Beiträge von Gescheiterte Ostexistenz

Schon gewusst…?

Der Vegvísir (isländisch für Wegweiser) ist ein Symbol, das aus der isländischen Zaubertradition der Galdrastafir stammt. Als Symbol findet er sich mit einer konkreten Darstellung im Huld Manuskript aus dem 19. Jahrhundert. Dort heißt es: „Wenn jenes Symbol geführt wird, soll der Träger weder bei Sturm noch Wind verloren gehen, selbst wenn der vor ihm liegende Weg unbekannt ist“.

    Ulfberth? Bist Du es wirklich? Schön, dass Du wieder hier/da bist!!! 😊😊😊 Haben wir Dich endlich mit unseren revolutionären Reden (man beachte den Stabreim) aus Deinem Bau locken können?


    So, und jetzt erst Mal ab in den nächsten Gulag ob deiner anti-sozialistischen Argumente. Irgendwo in der Barnimer Schweiz bei Prötzel müsste ja noch einer sein. Wobei, wir hatten ja nüscht.


    Nur zu Punkt 1 und 2 Deiner Argumentation würde ich gern etwas sagen. Zu Punkt 1 eigentlich nur, dass bloß weil etwas über einen langen Zeitraum bestanden hat, beweist es damit ja noch lange nicht seinen moralischen Mehrwert. Ungenierte Sklaverei und Leibeigenschaft hat es ja auch ziemlich lange gegeben und gibt es teilweise noch. Schenken wir aber keinen Präsentkorb zum Jubiläum, nein?


    Zu den Berufen: Du wirst wieder Mal staunen, aber da stimme ich Dir zu: eine Gesellschaft kann nicht nur aus schöngeistigen Akademikern und Floristen bestehen. Wo kämen wir denn da hin? Nach Prötzel, doch das war es dann auch schon. Aber ich möchte auch nicht in einer Gesellschaft leben, in der Klempner, Elektriker, Bäcker, Erzieher, Paketzusteller, Reinemacheperson usw. usf. sozial geächtete Berufe sind und die Personen, die solchen nicht-akademischen, nicht-schöngeistigen und vor allem nicht-floristischen Arbeiten nachgehen, Verlierer sind, die es eben zu nichts anderen gebracht haben. An der erneuten Wertschätzung nicht-akademischer Berufe sollte die Gesellschaft unbedingt arbeiten. Es können nicht alle als Akademiker ihr Brot verdienen, ihr tägliches. Loben kann man, dass viele Arbeiterkinder heutzutage den Weg zur Uni finden. Aber loben soll man auch die, die aus Leidenschaft Elektriker, Klempner oder Bäcker wurden. Quälen täte mich der Gedanke, mein Bäcker, der mich täglich mit meinen fünf Eberswalder Spritzkuchen versorgt, weine sich jeden Abend in den Schlaf, weil er doch lieber Altphilologe geworden wäre. Weh täte es mir in der Seele.


    Wertschätzung des Arbeiterstands. Nicht unbedingt immer nur durch das Geld, gleichwohl das stimmen muss, auch nicht durch kolossale Statuen, wie die der Bergmänner in der Moskauer Metro, aber eben irgendwie doch schon ein bisschen, nein?






    Ich habe mir von FDSW das Buch "Die Selbstgerechten" als Hörbuch gegönnt (dann kann ich es mir mit dem Walkman auf dem Weg zum Bäcker immer anhören): ich kann es nur

    empfehlen. Würde gefallen.

    Die Grundidee ist oftmals ja gut ... :thumbup: Nur erfolgt deren Umsetzung halt durch Menschen & die sind nunmal fehlerhaft...

    Genauso sieht's aus.


    Sozialismus wie im SED-Regime will kein vernünftiger Sozialist oder Sozialdemokrat. Ich persönlich bin schon mit einem Sozial-Kapitalismus zufrieden. Auch Planwirtschaft hat gezeigt, dass sie nicht funktioniert. Aber es sollte nicht alles dem freien Markt überlassen werden, wie eben Kranken- und Altenpflege, Bildung und wenn möglich auch die Wohnungsfrage. Da finde ich dann schon, dass da die Bevölkerung durch demokratisch gewählte Politiker mitmischen sollte. Das ist meine Meinung dazu.


    rosa elefant Ich leugne Venezuela nicht, dort herrscht aber in meinen Augen kein Kommunismus, sondern Realsozialismus/Staatskapitalismus.

    Tartar Das ist nicht so bekannt, aber an den Montagsdemonstrationen in der ausgehenden DDR haben sich auch überzeugte Sozialisten und Kommunisten beteiligt, eben weil das, was die SED so unter Sozialismus verstanden hatte, eben kaum etwas mit den Ideen von Marx oder Engels zu tun hatte. Der Sozialismus und Kommunismus sollte ja gerade dazu führen, dass es einem größeren Teil der Bevölkerung besser gehe. Kommunismus in dem Sinne hat es bisher nicht gegeben, nur Realsozialismus und Staatskapitalismus und beide lehne ich ab. Das Kind mit dem Badewasser weg zu schütten halte ich für voreilig, da die Sozialisten auch sehr viel Gutes geleistet haben und leisten.

    Ich bin ein Beispiel dafür, der erste Akademiker seit Generationen. Und ich musste hart dafür arbeiten und war willens, das zu tun.

    Mit Verlaub, aber deine obigen Kommentare beweisen leider, dass Vernunft und Intelligenz nicht zwangsläufig dasselbe sind.


    Und weil Du jetzt Akademiker bist, bist du besser als deine Vorfahren, die "nur" Arbeiter und Angestellte waren?


    Ein Staat kann nicht nur aus Akademikern bestehen, das ist dir doch hoffentlich klar? Es geht vor allem auch um die Würdigung von Arbeitern und kleinen Angestellten. Um ein Haus zu bauen bedarf es nicht nur eines Architekten, sondern auch der Arbeiter.

    Eigentlich schon oder kennst du einen sozialistisch/kommunistischen Staat (jetzt oder in der Vergangenheit) in dem die Parteibonzen nicht wie die Maden im Speck leben aber dem niederem Volk diese krankhafte und gescheiterte Idee aufzwingen? Gibt es überhaupt einen kommunistischen Staat, der seine Bürger nicht unterdrückt?


    Für mich ist jeder, der real mit diesem kranken System des Sozialismus/Kommunismus liebäugelt, total irre und hat jeden Bezug zu seinem Leben verloren. Pfui deife!

    Es hat noch nie einen kommunistischen Staat gegeben und die Parteibonzen lebten nicht nach dem Spzialismus/Kommunismus. Man kann da der Idee des Sozialismus' nicht die Schuld geben, dass er falsch ausgelegt und missbraucht wird. Das ist eine etwas simplistische Auslegung.

    Es stört mich nicht weniger zu haben als mein Nachbar.

    Es stört mich, dass Menschen aus Notlagen in Arbeitsverhältnisse gezwungen werden bei denen sie in Flaschen pissen müssen während der Mann der die Früchte ihrer Arbeit für sich abgeschöpft als Einzelperson das Bruttoinlandsprodukt eines kleinen Staates an "Privatvermögen" anhäuft.

    Das Vermögen steht in keinem Verhältnis zur von der Einzelperson erbrachten Leistungen.

    Genauso sehe ich das auch. In Diskussionen bezüglich Sozialismus sehe ich mich oftmals dieser Argumentation ausgesetzt: "Uns geht es doch gut."

    Ja uns bzw. mir geht es auch gut. Wenn ich in der Vergangenheit zur Wahlurne gegangen bin, dann nicht weil ich mir vorgestellt habe, die Wagenknecht würde nun Kanzlerin, den Sozialismus wieder einführen und ich bezöge nun als Milliardär eine Villa in Augsburg... Nein, ich bin zufrieden mit meinem Einkommen, mit meinen 45m2 und mir ist es Schnuppe, wie viel der Herr Nachbar oder gar die Frau Kollegin verdient. Aber meine Rente ist mir nicht Schnuppe. Auch die Entlohnung von Lehr- und Pflegepersonal ist mir nicht Schnuppe. Und dass Menschen in Deutschland ausgebeutet werden, wie das letztes Jahr nach Aufdeckung in der Tönnies-Fleischfabrik ans Licht kam, ist mir auch nicht egal. Ich bin als Mensch ein soziales Wesen und auch wenn ich persönlich kein Hans Dampf in allen Gassen bin, so sind mir meine Mitmenschen, wie anonym auch, nicht egal. Denn was anderen Menschen widerfährt, das kann auch mir widerfahren. Aber gut, wenn man natürlich einer Weltanschauung anhängt, bei denen die Menschen von vornherein ohnehin nicht alle die gleichen Rechte haben, dann kann einem das ja egal sein. Solchen Menschen wünsche ich allerdings, dass sie selbst mal erfahren, wie das dann ist, ausgebeutet und abgehängt zu sein.



    rosa elefant Dein Kommentar ist ja wirklich unter aller Sau. Du solltest dich schämen.

    Das es nicht klappt in den Breiten oder in der Menge ist das nur wenige so Leben wollen wie in einem Kloster. Denn da hat Marx seine Idee mit dem Sozialismus her.

    Sowie sein Freund Engels der das ein bisschen weiter Entwickelt hat mit Marx.

    Ja da Menschen im ganzen ich will haben was geht mich der andere an Denken.

    Gibt es diese Ungleichmäßigkeit.

    Richtig.


    Ich erinnere mich noch perfekt an die Worte der beste Freundin meiner Mutter: "Jetzt [nach der Wiedervereinigung] kann man sich wenigstens was kaufen für sein Geld." Dass ihr Mann unfreiwillig mehrere Stellen nach der Wende hatte, sich mehrmals umschulen musste und am Ende doch auch monatelang arbeitslos war, das schien sie irgendwie auszuklammern. Sie war ja Erzieherin und hatte dementsprechend immer Arbeit. (Sie ist ein toller Mensch, ich meine das gar nicht böse und die DDR und vor allem SED will ja keiner zurück. )


    Aber das war tatsächlich eines der vielen Defizite der DDR: man bot den Menschen keine Alternative zum Materialismus. Gerade nach dem Krieg wurden Glück und Freiheit ja verständlicherweise an dem gemessen, was man besaß. Zwar ist es nun nicht so, dass man überhaupt nichts hatte im Osten, aber eben nicht so in Hülle und Fülle wie man das heute gewohnt ist. Leider versäumte die SED es, den BürgerInnen den Minimalismus schmackhaft zu machen. Die Bonzen sollen sich ja selbst die Zähne mit Westzahnpasta geputzt haben. Wasser predigen und Wein trinken...


    Aber das lag am SED-Regime. Das braucht nicht inhärent am Sozialismus zu liegen. Minimalismus und soziale Marktwirtschaft sind ja Dinge, für die sich doch einige stark machen.

    Hat jetzt nicht direkt was mit Realsozialismus zu tun, der Artikel weist aber schön auf, was derzeit schiefläuft bei den Roten, die doch eigentlich die Belange der arbeitenden Bevölkerung beherzigen sollte:

    https://m.tagesspiegel.de/poli…ien-wandeln/26306850.html


    Der Artikel ist vom Oktober vergangenen Jahres. Der Begriff "Lifestyle-Linke" war mir gar nicht so geläufig. Ich pflegte diese "Liberallinke" oder, etwas gehässiger, "Bourgeoisie-Linke" zu nennen.

    Möglicherweise, rein theoretisch, würde es die Götter und Ahnen auch mehr erfreuen, wenn beispielsweise (im Namen des Forums) hin und wieder mal für Waisenhäuser, Obdachlosenhilfen, Tierheime, etc. gespendet würde, als dass sich um die Finanzierung irgendwelche Kultstätten Gedanken gemacht wird. In eine solche Kasse würde ich mit Freuden einzahlen.

    Waisen, Obdachlose und Tierheimtiere sind Angelegenheiten von uns Menschen. Wir brauchen da keine Götter, die uns dazu anhalten, uns um unsere Mitmenschen und Mittiere zu kümmern, gleichwohl es sicherlich die eine oder andere Gottheit, der besonders an Kindern oder an Haustieren gelegen ist (eine germanische Gottheit fällt mir nicht direkt ein, nur die griechisch-römische Artemis-Diana), freuen würde, wenn man sich ihrer besonderen Schützlinge annehme. Den eigenen Ahnen macht man mit solcher Wohltätigkeit gewiss auch keine Schande, doch es war und ist nun einmal Sitte, die Götter mit Tempeln und Heiligtümer zu ehren. Ich sehe keinen Grund, diese Tradition zu ändern. Private Kultgemeinschaften können doch problemlos für sich ein kleines Heiligtum einrichten, sei es auf einem eigens dazu verkauften Gelände, sei es im Garten eines der Kultmitglieder. In Rom haben Iuppiter und Apoll beide jeder wieder einen zu Kultzwecken errichteten Tempel und zwar im jeweiligen, weitläufigen Garten zweier Privatpersonen. Am Iuppitertempel werden auch zwei Mal monatlich öffentlich zugängliche Rituale abgehalten. Die Infos findet man auf deren Website. Ein Tempel braucht ja nicht das Format des Parthenons zu haben: eine Kapelle reicht doch auch schon.

    1) Dann wäre das Wort "Ase/Anse" mit "Achse" verwandt?


    2) Da kann ich dann manchmal nicht an mich halten, solche Aussagen zu kommentieren, in denen Odin und Thor als die eigentlichen Götter Deutschlands genannt. Stimmt ja irgendwo, aber benutzt dann doch auch die deutschen Namen, lol.



    Im römischen Belgien soll der Name einer Göttin "Vihansa" attestiert sein, die wegen der Endung -ansa eben auch als germanische Göttin, als Asin, gedeutet wurde.

    Gestern Nachmittag in einen Ruck Peter Handkes "Wunschloses Unglück" gelesen. Sein erzieltes Entsetzen habe ich ihm nicht entsagt. Handelt von seiner Mutter und deren Freitod.


    Jetzt steht Heinrich Bölls "Das Brot der frühen Jahre" auf dem Programm.


    Ich mag Böll.

    Weil ich mit Platt immernoch meine Probleme habe.;(

    Ich bin leider nur mit Hochdeutsch groß geworden und vor allem das freie Sprechen in Platt bereitet mir Probleme, daher falle ich in Ritualen immer auf Hochdeutsch zurück. Deshalb schreibe ich jetzt erst die Gebete, die ich eh schon nutze, in Stabreimform auf und übertrage sie erst im zweiten Schritt sinngemäß ins Platt.


    Hier in NW-Niedersachsen wurde bis in die Nachkriegszeit die eigene Mundart leider als Rückständig angesehen und weitestgehend ausgemerzt, und da fast keine Sau mehr Platt im Alltag spricht fehlt mir logischerweise die praktische Übung.:(

    Ich würde Dir ja die Werke von Fritz Reuter oder Susanne Bliemel empfehlen, doch die sind in Mecklenburger Niederdeutsch geschrieben, bisschen anders als in Niedersachsen (Partizipendungen zum Beispiel).

    Aehnliches ich habe schon einmal gelesen in Bezug auf die alttestamentarischen Väter Abraham, Isaak und Jakob. Ihnen als Nomaden seiende wurde das sündige Leben in den Städten und Siedlungen gegenübergestellt. Durch Landwirtschaft, natürlich entstanden auch ist das Mehrprodukt.