", als in meiner Heimat. Als ich also wieder daheim war, ging ich dort in den Wald, besuchte die üblichen Orte und fühlte das übliche "Ziehen", also das Verlangen, zu beten und opfern, was ich hier in BW eigentlich kaum spüre. Da stellt sich mir natürlich die Frage, ob die Götter vielleicht unterschiedlich präsent sind, dass es möglicherweise Orte gibt, an denen man sich ihnen näher fühlt, als an anderen. Oder vielleicht haben hier auch andere Götter eine stärkere Präsenz als im Osten?

    Natürlich könnte man auch einfach sagen, dass mir meine Heimat einfach vertrauter ist und ich dadurch, dass ich dort schon oft geopfert habe, religiöse Erinnerungen mit den Wäldern verbinde und deswegen dieser Eindruck von "Leere"in den süddeutschen Wäldern entsteht.

    Was denkt die werte Heidenheim darüber? Kennt ihr dieses Gefühl? Beschränkt sich der Wirkungsbereich der Götter auf gewisse Gegenden?


    Liebe Grüße,

    Harald:P

    Ein interessanter Roman dazu ist vielleicht Quo Vadis. Spielt zur Zeit Neros und zeigt gewissermaßen die Christianisierung einiger römischer Patrizier und natürlich der Sklaven. Ist natürlich keinesfalls wissenschaftlich, aber wenn man die Attraktivität mal anschauen möchte, finde ich es ganz gut dargestellt. ^^

    Hallöchen :D


    Puhh, war ich lange nicht hier. Erstmal durch alles durchklicken. :S :D
    Ich hab tatsächlich den Platz an meiner Wunsch-Uni bekommen und studiere dann ab Oktober. Nur eine Wohnung muss ich finden. ;(
    Bei euch ist alles frisch? ^^

    Moin :D
    Jetzt noch schnell Kuchen abgeben und Blumen kaufen, dann kann die Woche entspannt losgehen. Und meine Kollegen in der Schule brauch ich dann nicht mehr sehen. :thor:

    Toll, dank der Aktion gestern, also 2h schweres Zeug durch die Kante schleppen mit angeschlagenem Bein, kann ich heute kaum laufen. Ich bleib dann mal zuhause.

    @Koshka Die anderen waren zum Glück noch mit da! Ich hätte ja gar nicht gewusst wohin mit dem Zeug. Außerdem hätte ich mir dann wohl in der Taverne schon einen Frühstückskaffee abholen können, wenn ich das hätte allein machen müssen. :ugly:

    Ich durfte heute zwei Stunden länger arbeiten, weil ja nur ich einen Schlüssel habe, der für die Turnhalle passt. Also durfte ich auch die Bühne und die ganze scheiß Technik mit abbauen und wegschleppen. Super cool war das! :thumbup:

    Moin :muede:
    Ich kann an den Händen abzählen, wie lange ich noch in diesem Schuppen Knechten muss! :Val2:
    Dobby ist bald ein freier Elf! Naja, erstmal überstehen den Mist hier. Langeweile, schlecht gelaunte Kollegen, idiotische Kinder.
    Heute Abend mach ich mir eine schöne Zeit mit Mutti beim Sushi essen und vielleicht schleppe ich sie dann noch mit in die shisha bar :be_cool: