Beiträge von Efeukrone

Schon gewusst…?

Es sind derzeit leider keine Texte verfügbar.

    Da bisher noch nichts hier dazu geschrieben wurde, hier ein mittlerweile schon etwas älterer Bericht auf Facebook zum Bau eines Tempelhofs in Dänemark, gepostet auf "Wikinger, Heidentum und Fantasy":



    https://www.facebook.com/Wikin…um/posts/1154294654581802


    Hier der Originalbeitrag von Lyngvilds Seite, auf der sich auch neue Bilder finden, unter anderem von der Opferzeremonie:


    https://www.facebook.com/perma…618423&id=214848801894802
    https://www.facebook.com/perma…424166&id=214848801894802

    Historischer Christus?


    Gibt es irgend einen Beweis, das es den jemals gegeben hat?


    Theoretisch könnte ich sagen "ja", aber in ähnlich spärlicher Form wie bei Sokrates und vielen anderen antiken Personen. Praktisch gibt es für historische Ereignisse überhaupt keine Beweise, es sei denn, man war dabei. Wir können auch vom mythologischen Christus sprechen, wenn dir das lieber ist, aber das ist Haarspalterei.


    @Kisa:


    Klar, wenn man das göttliche Mysterium in Jesus nicht akzeptiert, dann bleibt ein Mensch übrig, der Prophet, Rabbi, Schamane, Heiler, was auch immer ist. Spirituell und theologisch lässt sich das schon begründen, warum gerade Jesus das vollkommene menschliche Abbild Gottes ist, aber darüber diskutiere ich nicht gerne und das ist auch nicht Thema hier (zumal da ein Rattenschwanz, u.a. antiker griechischer Philosophie dran hängt). Nur ein Tipp: Es gibt da etwas, das fängt im neugermanischen Sprachgebrauch mit "L" an und hört mit "iebe" auf, und zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze "Neue Testament".


    Zwei Probleme bleiben dabei aber:


    1. Ist mir immer noch nicht klar, wer oder was der "Christengott" ist, vor allem, weil Christen und ihre antiken jüdischen Vordenker gar nicht beanspruchen, einen eigenen Gott zu haben und ihnen das auch von anderen Seiten zugestanden wird. Ein paar Zitate:


    Zitate: Gott der Christen, Gott der Welt « ProRel Tübingen


    Am prägnantesten Böhme ("...so wirst du auch alle deine Brüder sehen und erkennen: sie seien Juden oder Christen, Türken oder Heiden. Oder meinst du, Gott wäre nur der Christen Gott? Auch die Heiden leben in Gott: Wer Recht tut, ist ihm lieb und angenehm.")


    2. Funktioniert das christliche Mysterium nicht mit einem polytheistischen System, denn wenn Jesus das vollkommene menschliche Ebenbild Gottes ist, von welchem "Gott" sollte er das sein? Man wird zwangsläufig ein übermächtiges Wesen oder einen besonderen Menschen aus Jesus machen ;)


    Aber wie gesagt, ich will hier nicht über Jesus und Christentum diskutieren, nur erklären, warum ich die Fragestellung nicht für sinnvoll halte.

    Ja, das wird vor allem in den judenchristlichen Evangelien sehr breit ausformuliert.
    Der Einfachheit zitiere ich mal den Dogmatiker Wilfried Härle, damit wir diese Diskussion abkürzen können und jetzt nicht ewig alles über das Christentum vollspämmen:



    Sachsenblick: Trinitätslehre in 90 Sekunden


    So, wer in Zukunft über "den Christengott" spricht, bitte an Härle deutlich machen, worauf er sich da bezieht ;)


    Und ansonsten dürfte ja klar sein, dass Christen überhaupt nicht beanspruchen, einen eigenen Gott zu haben, sondern dass ihr Gott kein anderer ist als der der übrigen Welt.

    Weil der Christus kein Gott im Sinne eines persönlichen Überwesens ist, das durch Bitten, Verehren oder Blozen beeinflusst werden könnte, sondern sich in einem Menschen verkörpert. Das ist überhaupt die ganze Grundlage des christlichen Glaubens. Der historische Christus (Jesus von Nazareth) bekräftigt das oft genug, dass man zwar zu Gott in Form eines väterlichen Wesens beten kann und soll, ihn selbst aber in allem zum Vorbild haben.
    Deswegen ist es auch völlig sinnlos, sich zu fragen, ob man zu Christus beten soll oder nicht, sondern es ist wie bei Buddha: Man wird zwangsläufig immer zu sich selbst beten und darüber vergessen, dass der wirkliche Weg zu Gott oder zur Erlösung auf andere Weise zu finden ist.


    Nachtrag: In der Zeit der Christianisierung fassten die Germanen und Wikinger Kristus als einen mächtigen Kampf- und Sonnengott auf, den sie problemlos neben ihre anderen Götter stellten (was ja bekannt ist). So interessant diese Vermischung ist, damit haben sie aber genau den Fehler begangen den ich oben beschrieben habe ;) Am Ende bleibt dann von dem Christus der Bibel nichts mehr übrig und man hat da so einen schnauzbärtigen Hochmittelalter-König mit Sonnenkranz auf dem Thron, der dem irdischen König das Schwert in die Hand gibt. Wenn man das mag, kein Problem.


    Darauf zu verweisen, dass JHWE mal ein Gott unter vielen war, löst das Problem auch nicht so wirklich, weil er zu dem Zeitpunkt eben noch nicht der Gott des Judentums/Christentums/Islams wahr. Sprich wenn man diese "antike Form" JHWEs anbetet, betet man genau genommen nicht den Christlichen Gott an, weshalb man dann auch nicht mit seinen Verwandten verbunden ist, und sich das ganze demnach sparen kann.


    Treffer.


    Mit solchen Diskussionen habe ich persönlich immer ein spezielles Problem, wenn irgendwelche Heiden über "den" Christengott meinen. Ich frage mich dann immer: Wer ist gemeint?


    Götter wie man sie im Heidentum kennt, gibt es im Christentum in Form zahlreicher Engel, Heiliger ... die spielen aber eine Randrolle bis hin zu überhaupt keiner, weil das Christentum einen ganz anderen Ansatz zum Göttlichen verfolgt und alles was irgendwie völlig göttlich sein könnte vollständig durch den Christus ersetzbar ist. Dass das der einzige mögliche Vergleich ist, scheint in der Neuzeit bei der Diskussion mit dem Heidentum so nach 300 Jahren endlich mal angekommen zu sein :)


    Der Christus ist aber nicht "anbetbar", sondern nur "lebbar" - Problem der Anbetung gelöst ;)
    Wenn man den Christus zu einem anbetbaren Gott neben vielen anderen macht, landet man eher bei einem Abklatsch eines antiken Sonnengottes und nimmt der ganzen Spiritualität ihre Grundlage. Ja ich weiß dass das auch viele Christen so ähnlich gemacht haben, ist trotzdem nicht besonders sinnvoll.


    Juden und Muslime gehen den entgegengesetzten Weg, indem sie den Schöpfergott ihrer Mythologie, El, zum einzigen (mächtigen und anbetungswürdigen) Gott machen, teils auch durch Vermischung und Gleichsetzung mit anderen Göttern (Habul, Jahwe), von diesem Gottesbild ging auch der Vorläufer des Christentums aus.
    An dem Punkt wo dieses Gottesbild (bzw was im Christentum davon übrig ist) auf das germanische Heidentum trifft, sitzt an dieser Stelle nun aber eher ein griechischer Zeus mit Rauschebart, Himmelsthron und Blitz in der Hand, den man mit der Bibel zwangsverheiratet hat. Muss jeder Heide selbst wissen ob und wie er den in seinen Polytheismus anbetet. Ich empfehle, einfach beim alten Zeus zu bleiben.


    Gut, ob diese Frauen es nun ernst meinen oder nur auf den Zug der New Age Bewegung springen, ist wieder eine andere Frage. Die Idee finde ich gut, aber bei diesem Tempel würde ich nicht mitmachen wollen, da es doch viel um Kommerz geht.:


    Och, da musst du dir da keine Sorgen machen. Ich weiß noch nicht mal, wie man überhaupt nur annähernd auf diese Hypothese kommen kann. Wer wie es in der Heidenszene Trend ist nicht nur den ganzen Tag im Netz hängt und mit Lästern über Christen oder sonstwas beschäftigt ist, sondern auch mal raus geht und mit den Leuten spricht, versucht rauszukriegen was die Leute tun und was sie bewegt, der kriegt auch ganz schnell raus was das für ein Aufwand ist, so ein Ding einzurichten und zu betreiben, wenn man es nicht grad im persönlichen Schrebergarten stehen hat (und auch der will erstmal finanziert werden).


    Ein Tempel dieser Größenordnung z.B. - und das heißt verhältnismäßig winzig und verglichen mit indischen Tempeln auch sehr bescheiden ausgestattet, kann einen Aufwand haben von mindestens 500 Euro pro Monat, alles auf Spendenbasis - kannst du hochrechnen was das auf lange Sicht ist ;) Und da sind Feste usw noch nicht miteinberechnet...


    Ich habe auch gar keine Ahnung wie man darauf kommt, dass die Mädels irgendwelche schlechten Erfahrungen mit Männern gemacht haben sollten...? Ich hab genauso keine Ahnung wie jemand hier auf "Geschlechterkrieg und Genderismus" kommt?? Gerade weil der Tempel ein großes Gewicht auf die weibliche Seite des Göttlichen legt, sind Männer dort sehr willkommen und deren Aspekt wird ja auch durch Horus und Odin repräsentiert. Das ist kein eingeweihtes Geheimnis, sowas erfährt man auch wenn man will.
    Das interessiert hier aber eh keinen, wie du ja siehst hat niemand Interesse sich damit ernsthaft mal auseinanderzusetzen. Lieber dann aus Prinzip einen Shitstorm über 3 Seiten machen. Ist aber das normale Bild, das man von Heiden heutzutage gerne hat.


    Ich persönlich wertschätze sowas wie diesen Tempel jedenfalls gerne, vor allem weil ich mich freue hier endlich Menschen zu sehen, die auch mal was für ihren Glauben auf die Beine stehen, und auch vor hohem Zeit- und Geldaufwand nicht zurückschrecken. Das gibt es sonst eigentlich höchst selten - sonst nehmen und motzen nur alle, aber mal was geben oder konstruktiv beitragen vermisst man meist. Das betrifft nicht nur dieses Forum (das ja letzenendes genauso auf Spendenbasis basiert und hinter dem auch "Macher", zumindest einer, stecken und wo man die Undankbarkeit auch hier oft mitkriegt) sondern ist Alltag heutzutage. Besonders schlimm, das sehe ich in solcher Diskussion, halt nach wie vor ungebrochen unter Heiden. Aber das stört mich mittlerweile überhaupt nicht mehr ;)

    Großer Respekt.


    Da zerreißt man ein ganzes heidnisches Projekt in einem öffentlichen Forum (nur um ein bisschen Provokation zu machen?) - besonders lustig:


    - Wie man einer Sache die sich rein auf Spendenbasis finanzieren muss Kommerzialität unterstellen kann


    - Wie jahrelang immer alle nach Tempeln geschrieen haben, keiner auch nur einen Finger gerührt... aber kaum steht einmal was in der Richtung, was zudem sich noch erstmal entwickeln muss, ist die Empörung und die Gehässigkeit groß, weil es dann von der Ausrichtung doch nicht so 100% passt


    So manche Leute hier sollten mal darüber nachdenken was sie schreiben. Einfach nur... ja, armselig ;) Mir fällt kein anderes Wort mehr ein.


    Mehr werde ich dazu auch nicht mehr sagen, ich sehe es weder als meine Pflicht das Projekt zu rechtfertigen noch den bösen Kommentaren hier vorzuhalten was eigentlich zumindest ein Stück weit Verstand oder Etikette schon von selbst mitbringen sollten.


    (Vor allem, nicht dass sich hier irgendwer aufregen würde, ich schon gar nicht, im Gegenteil - während hier in diesem kleinen Online-Club so einige in Gift und Galle versinken die sie fortwährend speien, gedeiht an anderen Orten wieder ein lebendiges Heidentum.)

    Genau wie jeden Gott mit einem anderen gleichzusetzen, nur weil der eine zufällig ein Attribut hat, das er andere auch hat...


    Irgendworan muss man diese Gleichsetzung ja festmachen. Wenn ich zuvor einen Rigani-Berg habe und da einen römischen Umgangstempel drauf stellen möchte brauche ich schon irgendeinen "Link".


    Zitat

    Und ich dachte christliche Heilige sind Menschen, die irgendwelche Wunder vollbracht haben?


    Auch, ja. Aber beiweitem nicht die einzigen - der Heiligenkult bildet im Prinzip einfach nur die "katholische Mythologie" ab - in ihrer gesamten Kontinuität von der hebräischen Schöpfungsgeschichte über die jesus-apostolische Bewegung bis zu jüngeren Ereignissen der Kirche (mit ein paar wenigen römisch-griechischen Seitenläufen z.B. Sokrates und Herakles). Siehe dazu was ich auf Seite 1 geschrieben habe.


    Ade :)

    Zitat

    Das ist natürlich Schmarrn.


    Für DICH mag es Schmarrn sein - das sahen die Elbgermanen vor 1500 Jahren, zumindest was ihre Kultplätze betrifft, nunmal offenbar anders. Und dass diese Gleichsetzungen nie wirklich greifen und es zu jeder klaren Zuordnung automatisch nochmal 2-3 ebensogute Alternativen gibt, wissen wir ja auch schon spätestens seit Tacitus. Von daher: Alles voll okay.

    Oke, jetzt bin ich etwas irritiert. Ich habe echt überhaupt keine Ahnung was mein Beitrag mit Schwaben, Fahrenkrog oder Peitschen zu tun hat. Auch glaube ich nicht, dass Christen unterm Strich irgendwie bessere oder schlechtere Menschen sind als andere.
    Hingegen bei Leuten die zwanghaft auf bestimmte Namen oder Themen anspringen wie wildgewordene Tiere und offensichtlich gar nicht anders können als jede Sachdiskussion dadurch mit einer Flut von merkwürdigen Assoziationen und wirren Einfällen zu überfluten - und vermutlich auch noch dem Irrglauben aufsitzen sie würden damit irgendwen beeindrucken - hey, da fällt mir ganz ehrlich nichts mehr dazu ein als richtig tiefes Mitleid.


    Aber das ist eigentlich nicht mein Problem, also von daher...


    Zitat

    was hat Christopher mit Thor zu tun?


    Soweit mir bekannt ist die gängigste Assoziation das Tragen des Protagonisten durch einen Fluss. Im Namenklang und im Brauchtum findet man da aber sicher noch mehr. Das harte Werkzeug das den Boden fruchtbar macht etwa.


    Zum Austoben: https://www.heiligenlexikon.de…aphienC/Christophorus.htm

    Zu den von dir erwähnten Gleichungen hatte Artjulain mal hier was (für das Thema sehr lesenswertes!) geschrieben:
    Diskriminierung -Ja oder Nein?!


    Für Lesefaule:

    Zitat

    Es gilt im elbgermanischen (süddeutschen) Kulturraum die folgende Faustregel
    Martin = Ziu
    Peter = Donar
    Michael = Wotan


    Ansonsten erinnert z.B.


    Gertraut wahlweise an Gerda oder Nerthus,
    Christopher an Thor,
    Veit/Vitus an Vidarr...


    man findet einiges. Ein paar Dinge findet auch hier, da könnte man aus dem Handwörterbuch o.ä. noch was zusammentragen:
    Aberglaube: Sammelthema Gottheiten (und Heilige)


    Kendra:

    Zitat

    Christliche Heilige hat man ,wie ich weiß, nur im Voudou übernommen.


    Santeria, im Prinzip das kubanische Heidentum, hat viele katholische "Gottheiten" integriert:
    Santería – Wikipedia


    Dieses Phänomen taucht neben europäischen Randregionen auch z.B. in Indien, Japan oder anderen Ländern auf. Umgekehrt scheint es so gut wie gar nicht vorzukommen. Alle katholischen Himmelswesen stammen ausnahmslos aus dem jüdischen Götterhimmel. Von nicht-katholischen Kirchen sind mir zumindest zwei griechische und eine chinesische Gottheit bekannt, die direkt übernommen wurden. Walpurga ist eine Grauzone, zwar christliche Heilige, aber zeitweise als heidnische Göttin bekämpft.


    Auch

    Zitat

    Venus---> St. Venera
    Demter---> St. Demetrios usw.
    Brigid und die heilige Brigid


    sind keine direkt übernommenen Gottheiten, sondern geheiligte Menschen, die eben Eigenschaften dieser Gottheiten angenommen haben (samt Name). Bei Brigid bin ich mir allerdings nicht ganz sicher. Bei den keltischen Heiden habe ich mal eine ziemlich große Zusammenstellung gefunden, die aber noch in Arbeit zu sein scheint, die dürfte sehr aufschlussreich sein. Ansonsten hilft nur: Stöbern & Entdecken ;)


    Die beste Seite dazu:


    http://heiligenlexikon.de/

    Der Neofolk-Versand Steinklang hat momentan wieder mal einen Winterschlusverkauf um den Keller leerzuräumen. Die CDs werden massiv unter Wert verkauft:


    STEINKLANG INDUSTRIES


    Es lohnt sich, ich hab mir den Warenkorb ordentlich vollgepackt :D Ist sicherlich auch viel dabei für rituelle Geschichten oder als Geschenk.





    Ich empfehle vor allem:
    - Sturmpercht
    - Allerseelen
    - Falkenstein
    - Fräkmündt


    oder einfach durchklicken ;)

    Zitat

    Ach, lieber Efeukrone, im Alten Testament steht im 3. Buch Mose Kapitel 19 Vers 12 "Und ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, dass du den Namen deines Gottes entweihest". Damit ist gemeint, das Juden (das Alte Testament ist jüdisch!) und später durch Nichtaufhebung durch Jesus auch die Christen keinen Meineid im Namen Gottes ablegen, aber sehr wohl wahre Aussagen oder Taten im Namen Gottes beeiden dürfen.


    Seufz... mal wieder...Heiden erzählen mir aufgrund von Bibelzitaten was über Christentum...


    Mt 5,33 Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht falsch
    schwören, du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen.


    34 Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht! Weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron;


    35 noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt;


    36 noch sollst du bei deinem Haupt schwören, denn du kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen.


    37 Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was aber darüber hinausgeht, ist vom Übeln.

    Zitat

    Das Gelöbnis wurde mit christilichen Aspekten aufgestellt, ebenso wie beim Schwur vor dem Gericht (dafür spricht schon die Bibel, bzw. das auf die Bibel schwören).


    Ws bedeutet denn "mit christlichen Aspekten"? Und hat es etwas damit zu tun wie man es heute versteht?
    Außerdem ist das, ob Bibel oder nicht, kein christlicher Ritus. Nach dem Evangelium sollen Christen nämlich nicht schwören (na gut, konkrete Verbote haben Christen eigentlich überhaupt keine - aber sehr, sehr deutliche Richtlinien).


    Zitat

    Mit dem Wissen, dass hier eine konkret gemeinte Gottheit/Gott gemeint ist, ist die Eingangsfrage durchaus berechtigt zur Überlegung wie damit umzugehen ist, wenn man sich dem Christengott eben nicht verbunden fühlt!


    Gemeint ist immer nur das, was die betreffende Person sagt ;) Und "den" Christengott gibt es eh nicht. Die Christen haben "Gott" nicht gepachtet (schon gar nicht unter der germanischen Bezeichnung die wir so munter dafür verwenden), vielmehr steht ihr Gott unter dem Anspruch, der Gott aller Völker, also auch Juden und Heiden, zu sein. Aber das führt jetzt zu weit...


    Zitat

    Die Eldaring-Formel ist bekannt und darüber hinaus, dass sie nur für deren Vereinsmitglieder gilt.


    Ach ja, stimmt, für religiöse Sonderrechte braucht man eine religiöse Gemeinschaft. Es spricht aber nichts dagegen dass sie auch von anderen Gemeinschaften verwendet wird, schließlich dürfen das bei der klassischen auch nicht nur eine.


    Die Grundfrage haben wir aber trotzdem geklärt, hoffe ich.
    :)

    Das Wort "Gott" stammt von der Neutrum Plural Form eines germanischen Wortes und bezeichnet insofern so etwas wie "das Göttliche" ohne nähere Spezifizierung, die aber mit einer konkreten personalen Gottheit verbunden werden kann, ähnlich wie das hebräische "Elohim" (wörtl. "die Herren/Herrscher/Waltenden") in der Bibel.


    Mal abgesehen davon dass ich also nicht verstehen kann was man als Germane für ein Problem mit der Bezeichnung hat, sollte ich noch darauf hinweisen dass heidnische Vereine nicht nur blöd sind, wie das offenbar so manche hier im Forum sehen:



    Link:
    Religiöse
    Beteuerungsformel für den Eid eines ehrenamtlichen Richters - Die
    große Halle - Eldaring e.V. Asatru - gelebtes germanisches Heidentum




    Also, (wie so oft) kein Grund zu klagen...


    ich würde schon gerne dass Symbol nehmen was auch Früher Nachweisbar war.... was eigenes ja ist zwar schön und gut....


    Inwiefern früher?
    Das älteste Element ist der zugenähte Mund auf dem roten Stein
    Die Darstellung auf die Modorok verwiesen hat kommt von einem etwas jüngeren Runenstein
    Die Narrensymbole entstammen dem Spätmittelalter (zumindest die ältesten die wir kennen)
    Das Erben-Zeichen ist erst vor wenigen Jahren kreiiert worden, aber durch das Internet weit verbreitet


    Nimm doch einfach das inhaltlich was am besten trifft.

    Selbst entwerfen ist nie verkehrt :) Die Mythologie ist vielschichtig genug.


    Wo wir grade schon dabei sind:
    Symbole


    Für die, die noch Gedichte und Geschichten für ihre Familienfeier brauchen:


    Rímur (von firne-sitte.net)
    Rauhnachtsreime
    Zwischen Jahren und Zeiten
    die Zwölfe nächtens weilen.
    Dann bald, in hiesigen Breiten
    braut sich stürmisches Eilen.


    Frau Holles wilde Horden
    im Hörselberge hausen,
    Nun aus Richtung Norden
    durch Nachtgefilde brausen.


    Wilder Jäger, Windes Braut,
    mit Wichten, Böhzen, Zwergen,
    Masken auf! Macht schnellen Schritt!
    Mummenschanz in den Bergen,


    Wolfsgeheul und Warggesang,
    wilde Hunde bellen.
    Lärmgetös´ durch lauten Klang,
    laßt die Nacht ergellen.


    Wildes Heer folgt Wildem Mann,
    Wergmännel euch beschmeißen.
    All seltsam Volk im Elbenbann,
    in and´re Welt euch reißen.


    Kraxenmänner folgen kleinen
    Kobolden mit Kappen.
    Rauschgelichter rufen einen
    Reiter auf ´nem Rappen.


    Hudelböhz und Hullefrau,
    Holde aus dem Dunkeln,
    in Rauchgewändern, rabenblau,
    raunen sie und munkeln.


    Perchta schön und Percht´ schiach,
    prüft eure Spindelrocken.
    Läutet laut! Und Läutet Krach!
    Läutet mit den Glocken!


    Mummböhz arg und Moosweiblein,
    Mäntel euch verhüllen,
    Holzmännel ihr hold Tänzerlein,
    Hörner laßt uns füllen. Schwegler spielen Schwegelpfeifen,
    Schlenzer Leute tratzen.
    Fußvolk muß die Flucht ergreifen,
    vor fürchterlichen Fratzen.


    Über Land und durch die Luft
    läuft der Passen Zug.
    Keiner ohne rechte Kluft
    entkommt dem Rauhnachtsspuk.


    Kein Wesen nun zu fragen wagt:
    Warum wütet diese Schar?
    Weltweit dann wünscht die Wilde Jagd
    den Bewohnern "Neues Jahr".


    © A. Zautner 2005



    Frau Holla zieht umher
    In der Weihnacht fängt Frau Holla an herumzuziehen, da legen die Mägde ihren Spinnrocken aufs neue an, winden viel Werg oder Flachs darum und lassen ihn über Nacht stehen. Sieht das nun Frau Holla, so freut sie sich und sagt: »So manches Haar, so manches gutes Jahr.«
    Diesen Umgang hält sie bis zum großen Neujahr, das heißt den heiligen Dreikönigstag (bzw. Hollentag oder Perchtentag am 2. Hartung¹), wo sie wieder umkehren muß nach ihrem Hörselberg; trifft sie dann unterwegens Flachs auf dem Rocken, zürnt sie und spricht: »So manches Haar, so manches böses Jahr.«
    Daher reißen feierabends vorher alle Mägde sorgfältig von ihren Rocken ab, was sie nicht abgesponnen haben, damit nichts dran bleibe und ihnen übel ausschlage. Noch besser ist's aber, wenn es ihnen gelingt, alles angelegte Werg vorher im Abspinnen herunterzubringen.
    Quelle: Deutsche Sagen der Gebrüder Grimm


    Frau Holla und der treue Eckart
    In Thüringen liegt ein Dorf namens Schwarza, da zog Weihnachten Frau Holla vorüber, und vorn im Haufen ging der treue Eckart und warnte die begegneten Leute, aus dem Wege zu weichen, daß ihnen kein Leid widerfahre. Ein paar Bauernknaben hatten gerade Bier in der Schenke geholt, das sie nach Haus tragen wollten, als der Zug erschien, dem sie zusahen. Die Gespenster nahmen aber die ganze breite Straße ein, da wichen die Dorfjungen mit ihren Kannen abseits in eine Ecke; bald nahten sich unterschiedene Weiber aus der Rotte, nahmen die Kannen und tranken. Die Knaben schwiegen aus Furcht stille, wußten doch nicht, wie sie ihnen zu Haus tun sollten, wenn sie mit leeren Krügen kommen würden. Endlich trat der treue Eckart herbei und sagte: »Das riet euch Gott, daß ihr kein Wörtchen gesprochen habt, sonst wären euch eure Hälse umgedreht worden; gehet nun flugs heim und sagt keinem Menschen etwas von der Geschichte, so werden eure Kannen immer voll Bier sein und wird ihnen nie gebrechen.« Dieses taten die Knaben, und es war so, die Kannen wurden niemals leer, und drei Tage nahmen sie das Wort in acht. Endlich aber konnten sie's nicht länger bergen, sondern erzählten ihren Eltern von der Sache, da war es aus, und die Krüglein versiegten. Andere sagten, es sei dies nicht eben zu Weihnacht geschehen, sondern auf eine andere Zeit.
    Quelle: Deutsche Sagen der Gebrüder Grimm


    von Die Firne Sitte (Forn Siðr) - Weihnachten

    Die Doku über Island ist auch sehenswert, vor allem für Heiden... der Link in meinem Thread ist leider nicht mehr gültig; wenn jemand einen aktuellen hat, gerne in dem Thema posten!


    >> Weihnachten auf Island - mit Bericht über Asatru


    Zitat


    Und wir Heiden brauchen unbedingt mehr Weihnachtslieder...


    Mein Fazit nach 2 Stunden Festplattenauswertung und Diskussionen mit unseren Indern:


    Ihr habt eigentlich massenweise. Sie singt aber bloß keiner.


    (Wie mit den Ritualen auch. Hm, warum wundert mich das nur nicht... ach, egal...)