Beiträge von Efeukrone

Schon gewusst…?

Es sind derzeit leider keine Texte verfügbar.

    Fündig wird man da in der Tat im Mittelalterbereich:
    Cum Grano Salis - Erzählungen und so...


    Oder sowas:
    Diana Monson


    Und natürlich das Malbuch vom IASC Asatru Sommer Camp:
    http://www.asatru-summercamp.eu/Docs/norse_colorbook.pdf


    Dann gabs mal auf deviantart sowas wie ein Bilder- oder Kartenset für die Götter. Finde aber den Link nicht mehr, war in irgendeinem Forum zu lesen.


    Suchst du jetzt sowas wie ein allumfassendes Projekt? Bin mir persönlich nicht sicher ob das überhaupt nötig ist.

    Im Eldaring-Forum gibt es einen interessanten Tipp zu einer Rig-Veda-Rezension:
    Rig-Veda - Rezensionen - Eldaring e.V. Asatru - gelebtes germanisches Heidentum


    Da wird unter anderem darauf hingewiesen, dass der Soma nichts anderes ist als die vegane Version von Met und Met wohl ursprünglich das heilige Opfergetränk der Indogermanen war. Das Wort "Madhucchanda" des ersten Liederkreises könnte wohl daher stammen, denn madhu ist Met im Altindischen.


    Hier ist nochmal der Link zu den Liederkreisen des Rig-Veda:
    thombar`s Rig-Veda-Seite
    Veden und Shintoismus - man lernt nie aus.....


    Ist ein bisschen viel zu lesen, aber informativ, anregend für eigene Gebete und man stößt immer wieder auf mythologische "Schätzlein".
    Im Germanischen sind die Entsprechungen etwa:


    Soma - Met
    Agni - Loki/Lodur/Heimdall
    Indra - Thor
    Vishnu - Baldr?
    Rudra oder Shiva - Odin oder Loki (nicht ganz klar)
    Vayu - Odin
    Varuna - Odin
    Mitra - Tyr
    Devas oder Asuras - Asen oder Wanen
    Purusha - Ymir
    Rishis - Wölwen
    Yama - Tuisto/Mannus?
    Hotris - Goden


    ...den Rest kriegt ihr selbst raus :prost:

    Man muss sich doch nur mal heidnische Gebete aus der Zeit anschauen (z.B. orphische Hymnen, Rig-Veda... Schimmernd in bläulich - dunkler Haut, unbezwingliche Luftgestalt, Chronos allsehender Vater, höre uns, höchster, seliger Daimon!), dann kann man das Zitat eigentlich ganz gut verstehen! :)


    Das eigentlichte (erste) Missverständnis ist hier aber, dass man durch "viele Worte" angeblich glaubt "erhört zu werden" - wird hier wohl keiner bestätigen können. Viele Worte machen das Beten einfach schöner.


    Jesus benutzt hier einfach wie alle seine Zeitgenossen Klischees der "Anderen". Um zu zeigen wie man es besser machen sollte. Und das ist eigentlich die ganze Botschaft des Vaterunsers: "Schwingt keine großen Reden, sagt kurz und knapp was ihr wollt."


    Und übrigens nicht, wie es viele Christen heute machen: "Plappert genau das nach was ich euch jetzt sage" ;Pfaffe; - das ist das zweite große Missverständnis und auch der Grund warum das Vaterunser nicht die schlagende Wirkung hat die es im Sinne seines Gründers eigentlich haben sollte.

    Zitat

    war schonmal einer von Euch irrtümlich dort gelandet


    ...dass von den 5 registrierten Mitgliedern 3 von diesem Bord sind sollte deine Frage doch beantworten!? ;)


    Zitat

    warum kann es sein, dass es zwei gleiche Forennamen gibt


    Nuja, bisschen Vorgeschichte ist da schon hilfreich:
    Das erste namentliche Asatru-Forum wurde Anfang 2008 gegründet. Die .com-Domain kam daher da es aus dem Ausland betrieben wurde. Das entscheidende Gründungsmitglied hatte das angeblich so eingeleitet um vor juristischen Schwierigkeiten sicher zu sein, teils wegen damals gefürchteten Abmahn-Anwälten, teils auch weil er und sein Bekanntenkreis politisch nicht ganz koscher waren ;)


    Während also die meisten User an dem braunen Kackscheiß verzweifelten der da unterwegs war kam einer auf die Idee man könnte einfach mal ("hätte man Eier in der Hose") ein entsprechendes Forum mit .de registrieren - und seitdem gab es zwei.


    Das Forum unter .com machte nach einer Späm-Flooding-Attacke einen Neuanfang und war danach zwar inhaltlich in Ordnung, aber nach einer erfolgreichen Hackerattacke auf den Server hatte der Admin auch keine Lust mehr :D


    Was das andere sein soll weiß ich auch nicht, wahrscheinlich hat irgendein unmotivierter Zeitgenosse die Domain übernommen und nochmal eins aufgebaut, das jetzt aber toter als tot ist... :) Also nicht weiter relevant.

    Hallo zusammen,


    Ich versuche mal auf das meiste hier zu antworten.


    Sütterlin schrieb:


    Zitat

    Weiterhin werden Hindus in Deutschland weniger berücksichtigt, da sie überwiegend in kleinen, fast isolierten Gemeinden leben. Ich glaube im Ruhrgebiet gibt es eine recht große. Oder halt auf sich allein gestellt leben - und dann der Isolation ausgesetzt sind.


    Ja, ich muss auch sagen, dass es schwer ist, welche ausfindig zu machen, wenn es nicht gleich die missionarischen und öffentlichkeitswirksamen neo-hinduistischen Gruppen sind. Aber bei denen sehe ich ohnehin wenig Bezüge zum Heidentum. Hat man sie aber erst mal aufgespürt, zeigen sie sich in der Regel sehr offen und neugierig.


    Zitat

    Ein anderer Grund, warum der Hinduismus hier nicht so verbreitet ist und auch von einzeln lebenden Hindus nicht praktiziert wird, ist, dass der Hinduismus auf Indien ausgelegt wurde. Man braucht seine natürliche Umgebung, um die Riten erfolgreich durchführen zu können. Ihr Heiden stellt euch vor, Ihr würdet eure Opferriten in einer Halbwüste durchführen...


    Es ist sehr schade, dass der Hinduismus sich in Deutschland so oft verläuft, aber so wie du es erläuterst nachvollziehbar. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, speziell Hindus die Gelegenheit zu geben, sich mit germanischen Heiden zusammen zu setzen? Vielleicht könnten Hindus, die ihre Religion in Deutschland nicht aufgeben wollen, in der Auseinandersetzung mit germanischem Heidentum Wege finden, sich einen hier lebbaren Synkretismus zu erschaffen.


    Ich denke dass gerade das ein sehr großes Problem. Es wird immer darauf hingewiesen, dass es im Gegensatz zu Indien keine Heiligen Plätze oder Flüsse gibt, die man nutzen kann. Dazu haben die einheimischen Heiden noch eher den Bezug, nutzen diese allerdings auch selbst kaum.
    Daran könnte man mal ein wenig arbeiten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich hierzulande dann ganz eigene Formen des Hinduismus entwickeln oder sogar Teile des europäischen Heidentums in sich aufnehmen.


    Als kleiner Tipp: Der Draupadi-Verlag macht dazu übrigens gute Publikationen:


    Draupadi Verlag Katalog
    http://www.dig-ev.de/cms3_cust…kationen/HEF_BuchInfo.pdf
    http://draupadi-verlag.de/Buecher/Infoflyer_InderKinder.pdf


    Da findet sich sogar ein Buch namens
    "Draupadi und Kriemhild. Frauen, Macht und Ehre im Nibelungenlied und Mahabharata, 2008."


    Zitat

    Wenn ich mich selbst mehr in Richtung germanistischer Mythologie habe inspiriert lassen - meinen persönlichen Glauben weiter ausgebaut habe und praktische Erfahrungen gesammelt habe - würde ich mich gern mal mit einem gläubigen Hindu an den Tisch setzen und mich mit ihm über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Religionen verständigen =D Ich denke, dass ich dazu noch Gelegenheiten kriegen werde (=


    Das fände ich sehr spannend, setzt aber wirklich viel Hintergrundwissen voraus (oder schafft es dann erst recht).
    Weißt du denn wie die vedischen und die eddischen Götter miteinander zu tun haben und kannst du die Begriffe Urlag, Metud und Wyrd mit Dharma, Karma und ähnlichem zu tun haben? Vorher sehe ich das ein wenig schwierig.


    Zitat

    Als ich am Anfang sagte "und vielleicht sogar Ansporn wie auch Inspiration für die Auslegung der eigenen Opferriten zu entwickeln" meinte ich damit nicht, dass man das so 1:1 übernehmen sollte... vielmehr könnte man versuchen, bestimmte Motive rauszuarbeiten - sie zu verallgemeinern - und auf den eigenen Glauben anwenden.


    Mach mal so eine ganze Puja mit, dann merkst du wie vergleichsweise arm oder leblos so manches europäisches Ritual gestaltet ist. :oops:


    Ach, übrigens:


    Zitat

    Bis 1857 lebten Hindus mit Muslimen friedlich
    beieinander - es entstand der Sufismus - ein Hybrid aus beiden Kulturen.


    Der Sufismus entstand nicht aus dem (in der Tat für beide fruchtbaren) Austausch zwischen Hindus und Moslems, sondern existierte schon davor als islamische Mystik, mit der sich die Hindus am besten identifizieren konnten. Entstanden sind dafür Religionen wie der Sikhismus oder die Bahai.



    @Skafloc:


    Zitat

    Die Hindus verhalten sich ,im Gegensatz zu den abrahamitischen Weltreligionen eher zurückhaltend,was das Bekehren angeht.Daher wirken sie wohl "unauffälliger".


    Das kann man so nicht sagen. Der traditionelle Hinduismus hat weder Gründe noch Konzepte zu jeglicher Bekehrung oder Missionierung. Wozu auch? Wie oben erwähnt gibt es aber jüngere Gruppen wie die Hare Krishna Bewegung, die umso radikaler Mitglieder werben, andere von ihrem Glauben zu überzeugen versuchen und sich aktiv in der Gesellschaft beteiligen. Allerdings muss man das nicht negativ werten.


    Zitat

    Die Veden zählen sicher zu den bemerkenswertesten religiösen Überlieferungen der Erde und korrespondieren auf mancherlei Weise mit buddhistischen bzw. taoistischen Ansichten,wobei jedoch im ursprünglichen Taoismus auf Geschichten von Göttern und Devas verzichtet wird.


    Tun sie das? Soweit ich weiß sind die Veden eher dem frühen europäischen Geist vergleichbar. Buddhismus und Taoismus haben ihre Wurzeln eher in älteren fernöstlichen Denkweisen die dann in der Zeit der Brahmanas in den Hinduismus eingeflossen sind.


    Zitat

    Ja,das mag ursprünglich der (durchaus gut gemeinte) Ansatz der Kasten-Geschichte gewesen sein.


    Hier sehe ich deutliche Parallelen zur europäischen Ständegesellschaft, die sich ja ähnlich entwickelt hat - siehe die Situation im Spätmittelalter. Wenn man sich das Rigsmal anschaut und überlegt, welche Bedeutungen der Kasten und Stände früher gehabt haben könnte, die noch egalitäre Prinzipien vertreten haben könnten, erreicht man eine gute Orientierung.


    Zitat

    Bei den Hindus sind solche Lehren wie die vom Kastenwesen längst zu zum Dogma erstarrte Vorschriften und Ansichten geworden,wie bei jeder großen,organisierten Religion und damit für mich wieder ein Gegenpol zu einem lebendigen (und damit auch veränderlichen) Heidendasein.


    Ich wage einmal die Vermutung aufzustellen, dass sich jede Religion, die in eine entwickelte Kultur integriert wird, sich auf kurz oder lang so entwickelt hat oder hätte, auch die heidnischen. Schließlich ist ja auch, wie man sich immer vor Augen führen muss, der Hinduismus nichts anderes als das indische Heidentum. Ironischerweise haben sich gerade die Zäsuren durch die abrahamitischen Religionen manchmal als sehr impulsgebend für neue und bessere Entwicklungen erwiesen...


    @Kisa:

    Zitat

    Ich sehe ein größeres und wahnsinnig interessantes interkulturelles/interreligiöses Projekt...


    Nachvollziehbar! Die Möglichkeiten die sich hier bieten sind gigantisch... :) Sofern man ein gutes Konzept hat wie man sie angeht.

    Zitat

    Scherz beiseite, es sind doch so viele User hier abgewandert und haben sich Vereinen angeschlossen, warte doch mal ob daraus was wird. Vielleicht hat es ja den von dir erhofften positiven Effekt auf das germ. Heidentum.


    :D Du wirst lachen, aber das einzige was ich dem Krach neulich sowie der kurzzeitigem Schließung letztes Jahr positiv abgewinnen konnte war in der Tat dass dadurch ein gewisser Verein Zuwachs bekommen hat...
    Wenngleich ich es etwas schade finde dass selbiger hier kaum noch präsentiert ist. Klar, das Forum hier ist vereinsunabhängig - und das finde ich auch gut so - aber ich hätte mir doch etwas mehr Präsenz der Vereine selbst gewünscht, die sich hier leider nur sehr spärlich getan haben. Aber das tun sie sowieso generell. Da heben sich die Erben durchaus im guten Sinne davon ab.


    Maya:

    Zitat

    Klar hätte ein Dachverband Vorteile, wenn es darum geht, für die gesellschaftliche Anerkennung einzustehen. Aber halt nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, wie Vereine und derartige Zusammenschlüsse funktionieren (wie Menschen halt so ticken), dann weiß man, daß es früher oder später Machtkämpfe geben wird und einzelne ihre Meinung durchsetzen wollen. Das ist völlig normal, nicht nur bei Heiden.


    Ja, sicher, aber was noch weniger funktioniert, sind die Machtkämpfe selber. Und das sollte allen eigentlich auch klar sein. Am Ende hat niemand etwas davon, im Gegenteil.
    Abgesehen davon versteh ich nicht, was da so schwer sein soll. Ich weiß selbst, dass die Diskussionen um Sinn und Unsinn eines Dachverbandes schon oft durch sind, aber aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass man sich zumindest mal um gegenseitige Vernetzung und die Stärkung lokaler Zusammenschlüsse bemüht. Ich bekomme in jeder Stadt einen Flyer in die Hand, wo Kulturpflege-, Musik- oder Umweltschutzvereine in Arbeitskreisen oder anderen Verbänden aufgelistet sind und kann mich mit wenigen Klicks oder Anrufen über alle informieren bzw weiß dann dass es sie überhaupt gibt. Warum bekommen das die Heiden nicht hin??


    Zitat

    Derzeit sehe ich zumindest keine Chance auf einen "Heidenverein", der allen gerecht werden kann. Wollte ich suchen, fände ich vielleicht sogr einen, der mir gerecht wird; in dem ich meinen Glauben ausleben kann. Aber komisch, es ist auch mein Glaube, daß andere anders glauben wollen, die Götter anders erfahren und erleben als ich. Und die müßte ich missen. Wär, glaub ich, nicht gut und ließe mich verarmen. Vielleicht später mal. Heute ist die Zeit, so nehme ich an, noch nicht reif dafür.


    Ja, aber auch hier nochmal: Glauben und Inhalte sind nicht so entscheidend für eine solche Organisation! Ich bin überzeugt dass es Vereine, wie du sie beschreibst, schon zuhauf gibt und die die wir haben diesen Ansprüchen durchaus genügen. Aber interessieren scheint das trotzdem keinen.


    Alvara:

    Zitat

    Ich möchte dies ungern einem heidnischen Verein überlassen, der ein bestimmtes Bekenntnis oder ein bestimmtes Verständnis von "richtigem Asatru" oder "echtem Heidentum" voraussetzt. Ich möchte dies ungern Einzelpersonen überlassen, die sich medial zu inszenieren wissen oder schlicht prominent sind. Ich möchte ungern ganz darauf verzichten, nur weil es keine Institution gibt, die überhaupt berechtigterweise die Stimme erheben kann und darf.


    Ja, genau ist das Problem. Deswegen verstehe ich auch die Argumentation nicht, wenn irgendjemand meint, am Ende spricht da jemand für einen, der nicht die eigene Meinung vertritt.
    Entschuldigung, aber gerade für so etwas sind Vereine da, und gerade Vorsitzende müssen die Ansichten in den Vereinen gut repräsentieren können.
    Was man sonst kriegt sind einzelne Selbstdarsteller, die sich für wichtiger halten als sie sind wie der altheidnische Oberpopi, und die sich dann herausnehmen oder den Eindruck erwecken genauso für dich zu sprechen, nur ohne mit dir in irgendeiner nennenswerten Verbindung zu stehen!
    Da das sonst niemand tut gibt es außer ihnen dann eben auch keine.


    Zitat

    Jep. Das sehe ich inzwischen auch so. Ich kann die Skeptiker SEHR GUT verstehen. Auch ich bin aus anderen Zusammenhängen "vereinsgeschädigt". Andererseits: Einen Verband mit dem Ziel Infrastruktur zu schaffen wie ihn German Heretic oben beschrieb oder eben um Dinge zu organisieren wie du, Eirikr, es beschreibst finde ich sehr sinnvoll. Aber genau das müsste auf jeden Fall in die "Vereinsverfassung" rein.


    Zum Thema "Vereinsgeschädigt" habe ich übrigens eine schöne Anekdote, die das Problem ganz gut aufzeigt. Ich kriege ja so einiges mit was in meinem Bundesland passiert, in dem bisher kein Verein so wirklich Fuß gefasst hat.


    Vor etwa drei Jahren ging von den Gemeinschaften aus dem Raum Biberach/Ulm sowie Stuttgart die Initiative aus, die bestehenden Gruppen besser miteinander zu vernetzen, gemeinsam Feste zu feiern und mindestens jährlich große Treffen zu organisieren.
    Nun, es wurde auch erwägt ob man dazu einen Verein gründen sollte, in den das alles integriert werden könne, aber dann kam man zu dem Entschluss, dass es besser sei, die bestehenden Strukturen zu nutzen. Also wurde bei einem großen deutschlandweiten Verein mit geeigneter Konzeption angefragt, der fast überall in Deutschland einen organisierten Herd hatte, nur hier klaffte noch eine Lücke.
    Zuerst bestanden Zweifel, da man sich nicht sicher war, ob der Verein gleich einen neuen Herd unter Mitbestimmung von etwa 20 alemannischen Neuzugängen - immerhin ein Drittel seiner Mitgliederzahlen - gutheißen würde, die Einbeziehung von Mitgliedern anderer Vereine in den Herd ebenso, und ob denn die starken keltischen Elemente sowie der starke Fokus auf die regionalen Bräuche und Überlieferungen vom Traditionsverständis des Vereins zu sehr abweichen würde.
    Nachdem ein Vorstandsmitglied erklärt hatte, dass dies unproblematisch sei, beantragte eine der Personen die Mitgliedschaft in dem Verein, da die anderen noch etwas skeptisch waren und man erstmal schauen wollte, wie gut das gehen würde. Als der Verein wegen persönlichem Misstrauen den Mitgliedsantrag aufschob und der Person zusicherte, man könne das erst bei der Mitgliederversammlung entscheiden, reagierte diese beleidigt, da von ihrer Seite bereits viele persönliche Treffen des Vereins gerade aus dem Grund aufgesucht worden waren und Fürsprecher entweder nicht vorhaden waren oder sich nicht durchsetzen konnten, worauf der Verein die Mitgliedschaft ablehnte.
    Nachdem dieser erste Versuch gescheitert war, wurde der Verein in einem freundschaftlichen Entgegenkommen dazu ermutig, mit seinen bestehenden Mitgliedern einfach selbst einen Herd zu gründen und dazu mit den anderen Gemeinschaften zu kooperieren. Die regionale Ansprechpartnerin, Vorstandsmitglied, lehnte aber auch das ab und machte völlig unbegründete Vorwürfe, der Verein würde sich "nicht als Mittel zum Zweck missbrauchen" lassen, das Konzept sei "Überstürzter Aktionismus" und man müsse es "ohne den Verein durchziehen".
    Nachdem eine andere Person, auf dessen Hauptinitiative das ganze geschehen war, von einem weiteren Verein wegen dem ebenfalls haltlosen Vorwurf, er wolle "die Gruppen unter seiner spirituellen Führerschaft vereinen" ausgeladen wurde, waren recht schnell überall die Schotten dicht. Zwar kam das ganze dann endlich ins Rollen, von Vereinsmitgliedschaften will jetzt aber zumindest in Oberschwaben keiner mehr etwas wissen.


    Ich denke, dass das ganz gut gezeigt hat, welche Hürden selbst bei gut gemeinter Initiative, wahrscheinlich vor allem wegen einzelner Querulanten und schlechter Kommunikation, bestehen können. Langfristig scheint durchaus der Bedarf zu sein, unter Vereinsflagge weiter zu machen, nur momentan geht es ganz gut ohne und die bisherigen Voraussetzungen haben sich als sehr ungünstig erwiesen. Eigentlich schade.

    Zitat

    Dem Inhalt von Firnwulfs Artikel nach zu urteilen, würde ich sagen, dass er darauf anspielt dass zumindest die Geschichte und die Herkunft des Namens "Ostara" in den vergangenen Jahrhunderten nicht wissenschaftlich exakt zu belegen ist und es deswegen Aberglaube aus Sicht der Kritiker sei.


    Oder es liegt, wenn man mal genau hinschaut, schlicht und ergreifend daran dass dieser Artikel aus dem "Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens" stammt.
    Der Begriff wird übrigens schon in der Einleitungs des Handwörterbuchs selbst kritisiert. Aberglaube ist nichts anderes als Magie, die aber vom Standpunkt des Betrachters aus keine Berechtigung hat. Deswegen ist der Begriff in der Wissenschaft auch weitgehend aus dem Sprachgebraucht verschwunden.

    Eisriesen-Jahr ist vielleicht ganz passend. Dieses Jahr machen die Eisriesen einigen Ärger, und nicht nur beim Wetter...


    Ich werde heute zur Tag- und Nachtgleiche symbolisch den Kampf der Eisriesen mit dem Frühling nachspielen - zumindest erstmal mit Stöcken und ein paar Freunden :D Dann geht es morgen früh vielleicht schon zum Osterwasserschöpfen und zum Sonnenaufgang im Steinkreis. Das Osterwasser vom letzten Jahr wird dann geopfert.


    Am Karsamstag besuche ich dann ein Ostara-Fest in der Region Stuttgart und feiere wohl die ganze Nacht am Osterfeuer durch. Wenn ich am nächsten Morgen dann nicht völlig fertig bin, geh ich dann noch in die Kirche... ;Pfaffe; Die Ostergottesdienste sind allgemein sehr angenehm und wohltuend.


    Der Montag dient dann meiner wohlverdienten persönlichen Entspannung. :thumbup:

    Großartig! Endlich werden mal wieder die alten tradierten Rituale ausgepackt :prost:


    Ich habe das Buch übrigens auch und die Artikel schon vor einigen Jahren ausgewertet - das ist eine Fundgrube die einen quasi erschlägt. Wenn du auch schon irgendwas davon mal umgesetzt hast können wir uns darüber gern näher unterhalten. Bin gespannt was es nach Ostern zu berichten gibt.


    Was mir spontan übrigens noch einfällt ist das Ostergebäck, das zu Weihnachten bereitet wird und bis Ostern aufgehoben. Dann erst isst man es. Im Handwörterbuch konnte ich dazu nichts finden, ich denke aber, dass es in diesem Fall ein rein christlicher Brauch ist.


    Das Schmücken des Osterbrunnens sollte natürlich auch nicht vergessen werden. Da gibt es bei uns jedes Jahr immer besonders schöne.

    Guten Abend,


    Die Frage ist eigentlich recht einfach zu beantworten. Das Fest der Ostara nennt man Ostern, und Bräuche wie Ostereiersuchen, Osterwasser holen, Osterlamm essen, Osterbrunnen schmücken oder Osterfeuer anzünden dürften hinlänglich bekannt sein ;)


    Speziell für Heiden dürften aber vor allem die kleineren Rituale interessant sein, die man in Büchern verstreut findet - eine Patent-Anleitung findet man eher nicht. Der grundlegende Inhalt ist normalerweise die Nacht beim Osterfeuer zu verbringen und die aufgehende Morgensonne als Ostara zu begrüßen.
    Im Internet kannst du dich (seriös) hier schlaumachen Asentr.eu - Jahreskreisfest: Ostara


    Und an Büchern könnte ich dir z.B. "Ostara" vom Arun-Verlag empfehlen oder das Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens. Ersteres ist eine sehr schöne Zusammenfassung, zweiteres geht sehr detailliert auch auf kleinere Rituale ein, wie das Wälzen im Tau zum Ostersonntag.


    Die Nähe zum Funken (21.3.) macht es dieses Jahr zudem sehr gelegen, auch Funkenrituale wie das Scheibenschlagen, den Schwerttanz oder den Hieros Gamos einzubeziehen.


    Und ansonsten: Suchfunktion hier im Forum bemühen!


    :prost:


    Mit wem willst du denn feiern? Familie, Heidenclan, Dorfgemeinschaft oder allein? Hätte ich vielleicht zuerst fragen sollen.

    Hm, das ist eine ziemlich schwierige Aufdröselung. Schon allein deswegen weil man hier "Strömungen" von "Konzepten", "Gestaltungsweisen" usw unterscheiden muss...


    Den Begriff "Neuheidentum" würde ich übrigens grundsätzlich vermeiden. GermanHeretic hat in seinem Buch "Aufgeklärtes Heidentum" ganz gut erklärt warum der Begriff unsinnig ist. Ich empfehle zur Lektüre das letzte Kapitel (prinzipiell einfach deswegen, weil alle heutigen Heiden zwangsläufig Neuheiden sind).


    Warum erwähnst du eigentlich in jedem Abschnitt "Rechtes Gedankengut"? Hat Politik damit irgendwas bestimmtes zu tun? Und warum nur rechts, warum nicht auch noch das "linke"? Versteh ich irgendwie nicht.


    Übrigens, Rekonstruiertes Heidentum ist auch kein guter Begriff. Wenn dann "Rekonstruktionistisches" als grundsätzliche Haltung.


    Ein paar Aufzählungen finden sich übrigens auch auf Matthis' Seite:
    Wurdarborn


    Allerdings teilweise etwas veraltet und nicht ganz richtig - ich hab ihm schon länger geraten das mal zu überarbeiten. Wird wohl auch seine Gründe haben dass er es weiter oben nicht gepostet hat ;) Aber als ersten Überblick sollte man es sich mal anschauen.


    ...


    So, ich versuch mich mal indem ich ein paar Schlagworte erläutere und jeweils Beispiele dafür bringe:


    Als Neugermanisches Heidentum könnte man knapp die Konzepte zusammenfassen, die im (vor-)letzten Jahrhundert aufgekommen sind und mit teilweise völkisch-esoterischen Grundlagen versucht haben, eine Art "neues Germanentum" zu schaffen, ohne erkennbare Bezüge zu historischen oder aktuellen Traditionen.
    Dazu gehören vor allem die theo- und ariosophischen Gruppen, unter anderem auch der okkulte Flügel der SS, die Thule-Gesellschaft und die frühe GGG (bis 1964, als eine der wenigen rassistischen Vereinigungen).
    Der Odinismus oder Wotanismus wäre eine nahezu monotheistische Form des Heidentums, die ihre Wurzeln ebenfalls in dieser Zeit hat und wahrscheinlich analog zum Christentum gebildet wurde und in der Odin allein bedeutsamer Gott bzw höchstes Weltprinzip ist. Später wurde dieser Begriff auch (wie vieles andere) als Überbegriff für das Heidentum allgemein genommen. Man könnte übrigens noch grob einen Tiwazismus als Gegenstück ausmachen, der aber nur sporadisch verbreitet ist und auch im familiären Umfeld der GGG deutlich ausgeprägt war. Artjulain darf mich hier gern korrigieren ;)


    Die GGG hat den Grundstein für die Entwicklung des Altheidentums gelegt. Der Begriff wurde von Geza eingeführt, um sich von den später entstandenen "neuheidnischen" Gruppen abzugrenzen. Das Altheidentum der späten GGG (seit 1991) baut im Wesentlichen auf dem oben genannten Neugermanentum auf, hat jedoch auch bereits viele rekonstruktionistische Ansätze und orientiert sich eher an christlichen (vor allem katholischen) Prinzipien. Dazu gehören zB Priesterschaft, Gottes- und Mythenverständnis, Buchreligiösität und Erlösungsglaube.
    Der Verein Wodans Erben war in seinen Anfangsjahren ebenfalls ein Vertreter dieser Richtung, weil er sich von der GGG abgespalten hatte, löste sich allerdings nach Ronnys Austritt 2010 und dem Vorstandswechsel von diesem Begriff und ging eher in die rekonstruktionistische Richtung.


    Der Rekonstruktionismus (Recon)bzw das rekonstruktionistische Heidentum beginnt hauptsächlich Mitte der Neunziger mit Vereinen wie VfGH/ORD oder Rabenclan, indem dort ein starker Akzent auf die Erforschung der alten, vorchristlichen Religion gelegt wird und in Abgrenzung zum Neugermanentum eher auf den alten Germanen (oder auch Kelten) aufgebaut wird. Der Eldaring und der Celtoi-Verein wären hier spätere Beispiele.


    Mit dem Rekonstruktionismus eng verwandt ist die Firne Sitte oder Alte Sitte, die im Wesentlichen die Grundlagen des (ethnisch ausgerichteten) Rekonstruktionismus übernimmt, sich allerdings stärker auf die Sagen und Bräuche der heutigen Zeit und die lokalen Stammestraditionen bezieht und auch mehr auf den äußerlichen Rahmen der Religion ausgerichtet ist. Wird nochmal regional unterschieden z.B in Forn Sidr (nordisch), Firni Situ (kontinental) und Fyrni Sidu (englisch). Vereinstechnisch wird diese Richtung primär durch den Firner Situ repräsentiert und die meisten Vereine im Auslang (darunter die Ásatrúarfélagið in Island) bewegen sich zunehmend in diese Richtung.


    Unterschieden wird zudem gerne zwischen "völkischem", "ethnischem" und "universalistischem" Heidentum. War früher offenbar ziemlich bedeutend, würde ich aber vergessen. Mal abgesehen davon, dass danach zumindest in Deutschland heute kein Hahn mehr kräht, ist allein die Unterscheidung in meinen Augen überflüssig. Siehe dazu hier: germanisches Heidentum
    Zumal diese Konzepte auch wenig bis gar keine Bedeutung für die konkreten Inhalte haben, abgesehen davon, für wen diese Religion ist und für wen nicht.


    In "ökologisches", "synkretistisches" oder "esoterisches" Heidentum möchte ich gar nicht mehr weiter differenzieren, das sind für mich keine Strömungen, sondern eher persönliche Ausgestaltungen...


    Den Begriff "Aufgeklärtes Heidentum" als Bezeichnung für modernes Heidentum finde ich im Übrigen sehr schön, auch wenn er für mich unter eine der letztgenannten Kategorien fällt.


    Ebenso Asatru, Vanatru, Alfatru, Folketro , Lokitru usw - das sind für mich Begriffe die einfach Glaubensströmungen bezeichnen, die innerhalb irgendeines der oben genannten Richtungen auftreten können. Deswegen finde ich es auch problematisch die als Synonym oder Überbegriff davon zu nehmen. Dürfte allgemein klar sein worauf sie sich jeweils beziehen.


    Soweit mein Senf, den Text darf natürlich jeder der das weiterverwursten will ganz gemeinfrei klauen. :oops:

    Gefällt mir sehr gut und trifft auch ganz deutlich meinen Nerv ;)


    Du bzw deine Familie habt so viele schöne Hymnen geschaffen - ich würde mich freuen hier mehr davon lesen zu können!

    Was mir fehlt ist ein seriöser Verein in dem Raum, der das Thema Kultplätze und Heidentum mal etwas in die Hand nimmt...
    Von dem was man hört treiben sich in OWL nur Externstein-Esoteriker und ein paar versprengte Germanen herum, von denen einige politisch ungünstige Tendenzen aufweisen...

    Es gibt wahrscheinlich kein Album zu dem die Fans tiefer gespalten sind als zu diesem. Oli hat den Schritt zu der ungewöhnlichen Produktion damit begründet, die Chance zu nutzen, auch mal ganz andere Wege auszuprobieren und damit auch andere Menschen als sonst zu erreichen.
    In Kurzform steht eigentlich alles dazu im Newsletter: