Beiträge von Kret

Schon gewusst…?

Die Wikinger glaubten, dass Nordlichter die aufblitzende Rüstung und Speere der Walküren seien, die auftauchten, um getötete Kämpfer einzusammeln.

    Asgrimm

    Du hast genausowenig die Deutungshoheit über die Begrifflichkeiten wie ich. Die Deutungshoheit liegt kollektiv bei der Gesellschaft, in der wir leben. Ansonsten werfe ich dir jetzt mal vor, einfach die falsche Deffinition von Kapitalismus zu benutzen.;)


    Zum Video (bei 1,5x Geschwindigkeit, Zeiten sind also nur grob):


    "Den Sozialismus" gibt es nicht, weil sich die Bedeutung zu sehr geändert hat, aber "den Kapitalismus" kann man klar benennen (und wird dies im Laufe des Videos auch niemanden vergesen lassen!).


    7:30 "Soziale Gerechtigkeit"= mandatorische Besserstellung marginalisierter Gruppen, habe ich schon erwähnt!


    18:15 "Karl Marx hat den Staat mit keinem Wort erwähnt". Siehe Beitrag von Darth Badger . Wobei selbst, wenn es so gewesen wäre, schneidet das hier wieder den Anarchokommunismus und das wird wie gesagt nie passieren, weil du vorher einen sozialistischen Staat benötigst. Sobald dieser aber etabliert ist greift der Etatismus, sprich: die Machthabenden werden alles tun, um die eigene Macht aufrecht zu erhalten. Haben wir schon erwähnt!!


    22:00 Der anhaltende Wirtschaftsaufschwung Chinas ist nicht auf den Sozialismus zurückzuführen, sondern auf die Liberalisierung des Außenhandels sowie den Kader-Kapitalismus (aka. Großkonzerne in Parteihand). Der feine Herr sagt also im Prinzip Marktöffnung und Kapitalisierung ist "clearly the way to go."

    Die "Dein Felhschluss ist..."-Seite darfst du jetzt gerne raus suchen Asgrimm :ugly:


    25:00 "Exactly in the way of socialism" hat sich der Kapitalismus auch NICHT entwickelt, 100.000.000 Tote sind nämlich hart zu knacken. Darüber hinaus ist der Kapitalismus als Ganzes wesentlich älter als 200 Jahre (Aussage bei Minute 48:00).


    25:30 "Dass eine Idee beim ersten Mal nicht Funktioniert sollte man erwarten.", ok, wo sind wir jetzt? Die Liste der ehemaligen sozialistischen Länder umfasst derzeit 47 Staaten plus 76 kleinere, temporär sozialistische Territorien. Ergibt 123 gescheiterete Versuche in ca 200 Jahren (+3 bei der Kolonialisierung Amerikas ab 1607). Alle, die heute noch existieren verdanken dies weitreichenden Marktreformen, die sich vom herkömmlichen Kapitalismus kaum oder gar nicht unterscheiden.


    Marx' Verständnis von Produktion ist, bei aller Liebe, sehr beschränkt und weist aufgrund seiner fragwürdigen Auffassung des Materialismus grobe Denkfehler auf. Das haben zeitgenössische Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen zu genüge bearbeitet.

    Und ab da beginnt die Shitshow: Diese Schwachsinnige EL+LL=TL Rechnung ist vollkommen für den Sack!


    J. P. war doch für dich Dr. Strohmann, aber der Typ geht bei dir klar? Der redet da ernshaft über Repressalien wie zu Zeiten der Pinkerton's und stellt das hin, als sei das gängige Praxis und legal.:D


    Sozialismus als Weg, den Arbeitsplatz zu demokratisieren widerspricht nicht nur der Lehre Marx', sondern auch seinen persönlichen Empfehlungen an den Reichstag, in denen er von der Einführung eines Gesundheits- und Sozialsystems sowie einer Arbeitsgesetzgebung abgeraten hat. Nach Marx' Tot tat Engels es ihm gleich und riet erneut davon ab.

    Zumal du in der gesamten, modernen westlichen Welt einen grundlegenden demokratischen Ansatz schon längst gegeben hast: https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsfreiheit#Deutschland


    Bin jetzt bei 1:00:00 und "Neues" habe ich bisher nicht gehört. Exakt das selbe haltlose gewäsch wie in den letzten 200 Jahren und dieses gerede von einer "neuen Definition des Sozialismus" ist nur das "Das war kein richtiger Sozialismus"-Argument in fancy.

    Da der Vortrag von Herrn Wolff jetzt zuende ist, erspare ich mir mal die Fragen und Kommentare. Wer alle Aussagen im Schnelldurchlauf haben will sollte sich lieber die Debatte auf Reason.tv anschauen, da ist dann auch gleich die Gegenseite drin:


    Und wie gesagt: Meinetwegen probiert diese Scheiße halt noch tausend Mal aus.

    Aber lasst den Leuten das nächste Mal doch bitte das Recht und die Möglichkeit, aus diesem Schwachsinn auszusteigen bevor der erste Schuss fällt!:idea:


    Asgrimm

    Kropotkins Anarchokommunismus geht mir am Arsch vorbei, schließlich wird jeder (und vor allem jeder sozialistische) Staat zu verhindern wissen, dass es soweit kommt.:döner:

    Ich warte eher die Rückkehr Erhards. :prior::rulez::prior:

    Ph'nglui mglw'nafth Ludwig Wohlstand für alle fhtagn! Iä! Iä! Ludwig fhtagn!


    Gleiche Rechte und Möglchkeiten bietet der Sozialismus nicht, weil er gleiche Ergebnisse fordert (equal outcome)!

    Du kannst nicht die mandatorische Besserstellung einer gesellschaftlichen Gruppe auf Kosten einer anderen fordern und das als "gleiches Recht" bezeichnen, geschweige denn als "gleiche Möglichkeit".

    [Achtung Ironie]

    Aber Milliardäre sind ja alle Monster, die nur reich sind, weil sie andere Leute dazu zwingen, ihnen Geld zu geben... deshalb darf man sie ja auch zwingen anderen ihr Geld zu geben. Arbeitgeber beuten generell ihre Arbeiter aus! Ist ja nicht so, dass bis zu 60% eines Lohns direkt oder auf Umwegen beim Staat landen. Nein, das wahre Problem ist der Typ, der den Lohn auszahlt. Genau deswegen brauchen wir auch Mindestlöhne von 20€/h oder mehr, damit die mittelständischen Unternehmer garnicht erst zu diesen gierigen Krakenchefs mutieren.

    Und Grundeinkommen, von mindestens 1000€ für jeden! Wenn man Steuerrückzahlungen als "Einkommen" bezeichnet und so tut als käme es vom Staat denken die Leute nämlich, ebendieser wäre zu irgendetwas gut... und um dieses "Einkommen" zu finanzieren können wir ja eine andere Steuer anheben, notfalls drucken wir halt wieder mehr Geld. Dass hier die Kosten-Nutzen-Ratio für alle ab dem Mitelstand nicht passen ist egal, weil Gerechtigkeit und so.

    Menschen kann man generell nicht trauen, denn zu eigenständigen, guten Entscheidungen die nicht nur ihnen nützen, sind sie nur dann in der Lage, wenn man sie dazu zwingt. Hinter echter Solidarität steckt immer ein Mandat und sollte jemand anderer Meinung sein:

    go-to-gulag.jpg


    Und ja, ja, ist wieder ein Strohmann. Ist mir vollkommen klar! Nochmal das ist ein Witz, denn als solchen fasse auch den Sozialismus auf!

    Aber mit diesen "Dein Fehlschluss ist..."-Dingern würde ich an deiner Stelle trotzdem vorstichtiger um mich schmeißen.

    Auch ein Glashaus aus sowjetischem Kristallglas ist und bleibt ein Glashaus. ;)

    Iwo Du bist einfach nur ein verkappter Anarchist :*

    Wieso denn verkappt, ich gebe doch offen zu, dass ich Anarchist (wenn auch eher Anarchokapitalist) bin. ^^


    Aber zumindest ist mir klar, dass das eine politisch extreme Ausrichtung ist und ich maße mir nicht an, die genauen Lösungen für alle Gesellschaftlichen Probleme zu kennen.


    ... „erzwungene Umverteilung“...

    Wurde in folgenden Punkten versteckt aufgeteilt:

    • Rückverstaatlichung der kritischen Infrastruktur und Grundversorgung
    • Echte Kartellstrafen und persönliche Haftbarkeit von Geschäftsführern und verantwortlichen Managern bei Kartellrechts- und sonstigen Arbeitsrechtsvergehen
    • Konsequenten Verfolgung und Abstrafung von Steuerflucht und Steuervermeidung
    • Gerechtere Besteuerung
    • Verbildliche Volksentscheide

    Erstmal entscheidet der Staat, welches Vermögen "unrechtmäßig" ist und "rückverstaatlicht" werden muss und wenn die Mittel aufgebraucht sind entscheidet halt wieder der Mob welcher Sündenbock als nächstes dran ist.

    Können sich die sozialistischen Parteien bitte auch noch für die lockerung des Waffenrechts einsetzen? So etwas wie "Stand your Ground" wäre geil, nur damit ich mein Hab und Gut vor euren plündernden Ärschen verteidigen kann, wenn eure perverse Zwangs-Solidarität das nächste Mal scheitert.


    Aber genau das sind die Gegenmittel für die Probleme die unsere Gesellschaft plagen.

    Ich kenne günstigere Alternativen: Rattengift, ein Strick, ein Sprung aus großer Höhe... oder war "Leben" nicht eines der Probleme?:ugly:


    Aber ein Gegenvorschlag:


    -Rückgabe gottgegebener Rechte an das Volk (Recht auf Leben, Freiheit und Besitz)

    -Entkriminalisierung von Verbrechen ohne Opfer

    -Einführung eines Sozialsystem, das auf Freiwilligkeit basiert

    -massive Steuersenkung

    -Bürokratieabbau und Machtdezentralisierung

    -Etablierung eines wirklich freien Marktes, inklusive des "freien Marktes der Ideen"

    -Abschaffung des Währungsmonopols

    -Rückgabe des Gewaltmonopols an den Souverän des Staates aka. "das Volk"


    So könnt ihr auf Kommunalebene euren perfekten Sozialismus ausprobieren, bei dem der "menschenwürdige Mindestlohn" aus staatlichen Essensmarken besteht (bei einer "gerechten Besteuerung" von 100%) ohne das ihr Angst haben müsst zu verhungern oder von der etatistischen Volstreckerklasse niedergeschossen zu werden, während ich mir jede Woche mit meinem fliegenden Auto eine neue Augenfarbe von CRISPR-2-GO hole, Privatpatienten die mit Bitcoin zahlen bekommen neuerdings nämlich 10g reinstes Opium als Werbegeschenk. Ein Schnäppchen. :be_cool:


    Und Falls das nicht deutlich genug war: DAS WAR EIN WITZ (!!!) und der war (obwohl beschissen) immernoch besser, als der Gedanke des Sozialismus.:facepalm:


    Der Begriff „Ase“ findet sich wirklich nicht im südgermanischen Bereich...

    Doch und zwar wie erwähnt in Personennamen (Anso, Anselm/Oshelm, Ansger/Oscar/Anschar/Eske, Anshilt, Ansila, Ansgeir, Anshram, Anspalt, Ansnôt, Ansprand, Osmund, Osburh, Oslac, Oswiu, Osbert, Oswudu, Osred, Answald/Oswald, Oswin) und Ortsnamen, unter anderen: https://de.wikipedia.org/wiki/Asendorf

    Dazu dann noch, wie Gescheiterte Ostexistenz schon bemerkt hat, auf einer aus dem heutigen Belgien stammenden römischen Inschrift des 3. Jahrhunderts:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vihansa


    Donnerseele

    Fehler meinerseits, da aus der Erinnerung:

    Korrekt wäre, sofern die Wörter im deutschen Sprachgebrauch überlebt hätten, *Anse im Singular und *Ensen im Plural, jedoch sind beide Wörter weitergeführt vom rekonstruierten, althochdeutschen *ans (S) und *ensî (P). Das heute geläufige "Ase" wurde Anfang 1900 aus dem altnordischen áss entlehnt.

    Ich nutze bei etymlogischen Fragen meist :asche: die englische Wiktionary, obwohl in diesem Fall die englische Wikipedia aufschlussreicher war. Gelesen hatte ich das vor Jahren schonmal, weiß aber leider nicht mehr genau wo. Sorry.;(

    Asatru ist ein rein NORDISCHER Begriff, entstanden auf Island (stimme ich zu). Er bedeutet "Treue zu den Asen" (stimme ich zu). Die Völker des heutigen Skandinaviens waren keine Germanen, sondern Nordländer, und die Germanen kannten die Begriffe Asen und Wanen nicht. Wer also die südgermanische Sichtweise lebt, sollte sich nicht als Asatru bezeichnen, weil es keine Asen "gab" und auch der Kult ein anderer war/ist.


    Wie seht ihr das?

    Was waren Wodan, Donar, Forseti usw für die (Süd-)Germanen?

    Und welchen Namen kann man einer (süd-)germanischen Glaubensrichtung geben, sollte es ihn noch nicht geben?

    "Ásatrú" bedeutet nicht "Treue zu den Asen", sondern "Asenglaube", wobei "Glaube" aber seine ursprüngliche Bedeutung von "auf etwas vertrauen" hat (siehe "Ich glaube an dich!" als Zuruf des Vertrauens) und nicht die moderne von "für wahr halten".

    Der Begriff Ásatrú, oder eingedeutscht Asatrtzdu, ist troem ein Moderner, genau wie die dazugehörige Religion.


    Dass die Südgermanen keine Asen kannten ist Quatsch! Es gibt zwar keinerlei Hinweis auf das Geschlecht der Wanen, aber die Asen sind durch Runeninschriften, Personen- und Ortsnamen im gesamten germanischen Raum belegt. Das Wort "Gott" beschreibt in seiner ursprünglichen Bedeutung nur ein Wesen das man "Anruft" (altindisch "hûtá" = "Rufen/Anrufen") oder dem man Opfert (indogermanisch *gheu- = "gießen"), Asen (korrekt wäre heute eigentlich Ansen oder Ensen) sind aber ein Göttergeschlecht, das zur Abgrenzung von anderen Geschlechtern der "nierderen" Mythologie existiert (Alben, Disen, Nornen, Jöten).


    Wenn in den Quellen die Rede von der alten, religiösen Praxis ist, ist die Rede von der "alten Sitte" ("Forn Siðr", "Forn Sed", "Firne Sitte"). Das ist demnach auch der einzige Begriff, den wir für die altgermanischen Religionen haben, egal, ob nun nord-, ost-, süd- oder westgermanisch.

    Heutige Gruppen die sich so bezeichnen sind aber dennoch, genau wie Asatru, neuheidnisch, weil ihre komplette Praxis im besten Falle rekonstruiert wurde (also nicht die eigentliche Praxis ist, sondern nur der "best guess" wie man sie sich vorstellt). Der Titel dient hier nur der Abgrenzung von anderen, progressiveren Gruppen oder der Erschleichung von Deutungshoheit (siehe GGG und "Altheidentum"). Been there, done that.

    Unterschiede in der Praxis sind wohl denkbar, aber die Quellenlage ist was das angeht für den südgermanischen Raum viel zu ungenügend. 90% der heutigen Praxis stammt aus der skandinavischen Überlieferung.

    Was einer eigenständigen Praxis am nächsten käme ist "Folketro" oder "Volksglaube", welches tatsächlich die größten Unterschiede nach Region aufweist, aber auch hier stößt man aufgrund der bestehenden christlichen Traditionen und des Synkretismus auf die Rekonstruktions-Barriere:

    Lässt man es so ist es nicht germanisch-heidnisch, entfernt man die Einflüsse ist es nicht mehr alt, sondern genauso neu wie alles andere.



    Fazit:

    Die nicht mehr existierenden, altheidnisch-germanischen Religionen bezeichnet man zu Deutsch als "alte Sitte" oder "firne Sitte" und bei den modernen Strömungen (also alle heute existierenden) kannst du es halten wie ein Dachdecker, weil die Bezeichnung alleine die alte Religion nicht automatisch wiederbelebt und die Praxis meist eh von nordischen Quellen beeinflusst ist.

    er kallda [k]orn ok knap[a drí]fa ok snáka sótt


    Das altnordische "sótt" stammt von der selben Wurzel ab, wie das englische "sickness" und die deutschen Wörter "Seuche", "Sucht" und "siechen". Die letzte Formulierung ließe sich also als "und Schlangen Siechtum" übersetzen.

    Der Bezug zum Menschen als "von Schlangen verursachte Krankheit" bietet sich aber nur in der deutschen Variante oben bei entsprechender Interpretation des "von", während der altisländische Text nur eine unter Schlangen geläufige "Seuche" (sprich Todesart) meint. Diesen Ansatz verfolgt bspw. auch die neuere Übersetzung nach Alessia Bauer:


    "(Hagel) ist kaltes Korn, Schneegestöber, Vernichtung der Schlangen"


    Extremere Wetterlagen vor 1000 Jahren + vergleichsweise langsames, bodengebundenes Tier = verdeutlichung der Gefahr durch Hagel

    Donnerseele wollte dich damit nicht kritisieren. Hätte ja sein können, dass es das wirklich gäbe, da hätte ich mich halt über einen weiterführenden Link gefreut.

    ...FB-Gruppe "Alter Glaube, alte Wege" ...

    Noch ein Grund mehr, mich nicht da anzumelden.^^

    Im Netz kursiert sehr viel Mumpitz und Facebook ist das Sammelbecken.:D;(


    P.s. Es gibt in einigen isländischen Zauberbüchern (vor allem in den jüngeren, 18.-20. Jahrhundert) diverse Geheimschriften, aber die haben selten etwas mit den Runen zu tun.

    Quelle, bitte?


    Im Galdrabók taucht das nämlich nicht auf.

    Ich kenne zwar ähnliche Zeichen bspw. vom Rök-Runenstein, aber die wurden bis heute nicht enziffert.

    Außerdem kenne ich diese auch nur im Zusammenhang mit dem jüngeren Futhork, von daher würde ich mich über die Verbindung zum älteren Futhark freuen.