Beiträge von Kret

Schon gewusst…?

Fyrn Sidu


Der angelsächsische Fyrn Sidu ist das altenglische Äquivalent zum altnordischen Forn Siðr und wird weithin als Bezeichnung für angelsächsisches Neuheidentum verwendet, das so von dem hauptsächlich nordisch-skandinavischen Neuheidentum, das im Englischen landläufig als Odinism bezeichnet wird, unterschieden wird. Der Begriff Fyrn Sidu wird hauptsächlich von der US-amerikanischen Vereinigung Geferræden Fyrnsida als Religionsbezeichnung verwendet.

    Gerade mit Bernhard Maiers "Die Religion der Germanen - Götter, Mythen, Weltbild" fertig geworden. Sehr empfehlenswert, auch wenn er sich für meinen Geschmack allgemein etwas zu kurz fasst!


    Als nächstes kommt "Vier altdeutsche Heldenlieder" von Felix Genzmer dran. Urlaub ist schon was feines.^^

    Othala

    Ja ganz böse das mit den Runen.

    Kleine Anekdote aus meiner Schulzeit:

    Auf meine Schultasche hatte ich irgendwann mit 14-15 Jahren mal mit einem schwarzen Edding eine Othala gemalt. Da ich jung und ahnungslos war hatte ich die zwar für Runeninschriften unbelegte, in Nazikreisen aber (was mir ebenfalls nicht bewußt war) äußerst beliebte, Form mit den beiden Haken oder Füßen an den unteren Ausläufern genommen.

    Das war an und für sich kein Problem, aber meine deutsch-russischen Mitschüler (die mich allesamt nicht leiden konnten) haben darin damals tatsächlich ein Hakenkreuz erkennen wollen. :wirr:


    Ich glaube man versteht, warum ich die Deppen auch nicht mochte.^^

    Wie Grout schon gesagt hat: Tattoos sind kein fester Bestandteil der germanischen Religionen!


    Ibn Fadlân schrieb in seinem Reisebericht über die warägischen Rus, dass diese "von den Fingerspitzen bis zum Hals Verzierungen auf der Haut" (seiner Schilderung nach verdeckten ihre Mäntel nur einen der Arme, sodass er diese Muster gut sehen konnte) trugen, die er als "Wurzeln, Bäume und andere Pflanzen" beschrieb.

    Es ist aber nicht geklärt:

    - ob es sich bei dem von ihm "Russiyah" genannten Volk um Slawen oder Germanen handelte;

    - ob die "Verzierungen" Tättowierungen oder doch eher Bemalungen oder Henna waren;

    - ob diese Zeichen überhaupt religiösen Charakter hatten.


    Wenn deine Tätowierungen nichts Verbotenes darstellen, brauchst du dich auch nicht zu rechtfertigen bzw. einen Nachweis irgendeiner Art bezüglich ihrer Verankerung in deiner Religion erbringen.

    Kurze Info: Es gibt mittlerweile Mittel und Wege sich da unten ne kuenstliche Vagina hin machen zu lassen. :kodama2:

    Indem man Ginnungagap channelt?:om:


    Kann mir das Gespräch genau vorstellen:


    Bei Gork und Mork.:vomit1: Ruft Beowulf, Grendel ist zurückgekehrt!!!:mob:

    So oft, wie sich die Hintergrundgeschichte ändert, könnte man meinen, es sei ein Marvel-Monster.:rofl:


    "Aldsidu: Old Saxon Heathenry" von Robert Sass.


    Interessant, aber irgendwie auch ziemlich enttäuschend. :|

    Steht viel Richtiges drin, aber auch einiges an Spekulation, alternativen Fakten, "selbsterfüllende Prophezeiungen" und eine viel zu starke Versteifung auf den Heliand bei mangelnder Bibelkenntnis (hätte nie gedacht, das mal einem Heiden vorwerfen zu müssen).

    ...dass sich die Einwohner von Breckenridge im US-Bundesstaat Colorado jeden Winter mit einem Fest beim nordischen Gott Ullr für den vielen Schnee bedanken.

    Also Fest im Sinne von "viertägiges Besäufnis" mit Hörnerhelm-Fasching und Feuer, aber irgendwie feier ich das gerade.:rofl:



    Das könnte auch aus American Gods stammen.:hammer:

    rosa elefant


    Erstmal danke für den Link.:topanim:

    Werde bei Zeiten mal alles lesen, gestern aber nur den Part mit den Orts und Personennamen... weil Nachtschicht.

    Axel Olrik provides a list of Scandinavian names which he believes contain Loki’s name in Loke in the Younger Tradition.

    In 12th century Northumberland, England, there is a record of a man named Locchi. In Småland, Sweden, Locke has been preserved as a hereditary surname. On a rune stone in Uppland, Sweden, the name “Luki” (Loki?) appears. It has also been traced to the place names Lockbol, Luckabol, Lockesta, and Locastum.11 Jacob Grimm also tells us that there is a giant’s grave in Vestergötland, Sweden, named Lokehall.12

    There was also a settler in Norway called Þórbjørn loki, and a man called Þórðr loki.

    Hier ist der Author von polytheist.com durcheinander gekommen, denn Axel Olrik unterscheidet zwischen dem Gott Loki (bei ihm Asa-Loke) und dem im Volksbrauchtum auftauchenden und verehrten Vaettir namens Loki/Lokki/Lok/Lokke (Troll Loki). Für diese Trennung zwischen den beiden Wesen beruft er sich auf den wesentlich komplexeren Charakter des Asa-Loke, während die dem Troll Loki zugeschriebenen Attribute eher allgemein auf gutmütige Elfen der Folklore zutreffen.

    We can now make our conclusion from the entire investigation. In the Norse countries, there have been notions about Loke as a small supernatural creature from ancient times. The basic meaning of the name is “lue” (flame) – “lysmand” (light man). In Denmark he is regarded as the shivering or quivering air, while he in Sweden and Norway is regarded as the home fire. In this last shape, he has received small sacrifices in the home, as its guardian and helping spirit. From these points of origin, certain elfish- or pixy-like features grow from his nature, especially teasing and thievish.

    He does not derive from Loke in the mythological poetry, which contains so much other features in connection with the main gods, and a devilish behaviour. But certain traits in his nature (the smallness, the teasing and the thievishness), as well as the likeness between the names, indicates, that there is a connection. Traits from the supernatural creature in the folklore, must have been adapted by Loke the deity, and contributed to his strange and complex character.


    Da er Troll Loki auf Grund der Verankerung im Volksbrauchtum und der simpleren Charakterzüge für den Älteren hält, führt er zum einen die wenigen Ähnlichkeiten zwischen den beiden Charakteren, zum anderen auch die angeführten Orts- und Personennamen auf diesen, nicht auf Asa-Loke, zurück:


    Wie gesagt, aus meiner Sicht ist die Trennung irrelevant, weil auch Olriks ab und an den nicht definierten Begriff "vetti" für Troll Loki nutzt. Kult ist Kult.

    Wollte das nur ergänzen, weil es in deinem Link missverständlich wiedergegeben wurde.:gimme5:


    Hier nochmal der Link zu Axel Olriks Arbeit:

    http://jillian.rootaction.net/…e/olrik002/titlepage.html

    [Off-Topic]

    An keiner Stelle in der nordischen Mythologie ist ersichtlich, dass die Jötnar irgendwie besonders groß wären.

    Es wird auch nirgends erwähnt, das Zwerge besonders klein wären. Nimmt man an, der Heysham-Hogback zeige Nordri, Austri Sudri und Westri wären sie sogar ziemlich groß.;)

    hogback-1.jpg

    Was das angeht müssen wir uns auf Volksbrauchtum und Volksüberlieferung verlassen.

    In altenglishen Gedichten werden die verfallenden, baulichen Hinterlassenschaften der Römer als "enta geweorc" (Werke der Ents (abwandlung von "Eotens") = große/beeindruckende/gewaltige Bauwerke) bezeichnet.

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Ruin

    Auch in der englischen Folklore stellt man sich die Ents und Ettins als riesenhaft vor.

    Die norddeutschen Hühnen, die eine Verschmelzung der eingefallenen Hunnen/Magyaren mit den älteren Konzepten der Etunen und Durisen bilden, sind auch immer Übergroß (von "mehrere Köpfe größer" über "Haushoch" bis zu "groß wie ein Berg").

    Das kann man selbstverständlich auch als Anpassung der Körpergröße an die zugeschriebene "Riesenkraft" ;) sehen.



    [On-Topic]

    Ich habe gerade widerlegt, dass Loki nicht verehrt worden sei.

    Widerlegt hast du garnichts, sondern nur ausgelegt. Eigentlich sogar nur behauptet, weil du keinerlei Nachweis geliefert hast.

    Kannst du Ortsnamen nennen, die direkt auf Loki Bezug nehmen? Bei "Loptr-" hast du nämlich das selbe Problem wie bei "Phol-": Kann einen Gott meinen, muss es aber nicht, weil Übersetzung immer interpretiert und "lopt-" auch etymologisch mit "Luft" verwandt ist.

    Endungen wie "-vé" oder "-hof" währen bspw. eindeutige Zeichen für die Verehrung Lokis.


    "Lokabrenna" lässt sich auch mit "der hell Brennende" oder "der weiß Brennende" übersetzen.


    Ich denke zwar auch, dass Loki verehrt wurde, aber nicht als "höhere Gottheit".

    Wir kennen ihn ja aus dem skandinavischen Volksbrauchtum in Verbindung mit dem Lager- oder Herdfeuer, von daher ist es zumindest angemessen, ihn als Haus- und Hofvaettir zu sehen.

    Damit wäre dann auch vollkommen Schnuppe, ob er ein Ase, Jöte, Thurse, Albe oder sonstwas ist/war, weil beinahe alles als Vaettir bezeichnet werden kann.

    Shrek macht "das" schon seit 30 Jahren. Seit 30 Jahren? Habe ich etwas verpasst?

    Jemand, der sich in den letzten 5 Jahren als Völva, keltische Priesterin, Vampir und Schauspielerin versucht hat, will mir bei Entscheidungen helfen? Alle zwei Wochen, oder wie??? :rofl2:

    Da lügt sich jemand eine Vergangenheit zusammen, um die eigene Position zu legitimieren, aber die anderen Wochenendwikinger sollen erwachsen werden.


    Falls du das lesen solltest, du Vampirogervölvenkinderschreck:

    Ich habe dir den Spaß an Youtube genommen; zwing mich nicht, mich bei dieser Tic-Tac scheiße anzumelden!:om:

    Was genau macht den Unterschied?

    Orientierung der Vereinspraxis an der Quellenlage ohne allgemeinen Gültigkeitsanspruch.


    ER = Scheiß auf alles, solang du dich dabei wohlfühlst.

    VfgH = Wir halten uns an die Quellen, außer wenn wir auf sie scheißen.

    GGG = Wir halten uns an die Quellen... zumindest so, wie unser Gardinen-Guru sie interpretiert. Wer das nicht tut, ist scheiße.

    Übersetzt:

    Dem ER ist die Quellenlage größtenteils egal, dafür verzichten sie auch auf Gültigkeit; der VfgH besteht auf die Gültigkeit seiner Praxis (siehe "Das Heilige Fest") auf Grund der Quellenlage, hält sich aber nicht an ebendiese; die GGG hält sich an die Quellenlage, besteht aber auf die deutschlandweite Gültigkeit ihrer Praxis, welche sie darüber hinaus an Gezas Münzwurf ausmachen.


    Oder in Zahlen:


    Quellenlage/fehlender Gültigkeitsanspruch (soll 1/1)


    Er = 0/1

    VfgH = 1/0

    GGG = 1/-1


    Dem gegenüber steht die rekonstruktionistische Gemeinde in Island mit einheitlicher, an den Quellen orientierter Vereinspraxis und frei gestaltbarer individueller Praxis, deren Gültigkeitsanspruch entfällt, weil man sich bewusst ist, das Rekonstruktionismus hypothetisch und man selbst Teil einer neuen, lebendigen Religion ist.

    Gibt's es eine Aktive, ernstzunehmende Asatru Gemeinschaft? Von mir aus auch mit Mitgliedsbeitrag :/

    Nein!


    GGG, Eldaring und der Verein für germanisches Heidentum (VfgH) sind, wie die anderen schon angemerkt haben, hierzulande die "großen" drei. Mit der Ásatrúarfélagið sind die aber alle nicht einmal ansatzweise zu vergleichen und ernstzunehmen schon gar nicht.


    Kurzbeschreibung der Vereinshaltung:

    ER = Scheiß auf alles, solang du dich dabei wohlfühlst.

    VfgH = Wir halten uns an die Quellen, außer wenn wir auf sie scheißen.

    GGG = Wir halten uns an die Quellen... zumindest so, wie unser Gardinen-Guru sie interpretiert. Wer das nicht tut, ist scheiße.


    Ich muss ehrlich zugeben, am sympathischsten ist mir momentan die GGG. Geza ist halt ein Depp und die meisten Mitglieder sind auch nicht anders drauf als ein Durchschnitts-ER'ler, aber die ziehen zumindest ihr Ding durch. Nicht wie der VfgH, der erst tolle Grundsätze aufstellt (wohlgemerkt bei fast gleichem Gültigkeitsanspruch wie die GGG) und diese alle aus dem Fenster schmeißt, weil es den Mitgliedern dann doch nicht um die germanische Religion geht, sondern (wie so oft) um das Ausleben persönlicher Befindlichkeiten.



    Tipp: Schau mal auf Facebook nach heidnischen Gruppen/Stammtischen in deiner Nähe, triff dich mit denen und schau, wie sie so drauf sind, aber bitte, lass dich nicht mit Vereinen ein.;(

    Future Raffy der neue

    https://de.wikipedia.org/wiki/…schen_Feiertage#Feiertage


    RE: Walter Baetke - ,Die Götter und ihr Kult' aus ,Die Religion der Germanen in Quellenzeugnissen'


    Winternacht/Winternächte: Eines der drei großen Blóts;


    Rekonstruiertes Datum: 10 Vollmond nach den Zwölften/Rauhnächten (11 Vollmond, wenn in die Zwölften ein Neumond fällt)


    Anlass: Beginn des Winterhalbjahres


    Zweck: Guter Jahresverlauf/gute Ernte


    Opfer: Punkte 2, 5 und 9 (mach was draus...)