Beiträge von Iwan-Dummerjan

Schon gewusst…?

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    Wer braucht schon Bildung oder Schule.


    Call-Center-Agent, das ist doch ein super Job.


    Ganzen Tag Geklingel, Generve und Geschreie. Und abends darf man sich die Hucke volsaufen, um zu vergessen. Mit etwas Glück bringt einen das auch ins frühe Grab, dann hat man es wenigstens hinter sich. K strowosći!

    Während meines ersten Jobs (ich habe das gemacht, was JuSo-Chef Kevin Kühnert auch gemacht hat) dachte ich tatsächlich oft bei mir: warum bringen die einem in der Schule nicht etwas Nützliches bei, etwas, das einen auf die freie Marktwirtschaft besser vorbereitet. Doch das hat nicht lange angehalten, zumal ich ja auch so ehrlich zu mir selbst war, dass ich wie der dumme Iwan aus der russischen Märchenwelt an die Sache herangegangen bin, passiv, planlos und vertrauend auf das Irgendwie. Gerade das Schöngeistige, für einen Job vielleicht weniger, für das Leben selbst umso mehr brauchbar, hat mich eigentlich durchgeboxt, boxt mich noch immer durch.


    Gut, klar, nun kann man sagen, dieses jenes Schöngeistige sei dann in Prinzip auch nur eine Variante jener Betäubungsmittel, die viele Menschen brauchen, um sich von ihrem tristen Dasein abzulenken, wie da noch wären Zuckerhaltiges, Fernsehprogramme (nee, ich meine keine Dokus), Alkoholisches, Nikotinhaltiges, ... So wie in diesem Witz von Fips Asmussen eben, wo der Vater die Tochter studieren lässt, damit sie später beim Staubsaugen an etwas Anständiges denkt... Nun, letztendlich trägt jeder ja selbst die Verantwortung und jobmäßig bin ich auch noch nicht angekommen, noch nicht da, wo ich sein möchte oder sein zu möchten hoffe.


    Aber, bin auch kein Experte zum Thema, dachte nur mal wieder meinen Bautzener dazugeben zu müssen.

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    Nach dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus verehrten die Germanen Merkur als ihren höchsten Gott. Später schloss man hieraus, dass die Römer den germanischen Wodan mit ihrem Merkur gleichsetzten. Der Dies Mercurii oder Merkurstag wurde bei den Germanen jedenfalls zum Wodanstag (EN: Wednesday, NL: Woensdag, NDS: Woonsdag, FY: Woansdei).

    Na, das ist aber schön und lieb von ihnen, denn auf dem Stettiner Friedhof liegen doch bestimmt auch noch eine Menge DeutschInnen begraben.


    Ich habe, inspiriert von dem, was der Ulfberth geteilt hat aus dem Handwörterbuch des Aberglaubens, mir gestern Abend noch Gerstenbrei gekocht, doch wohl leider viel zu viel (dumm von mir, ich weiß doch, wie mäßig man mit Haferflocken schon zu sein hat) und dementsprechend nicht viele Seelen aus dem Fegefeuer retten können. Doch eine Devotionalkerze brannte die ganze Nacht bei den Familien- und Freundenbildern. Kurz habe ich mir überlegt, auch ein warmes Schaumbad für die Ahnen einzulassen, doch eingedenk des relativen Wassermangels der vorherigen Jahre habe ich es gelassen. Ich glaube, die Vorfahren haben dafür Verständnis, zumal wir vor der Zuwendung zum Bolschewismus eh Evangelen waren und unser Totentag der Totensonntag ist.


    Dziady, der Name der slawischen Toten- oder Ahnenfeier, ist auch der Name eines bedeutenden, mit Goethes Faust verglichenem Werk des polnischen Schriftstellers Adam Mickiewicz.

    Sorry wegen des Doppelpostes. Ist irgendwie zu Stande gekommen, weil ich den Text in einem anderen Tab nochmal bearbeitet habe? Forenfehler? :wacko:

    Ja, ja, das Forum war schuld. Du alte Like-Whore wolltest doch nur doppelt absahnen! 8o


    Tomke Dieterson : Die Bessermenschenarroganz des Verfassers fiel mir ebenfalls sofort ins Auge. Na wenigstens gestattet er die Liebe zur Heimat und zum eigenen Land. Inwiefern es ohnehin an ihm ist, anderen Menschen irgendetwas zu gestattet. Kann es sein, dass dieses Kriegstrauma sich irgendwie seit den Neunzigern stärker und stärker bemerkbar macht, oder kommt mir das nur so vor, weil ich Ende der 80er geboren wurde? Und nein, ich minimalisiere oder relativiere nichts. Nur fühle ich mich auch nicht schuldig. Das ist ein negatives Gefühl und kann nie zu etwas Gutem führen.

    Ich finde die Thematik interessant und fand es spannend alle Beiträge zu lesen.

    Ich persönlich kann mit "Stolz" auf die Ahnen nichts anfangen, an jedem meiner Feuer ehre ich sie mit dem zweiten Glas, genau wie all meine anderen Toten, das wars aber auch schon.


    Mögen die Götter mit euch sein

    Mc


    Das ist wesentlich mehr, als 98 Prozent unserer Bevölkerung macht......

    Wollte gerade auch einwerfen, dass es sich bei mir auch auf sporadische, meist zu den Geburts- und Sterbetagen und zum Totensonntag auf Blumen- und Kerzenopfer beschränkt...




    Ulfberth : Also, ich wollte es jetzt mal genau wissen und habe einfach mal den erstbesten Artikel zum Thema auf Google gelesen:

    https://medium.com/@niko.bo/we…t-verstanden-2c7cb32514ed

    Ein Teil meiner Vorfahren kommt aus Ostpreußen. Ich höre heute meinen Großvater väterlicheseits von seinem heißgeliebten Masuren weinen.

    Der zweite Mann meiner pommerschen Oma, quasi der einzige Opa, den ich väterlicherseits gekannt habe (ihr erster Mann, mein leiblicher Großvater kam aus Schlesien), kam auch aus Ostpreußen, aus irgendeinem kleinen Dorf in der Nähe von Königsberg. Geweint hat er nicht groß, aber mit seinem Stiefsohn und dessen Frau - meinen Eltern - hat er vor vielen Jahr mal eine abenteuerliche Fahrt durch Polen unternommen, auf der Suche nach seiner alten Heimat... ohne Anhaltspunkte, wusste nicht, wie das Dorf nach der Polonisierung genannt wurde... muss ein ziemlich nervenaufreibendes Unterfangen gewesen sein... heute lachen sie darüber, doch ich bin so froh, damals nicht dabei gewesen zu sein.


    Persönlich finde ich, dass das Ostpreußenlied unsere Nationalhymne werden sollte. Aber das wäre Polen gegenüber wohl nicht so diplomatisch. Ich finde es aber echt ein tolles Lied.

    Hat dann nach dem Krieg seine todkranke Frau mit drei minderjährigen Kindern in der Armut sitzen gelassen um in die sowjetische Besatzungszone zu fliehen. Der Realsozialismus war dann wohl doch nicht so toll, weshalb er nach ein paar Jahren zurück kam und bei meinem Großvater, der die Familie als Briefträger durchboxte, Geld schnorren wollte. Mein Großvater hat ihn dann zum Teufel gejagt.

    Wenn ich so drüber nachdenke, muss es Opa echt weh getan haben, als seine beiden Söhne Hausbesetzer wurden... naja war ja eh nur eine jugendliche Trotzphase.

    Zwei meiner vier Urgroßväter (der Pommersche und der Märkische) waren auch Kommunisten. Der Märkische hat sogar seinen Sohn, meinen Großonkel, verstoßen bzw. wollte nichts mehr von ihm wissen, als er damals in den Westen geflohen ist. Der Pommersche hat nach dem Krieg von den Bolschewisten einen Hof samt Land angeboten bekommen, weil er eben Kommunist war. Doch weil das gegen seine Prinzipien war, soll er abgelehnt haben... das erfüllt mich gleichzeitig mit Stolz und Verdruß. Stolz, weil ich darin meine eigenen naiven Eigenschaften sehe, Verdruß, weil wir sonst einfach mal eben ein Stück Land gehabt hätten. Gut, nach der politischen Wende hätten wir das wohl eh wieder abgeben müssen.

    Firnwulf


    Viele haben im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst. Viele plappern doch nur nach, was der Ami ihnen eintrichtert.


    Polen und Tschechien möchten keine Flüchtlinge beherbergen, möchten keine Islamisierung, ergo sind sie natürlich Nazis. Dass diese Länder, besonders Polen, selbst wirtschaftlich noch einige Baustellen haben, dass junge Polen ihr Land verlassen (so wie auch nach wie vor viele Ostdeutsche), das blendet man ja gerne aus, passt ja auch nicht ins Bild des wohlhabenden Europas. Was hätte Polen denn den Flüchtlingen groß zu bieten? Die wollen ja auch alle nach Deutschland, nach England.



    Vor einigen Monaten durfte ich im Netz, im internen, den Kommentar eines solchen Nazijägers lesen unter einem Artikel zur Situation der Sorben. Ich versuche mal, den zu finden.

    Meine ebenfalls. Postings, meine ich. Stört mich aber nicht weiter. „Manismus” oder Verehrung der Verstorbenen oder eben Ahnen ist integraler Bestandteil des Heidentums, das lässt sich nicht einfach wegdenken oder ausblenden. Meine Familie kommt auch aus den deutsch-slawischen Siedlungsgebieten Pommern, Schlesien und Brandenburg.


    Es ist tatsächlich schade, dass Identitätssuche oder Berufung auf eine größere Volksgruppe (oder Sprachgemeinschaft) offenbar nur bestimmten Personen vorbehalten ist. So will die reiche weiße Oberschicht wohl ihr Gewissen beschwichtigen: sie haben die gutbezahlten und interessanten Jobs, das ausgefüllte Sozialleben, und die braune Unterschicht hat eben den Stolz auf den kulturellen Reichtum ihrer Ahnen, während sie die miesen Jobs machen, die keiner machen will. Dumm ist es, wenn man weiß und zur Unterschicht gehört. Das passt nicht in diese neue, doch eigentlich nicht so neue Welt. Man ist dann eine Anomalie.

    Wenn eine schwarze Katze von links deinen Weg kreuzt, bedeutet das, dass sie nach links will. :rulez:

    Wie meinen? Irre ich mich? Bringt sie Unglück, wenn sie von rechts nach links läuft? Ich dachte immer, von links nach rechts, wird's schlecht (und von rechts nach links gelingt's). Im Handwörterbuch des deutchen Aberglaubens steht nichts zur Richtung, nur zum Zeitpunkt, nämlich, wenn einem des Morgens eine schwarze Katze über den Weg läuft oder gar durch die Beine hindurch, dann brächte das Unglück. Ich mag mich irren.

    Dann frag ich mich natürlich auch, gibt es heute wirklich noch Leute, die ihrem Nachbarn die Milch sauer hexen oder die Meerschweinchen krank zaubern - und besondersw, warum sollten die sowas tun?

    Niedere Beweggründe eben. Und der süße, leicht minzige Geschmack der Macht.


    Und die spannenste Frage, haben wir hier Flucher und Flucherinnen und Entzauberer und Gegenhexerriche?

    Ich habe ein Zettelchen mit den magischen Wort Abracadabra, von dem auf jeder Zeile ein Buchstabe schwindet, bis das Wort und mit ihm alles Böse verschwunden ist, unter meinem Telefon auf Arbeit stehen (Telefonist ist meine Hauptaufgabe).


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    Manchmal habe ich Lust, ein Zettelchen mit dem umgekehrten Zauber bei manchen Kollegen zu verstecken... doch bisher hat die Vernunft noch immer obsiegt.


    Im Straßenverkehr schmeiß ich mich tatsächlich manchmal auf die Straße, um ja nicht unter einer Brücke hindurch zu fahren habe, und kreuzt eine schwarze Katze von links meinen Weg, dann kehre ich um. Es wird teilweise ein wenig krankhaft.

    Unnötig zu erwähnen, aber ich tue es trotzdem, aber für mich gibt es nur eine Fernseh-Baba-Yaga und das ist natürlich Georgi Franzewitsch Milljar (kyrillisch: Георгий Францевич Милляр), den die älteren unter euch sicherlich auch noch kennen und lieben:


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    Ulfberth Die Befürworter unblutiger Opfer waren vor allem die Pythagoreer. Schon seltsam, nicht, uns ist Pythagoras vor allem als Mathematiker ein Begriff, doch in der Antike hatte er teilweise einen Stellenwert wie der Buddha.


    Vereinzelt mögen auch andere Anhänger bestimmter Denkströmungen (Stoiker, Epikureer) eher unblutige Opfer bevorzugt haben, doch da gab es verschiedene Meinungen.


    Jollyface Sehr schön wird das veranschaulicht in einer römischen Legende, nach welcher der zweite König Roms, ein gewisser Numa, der als Begründer uralter römischer Kulte gilt, ein Gespräch mit Götterkönig Iuppiter hat:


    „Opfere mir einen Kopf”, forderte Iuppiter.

    „Das werden wir tun”, antwortete der König, „Du sollst einen Kopf Knoblauch bekommen, den ich sofort in meinem Garten ausreiße."

    „Nein, ich verstehe darunter etwas Menschliches.”

    „Gut, Du sollst Menschenhaare bekommen.”

    „Aber nein, ich will etwas Lebendiges.”

    „Schön, zu all diesem tun wir noch ein kleines Fischlein hinzu.”

    Iuppiter fing an zu lachen und war mit allem einverstanden.

    (MASCHKIN 1953 125-126)


    Die Sage erinnert mich an die Märchen, in denen der Bauer mit dem Teufel oder (in Russland) einem Bären eine Abmachung trifft, die Feldfrüchte zu teilen, doch durch List immer dafür sorgt, dass der Teufel oder der Bär entweder die Blätter oder die Wurzeln, jedenfalls immer nur den unbrauchbaren Teil der jeweiligen Pflanze abbekommt. Und natürlich an der griechischen Geschichte selbst, in der Prometheus Zeus beim Festmahle mit einem geschlachteten Ochsen an der Nase herumführt.