Beiträge von Iwan-Dummerjan

Schon gewusst…?

Tyr / Ziu


Gott des Krieges, stürzt sich immer mit dem Schwert ins Getümmel. Verliert die rechte Hand, als er mit den anderen Göttern den Fenriswolf fesselt.

    Sei uns hier Willkommen, lieber Thomason ! Schön, dass Du deinen Weg zum Heidentum und zu uns gefunden hast.


    Du hast ja eine interessante Berufswahl getroffen, muss ich sagen.


    Landkreis Kelheim

    Ich muss gestehen, dass ich das erst Mal googlen musste.


    Rasa

    „Götter und Rituale des baltischen Heidentums” von Jonas Trinkunas? Der steht auch in meiner Privatbibliothek. :thumbup:

    (A propos Privatbibliothek... HANGATYR , Du hast Dir wieder heimlich bei mir bedient, wa?!... Frag doch nächstes Mal... Hätteste auch „Die Walküre und der Mönch” empfehlen können!)


    Bin gerne offen für mehr Lektüre ;-)

    „Die griechisch-römische Religion. Kult, Frömmigkeit und Moral” von Paul Veyne empfiehlt sich durchaus auch. Das „griechisch-römisch” im Titel lässt sich nämlich sehr gut durch „heidnisch” ersetzen.


    Das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens enthällt auch viel Interessantes - bei zehn Bänden möchte man das ja wohl auch annehmen -, ist allerdings natürlich etwas teuer, wenn man es sich unbedingt kaufen möchte. Doch die meisten Büchereien oder Bibliotheken germanistischer Fakultäten haben dieses im Haus und hier im Forum sind auch einige Ausschnitte daraus aufgenommen.



    OT

    Herzlich willkommen hier im Forum, der Internetseite, für rumgezanke auf höchstem Niveau!

    Ich frage mich schon seit Jahren, warum heutzutage eigentlich keine heidnischen Bestattungen angeboten werden- z.B. mit Runenstein oder (wer's sich leisten kann) Schiffsbestattung, bzw. Hügelgrab oder so ?! Da der europäische Paganismus ja zunehmend an Boden gewinnt, müsste es da ja auch einen gewissen Nachfragebedarf geben!

    Jede Feuerbestattung ist aus christlicher Sicht heidnisch, da die christliche Lehre der Auferstehung des Fleisches am jüngsten Tag damit gefährdet wird. Von daher gibt es auch im deutschsprachigen Raum bereits wieder „heidnische” Bestattungen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…hland_und_%C3%96sterreich


    Bei Diskussionsbedarf können wir ja eigens einen Faden dazu aufmachen, dafür muss des Bastis Vorstellung ja nicht herhalten.

    Heil dir, Ulfberth!

    Ich spreche ihn so oder so, ohnehin mit "Tiu" an- war nur rein interessehalber!

    Wollte ich doch meinen, wo Du doch auch von Woden sprichst. :-)















    Der Name des griechischen Zeus wird im Neugriechischen auch als Zefs oder Zews ausgesprochen, das war für mich auch eine große Überraschung, oder Iuppiter heißt auf Italienisch Giove; der italienische Name Giovanni kommt von Iovianus, was sich wiederum auf Iuppiter (Genituv: Iovis) bezieht.

    Das bezweifle ich auch.


    Dennoch, ein römischer Dichter aus dem 1. vorchristlichen Jahrhundert sagte von Diana, sie heiße auch Luna ("Mond") wegen des Lichts, das sie stipitzt habe... Aber dieses Wissen dürfte den ältesten Jäger- und Sammlerkulturen wohl eher unbekannt gewesen sein. (Artemis-Diana ist nicht die einzige Gottheit, die gleichzeitig Mond und Jagd vorsteht... müsste Mal nachlesen, wie diese hieß.)


    Im nahen Osten stand der Mondgott auch über den Sonngott, weil er die Karawanen beschützte. Dennoch war auch der Sonnengott auch bei diesen Völkern nicht unwichtig, stand er doch Recht und Wahrheit vor.

    Die Büste gehört tatsächlich mir. Eine Replik einer auf Rhodos gefundenen Büste, die den Sonnengott Helios darstellt, der in späterer Zeit mit Apollo(n) verschmolz. Wobei es heutzutage auch viele Heiden gibt, die eine Gleichsetzung vehement ablehnen und bestreiten. Mythologisch sind es ja auch zwei unterschiedliche Charaktere. Für mich ist die Büste ein Abbild der Sonne, der Sonnengottheit, ob nun Helios, Sol, Apoll(o(n)), Sunna, Baldr, Swantewit, Swarožić, Saule, Dažbog, Chors, Belenos ...


    Die zu Johanni, dem neben dem St.-Veitstage christlichen Substitut für die Sommersonnenwendfeier, gesammelten und zu Kränzen gewunden Kräuter und Blumen sollen aufbewahrt im Hause das ganze Jahr selbiges vor Krankheit, Blitz, Unheil usw. schützen. Kein besserer Platz für diesen Kranz deuchte mir in meiner Wohnung als die Sonnenbüste selbst. Folklore trifft Philhellenentum. Eine Konstante in meinem Leben.

    Hallo Widulf

    Deine Worte ehren mich, doch ich muss Dir enttäuschen. Mit den nordischen Sprachen kenne ich mich noch weniger als mit der nordischen Mythologie aus... Wenn Jera aber Jahr/Ernte bedeutet, dann würde ich tatsächlich sagen, dass Deine Aussprache wohl richtiger ist als die Aussprache als Ypsilon... Doch wie gesagt, ich bin kein Experte in nordgermanischer Lautlehre... Ich weiß nur um die w-Tilgung im Anlaut, zumindest vor o und u.

    Dem lateinischen Alphabet wurden (in antiker Zeit, durch Kontakt zum griechischen Sprachraum) griechische Buchstaben wie das Z zugefügt - deshalb steht das ganz hinten im lat. Alphabet, während es im griechischen (und dem daraus abgeleiteten kyrillischen) Alphabet an 4. oder 5. Stelle steht, wesentlich mehr vorne jedenfalls. Im 15./16. Jh. kamen noch die Buchstaben W und J hinzu (die Buchstaben, nicht die Laute, die gab es schon, wurden aber eben durch u, v oder i schriftlich wiedergegeben). In den in Skandinavien gebrauchten Alphabets wurden Runen aufgenommen, in dem im dt. Sprachraum verwendetem so viel ich weiß nicht... das ß ist natürlich typisch deutsch, setzt sich aus einem wie f-ohne-Querbalken geschriebenen "s" und einem heutzutage als regulär geschrieben geltenden "s" zusammen.

    Mehr hatte ich nicht zu melden, außer eben den Hinweis, dass „bloße Schriftzeichnen” in meinen Augen eben eine Kwalifizierung ist, die der tollen Errungenschaft der Schrift, deren Größe und Wichtigkeit sich tatsächlich daran ermessen lässt, dass ihre Erfindung Göttern (Odin, Hermes, Thot, Isis, usw.) zugesprochen wird, nicht genügt.


    In der heutigen Zeit benutzen wir ja das lateinische Alphabet und kann das Futhark/Futhork tatsächlich zu einem „liturgischen” Schriftzeichensystem werden, gerade so wie verschiedene Minderheitensprachen im Laufe der Zeit zu liturgischen Sprachen werden. Aber zur Zeit der Wikinger und der alten Germanen werden sie die Runen sicherlich auch zur schriftlichen Fixierung profanerer Sachverhalte herangezogen haben.

    Heil dir, Iwan!

    Eine äußerst interessante Frage!

    Ich meine, wenn ich einen (ganz alltäglichen) Satz in Futhark schreibe, können dann die einzelnen Runen- jede für sich genommen, ihre magische Wirkung entfalten, ohne das ich das beabsichtigt hätte oder auch nur merke?

    Oder habe ich vielleicht versehentlich, ein äußerst mächtiges Runenformelwort auf die Welt losgelassen und weiss da gar nichts von???

    Uns stehen heutzutage mehrere Alphabete zur Verfügung. Das war aber doch nicht der Fall für die alten Germanen und andere Völker, die das Futhark oder das Futhork verwendeten. Darauf möchte ich hinaus. Die Völker, die die Runenschrift erfanden, hatten doch auch nur diese eine Schrift. Oder hat man im alten Skandinavien für profane Sachen das lateinische Alphabet benutzt?

    Das war (leider) nicht als verarsche gemeint!!!

    Dann ist es ja gut.



    Sitz mal in Bus oder Bahn und sei der einzige, der dort ein (dickes) Buch liest, während all die Zombies um dich herum, mit leerem Blick, in ihre Smartphones starren und sich auf YouTube "lustige" Katzenvideos anschauen.

    Tut mir leid, ich urteile nicht vorschnell über meine Mitmenschen. Habe selbst leider nicht das ansprechende Erscheinungsbild eines Aleksei Worobjow und auch kein so ausgeprägtes Selbstvertrauen, dass ich mich für den tollsten halte, daher urteile ich auch nicht vorschnell über meine Mitmenschen. Was weiß ich, was sich die Leute auf ihren Smartphones ansehen. Lustige Katzenvideos. Ein E-Book. Nachrichten mit dem oder der Liebsten austauschen... Das geht mich doch gar nichts an.


    Und nichts gegen lustige Katzenvideos...


    Und dann achte bitte mal bewusst darauf, was für irritierte Blicke, du mit deinem Buch, ernten wirst!

    Kann ich nicht beurteilen... Vielleicht waren die Bücher, die ich auf Bus oder Bahn, wenn ich Mal nicht zombiehaft lustige Katzen- oder Frau-Doktor-Sahra-Wagenknecht-Videos anschaue, auch einfach nicht dick genug. Weeß ick nich. Wäre das erste Mal, dass zu geringe Dicke sich in meinem Leben nachteilig auf mich auswirken täte.


    - von daher versuche ich eben zwischen den "profanen" Schriftzeichen einerseits und andererseits, den Zauberzeichen, die dem "Eingeweihten" höchste Macht verleihen und in der Lage sind, die Grenzen der physischen Realität zu sprengen, zu unterscheiden.

    Wobei ich wieder bei meiner Frage bin: womit schrieb man dann eben profane Sachen, wenn die Runen nur für religiöse oder magische Sachen vorbehalten waren?

    Lesen und schreiben wirkt in einer Zeit, wo die meisten Menschen nur noch RTL2 und Internetpornos schauen, ohnehin schon fast wie Zauberei.

    Vera****en kann ich mich auch allein...


    Wo du grad das Thema Waffen erwähnst, fällt mir ein, das auf Speeren (hab ich zumindest so gelesen) die Rune :teiwaz: eingraviert wurde.

    Wäre ein weiteres Indiz für Runen als magisch- religiöse Symbole!

    Dass Runen auch zu magisch-religiösen Zwecken herangezogen wurden, stellt hier wohl keiner in Abrede. Ich reagiere eben nur leicht allergisch auf solche Aussagen, Runen seien mehr als „bloße” Schriftzeichen, weil damit völlig außer Acht gelassen wird, was für eine großartige Erfindung das geschriebene Wort ist und welche Möglichkeiten dadurch erschlossen wurden. Schrift ist nichts selbstverständliches.


    Vor allem, wenn Runen nur für magisch-religiöse Zwecke genutzt wurden, womit sollten dann nicht-magische oder nicht-religiöse Angelegenheiten geschrieben werden?

    Ja Runen sind kein Spielzeug.

    Ich finde, es sollte eher heißen, dass Runenmagie kein Spielzeug ist, genauso wenig wie auch jede andere Magie mit Buchstaben oder Ziffern. Aber wenn man Runen nur auf das Magische und Religiöse beschränkt, ja dann beschränkt man es eben, wie toll Magie und Religion auch sein mögen.


    Ich für meinen Teil bin ganz begeistert von den Möglichkeiten, die die Runen eben noch bieten AUSSER ZAUBEREI. Hier im Internet schon verschiedene Kursivvarianten der Runen entdeckt. Wäre schön, wenn außer lateinischen, griechischen und kyrillischen auch noch die runischen Buchstaben in Europa existieren und genutzt werden täten.