Beiträge von Gescheiterte Ostexistenz

Schon gewusst…?

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    Was bekomme ich denn ?

    Auf jeden Fall eine Entschuldigung von mir erst Mal. Das wäre dann zwar auch die zigste...


    Ich muss tatsächlich erst Mal wech von allem und wieder zu mir selbst finden.


    Habe Frust an euch abgelassen, hatte eigentlich überhaupt nichts mit euch zu tun. Reue kommt ja immer zu spät und die Ehre eines Menschen ist wie Glas, sehr leicht bricht das.


    Ich nehme mir Mal eine längere Auszeit. In meinem Leben läuft zur Zeit einfach alles schief.

    Ichda Hattest du in deinem Thread, warum das Heidentum in Deutschland keine Aussichten hat, auch Folgendes erwähnt: komplettes Desinteresse der dt. Heiden an der eigenen Sache? Scheint irgendwie typisch für diese Region zu sein. Die Russlanddeutschen behaupten ja auch, Deutsche zu sein, kultivieren aber weiterhin das Russentum. Und die meisten Sorben geben sich auch keine Mühe, Sorbisch oder Wendisch zu sprechen.


    Zum Schreien!!!

    Cal Du mit deiner Überheblichkeit tust mir einfach nur leid. Nur weil du alt bist, bist du noch lange nicht weise. Dat sieht man ja an dem, wat du über Tacitus äußerst. Und Calchen, ich habe überhaupt kein romantisches Bild von den Römern und Griechen. Es ist aber nun mal ne Tatsache das bei denen mehr Schriftliches erhalten ist übers Heidentum als bei den Nordmenschen. Aber verschließt euch mal davor und spiegelt euch mal am Christentum.


    wulfila wenn du mal n bisschen weiter vorne in diesen Thread lesen würdest, hättest du vielleicht gelesen, was ich zu Karl dem Grossen geschrieben habe. Niemals habe ich behauptet, dass die Geschichte Europas friedlicher verlaufen wäre, aber für uns Heiden doch auf jeden Fall positiver. Hättet ihr ooch nur n BISSCHEN Ahnung vom Heidentum, dann wüsste ihr datt ooch! Aber trommelt man schön weiter und stecht euch ganz Asgard in de Haut, vielleicht lernt ihr ja wat auf euren Astralreisen.


    Wäre sagt dir denn überhaupt, dass die Stammeskulte der Germanen nicht genauso streng organisiert war wie der römische Staatskult. Ich erinnere nur an den Semnonenhain, den man nur mit gebundenen Händen habe betreten dürfen und, wenn man hinfiel, nur kriechend habe verlassen dürfen. Oder an den Swantevitpriester, der als einziger des Gottes Tempel habe betreten dürfen und das auch nur mit abgehaltenem Atem. Doch, halt, stopp! Dieses Wissen wir von einem Christen, jenes von einem - igitt - Römer! Also alles erstunken und erlogen. Will ich wissen, wie es wirklich war, dann trommeln ick einfach 48 Stunden nackig unter den Externsteinen herum. Dann weiß ich alles und bin mit ein bisschen Glück gleich IT-er.



    An euch kann man nur verzweifeln!!!!

    wie gesagt, es macht mich ein wenig fassungslos, dass hier auch noch bejubelt wird, dass das Heidentum untergegangen ist, weil es angeblich sonst überall Gezas gäbe... ich meine, wenn das Erhängen von Menschen zu Ehren des Gottes Odin jetzt als Argument gebracht wäre... Aber nee... sorry, wie gesagt, Geza verdankt es gerade dem Christentum und der daraus resultierenden Unkenntnis über das Heidentum, dass ihm überhaupt welche folgen.


    Ich bin ja echt entsetzt, nich. Nun habe ich hier ja schon so manches lesen müssen.

    im übrigen, im griechischen und römischen Neuheidentum gibt es zwar auch Nervensägen, doch Gestalten wie Geza haben überhaupt keine Chance, gerade weil die griechischen und römischen Neuheiden alle wissen, worauf es ankommt, was das Wesen des Heidentums ist.



    Aber bei den Germanen ist das natürlich alles GAAAAAAAAAAAANZ anders...

    Und woran machst du das fest???? Das Hwidentum hat Jahrtausende existiert ohne dass Phantasten sich lange haben halten können!


    Das Heidentum ist die Gesamtheit an den von den Vorfahren ererbten Bräuchen und Riten. Da gibt es doch schon mal gar keine Möglichkeiten für irgendwelche Berufungen auf irgendein besonderes Wissen! Geza bezieht seine Macht gerade aus dem Umstand, dass das Heidentum unterbrochen wurde, wo das Wissen um die Kultpraktiken von den Eltern an die Kinder weitergegeben wurde... und aus dem Umstand, dass viele Heiden einfach zu faul sind, ein Mal ein Sachbuch zum Thema in die Hand zu nehmen... aber, nee, igitt, wir sind doch keine Buchreligion, igitt, igitt...


    Cal dass so etwas wie Geza so einflussreich sein kann, ist gerade der Unterbrechung des Heidentums und der Tradierung innerhalb der Gemeinschaft zu schulden! Wie man n Weihnachtsbaum schmückt habe ich auch nicht vom Pfarrer gelernt, sondern von Hause aus, und so verhielt es sich mit den heidnischen Kultpraltiken ebenfalls. Die hat man erst Mal zu Hause gelernt, am heimischen Herd, der das zentrale Heiligtum des Heims war... und der Staatskult baute auf dem Hauskult auf. Nur eben mit mehr Göttern und Riten und dazu benötigte es eben bestimmte Angestellte = Priester. Wie gesagt, da war das Risiko auf Scharlatane genauso hoch wie bei zum Beispiel Ärzten oder Handwerkern... schaffen wir die dann auch gleich alle ab???

    wulfila Der Ritualismus des Heidentums hätte sich auch bis heute einfach erhalten. Jeder Mensch konnte in Theorie die Rituale durchführen, um den Frieden mit den Göttern zu bewahren. Es gab auch nicht viel zum Besserwissen, denn es war keine orthodoxe Religion, sondern eine orthopraktische. Die richtige Ausübung der Riten war ausschlaggebend und diese war im Prinzip öffentlich bekannt.


    Und das Orakel von Delphi hatte gegen Ende der Antike noch zu heidnischen Zeiten an Bedeutung einbüßen müssen, da die Menschen ihre Zukunft aus den Sternen zu erkunden suchten. Die Astrologie war in der römischen Kaiserzeit sehr populär.


    Leider werden die Wissenslücken im germanischen Heidentum lieber mit dem, was man vom Christentum her kennt, gefüllt, als mit dem, was man vom Heidentum des restlichen Europas kennt. Die Griechen und Römer standen den Germanen und Kelten, den Slawen und Balten in kultische Hinsicht näher als die Christen.

    ich freue mich, dass das Christentum das Heidentum in Europa verdrängt hat! Was Besseres hätte uns Heiden niemals passieren können! Man denke sich nur all die Goden und Druiden und Kriwen - lauter Gezas!!! Wir sollten alle mindestens ein Mal die Woche in die Kirche gehen, die beinah wie eine Göttin ist, und ihr huldigen! Am Tag der Sonne vielleicht? Hach, ich bin ja so überglücklich! Heil, Göttin Kirche! Heil!

    "Es [die Priester und Priesterinnen] waren ganz offenkundig Menschen, die in sich selbst versunken waren und nicht auf ihre Schäfchen schauten. Im Paganismus war das Prinzip der Autorität (gäbe sie sich auch noch so liebe- oder salbungsvoll) unbekannt, diese Autorität, die die Bischöfe in den zahlreichen Medaillons der christlichen Mosaiken am Ende der Antike zur Schau tragen. Das Idealbild der heidnischen Priester war nicht das eines geistlichen Führers. "


    Veyne, Paul: Die griechisch-römische Religion. Kult, Frömmigkeit und Moral. Reclam, 2008. S. 118.




    Aber bei den Germanen war das bestimmt alles gaaaaaaaaaaaaanz anders... Also Halleluja dass dem Heidentum der Garaus gemacht wurde! Was Besseres hätte uns Heiden niemals passieren können! Danke, liebe Kirche! Du hast uns endlich von all den Gezas befreit! Am liebsten würden wir dich ja zu einer unserer Göttinnen erheben und dir Tempel bauen, du liebe Kirche, aber leider, oder vielmehr glücklicherweise, geht das ja nicht mehr!

    Das Wasser, das ich trinke, könnte auch vergiftet sein. Am besten, ich trinke nie wieder Wasser oder sonst eine Flüssigkeit. Auch die Luft, die ich atme, könnte kontaminiert sein. Am besten stelle ich das Atmen ein, damit ich ein langes und glückliches Leben führen kann.



    Wie gesagt, ich empfehle immer wieder gern und sans cesse Paul Vernes "Die griechisch-römische Religion". Sollte wirklich Pflichtlektüre für Heiden sein. Das auch damals Schindluder mit der Religion betrieben wurde, streitet keiner ab, aber Gestalten wie Geza sind eindeutig am Katholizismus orientiert.

    du musst viel-erläutern warum und wieso. Aus gerechnet dieses Buch.

    Das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens erscheint mir als das derzeit umfangreichste Nachschlagewerk für das Brauchtum der deutschsprachigen Gemeinschaft. Zumal hie und da auch ähnliche Bräuche und Vorstellung anderer Sprachgruppen (Griechen, Römer, Skandinavier, Slawen usw.) herangezogen werden.

    wulfila Die Heiden schoben zumindest keine Religion vor, um ihre Kriege zu rechtfertigen. Nicht, dass deren Kriege darum minder blutig gewesen wären.


    In der Beziehung sind die Heiden den Monotheisten, sofern bekannt!, doch voraus... bei denen war es ganz normal, dass derselbe Gott in einer anderen Stadt eventuell mit anderen Riten geehrt wurde als zum Beispiel in der eigenen. Kleines Beispiel von der Website Theoi.com: Laut Fabeldichter Äsop verwehrte Liebesgöttin Aphrodite jenen, die (kürzlich oder überhaupt) Schweinefleisch gegessen haben, den Zutritt zu ihren Tempeln. "Der Aphrodite ein Schwein opfern" soll ein Sprichwort gewesen sein und meinte, einer Person ein unpassendes Geschenk zu machen. Aber es wird auch berichtet, dass in der Stadt Argos und auf Zypern der Aphrodite während ihrer Opferfeste durchaus Schweine geopfert wurden.

    Ist das nicht der Fall...? Ich dachte das bisher auch immer, dass Christen und Moslems den einen Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für sich beanspruchen.


    Für einen totalen Aussenstehenden sieht es ja vielleicht wirklich so aus, als ob Christen die Sonne, Moslems den Mond als Abbild Gottes verehren.


    Kendra : War Istanbul schön? Findet man da noch Byzantinisches ausser der Hagia Sophia?

    Lieber Ulfberth,


    ich sage nicht auf Wiedersehen, sondern: bis bald!


    Wenn Du das Staatsexamen, Referendariat und erstes Jahr im Schuldienst hinter Dich hast, dann kommst Du zurück und versuchst mich wieder von meinen Röteln zu heilen.


    Ich freue mich auf neue Schlachten!



    Liebe Grüße,


    Iwan-Dummerjan