Beiträge von Grimnirs Sohn

Schon gewusst…?

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    Nachher ist mir erst eingefallen, dass so etwas gegen das AGG verstößt und ich es eigentlich hätte melden müssen. Man darf einen Arbeitnehmer nicht auf Grund seiner Religionszugehörigkeit ausschließen. Auch DIE nicht.


    Ich bin kein Jurist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das AGG hierbei nicht zur Anwendung kommt. Die Kirche ist als Religionsgemeinschaft eine nicht-staatliche Körperschaft des öffentlichen Rechts, was sie ja auch u.a. dazu befähigt, Steuern zu erheben. Sie darf explizit Ämter und Posten gemäß ihrer eigenen Wertvorstellungen (vom Staat unabhängig) einsetzen und hat damit als Arbeitgeber einfach das Hausrecht. Und da die Kirche in Deutschland der zweitgrößte Arbeitgeber nach dem Staat ist, hat sie an ziemlich vielen Stellen Hausrecht.
    Gefallen tut mir das nicht, aber meines Ermessens ist es so.


    Edit: Oha, meine 666'ter Beitrag! Na, das passt ja. :jesus:

    Hm ja, wenn ich deine Angabe von 40 Jahren Berufserfahrung mit einer durchschnittlichen Ausbildungszeit kombiniere, denke ich, dass du wohl recht damit haben könntest. *g* (Wir brauchen dringend einen Sherlock-Holmes-Smiley! So einen zum Beispiel: http://www.jeremybrett.info/forum/images/smilies/sh.gif )
    Aber ja, gerade junge Leute suchen nach neuen alten Wegen. Das wundert mich eigentlich nicht, ich gehöre ja mit meinen 21 Jahren auch dazu. Der Umgangston hier gefällt mir auch, obwohl sich hin und wieder mal was anstaut und es dann scheppert. ;)

    aber mein horror szenario ist immernoch das wenn ich mal eine frau hab, und diese schwanger ist, abtreibt. ich mein kann ein mann da was dagegen tun?


    Nein, rein gar nichts. Man kann natürlich probieren, sie von der eigenen Meinung zu überzeugen, aber rechtlich ist man als Mann absolut chancenlos.

    Mir gefällt auch die Vertonung des ersten Merseburger Zauberspruchs von Saltatio Mortis.



    Aber wenn es hier um Vertonungen geht, dann wäre der Thread eigentlich besser im Musik-Bereich aufgehoben. ;)


    Edit: Ob die Zaubersprüche gesungen wurden oder ob dazu Musik gespielt wurde (z.B. getrommelt), ist unmöglich zu sagen. Aufgrund der Reime wird man es zumindest irgendwie rhythmisch aufgesagt haben.

    Also ich würde sagen, dass das von verschiedenen Dingen abhängt. Zum einen erst einmal, wie du persönlich Runen(magie) überhaupt interpretierst. Eine Rune ist ja zunächst mal nur ein Zeichen und dem wird eine Bedeutung zugewiesen. Glaubst du überhaupt, dass Runen Einfluss auf Leute haben können, die die Runen nicht verstehen beziehungsweise an deren Wirkung nicht glauben? Das ist so eine grundlegende Überlegung. Wenn du der Überzeugung bist, dass Runen gewünschte Ergebnisse erzielen können, ohne das der Betreffende daran glaubt, dann kann man ja weiter überlegen.
    Ich denke, dass auch der Grad der geistigen Behinderung eine Rolle spielt. Ich weiß jetzt nicht, ob du das hier schon mal irgendwo erläutert hast (und das hier soll auch keine Aufforderung dazu sein!), aber es gibt ja beispielsweise Menschen, die gar nicht erst ansprechbar sind. Da sehe ich die Möglichkeiten dann schon wesentlich eingeschränkter. Das Bewusstsein ist ja durchaus eine mächtige Sache, wenn deine Tochter die Lage selbst erfassen und Runen verstehen kann und daran glaubt, dann kann das bestimmt helfen.


    Soweit nur meine Überlegung dazu. Ich würde das aber auch mal einen Psychotherapeuten fragen, natürlich nicht konkret, welche Rune sinnvoll wäre, sondern wie/ob man effektiv mit Symbolen der Psyche helfen kann.

    Also meine bescheidene intuitive Meinung als jemand, der nicht regelmäßig etwas mit Runen macht (von magischen Praktiken ganz zu schweigen) ist ja, dass man nicht auf den Zufall setzen sollte. Namens-, Geburts- und zufällig gezogene Runen haben immer so eine Beliebigkeit. Aufgrund des Geburtszeitpunktes oder des Geschmacks (bezüglich Namen) der Eltern auf die Persönlichkeit zu schließen, halte ich für unsinnig. Warum nicht einfach den etwas längeren und schwierigeren Weg nehmen und sich pro Rune mal einen Tag Zeit nehmen? (Also es muss ja nicht den ganzen Tag sein, man hat ja auch noch was anderen zu tun... aber so eine oder zwei Stunden vielleicht. Vielleicht reichen auch 10 Minuten, das muss jeder selbst wissen!) Dann wird man sich mal in Ruhe über die Bedeutung der Rune klar, meditiert vielleicht, macht einen Spaziergang (das hält wach und ist gesund ;) ) und dann spürt man meines Ermessens wesentlich besser, ob eine Rune zu einem passt, als wenn man blind eine auswählt. :)

    Du, lieber Totenkopf, hast die Freiheit zu wählen, ob du ein "Böser" oder ein "Guter" sein willst. Sutur und Fenris haben diese Freiheit nicht. Zum einen, weil es eigentlich kein Gut oder Böse gibt - und zum anderen, weil sie lediglich ihre Aufgabe erfüllen.


    Das sehe ich etwas anders: Ich denke nicht, dass Götter, Riesen, Alben und so weiter weniger frei sind als wir, sondern dass sie exakt so frei sind. In Kurzform, da es nur sehr am Rande zum Thread passt:
    Sieht man Freiheit als etwas, das man hat, wenn man gemäß der eigenen Persönlichkeit handeln kann, dann können alle Wesen (Menschen, Götter, ...) so frei handeln, wie nicht 1. durch sich (Moral, Ansprüche, Selbstkritik, ...) und 2. durch die Umwelt (Gesellschaft, physikalische Gesetze, ...) begrenzt werden.
    Sieht man Freiheit hingegen als etwas an, das man nur dann haben kann, wenn man vollkommene Beliebigkeit und Zufälligkeit hat, dann ist nichts frei, da alles im Schicksal verwoben ist. Da die eigene Persönlichkeit aber dieses Schicksals ist, steht die zweite Sichtweise der Freiheit der ersten nicht im Weg, sie beinhaltet sie.


    Wenn man über mythologische Gestalten spricht, dann sollte man meiner Meinung nach aber auch trennen: Es gibt zum einen die literarische Figur, die vom Dichter benutzt wird um eine Geschichte zu erzählen und es gibt das, was dahinter steht.

    Ich frag mich immer, warum man nicht einfach den Browser zumacht, wenn man im Internet beleidigt wird. Ich mein, wenn einem die Fensterscheiben eingeschmissen werden, dann hat man ein Problem, aber im Internet kann man nervige Leute doch einfach wegklicken. Im Zweifelsfall sich auch bei dem Quatsch abmelden und andere Seiten besuchen...


    Was ist denn WkW?

    Mit Bezug auf das erste Video: Ich bin immer wieder erheitert, wenn erwachsene Menschen etwas sagen wie: "Die Germanen (/Kelten), die hat es eigentlich nicht gegeben...."
    Nein, natürlich nicht, die Völker Mittel-, West-, und teils Osteuropas sind wohl irgendwann aus dem Himmel gefallen. Die germanische Sprachfamilie haben sie erfunden, frühe Sprachstufen übersprungen und sind direkt ins Mittelalter eingestiegen! Ja, so klingt das plausibel. Beweisführung: Die Nazis haben gesagt, es hätte mal Germanen gegeben und weil die Nazis auch gesagt haben, man würde Polen in Ruhe lassen, kann auch ersteres nur gelogen sein. :ugly: (Vermutlich gibt's auch die Erde erst seit 6000 Jahren und der Satan persönlich ist in die Archäologie gefahren, um die Menschen zu verwirren.) Ich frage mich auch, wie man zu der Schlussfolgerung kommt, es hätte keine blonden und blauäugigen Germanen gegeben. Haben die penibel darauf geachtet, nur mit dunkelhaarigen Menschen Kinder zu zeugen? Das muss ja ziemlich schwierig gewesen sein, vor allem bei den skandinavischen Nordgermanen. :rolleyes:


    Und wenn die Römer die Germanen erfunden haben, dann war das vermutlich so: Die Legionen wurden mal nach Osten über den Rhein geschickt um zu schauen, über welche Raufbolde sich die Kelten immer beschweren. Da war aber nix! Tja, da haben die Kelten wohl bloß zu viel gesoffen. Also sind die Legionen einfach ne Weile da geblieben und haben Urlaub gemacht. Ein paar blieben da, weil es ihnen so gut gefiel, der Rest ging irgendwann heim und erzählte von gaaaannzz gefährlichen Leuten, die da Hausen. Seit dem gingen die Legionen immer hin und wieder mal zurück, um ihren Kameraden Wein vorbeizubringen. :) Herzlichen Glückwunsch liebe Leser, ihr seit jetzt alle offiziell Experten für germanische Geschichte.... nicht.



    P.S.: Zu sagen, dass die Germanen keine Abstammungsgemeinschaft sondern eine heterogene Gruppe von Völkern, Sippen, Stämmen, Gefolgschaften und sonstigen Gruppen waren ist etwas grundlegend anderes als zu sagen, es hätte sie nicht gegeben. Uns Heiden beispielsweise gibt's sonst anscheinend auch nicht, nur weil wir recht verschiedenen sind. Interessant, wie etwas Nicht-Existierendes diesen Text schreiben kann, hm? Manchmal sollten Leute einfach mal kurz die Klappe halten und nachdenken, bevor sie reden - ganz besonders im Fernsehen.

    Thursen sind insofern böse, weil sie die götterfeindlichen Kräfte verkörpern und damit sind sie auch dem Menschen feindlich gesonnen.


    Wie kommt es dann, dass manche Thursen den Göttern helfen, dass Götter mit Thursen Götter zeugen, dass Thursen miteinander Götter zeugen und dass letztlich alle Asen - und bei den Wanen müsste es ebenfalls so sein - von einem Thursen abstammen? Meiner Meinung nach ist deine Aussage deshalb zu einseitig.


    In meinen Augen sind Thursen die wilden ungezügelten, dionysischen Urkräfte außerhalb der Umfriedung (Utgard, die Außenwelt) im Gegensatz zu den ordnenden Kräften der Zivilisation innerhalb (Mitgard, die geschützte Innenwelt) derselben. Als Fruchtbarkeitsgott vermöbelt Thor metaphorisch die Eisriesen, damit der Frost nach dem Winter weicht und die Bauern die Felder bestellen können.

    Alte, überlieferte Bräuche, die bis zur Abartigkeit entfremdet wurden?


    Wenn wir das jetzt abartig finden, dann beruht das auf unserer momentanen subjektiven und kulturbedingten Sichtweise und nicht daran, das etwas wirklich abartig ist. Bräuche und Rieten verändern sich zwar, doch wird es so etwas wohl schon immer gegeben haben. In vielen Teilen Afrikas wird immer noch so - oder zumindest ähnlich - verfahren. Gerade afrikanische Albinos leben da gefährlich. Ihre Körperteile sind für Medizinmänner und Voodoopriester unglaublich wertvoll, weil die Menschen (relativ gesehen) Unsummen für Talismane und anderes magisches Zeugs ausgeben, in denen sie verarbeitet sind. Von diesen Menschen bleibt auch nicht das Geringste übrig...

    Klingt praktisch. Muss man die Haut selbst abziehen oder kann ich mir das auch im Internet bestellten? ;) :D Klingt aber eigentlich recht plausibel. Zu dem magischen Zeug kann ich nichts sagen, aber Leichen gibt es immer, in Skandinavien ist es kalt, isoliert hat man Häuser mit Stroh, dann noch der Wind... Das Zwiebelprinzip, also viele Schichten Kleidung übereinander, ist ja immer noch beliebt und so eine Hose aus Haut ist eng, dünn und gut isoliert.


    Aber ja, ich geb's zu: Ich finds schon eklig. *g*

    Also ein Missgeschick berechtigt zur Abtreibung? Einfach weil das Kind nicht in den Lebensplan passt? Das finde ich schon fragwürdig. Das gehört für mich nicht zu den guten Gründen. Denn die paar Monate, die zwischen der Entdeckung der Schwangeschaft und der Geburt liegen halte ich durchaus für eine zumutbare Einschränkung der Selbstverwirklichung im Leben einer Frau. Wer einfach zu doof war zum Verhüten oder wem ein "Missgeschick" passiert ist, dem steht es ja frei das Kind zur Adoption frei zu geben - aber muss man es gleich töten, nur weil man einen Fehler gemacht hat?


    Da hast du mich falsch verstanden. ;) Das Missgeschick ist nicht der Grund, es ist der Auslöser. Einen Grund sollte die betreffende Frau für die Abtreibung natürlich auch haben... Nicht nur wegen des eventuell noch werdenden Lebens, sondern auch wegen der psychischen Belastung, die damit auf sie zukommt.
    Adoption ist auch nicht die ideale Option, wenn man kein Kind möchte. Zum einen ist die psychische Belastung noch größer, wenn man das Kind erst einmal geboren hat und dann abgibt, zum anderen klagen (ehemalige) Kinder oft ihr Recht ein, die leiblichen Eltern kennenzulernen. Dem kann man sich dann als Mutter auch nicht mehr entziehen und muss sich auch noch rechtfertigen.
    Also wie gesagt, mir ist schon klar, dass meine Perspektive als Mann automatisch eine andere ist und ich bin auch froh darum, mich nie mit einer Schwangerschaft (und deren Verantwortung) am eigenem Leib beschäftigen zu müssen. Ich kann den Schritt zur Abtreibung aber durchaus nachvollziehen und bis zum beschriebenen Punkt auch nicht moralisch verwerflich.

    Es ist die Entscheidung der Frau und genau da gehört diese (durchaus enorme) Verantwortung auch hin. Das mag unfair sein, aber biologisch bedingt bekommen nun mal Frauen die Kinder... In dieser Entscheidung ist die Gesellschaft natürlich beteiligt, nicht aber ausschlaggebend. Anders wäre es unmöglich. Jeder Mensch, der nicht einsam auf einer Insel oder im Wald lebt, ist Teil einer Gesellschaft und steht damit in Kontakt mit ihren Konventionen und ihrer Moral - unabhängig davon, um welche Entscheidung es geht.


    Unabhängig davon, was gesellschaftlicher Konsens ist, liegt das letzte Wort aber bei der Frau. Diese Entscheidung kann ihr niemand abnehmen, egal wie unfair oder gemogelt das erscheinen mag. (Ja, auch, obwohl ich da als Mann ja leicht reden habe, in der Gewissheit, das niemals selbst entscheiden zu müssen. Es ist dennoch so. Das Leben ist halt kein Ponyhof.) Weder kann man schwangere Frauen in einer Demokratie staatlich angeordnet entführen und eine Zwangsabtreibung vornehmen, noch kann man sie zwingen, das Kind zu bekommen. Es soll ja auch Frauen mit Wünschen und Träumen jenseits der Mutterrolle geben und natürlich haben sie das Recht - auch wenn es biologisch als Verschwendung erscheint - sich ohne Kinder zu verwirklichen, auch wenn beim Verhüten (/ betrunken) mal ein Missgeschick passiert.


    Und wiederum unabhängig von dieser Feststellung ist auch meine Meinung zur Abtreibung, die ich bereits in dem andere Thread erklärt habe: Abtreiben soll man in einem Zeitfenster dürfen, bevor der Zellklumpen bewusstseinsfähig wird. (Sicherheitshalber sollte das Zeitfenster etwas kürzer als bis exakt zu diesem Punkt angesetzt werden, der ohnehin nicht exakt bestimmt werden kann.) Wie groß dieses Zeitfenster demnach konkret sein sollte, ist meiner Meinung nach eine Frage für Biologen, nicht für Theologen und auch nicht für euch oder mich. Das muss medizinisch festgestellt werden.

    Jeder strebte danach, ein Schwert zu erhalten


    Also das ist nun wirklich eine absolut unbeweisbare Aussage. Während man die Funde von Speerspitzen (Schäfte verrotten natürlich) mit denen von Schwertern vergleichen kann, ist so eine Aussage kaum überprüfbar. Erst recht nicht für den kontinentalgermanischen Raum. Ein Sax ist ein vielseitiges, einschneidiges Hiebmesser für Holzarbeiten und den Kampf - und demnach per definitionem kein Schwert, sondern ein Messer. Das Große Messer des 16. Jahrhunderts zum Beispiel ist, obgleich es zweihändig geführt werden muss, ja auch ein Messer.
    Was die Materialkosten angeht, ist eine Klingenwaffe natürlich sehr viel aufwendiger als eine Speerspitze. Außerdem wird das schmieden einer stabilen Klingen immer schwieriger, je größer diese sein soll. Nicht umsonst haben sich die Klingenwaffen von der Antike (z.b. das kurze Gladius der römischen Legionen) bis zur frühen Neuzeit (z.b. die Biedenhänder der Landsknechte) nur langsam vergrößert. Natürlich spielten auch Veränderungen an Rüstungen und am Kriegswesen ansich eine Rolle, doch auch die Möglichkeit, große Schwerter stabil zu schmieden, musste mal erst einmal haben.
    Der Speer hat eine Erfolgsgeschichte von hunderttausenden Jahren hinter sich, ist einfach herzustellen, verbraucht wenig (wertvolles) Metall, gibt einem den Reichweitenvorteil, ist schnell repariert oder ersetzt und war noch in der Spätantike so effizient, dass selbst technologisch hochentwickelte Völker (wie die Römer) ihn 1000 Jahre lang als wesentlichen Bestandteil ihrer Kriegsführung effizient eingesetzt haben. Und das obwohl sie ihr riesiges, durchstrukturiertes Heer problemlos mit Schwertern versorgen konnten, was sie ja auch getan haben.

    Generell sollte es jedem erlaubt sein, alles zu tun, was niemandem schadet. In diesem Sinne sehe ich nicht das geringste Problem bei Pornographie, freiwilliger Prostitution und auch Abtreibung. Die Abtreibung sehe ich als nicht schädigend an, weil zum Zeitpunkt der Abtreibung keine bewusstseinsfähige Lebensform existiert. Festzustellen, bis zu welchem Punkt das gegeben ist, ist nicht meine Sache, das müssen Biologen darlegen und das Zeitfenster sicherheitshalber noch etwas verkleinern. Deshalb mache ich jetzt auch keine Aussage zu diesem Zeitfenster, meine Kompetenz ist dafür nicht gegeben. Allerdings zu sagen, Abtreibung wäre generell eine Tötung, halte ich für großen Unsinn. Verhütung oder Masturbation wären dann ebenfalls eine Tötung. Dabei werden schließlich Spermien ausgestoßen, die niemals die Chance haben werden, zu einem Menschen zu werden. Konsequent weiter gedacht wäre es sogar Mord, Sex zu verweigern - oder würde man damit nicht selbstsüchtig verhindern, dass Leben entsteht? ;) Man merkt, es wird immer absurder, das ist auch gewollt. Ich will zeigen, dass der einzige sinnvolle Anhaltspunkt für den Schritt von der Entsorgung eines Zellklumpens zur der Tötung eines Lebens der Zeitraum ist, in dem das Nervensystem ein Bewusstsein entwickelt. Wäre die Abtötung von bewusstseinslosen Zellen ein Mord, dann würden wir täglich Hautzellen ermorden.
    Ob in einem konkreten Fall abgetrieben wird oder nicht, das ist aber natürlich eine Entscheidung der Schwangeren.


    Vergewaltigung und Zwangsprostitution werden zurecht hart bestraft. Von der Todesstrafe halte ich nichts. Erstens ist die nicht Rückgängig zu machen und dafür ist die Fehlerquote bei der Verbrechensaufklärung zu hoch. Zweitens handelt es sich bei Sexualstraftätern auch häufig um geistig behinderte Personen. Ich mache mal das brisante Beispiel der Pädophilie: Es gibt durchaus Möglichkeiten und Therapien, um (potenziellen) Tätern ein normales Leben zu ermöglichen. Dazu muss man nur mehr auf die Leute zugehen und ihnen diese Möglichkeiten auch verständnisvoll anbieten. Es hat sich kein Pädophiler irgendwann entschieden so zu sein und wir können alle (das unterstelle ich jetzt mal) heil froh sein, dass wir als (halbwegs *g*) geistig gesunde Menschen geboren worden sind. Vielleicht sollte man mal versuchen aus der Geschichte zu lernen und nicht immer davon träumen, alles auszurotten, das man nicht versteht. Der ein oder andere sollte darüber mal nachdenken, vielleicht fallen ja so verschiedene Zeiten und Orte ein, wo man mit dem Köpfen, Verbrennen, zu Tode foltern, Hängen, Erschießen und Vergaßen recht fleißig war.


    Mal was Generelles: Dieser Versucherei, alles mit Religion zu begründen, finde ich äußerst bedenklich. Etwas als legitimiert zu betrachten, weil irgendwelche Leute es vor 1000 Jahren gemacht haben, finde ich noch wesentlich besorgniserregender. Ich hoffe doch, dass die meisten hier einen gewissen objektiven Weitblick haben (oder zumindest noch einen entwickeln werden), statt sich in der Moral einer Mittelalterromantik zu verlieren.



    P.S.: Ein Tipp: Wenn ihr nicht wollt, dass der Thread kaputt geht, dann solltet ihr das OT einstellen und was zum Thema schreiben. ;)