Beiträge von Odal

Schon gewusst…?

Mjölnir (isländisch; aus altnordisch Mjǫllnir, Bedeutung umstritten, womöglich „Malmer“, „Blitz“ oder „glänzende Blitzwaffe“) heißt in der germanischen Mythologie ein Kriegshammer, die magische Waffe des Gottes Thor, mit der dieser die Feinde der Götter, vor allem die Thursen (Riesen) und die Midgardschlange, bekämpfte.

    Solche Konflikte gab es seltsamerweise in den 90ern nicht, trotz muslimischer Mitschüler. Diese Stimmung, in der sowas überwiegend immer wieder zum Thema wird (Umbenennung von Festen, Wegretuschieren von Kreuzen etc.) haben nicht mal die Muslime erzeugt, sondern die linksgrün Verwirrten, die diversen Minderheiten gerne Diskriminierung und Benachteiligung einreden wollen, wenn nicht an jeder Ecke auf sie Rücksicht genommen wird.


    Leider trägt das natürlich Früchte, was dazu führen wird, das hier künftig immer mehr gefordert werden wird (Feiertage, spezielle Nahrung, usw.). Logisch: wenn man merkt, dass man fordern kann und das Geforderte auch bekommt, dann tut man es natürlich.


    Nun kann man natürlich wieder fragen, warum es ausgerechnet immer eine gewisse Gruppe betrifft, bei der in Anbetracht des bestehenden Angebotes an Waren, Kaufhäusern, Kulturzentren und Gebetsstätten eine vermeintliche "Benachteiligung" irgendwie schwer glaubhaft zu machen ist.


    Die Bedürfnisse von Juden, Buddhisten, Hinduisten, griechisch- oder serbisch-orthodoxen, Zeugen Jehovas, Asentreuen und Wiccas, Satanisten und Spaghettimonsteranern sehe ich im Alltag deutlich weniger berücksichtigt, und dennoch höre ich da keine Klagen. Ist aber sicher nur Zufall und hat nichts mit nichts zu tun.

    Sind sie im Potential. Eine Rune an sich birgt Potential für eine Kraft. Ohne dass dieses Potential erweckt und gelenkt wird, ruht es.Sonst wären ja die Umgebungen von Runensteinen, auf denen bloße Geschichten verfasst wurden magische No-Go-Areas.

    Das würde ich aber auch grundlegend unterschiedlich bewerten. Sofern die Runen auf dem Runenstein rein als Buchstaben fungieren, unterscheidet sich das m.E. von der Anfertigung für magische Zwecke (wobei ich auch dem Runenstein nicht pauschal magische Kräfte oder Wirkungen absprechen würde, nur weil er diese z.B. nicht gegenüber jedem (heutigen) Besucher entfaltet).
    Auch ich finde Runen an sich schon magisch und mächtig, und insbesondere die Anfertigung von Runen hat z.B. für mich meist schon Ritualcharakter (z.B. "rede" und "hauche" ich der Rune schon bei der Erstellung ihren Zweck ein) und geht über reines Aufpinseln hinaus.

    Ich schaffe es ebenso Beiträge von euch gut zu finden, was vollkommen unabhängig von meiner Meinung über euch geschieht.

    Das halte ich genauso, und ich könnte mir auch nicht mal eine abschließende Meinung über dich bilden, da ich dich persönlich gar nicht kenne. Wir haben verschiedene Wahrnehmungen von sozialen und/oder politischen Phänomenen, that's all. Kein Problem.
    Eine Diskussion darüber, ob etwas ein größeres Thema ist oder nicht finde ich aber nicht zwingend verkehrt. Dafür ist eine Diskussion ja da, ansonsten hätte Cal hier nur eine Ja-Nein-Vielleicht-Umfrage daraus machen müssen. ;-)

    Und um dieses Thema nun endlich zu einem Ende zu bringen: Ich halte es nicht für harmlos sondern in meinem Umfeld für schlichtweg nicht existent. Ich kenne niemanden, der sich wirklich aufregt über "Genderwahn" oder andere sexuelle Auslebungen.


    Mal ganz ehrlich, wo läge denn das Problem, wenn man sich diesem Kram einfach nicht beugt? Wenn man seine Kinder ganz "normal" aufzieht, so wie man selbst aufgezogen wurde? Wenn sie fragen, sachlich und informativ antwortet? Und sie ab dem Zeitpunkt, ab dem es soweit ist, sie ihre eigenen Entscheidungen machen und Schlüsse ziehen lässt?

    Das Thema IST aber existent. Gerade dass man das im Alltag kaum wahrnimmt ist doch ein Grund, genauer hinzusehen, was da hinter den Kulissen passiert. Ich wette 75% der Menschen, wenn nicht sogar mehr, die du auf der Straße nach Gender-Theorien, Gender Mainstreaming, Frühsexualisierung o.ä. befragen würdest, könnten dir nicht sagen, was sich dahinter verbirgt, wie das konkret aussehen soll und woher es kommt. Dennoch steht es auf der politischen Agenda, durchzieht die Schulbildung oder z.B. Leitbilder von Unternehmen. Und natürlich steckt da etwas Politisches hinter, und glaube mal, das sind keineswegs Frauen- oder LGBT-Rechte (die werden doch bloß vorgeschoben, um dem Ganzen einen humanen und wertvollen Anstrich zu geben).
    "Ich sehe etwas nicht, also kann es kein Problem sein" ist, mit Verlaub, eine recht naive Haltung.

    Die Frage ist immer wieder mal Gegenstand von Diskussionen (irgendwie wolln se halt alle nach Walhalla ;-) ). Aber letztlich macht es ja auch Sinn, dass dort nur Krieger hinkommen, da sie dort für die letzte Schlacht trainieren. Was sollte dort jemand, der zu Lebzeiten Akten gewälzt oder Vieh gezüchtet hat? Überhaupt zählt der Walhalla-Mythos eher zu den jüngeren Jenseitsvorstellungen einer Kriegerkaste. Die vornehmlich mit Ackerbau und Viehzucht beschäftigten Otto-Normal-Germanen dürften kaum ein Kriegerparadies als postmortales Ideal angestrebt haben.
    Und wie schon gesagt wurde ist Hel keineswegs pauschal ein Strafort. Ich stelle mir Hel als dunklen Ort der Ruhe und Besinnung vor. Finde ich z.B. wesentlich ansprechender als sich nach dem gewaltsamen Tod auf dem Schlachtfeld wieder jeden Tag die Köpfe einzuschlagen und einschlagen zu lassen. ;-)

    @Hallvard Ich weiß zwar nicht wie du zu der Vermutung kommst, ich könnte es missverstehen wollen, da es mitnichten meine Absicht ist, euch irgendwas madig zu machen, aber gut. Ich meinte das keineswegs böswillig. So wie du es jetzt darstellst hatte ich es in der Tat nicht verstanden. Da Asgrimm von Richtlinien etc. sprach, klang das für mich eher nach Glaubenspraxis, Außenwahrnehmung (was ja hier auch das eig. Thema ist) etc. und weniger nach einem Projekt, um seriöse, ernstzunehmende Aufklärungs- und Infoseiten aus der Masse des Angebots herauszufiltern. Letzteres finde ich durchaus spannend und sinnig, wenngleich es, wie Kisa schon sagte, ein Mammutprojekt werden dürfte.

    Aber solche Seiten, die allgemeine Infos zugänglich machen, gibt es doch zuhauf, Bücher ebenso. Und in einem Forum wie dem AF kann man Fragen loswerden, weitere Quellen oder Meinungen "erfahrenerer" Heiden erfragen etc..


    Natürlich gibt es nicht das "Rundum-Sorglos-Asatru-Package" mit Runenset, Erst-Ritualanleitung und Mitgliedskarte, und kaum trägst du deinen Namen ein und rufst Odin, bist du drin. Das war jetzt bewusst etwas polemisch, nicht persönlich nehmen. ;-)


    Nehmen wir mal den Islam: da gibt es ein Heiliges Buch zu lesen, dann gibt es die 5 Säulen, an die sich der Muslim zu halten hat, und diverse andere Vorschriften, die sich aus dem Koran ergeben. Wenn sich dein Herz hiervon angesprochen fühlt, gehst du in eine lokale Moschee und sprichst vorm Imam das Glaubensbekenntnis, und du bist
    drin. Ja, zugegeben, das ist wesentlich leichter. Da kannst du im Prinzip von heute auf morgen mit anfangen, und es gibt eine relativ klare, stringente und allverständliche Lehre.


    Bei einer eher dogmenfreien Religion, die mehr auf Erfahren und Erleben denn auf "Gepredigt-bekommen und glauben" setzt, ist das halt anders. Ich verstehe deinen Punkt, und ja, das Hineinfinden ist eine Herausforderung. Aber das Finden des eigenen Weges im großen, großen Blätterwald des Heidentums nimmt einem kein Forum und keine Info-Seite ab, die können jeweils nur die Rahmenbedingungen und Grundwissen liefern (und selbst da bleibt, ich schrieb es ja schon andernorts, jede Menge im Unklaren und mit Vorsicht zu genießen).
    Dieses Verwirrende, zunächst möglicherweise unbefriedigend Wirkende hat m.E. nichts mit der Quellenlage zu tun.


    Dennoch bin ich gespannt auf dein Projekt und wünsche dir hierbei natürlich viel Erfolg.

    Deinem ganzen Beitrag stimme ich zu, und nicht dass ich da falsch verstanden werde: Genau das was ich zitiert habe, meine ich ja auch. Wir sollten nehmen, was da ist, MÜSSEN es aber in den Feinheiten selbst ergänzen.

    Genau, nichts anderes meinte ich auch. :thumbup:


    Nicht dass ich da missverstanden wurde: ich wollte jetzt auch niemanden animieren, sich irgendeine eigene wilde Fantasy zusammenzuspinnen und das dann Asatru zu nennen, weil man ja eh nicht genau weiß, wie was "damals" gemacht wurde. ;)

    Ich persönlich möchte meinen Glauben leben und nicht von Aussen deswegen in die rechte Ecke gestellt werden! Das geht nur mit Aufklärung, denn es ist Unwissenheit.


    Es geht ja nicht darum zu zeigen, so und so hat ein Heide zu sein. Wenn Menschen, die vor unserer Türe stehen verstehen, dass wir nicht konform sondern vielfältig und vielschichtig sind haben wir gewonnen. Das sollten wir transportieren.

    Unwissende Leute sind aber oft unwissend, weil sie zu bequem/faul sind, sich zu informieren, manchmal auch, weil klischeegeladene Polemik eben so viel Spaß macht. Die wollen zwar so modern und multikulti und weltoffen tun, sind aber eigentlich genauso borniert wie jeder Schmalspur-Rassist, der von dunkler Hautfarbe direkt getriggert wird und Schaum vorm Maul kriegt. Solchen Leuten kannst du 100 oder 1000 nicht-rechte Heiden vorführen, die werden trotzdem darauf beharren, dass dieser Germanenkult aber eigentlich "gaaaanz fragwürdig und angebräunt und genutzt von diesen und jenen bösen und bla bla" ist.
    Man sollte sich an dieser Stelle auch fragen, wem man hier irgendeine Aufklärung schuldig ist. Man muss sich nicht ständig von irgendwas distanzieren, womit man gar nichts zu tun hat. Der Christ muss sich auch nicht von Hexenverfolgung distanzieren, und wenn Muslime aufgefordert werden, sich vom Terror zu distanzieren, sind gerade die Kreise, die den Thorshammer schon gerne als Nazisymbol brandmarken, die ersten, die schreien, dass man das nicht fordern dürfe, weil der Terror ja gar nichts mit Religion zu tun habe - dabei stecken schon in der reinen Religionslehre des Islam wesentlich mehr gewalttätige/aggressive/ausgrenzende Inhalte (siehe Koran) als Faschismus im Heidentum (nämlich = 0) steckt.

    Es muss doch echt furchtbar sein, wenn man sich vor jeder Neuerung oder Entwicklung so fürchten muss.

    Es geht doch gar nichts um's Fürchten. Es geht darum, dass unter dem Deckmantel von Gleichberechtigung und Gleichstellung irgendwelche Ideologen ihre wirren Neue-Mensch-Fantasien durchsetzen wollen. Die eigentlichen Themen werden dabei geradezu ins Groteske verfremdet.


    Intersexualität etwa ist eine biologische Anomalie, die nun mal vorkommt. Transidentität ist eine psychische Identitätsstörung. Diese Menschen leiden sehr häufig unter diesem Umstand und haben oft einen weiten Weg zu ihrem Ziel, manchen erreichen sie ihn gar nie (vgl. die Betroffenen, die auch nach einer OP noch nicht glücklich sind).


    Es geht mir - mal ganz modern rüde ausgedrückt - derbe auf die Eier, wenn irgendwelche selbsternannten Postfeministisch-queergender-Unterstrich-Person*innen solche Phänomene zu modisch-soziokulturellen Trends umdeuten, die man von Tag zu Tag wechseln könne, und am besten noch mit so Schwachsinnsideen ankommen, dass sich jeder sein Geschlecht aussuchen soll, weil es ja eh kein biologisches Geschlecht gibt.
    Sowas gibt die Betroffenen geradezu der Lächerlichkeit preis und ist nichts und niemandem eine Hilfe.


    Ebenso wie die pauschale Verteufelung von Neuem unsinnig ist, so ist es auch das pauschale Abfeiern alles Neuen als visionär und wegweisend. Manches Neue ist nämlich schlicht Bullshit, der leider nur aufgrund diverser Interessenkreuzungen gewisser Lobbys einen gesellschaftlichen Einfluss erhält, aber eigentlich auf den Müllhaufen, respektive ins Absurditätenkabinett gehört (<--- um Missverständnisse auszuschließen: damit meine ich selbstredend nicht transidente oder intersexuelle Menschen, sondern Ideologien, die erstere als Einfallstor für ihren Unfug missbrauchen).


    Besonders unschön wird es, wenn Ideen aus soziologieseminarverhafteten Elfenbeintürmen zu Änderungen für eine hiervon komplett unbetroffene Mehrheitsgesellschaft führen, wie es ja derzeit schon wieder angedacht ist (die ersten "Wir brauchen jetzt überall Genderklos"-Schreier_*innen_X sind ja schon aus ihren Löchern gekommen).
    Sorry, aber Kritik daran hat nicht die Bohne mit "Angst vor neuem" zu tun. Es ist nicht alles geil, nur weil es neu ist.

    Klar, das ist geschichtlich bedingt. Und ich stimme dir auch zu, dass so manche Verbalprovokation der AfD unnötig und kontraproduktiv war.
    Ich würde mir aber wirklich etwas mehr Gleichbehandlung gleicher Phänomene wünschen. Gaulands "Merkel jagen" evozierte einen Sturm der Empörung, bei Stegners "Fakt bleibt, man muss Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren" war das leider nicht der Fall (und Stegner ist ja nun kein Linksextremist, sondern Sozialdemokrat).


    Insgesamt, auch da stimme ich dir zu, ist das laute, polternde, polemische Auftreten leider in letzter Zeit auf allen Ebenen und in allen Lagern präsenter gewesen als das sachlich-nüchterne, vielleicht auch mal leidenschaftliche, aber immer faire Diskutieren und Streiten, wie es in einer modernen Gesellschaft eigentlich Standard sein sollte.

    Genau das ist der Punkt. Lichtenhagen ist 25 Jahre her, die 90er sind vorbei. Ja, da gab es eine Menge rechter Gewalt, auch tödlicher Gewalt. Aber darauf kann man heute nicht mehr abstellen, wenn seit gut 5 Jahren die Linken dieses Feld dominieren. Nur weil jemand in der Vergangenheit mehr oder weniger Schaden angerichtet hat, ist das kein Freibrief für die aktuelle Zeit. Wenn wir hier in den 90ern Erdbeben gehabt hätten, in den letzten 5 Jahren aber immer Stumfluten, kann ich nicht meinen Fokus weiter auf Sicherheitsvorkehrungen bei Erdbeben richten, während ich gegen Sturmfluten nichts unternehme. Genauso wird es hier aber gemacht. Mit Dingen, die 15, 20 oder 25 Jahre her sind, wird begründet, warum man mehr gegen rechts tun muss als gegen links. Mit diesem latenten Freibrief wurden die extremen Linken immer radikaler und gewalttätiger. Logisch, wenn man selbst von Parteien und öffentlichen Organisationen durch die Blume vermittelt bekommt, dass man ja zu "den Guten" gehört.


    Die Masse der G20-Demonstranten waren keine Rechten, auch wenn das jetzt gerne so dargestellt wird (auch so eine Strategie, linke Gewalt zu verharmlosen und zu relativieren "Da waren auch Rechte drunter" oder "Die Polizei hat angefangen"). Schau dir mal die Zdf-Doku Linksextremismus - die unterschätzte Gefahr an, da sieht man, was die Organisatoren dieser G20-Demos von sich geben. Die sind mittendrin im gewalttätigen linksextremen Spektrum, und gleiches gilt für viele von denen, die sie mobilisiert haben. Aber klar, die Randale wird Rechten und Polizisten in die Schuhe geschoben. :whistling:
    https://www.zdf.de/dokumentati…schaetzte-gefahr-102.html


    Dass du die Antifa da ausnimmst habe ich sehr wohl gelesen. Aber darauf habe ich mich ja auch direkt bezogen. Dieses Ausnehmen der Antifa bringt nichts, wenn man gleichzeitig deren Parolen von sich gibt, mit denen auf Demos gegen den "gemeinsamen Freund" agiert etc. (das ist kein Vorwurf an dich!).

    Sehr kontroverses Thema (ich mag kontroverse Themen an sich). Einerseits stimmt es, dass man beide Seiten gleich behandeln sollte (die extremen Auswüchse) andererseits wird von der vermeintlichen Mitte spätestens seit G20 durchweg gegen links (auch moderate) gewettert und rechts völlig außer Acht gelassen. Beide Seiten sind nicht zu unterschätzen, ich persönlich finde es jedoch schlimmer, wenn man aktiv (wenn auch zumeist under cover) Menschen verletzen oder töten will, nur weil sie eine andere Ethnie oder Kultur haben. Von der moderaten linken (Antifa ausgeschlossen) habe ich bisher noch keine konkreten Aufrufe zum Lynchmord (Straftatbestand) gehört.
    Deshalb sage ich ja auch immer wieder, dass ich mich Mitte-Links sehe, da ich den sozialen Aspekt eher verstehen kann, als den konservativen (zumindest politisch). Alles in allem hat dies ganze jedoch (für mich) nichts mit der Religion (auch wenn rechte Pfosten diese gern missbrauchen) zu tun.

    Seit G20 ist einigen politischen Verantwortlichen und auch Mitbürgern wohl einfach mal aufgefallen, wen sie da die letzten Jahre verharmlost und gefördert haben. Da haben sie dann erkannt, dass sich linksextremer Hass und Gewalt nämlich sehr wohl gegen das hiesige politische Establishment und auch die Zivilgesellschaft richtet. Schon scheiße, wenn die, mit denen man gerade noch auf einer Demo gegen rääächtz gekräht hat, plötzlich den eigenen kleinen Laden verwüsten oder Pkw abfackeln, gell?
    Wo haben Rechtsextreme in den letzten Jahren derartige Szenen verursacht? Ist mir nicht bekannt.
    Während bei Rechten schon ein Polenböllerwurf zum Sprengstoffattentat mutiert, nennt man Horden, die ganze Straßenzüge in Bürgerkriegszustände verwandeln, beschönigend "Aktivisten".


    Und wenn du, wie üblich, dem Irrglauben aufsitzt, Linke würden ja eher Randale gegen Sachen machen, während Rechte Menschen attackieren, dann bitte, informiere dich mal eingehend über die Entwicklung in den extremen Lagern in den letzten Jahren.
    Zunächst mal ist es ein Märchen, dass Rechte pauschal Menschen anderer Ethnien verfolgen oder töten wollen. Nicht wenige Rechte haben ihrerseits ausländische Freunde. Dass man mit einem gewissen Migrationsgeschehen im Land nicht einverstanden ist heißt auch noch lange nicht, dass man jeden Ausländer aus dem Land werfen will (und macht auch nicht per se "rechts"). Diese Hysterie wird von interessierten Gruppen und Parteien befeuert, die das Trugbild einer omnipräsenten rechten Gefahr aufrecht erhalten wollen.
    Gewalt- und Mordaufrufe von links gibt es zudem haufenweise, was Körperverletzungen angeht liegen die Linken VOR den Rechten (und das mittlerweile seit Jahren!), sogar das letzte politisch motivierte Tötungsdelikt ging auf's Konto von Linksextremen. Etliche AfD-Wahlkämpfer wurden attackiert, Besucher der Veranstaltungen konnten den Veranstaltungsort nur mit Polizeischutz erreichen.


    Steinwürfe und Brandanschläge auf Polizisten, Politiker (selbst auf's Kinderzimmer im Haus des sächsischen Justizministers (CDU)), Andersdenkende (im September erst wurde eine 17-jährige krankenhausreif geschlagen, weil sie auf einer AfD-Veranstaltung war), was ist das, wenn nicht der gezielte Akt, Menschen zu verletzen oder zu töten? Und das passiert auf linker Seite, nicht von rechts!


    Natürlich hörst du sowas von der "moderaten Linken" nicht - distanzieren tun sie sich aber auch nicht, und am nächsten Tag stehen sie trotzdem neben dem schwarzen Block und brüllen gemeinsam Andersdenkende nieder.

    Willkommen Matthi81!


    Mein Tipp wäre, such dir ein paar Quellen zusammen, vergleiche, nimm sie als Anregungen, aber nicht als allumfassende, unumstößliche Wahrheit oder zwingend verbindliche Anleitung.


    Vieles aus dem "tatsächlichen" Heidentum wird sich nie mehr (!) rekonstruieren lassen. Selbst Germania und Edda sind keine originären Quellen der heidnischen Germanen, man kann nur mutmaßen, wie viel zeitgenössische und lokal bedeutsame Ideale und Wunschvorstellungen da jeweils eingeflossen sind.


    Sei skeptisch bei jeder Quelle, ob Buch, Seite oder Mensch, die für sich beansprucht, das "wahre Heidentum" zu kennen und/oder zu leben. Mit Verlaub, das tut heute niemand, und jeder der behauptet, sein Heidentum wäre genau das Heidentum, welches von unseren heidnischen Ahnen gelebt wurde, den nenne ich einen Schwindler. Mehr als eine Annäherung gibt es nicht und kann es gar nicht geben.


    Dieses Fehlen einer verbindlichen Richtlinie ist Erschwernis, Chance und Herausforderung zugleich.
    Asatru ist vor allem eine Religion des praktischen Erfahrens und Auslebens, und was du persönlich erfährst kann dir auch das geilste Buch nicht liefern (aber auch nicht nehmen :) ).


    Zudem, das muss man auch beachten, gehen viele dieser Bücher in eine sehr wissenschaftliche Richtung, die schnell auch mal kompliziert werden kann. Lass dich nicht entmutigen, wenn du zeitweise mal nur Bahnhof verstehst. Man sollte Heidentum nicht mit einem Archäologie-, Philosophie- oder Theologie-Studium verwechseln. Du musst auch kein wandelndes Wörterbuch in Sachen Wissen über nordische Mythologie, Ur- und Frühgeschichte etc. sein, um dich Asatruar zu nennen. Von einem Christen erwartet auch niemand, dass er jede Bibelfigur chronologisch und inhaltlich zuordnen kann.


    Für Rituale gilt das selbe (sofern diese für dich ein Thema sind oder werden). Lass dich eher von deinem Gefühl leiten, erlaube dir, ein Ritual auch mal nach eigenem Geschmack abzuwandeln, sprich lieber eigene Worte, auch wenn sie sich mal nicht schön reimen oder in Rhythmus bringen lassen, statt aus dem Buch in der Hand stockend abzulesen (und wenn du gar nicht auf Rituale stehst ist das auch okay).


    So, meine paar Pfennig zum Thema, viel Spaß und Erkenntnis auf deinem Weg.
    Asenheil und Wanensegen!
    :prost: